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Mond 
       

   [Gezeitenreibung] [Freier Fall] [ El Nino] [Mondlandung] [Seltenes Schauspiel] [Vier Astronauten]
   
[Crash mit dem Mond]

  Ein alter Menschheitstraum ging in Erfüllung.  

  

                
   Bild rechts: Freier Fall im luftleeren Raum am Mond

                   Am 16.7. 1969 startete das Raumschiff
Apollo 11 zum Mond.  
                   An Bord  waren N. A. Armstrong, E. E, Aldrin u. M. Collins;
                   195 h 19 min;  erste Landung eines be-
                   mannten Raumfahrzeugs auf dem Mond: Die Mondfähre 
                  
Eagl setzte am 20. 7. mit Armstrong und Aldrin im Mare
                   Tranquillitatis auf.
Armstrong betritt als erster Mensch
                   am
21.7. 1969 um 3h 56min MEZ den Mond, Aldrin folgt
                   18 min später. Der Rückstart erfolgte nach 21h 36 min.
                   Es war eine erfolgreiche Mission und das
größte Abenteuer
                   der Menschheitsgeschichte.
                  
Der Mond ist eine öde, luftleere und  Kraterübersäte Welt,
                   liegt im Mittel 384 392 Km von der Erde entfernt und hat
                   eine sid. Umlaufzeit von 27, 32 Tagen. die Entfernung zur 
                   Erde schwankt zwischen 356 410 Km im Perigäum und
                   406 680 Km im Apogäum. das ist eine Abweichung von
                   über 10 Prozent und deshalb erscheint der Mond auch 
                   unterschiedlich groß. Er rotiert in der selben Zeit um
                   seine Achse, die er für einen Lauf um die Erde benötigt, so dass er der Erde immer die gleiche Seite
                  zuwendet. Dieses Phänomen ist als " gebundene oder synchrone" Rotation bekannt. Da der Mond das
                  Sonnenlicht reflektiert, ist zu jeder Zeit eine Hemisphäre erleuchtet, während die andere dunkel bleibt.
                  Bei Neumond liegt der Mond in Richtung zur Sonne und die der Erde zugewandte Hemisphäre
                  ist  dunkel. Nach dem Neumond bewegt  er sich auf die Ostseite der Sonne. Er  geht, wie oben erwähnt, in
                  27, 3217 Tagen einmal um die Erde herum. Ist er heute beim Stern Regulus im
Löwen,  dann  läuft er   
                  durch die zwölf  Tierkreisbilder, so dass er nach genannten Tagen wieder beim Regulus steht. Dieser 
                  Umlauf  von Stern zu Stern heißt siderischer Umlauf. In Bezug auf die Sonne, die Zeit von Neumond zu
                   Neumond braucht der Mond für einen Umlauf 29, 5305 Tage. Wir nennen ihn einen synodischen Umlauf
                   oder eine Lunation.  Innerhalb dieser Periode zeigt uns der Mond sein Phasenspiel. Er ist ein Musikant
                   und wandelt im Viervierteltakt durch die Welt. Nicht nur die Hälfte des Mondes ist unseren Gesichts-
                   kreis zugänglich, sondern," Librationen " bringen es mit sich, dass man im Verlauf  der Wochen und
                   Monate nicht nur die Hälfte, sondern fast drei Fünftel der ganzen Mondoberfläche zu Gesicht be-
                   kommen kann. Der Drakonistische Umlauf  ist 27, 2122 Tage lang und ist die Zeit zwischen
                   aufeinander folgenden Passagen des Mondes durch denselben Knoten ist etwas kürzer als der siderische
                   Monat. Geht man also vom siderischen Umlauf aus, so schiebt sich der Mond täglich unter dem Sternen-
                   himmel' um 13,17 ° von West nach Ost  vor.

                  Mondlandung

                   

                   Gerüchte über einen neuen Mondflug hat jetzt das Weiße Haus zurückgewiesen. Zuvor hatte es geheißen, Präsisident Busch werde zum             100.    Jahrestag des ersten Motorflugs der Gebrüder Wright am 17. Dezember 2003 eine Rückkehr der USA zum
                   Mond ankündigen.

