Marathon in Langenlois


Heute, Sa. 8.6.2002 der vierte Marathon, der zum Marathoncup 2002 zählt, in Langenlois. Der Wetterbericht für dieses Wochenende überaus schlecht. Die ganze Nacht prasselt der Regen ans Fenster. 4 Uhr 30 früh. Mal ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster. Regen hat zwar etwas nachgelassen, aber es regnet nach wie vor. Mein Kollege ruft an und fragt, ob wir überhaupt nach Langenlois fahren? Natürlich fahren wir! Langenlois ist aus gutem Grund ein Pflichttermin, was sich auch nach dieser Wanderung bestätigen wird.

Die ganze Fahrt von Wien nach Langenlois vom Regen begleitet. Schön langsam finde ich mich mit einer Regenschlacht auf der Marathonstrecke ab. Sehr gut wieder beschildert der Weg zum Start. So war es überhaupt kein Problem um 6 Uhr 45 am Start zu stehen. Der Start wieder in der Gartenbauschule. Obwohl auch dieses Start- Ziellokal eher klein und verwinkelt ist, war alles sehr gut beschriftet. Wie schon im Prospekt angekündigt, keine Nachmeldegebühr, ein dickes Plus dafür. Ich finde die Definition über den Passus "Nachmeldungen" im Prospekt für sehr gut. Nach Erhalt der Startkarte und Streckenplan machten wir uns um 6 Uhr 53 auf den Weg. Der Streckenplan, wie im Vorjahr wieder in Farbe gehalten, ist informativ und ausreichend. Lediglich die schützende Hülle gegen den Regen fehlte.

+13°C, tief hängende Wolken und leichter Regen begleiteten uns vom Start weg. Schon nach wenigen huntert Metern hatte ich das Gefühl, dass es warm und sehr schwül ist. Bei der ersten Kontrolle gleich aus der Regenkleidung raus, meine Gedanken. Die 2,8km zur ersten Kontrolle waren in 18min erreicht. Auch der tiefe aufgeweichte Boden machte sich bereits negativ bemerkbar. Aber es hat zu Regnen aufgehört! Nach Einholung des ersten Kontrollstempels geht es in die erste Schleife.

Eine sogenannte "Ohrwaschelstrecke" vermittelt uns der Streckenplan. Erste Verwirrung von zurückkommenden von der Schleife. Wie geht es weiter, die Fragen an der ersten Kontrolle, die zugleich auch für die zurückkommenden die dritte Kontrolle war. Wie ich zu solchen Strecken stehe, ist ohnehin bekannt. Die Hinweistafeln in gelber Signalfarbe mit schwarzer Schrift gehalten sind modern gestaltet. Sie tragen die Hinweise nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in englischer Sprache.

Eine Vergroesserung dieses Bildes

Ein learning aus den Fehlern in Gars am Kamp. Diese Hinweise in englischer Sprache sind mir erstmals bei der Wanderolympiade in Seefeld aufgefallen.

2,9km die Distanz zur zweiten Kontrolle. Knapp 18min der Zeitaufwand. Damit ist er südwestlichste Punkt erreicht. Sehr freundlich das Paar an der Kontrollstelle. Der männliche Teil bemühte sich gerade, die Markierung zu verbessern, mit Pfeil und Hammer bewaffnet. Erstmals fällt mir ein Kiste Äpfel auf. Gibt es auf der Strecke vielleicht eine marathongerechte Verpflegung? So meine Gedanken. Anfangs sehr tiefer Boden Richtung K3 zurück.

2,9km zur K3 in 16min. K3 in Gobelsburg schon bekannt. Eine Garage diente zu diesem Zwecke. Ich bin das erste Mal in Gobelsburg. Ich kenne nur den Messwein, denn das Stift Zwettl aus diesem Ort bezieht. Mittlerweile hat es wieder stärker zu Regnen begonnen.

3km zur K4 nach Kammern in 15min. Ein Innenhof dient zur Labe- und Kontrollstelle. Die Position der K ist nicht optimal, da das Wasser vom Dachvorsprung direkt auf den K-Tisch plätschert. Wieder gibt es etwas Verwirrung. Da diese K auch K10 ist und die kleineren Strecken sich auch hier wieder finden. Durch den starken Regen ist die Hinweistafel nicht mehr so gut wahrnehmbar.

6,2km, Etappe etwas länger über den Ort Straß, zur K5. 33min die benötigte Zeit. Wieder eine Doppelkontrolle. Wieder werde ich zur freundlichen Labe- und Kontrollstelle (K9) zurückkehren. Endlich geht es etwas bergauf zur Ruine Falkenberg.

