Seminar "Amateurfunker im Katastrophenschutz"
am 23.10.2004 beim Roten Kreuz Wien
Angeregt durch die von der Landeswarnzentrale Steiermark in Zusammenarbeit mit dem LV OE6 des ÖVSV und der Feuerwehrschule Lebring veranstalteten Seminare für AmateurfunkerInnen habe ich diese Idee aufgenommen und versucht für die Ostregion, dh. OE1, OE3 und OE4 ein entsprechendes Seminar zu organisieren und zu gestalten. Unter tatkräftiger Unterstützung und Mithilfe der Magistratsdirektion Allgemeine Angelegenheiten - Stabsstelle Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen - und dem Wiener Roten Kreuz, gewann diese Idee bald Form und Format.
Ziel der Ausbildung für Interessierte war das Kennen lernen der Strukturen und Verfahrensweisen von Behörden und Einsatzorganisationen, deren Leistungsparametern und Grundlagen der verwendeten Funktechnik. Nach einer Ausschreibung in der QSP waren so viele Interessierte gemeldet, dass ich nach einem größeren Lehrsaal Ausschau halten musste.
Am 23.10.2004 um 08.00 Uhr konnte ich im Ausbildungszentrum des Wiener Roten Kreuzes 37 OM aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland begrüßen.
Das dicht konzipierte Programm von 08.00 -18.00 Uhr spannte einen weiten Bogen an Informationen aus den Bereichen
Magistratsdirektion : Krisenmanagement der Stadt Wien und des Bundes
Wiener Warn- und Alarmsystem (Zivilschutzsirenen)
Bundespolizeidirektion Wien: „Besondere Ablauforganisation“ bei Sonderlagen
Analogfunk, Digitalfunk, Datenfunk
Magistratsabteilung 70-Wiener Rettung: Leistungsparameter und Funktechnik
Magistratsabteilung 68-Wiener Feuerwehr: Einsatz der Feuerwehr, Nachrichtentechnik
"Die Vier für Wien": Zusammenschluss von Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe und
Malteser-Hospitaldienst, Schnittstellenmanagement zwischen den Sanitätsorganisationen
und Abwicklung eines Großeinsatzes.
Rotes Kreuz: Geschichte und Entwicklung der international tätigen Organisation, Aufgabengebiete des
Wiener Roten Kreuzes
Militärkommando Wien: Einsatzunterstützung im Sinne des Assistenzeinsatzes, ABC-Abwehr, Sanitätsdienst des
Bundesheeres, Fernmeldetruppe
ÖVSV - Not- und Katfunk: Vorstellung des A.R.E.N.A - Projektes
Unterbrochen wurden die Vorträge durch Kaffeepausen und einer Mittagsverpflegung durch das Rote Kreuz, die „stilgerecht„ im Katastrophenlager eingenommen wurde, sowie durch eine Hausführung (Sanitätsarena, Einsatzgarage mit Fahrzeugbesichtigung, Funkleitstelle).
Nach einer Feedbackrunde wurden durch Vertreter der Magistratsdirektion und meiner Person Teilnehmerurkunden und „Notfunktafeln“ an die Teilnehmer mit Handschlag persönlich überreicht und anschließend die OM offiziell verabschiedet.
Über ein Folgeseminar wird bereits jetzt intensiv nachgedacht, es soll sich mit der Schulung von AmateurfunkerInnen in der Durchführung von Not- und Katfunkverkehr und dessen speziellen Anforderungen beschäftigen.
Ich bedanke mich bei allen Organisatoren und Vortragenden und speziell bei den teilnehmenden Funkern für Ihre Mitarbeit und Motivation.
OE1MMU, Michael MARINGER, Referatsleiter
Und hier ein paar Fotos "vom Tag":