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                   Freier Fall Eine Metallkugel und eine Feder fallen im luftleeren Raum auf dem Mond gleich
                 
  schnell zu Boden. ( Galilei Galileo 1564-1642 ) Die nach dem Erdmittelpunkt gerichtete, beschleunigte 
                   Bewegung frei beweglicher Körper. Auf alle Körper wird in der Nähe der Erdoberfläche durch die An-
                   ziehungskraft zwischen Erde und Körper ( Schwerkraft )
unabhängig von der Masse der Körper überall 
                   annähernd dieselbe Beschleunigung ausgeübt, wenn von anderen Kräften, vor allem der
Luftreibung,
                  
abgesehen werden kann. Die Schwerebeschleunigung ( Erdbeschleunigung ) g ist gleich 9,807 m/s²
                   Sie hängt von der geographischen Breite und der Höhe über dem Meeresniveau ab. Der angegebene
                   Wert gilt für
45°und h = 0 m.  Bei φ = 0° (Äquator)
                  ist im Meeresniveau  g = 9,780 m/sec², am Pol ( φ = 90° ) g =9,832 m/sec². Für je 1 m Höhe nimmt g um
                  3. 10^-6 m/sec² ab, solange h klein ist gegen den Erdradius (6370km). Nach einer Fallzeit t, hat ein frei
                  fallender Körper die Geschwindigkeit  v = gt erlangt und den Weg  s = 1/2gt² zurückgelegt. Kleine östliche
                  Abweichungen vom freien Fall treten durch die Erdrotation auf ( Coriolisbeschleunigung). Für weit entfernte
                  Körper ( z.B. Mond) muss das vollständige  Newtonsche Gravitationsgesetz angewandt werden.

                  Eine Prüfung der letzten Formel ist mit der Fallschnur möglich. Bei ihr sind auf einer senkrecht aufgehängten
                  dünnen Schnur Metallkugeln aufgereiht. Die untere Kugel liegt auf den Boden auf, und die Abstände zu den
                  anderen verhalten sich wie die Quadrate der ganzen Zahlen. Beim Fallen schlagen die Kugeln nacheinander
                  in gleichen Zeitabständen auf den Boden auf. Aus der Schwerebeschleunigung g, der Gravitationskonstante
γ,
                 und dem Erdradius r, kann man die Masse  der Erde M  berechnen:  M = g/γ. r²  =5, 9742.10^24 kg. wie oben.

                    Da die Umlaufbahn des Mondes zur Ekliptik um etwa geneigt ist, läuft der Neumond gewöhnlich
                    oberhalb oder unter halb der Sonne vorbei. Ereignet sich die Neumondphase jedoch, wenn der Mond
                    sich einem  seiner Bahnknoten nähert ( die Punkte, an denen seine Bahn die Ekliptik kreuzt)  läuft er
                    vor die Sonnenscheibe und leitet eine Sonnenfinsternis ein. Bei genauer Ausrichtung wird die Sonne
                    vollständig abgedeckt, es entsteht eine totale Sonnenfinsternis,  Sonne und Mond erscheinen fast gleich
                    groß. Zwar ist der Sonnendurchmesser 400 mal so groß wie der des Mondes, sie ist aber auch 400 mal
                    so weit entfernt. Ist der Mond  in der Nähe des Apogäum, wird die Sonnenscheibe nicht  vollständig
                    abgedeckt. Um die dunkle Mondscheibe herum bleibt ein Ring der unverfinsterten Sonne übrig
                    (ringförmige Sonnenfinsternis) Eine Mondfinsternis entsteht dann, wenn der Vollmond in den Erd-
                    schatten läuft, anstatt  ober-oder unterhalb des Schattens  vorbeizulaufen.

                    Die Ursache der Verschiebung der Bahnknoten des Mondes und somit die Ereignisse von Finsternissen
                    liegt  hauptsächlich am Äquatorwulst der Erde und wird folgend beschrieben:

                   
Bewegt sich ein Satellit, auf einer zum Planetenäquator geneigten Bahn im Gegenuhrzeigersinn um
                    einen abgeplatteten  Planeten, verschiebt sich die Linie der Bahnknoten durch die Anziehung der
                    äquatorialen Ausbauchung im Urzeigersinn.