2,5km zur K6 in 19min. Wieder eine Doppelkontrolle mit K8. Regen hört wieder auf. Kartenspielend frieren die drei Herrn im selbst aufgestellten Zelt. Bei der nächsten K gibt es Gratisverpflegung, so die Info. Niveauvermindernd geht es nun weiter. Der Überlauf eines kleinen Baches springt uns entgegen.

2,9km zur K7 in 17min. Schon 100m vor der Kontrolle wird auf einer gelben Tafel die Gratisverpflegung angekündigt. Zwei Herrn die auch schon meterweis Pumerl gespielt haben machten gerade Pause, um zu jausnen. Ausgeglichen, das Spiel, wurde mir versichert. Endlich eine sportliche Verpflegung. Obst bestehend aus Äpfel und Bananen wurden angeboten. Eine Banane soll mir weiter Kraft geben. Auch zu trinken war reichlich vorhanden und das alles gratis! Ich muss mich gleich an dieser Stelle bei Herrn Silvester Mayr bedanken und ihm zu seiner Lernfähigkeit gratulieren. Ein echter Marathoner erwartet ein perfektes Service! Da spielt ein € mehr beim Startgeld überhaupt keine Rolle. Und fühlt sich ein Teilnehmer wohl, so kommt er wieder! Ich kenne Leute, die fahren extra nach Deutschland, weil dort die Verpflegung angeblich besser ist.

5,4km zur K8 in 32min. Noch immer die Spielkarten in den Händen. Über der Startkarte kreisend suchte der Kontrollstempel noch einen freien Platz. Gefunden und es geht weiter.

2,8km zur K9 in 17min. Meine erste Flüssigkeitsaufnahme. Zwei Becher Cola und ein Stück Kuchen traten den Weg in meinen Magen an. Das Cola war frisch und nicht abgestanden und der Kuchen mundete hervorragend. 3 € hat das alles gekostet. Durchaus ok. Nur mehr knapp über 10km ins Ziel, so meine Gedanken. Kein Regen mehr und es scheint aufzulockern. Blaue Fenster dringen durch die Wolken.

6,5km zur K10 in 43min. Auch hier war ich schon mal. Mittlerweile ist das Tropfen vom Dach auch schon vorbei (K4). Nach der Frage wie die Strecke sei, beantwortete ich scherzhaft mit "viel zu kurz". Ein gepresstes Lächeln machte sich in deren Gesicht breit.

4,1km ins Ziel in 23min. Damit habe ich in 4:11 die Strecke bewältigt. Der Gesamtanstieg beträgt 685m. Was Korneuburg, Gars am Kamp und Böheimkirchen nicht geschafft haben, scheint hier möglich zu sein. Die Urkunde samt Auszeichnung wurde mit einer Gratulation und Wertschätzung überreicht!

Zusammenfassend darf ich bemerken, dass sich der Veranstalter wieder sehr viel Mühe gemacht hat. Wenn man bedenkt, welch Aufwand dahintersteckt, Weg ausmähen,....... Mir persönlich hat die Strecke heuer besser gefallen, als jene aus dem Vorjahr. Man hat heuer versucht, mehr die Idylle einzubinden. Schade, dass das Wetter einen Streich gespielt hat. Dies wird sich wohl auch in der Teilnehmerzahl niederschlagen. Hat sich der Veranstalter sicher nicht verdient. Nochmals möchte ich Herrn Mayr danken, der versucht hat, die Marathonstrecke auf eine etwas sportlichere Ebene zu stellen. Ich glaube nämlich auch, dass da die Zukunft liegt. Wenn es noch gelänge von der "Ohrwaschelstrecke" wegzukommen, wäre dies optimal. Weiters möchte ich auch positiv bemerken, dass man auf der Marathonstrecke keine Mickymausstempel verwendet hat. Durch die aussagekräftigen Kontrollstempel kann man sie auch besser zuordnen. Trotzdem halte ich die Startkarte für die vielen Stempel für etwas zu klein.

Ich bedanke mich nochmals für die (fast) perfekte Wanderveranstaltung und viel Erfolg für Morgen! Scheinbar wird das Wetter doch besser. Und nochmals Herr Mayr, nicht aufgeben! Einsam ist der Weg der Ideallisten!

Startkarte         Streckenplan     Streckenprofil     Stoffaufnäher         Urkunde