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Paulaner Nachrichten:
März/April 2006
Den Zugang erschließen

Seit einigen Jahren ist es bei uns üblich, dass sich Erstkommunionkinder und Firmlinge im Rahmen einer Familienmesse der Gemeinde vorstellen. Im Jänner waren die Kinder aus der Evangelischen Volksschule am Karlsplatz an der Reihe. Gemäß dem Prinzip der Nachhaltigkeit beließen sie es nicht bei der bloßen Namensnennung, sondern fügten einfach der Zeichnung einer Kirche drei Reihen mit je fünf Fenstern ein. Die Rahmen bildeten die Namen; nach dem Öffnen der Fensterchen strahlen Lukas oder Matteo, Miriam oder Stephanie und wie sie alle heißen mögen, dem Betrachter entgegen.
Nur beim offenen Kirchentor weißes Papier. Auf das fehlende Bild beim Kirchentor angesprochen, kam - nicht unerwartet - die Antwort: Dort gehört ein Bild vom Herrn Pfarrer hin. Nicht zufrieden gestellt mit dieser Teilantwort gab ich zu bedenken, dass wohl noch andere den Zugang zur Kirche, zu Jesus, aufschließen. Erstaunlich rasch kam es lautstark von den Kindern: 'Die Tischmütter müssen auch drauf sein'.
fürbittende Gebet Die Kinder haben damit etwas von der Sendung, dem Auftrag der Kirche erspürt: Den Zugang zu Jesus erschließen. Dies kann in recht unterschiedlicher Weise erfolgen.
* Ich nenne als erstes das fürbittende Gebet. Darum haben die Firmlinge die Gläubigen ersucht und die 'Gebetspaten' an einigen Abenden zum gemeinsamen Gebet eingeladen.
Gespräch über den Glauben * Es kann durch das Bemühen erfolgen, das eigene Leben nach der Botschaft des Glaubens zu gestalten und darüber auch zu sprechen. Auf die Frage, mit wem sie schon ein Gespräch über den Glauben geführt haben, hat nur eine verschwindende Minderheit unserer Firmlinge eine positive Antwort gegeben.
Oma weiß alles In diesem Zusammenhang muss ich unbedingt die Aussage eines Buben wiedergeben, die er bei der Vorstellung der Erstkommunionkinder von sich gab. "Meine Oma weiß alles über die Kirche." Allerdings fügte er nach einer kurzen Pause hinzu: "Oder fast alles".

 

Sie werden im Blattinneren von den
Chancen und Möglichkeiten lesen, die das "dritte Leben" bieten,
einen Bericht, über das Taize-Treffen in Mailand,
sie erhalten Einblicke in die Art der Firmvorbereitung.

Tod und Auferstehung Jesu All das will nur erinnern, was uns von Gott zugetraut wird:
Einander in der Nachfolge Jesu den Zugang zu ihm zu erschließen, den er uns durch seinen Tod und seine Auferstehung ermöglicht hat.
Empfangen und geben Und noch etwas: Im Zugang erschließen sind wir nie nur die Gebenden, sondern immer auch die Empfangenden, denn wie es die Kinder vor Jahren bei einer Erstkommunion formuliert haben: Empfangen und geben - das ist unser Leben.
meint Ihr Pfarrer Franz Wilfinger


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