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Gezeitenreibung ist die Ursache für das langsamer werden der Erdrotation. Damit der 
                    Drehimpuls erhalten  bleibt, muss sich gleichzeitig ( zwangsläufig ) die Mondbahn vergrößern:
                   
US-Wissenschafter fanden heraus, ( sie zählten die Schichten jener Ablagerungen, die von den Ge-
                    zeiten hinterlassen worden waren) , dass der irdische Tag, -allerdings vor 900 Millionen Jahren- nur
                    18 Stunden dauerte. Bekannt ist, dass Ebbe und Flut die Umdrehung der Erde  abbremsen und sich der 
                    Mond als Folge davon langsam von der Erde entfernt. Vor 900 Millionen Jahren war er um 40 000 Km
                    näher,, entsprechend rascher drehte sich die Erde um ihre Achse. Die Gezeiteneffekte im Mondkörper
                    verlangsamten seine Rotation , bis sie mit seiner Bahnbewegung synchronisiert war. Heute gibt es kein
                    Nettodrehmoment auf dem Mond. Die Situation ist stabil

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                    El Nino  bringt nicht nur starken Regen und furchtbare Stürme über Nordamerika. Das Wetter-
                     phänomen sorgt auch dafür, dass die Tage länger sind. Spitzenreiter war der 5. Februar 2 000,  der
                     0,6 Millisekunden über dem normalen Wert lag. Mittlerweile ging die Extra-Tageslänge auf  0,4
                     Millisek. zurück. Zu diesem Ergebnis kamen NASA-Wissenschafter. Ein Sprecher: "Um die stürmische
                     Geschwindigkeit der Atmosphäre zu kompensieren, verringert die Erde ihr Tempo." Verschwindet El
                     Nino, wird sich die Erde wieder schneller drehen.

                    Seltenes Schauspiel

            Trabant vom Erdschatten verschluckt. Dienstag Nacht, 4. 05. 04 war es so weit: Punkt 21. 52 Uhr verschwand der Vollmond am nächtlichen 
                    Sternenhimmel im Schatten der Erde. Tausende Menschen in ganz Österreich  wohnten dem großartigen Spektakel mit Ferngläsern oder
                    bloßem freien Auge bei.

                    "Weil die Lufthülle der Erde ein wenig Sonnenlicht in den Schatten hineinlenkt, verschwindet der Mond nicht ganz im Dunkel, sondern
                    leuchtet im schwachen schmutzig - rötlichem Licht". Der Erdschatten legt sich langsam über dem Mond, bis er ganz bedeckt ist

                                  

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Vier Astronauten will die US-Weltraumagentur NASA ab 2018 auf dem Mond stationieren. Unser Bild zeigt eine Zeichnung des geplanten Landegeräts. Es wird wahrscheinlich beim Südpol des Erdtrabanten stationiert, weil dort Wasserstoff in gefrorenem Eis vermutet wird und es reichlich Sonnenlicht zur Energieversorgung gibt.

                               

NASA beschießt den Mond. Auf der Suche nach Wasser und Eisvorkommen auf dem Mond will die US-Raumfahrtbehörde einen Krater am Südpol des Erdtrabanten zweimal hintereinander beschießen. Die beiden 2 000 und 800 Kilogramm schweren Einschlagskörper werden im Oktober 2008 gemeinsam mit der neuen Mond-Erkundungssonde "Lunar Reconnaisance Orbiter" starten und sollen fünf Meter tiefe Löcher reißen.

Crash mit dem Mond

Selten scharfe Bilder und dann der geplante Einschlag: die europäische Mondsonde "SMART-1" war ein voller Erfolg. Jetzt wird der Mond von Neuem erobert. Es war eine programmierte Bruchlandung, ein lautloser Crash. Erst hatte die europäische Sonde "SMART-1" 16 Monate lang alle Argusaugen auf den Mond gerichtet und frappierende wissenschaftliche Neuigkeiten gesammelt. Jetzt hinterlässt sie nach einem spektakulären Finale nur einen Krater auf der Oberfläche in der mittleren Südregion des Erdtrabanten.

