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| Paulaner
Nachrichten: Mai/Juni 2005 |
Eine schwierige Aufgabe - |
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In den letzten Monaten beobachtete ich Besucher, die interessiert die barocke Innenausstattung unserer Kirche betrachteten. Auf ihrem Rundgang bleiben sie vor den Seitenaltären stehen, lesen in einem Kunstführer nach, zeigen auf Details. Manche zücken den Fotoapparat - in der eher dunklen Kirche ein kühnes Unterfangen. Neugierig bleiben sie in der Regel auch vor einem Plakat stehen, mit dem sich unsere Firmlinge vorstellen - mit Namen und dazugehörigem Foto. Die Firmlinge haben sich - in erfrischender Offenheit und klarer Selbsteinschätzung - mit einigen Worten kurz selbst beschrieben. Der Bogen spannt sich von hilfsbereit bis beinahe unerträglich bequem. Ist es nur die Beschreibung des Ist-Zustandes? Kann es nicht auch als Ausdruck einer unausgesprochenen Hoffnung, eines Wunsches gesehen werden? Die Firmlinge hoffen und wünschen sich, dass die Betrachter, die Gemeinde, für sie betet. |
| Darüber hinaus sehe ich in dem Plakat auch die Hoffnung angedeutet, dass der Heilige Geist ihnen beistehen, helfen möge, zu einer eigenständigen Persönlichkeit heran zu reifen. Beistehen und ermutigen zum Entfalten der Fähigkeiten und Begabungen, die in jedem, in jeder von ihnen schlummern. Es geht aber nicht bloß um Entfaltung. Nötig sind ebenso Kraft und Ausdauer, um Haltungen zu integrieren, vielleicht auch zu minimieren, die dem eigenen Leben abträglich sind. Ausdauer, Kraft ist auch erforderlich, um vor Konflikten oder Beschwerendem nicht davon zu laufen. Der Heilige Geist als Beistand, als Helfer bei der "Ich-werdung". | |
| Aber - haben wir nicht schon genug Individualisten, manche setzen das auch gleich mit Egoisten? Braucht unsere Zeit nicht vielmehr die Betonung des Gemeinsamen, der Solidarität? Durchaus - und damit ergibt sich, menschlich gesprochen, die schwierige Aufgabe für den Heiligen Geist. Er soll helfen, scheinbar Gegensätzliches gleichzeitig zu ermöglichen - das Wohlergehen des einzelnen und das der Gemeinschaft. | |
| Die Firmlinge haben sich auf ihrem Plakat kurz beschrieben - mit ihren guten und weniger guten Eigenschaften. Sie hoffen auf die Begleitung der Gemeinde - im Gebet und durch das beispielhafte Bemühen um eine Lebensgestaltung aus dem Glauben. Sie vertrauen aber auch auf den Beistand von oben, den Heiligen Geist. | |
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Aber - spüren wir nicht, dass wir zeitlebens diesen Heiligen Geist brauchen, um unser Leben im Sinne der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe auszurichten? Pfingsten und die Firmung in der Pfarrgemeinde erinnern uns daran, dass unser Herr Jesus Christus den Seinen den Beistand, den Heiligen Geist versprochen hat. |
| Er hat damit wohl
bei vielen eine schwierige Aufgabe zu lösen, die dann gelingt, wenn eigenes
Bemühen vorhanden ist, meint Ihr Pfarrer Franz Wilfinger |
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