Pünktlich, dem Kommandos des europäischen Kontrollzentrums ESOC in Darmstadt folgend, schlug " SMart-1" Sonntag früh, 3. Sept. 2006  auf dem Mond ein. Staubwolken wirbelten auf, und die (ohne ihre Sonnensegel) von Form und Größe her einem Kühlschrank ähnelnde Sonde bildete einen Krater.

Ende einer Dienstfahrt: Große Teleskope in Amerika, Hawaii und auf den Kanarischen Inseln waren auf den Punkt gerichtet, auf den Octavio Carmino- Ramos in Darmstadt den ersten Mondbesucher der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusteuern ließ. Die Sonde hat alle unsere Erwartungen übertroffen, sie kann uns bis zur letzten -Sekunde noch Informationen liefern, sagte "SMART-1"- Projektleiter Bernard Foing. Denn auch die beim Einschlag auf dem Mond aufgewirbelte Materie könne noch sehr wertvolle Daten liefern, beispielsweise darüber, wie sich der Boden zusammensetze. Wir haben zwei Bergspitzen mit einem ewigen Licht von jeweils mehreren Quadratkilometern Fläche am Nordpol entdeckt, erklärte Foing weiter. Dorthin wollten die Europäer einen Rover schicken, um die Geochemie zu untersuchen und in dem tiefen, immer dunklen Krater gleich nebenan  nach Eis zu suchen.

Der zweite Flug der Europäer zum Mond, dann mit einem Rover, könnte 2013 erfolgen. In den Jahren bis dahin folgen zunächst mehrere internationale  Mondmissionen. Und die USA nehmen den Erdtrabanten auch fester ins Visier. Siedlungen mit Robotern und auch Raumfahrern könnten folgen.

Die etwas mehr als 100 Millionen Euro teure "SMART-1" hat einen sparsamen neuen Antrieb mit Xenongas als Treibstoff getestet und eine Fülle von Daten gesammelt. Der futuristische Ionen-Antrieb mit gerade einmal  80 Kilogramm Treibstoff (Xenongas) brachte "SMART-1" über eine komplexe Flugbahn von 100 Millionen Kilometer zum Mond. Der direkte Weg zum Mond wäre eigentlich 400 000 Kilometer weit.

SMART steht für "Small Mission for Advanced Research in Technology". Die Sonde lieferte die schärfsten Aufnahmen, die bisher aus einer Umlaufbahn vom Mond gemacht worden sind.

Neues Prestige-Duell der Weltmächte.

Trotz aller Visionen und Völkerverbindender Menschheitsträume muss man ausgehen, dass es um die erste bemannte Mondmission im 21. Jahrhundert ein ähnliches Prestige-Duell geben wird wie einst zwischen Russen und Amerikaner. Weltmacht-Anwärter China steht wild entschlossen mit weiterentwickelter russischer Technologie in den Startlöchern und hat Mondflüge bereits angekündigt. Böse Zungen behaupten, die Amerikaner müssten dieses Rennen unbedingt gewinnen, weil ja die Mondlandungen der 60er und 70er Jahre angeblich bloß Hollywood-Shows aus Regisseur Stanley Kubricks Feder gewesen wären. Man müsse noch schnell vor den anderen eine alte US-Flagge und ein verstaubtes Mondmobil hinaufbringen, um die politischen Flunkereien des Kalten Krieges zu decken.

Wer nach den Sternen greift, muss eben auch mit Spott und schlechten Scherzen zurechtkommen. So meinte ein Beobachter auf die Frage, warum die USA auf einmal so mondsüchtig geworden seien. "Vielleicht, weil sie Osama bin Laden nicht finden können und dafür das Symbol des Islam in Besitz nehmen wollen: den Mond".

 

                  


                     Weitere Daten siehe:
Tabelle erde 

                                                             Sonne Daten                                                               

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