Der 3. Wienerwald Marathon, eingebunden in die
Int. Drei-Tage-Wanderung, ist auch heuer wieder eine Herausforderung
für jeden Wanderer.
Die Wanderstrecke, die genau 41402m misst, ist gegenüber dem
Vorjahr nicht verändert worden. Mit 1500m im Anstieg bleibt
er aber seinen Ruf treu. Aber durch den Wegfall der Prockschhütte
ist er doch erheblich entschärft worden.
Das Wetter heute früh, optimal für einen Marathon. Weit
weg von den hohen Temperaturen der Vortage. Die Bewölkung,
die lieber Regnen möchte, als sich zurück zu ziehen, verhinderte
die direkte Sonnenbestrahlung. Damit ist wenigsten eine Hitzeschlacht
ausgeschlossen.
Kurz
nach 5 Uhr 30 scharten schon die ersten Teilnehmer am Start. Geduld
ist nun gefragt. Wieder werden die färbigen Chips zu Kontrolle
eingesetzt. Damit wird verhindert, dass ein Teilnehmer mit mehreren
Startkarten unterwegs ist. Insgesamt 150 Mutige machten sich mit
dem Startchip auf den Weg. 55 davon nahmen an der Drei-Tage-Wanderung
nicht teil, sondern absolvierten nur den Marathon. Kurz nach 6 Uhr
ist der große Run vorbei. Nur vereinzelt kommen noch Starter.
Es wird ruhig im Startbereich. Um 8 Uhr fuhr ich Herrn Kudler nach
Baden auf die Kontrollstelle "Schwarzberg". Als ich wieder
zurück kam, begannen wir mit dem Vorbereiten der Auszeichnungen
für die Marathonteilnehmer. Zum Test druckte ich noch eine
Urkunde und es gab keinerlei Probleme. Ich musste ja auf die Sonderkontrolle.
Um 9 Uhr 30 verließ ich das Startbüro und bezog die Sonderkontrolle
knapp vor Gaaden. Die gleiche Stelle, wie auch am Föhrenbergemarsch.
Diesmal hatte ich meine Kühlbox dabei. 6 kg Bananen, 4 kg Äpfel
und unzählige Halbliterflaschen Mineralwasser und Cola füllten
mein Auto. Hab so eine Art Notlabestelle eingerichtet.
Habe
gerade das Auto abgestellt, war auch schon der Erste da. Er teilte
mir mit, dass bereits zwei Teilnehmer vor ihm lagen. Diese beiden
hatten keinen gelben Kontrollchip von mir. Per Handy informierte
ich das Ziel, dass die beiden ohne gelben Chip eintreffen werden
und ohne diesen Chip gibt es ja keine Auszeichnung, so die Festlegung.
Durch die Ereignisse beim Marathoncup 2001 war diese Maßnahme zwingend
erforderlich. Dies hatte für mich auch den Nachteil, dass ich
heuer erstmals nicht direkt bei der Veranstaltung mitlaufen konnte.
Aber der sportlich faire Ablauf war mir wichtiger.
Nach
und nach kamen die Teilnehmer bei mir vorbei. Ein Bild jedes Teilnehmers
habe ich gemacht, als Erinnerung, sollte es jemand haben wollen.
Per Mail habe ich schon einige verschickt. Dann reichte ich ihnen
den gelben Chip und bot Obst und die mitgebrachten Getränke
an. Gerne wurde davon Gebrauch gemacht. Mir viel auf, dass wenige
Teilnehmer vom gekühlten Getränk Gebrauch machten. So
kam ich mit einer Kühlbox durch. Lieber wurde zu dem nichtgekühlten
Getränk gegriffen. Per Handy informierte ich das Ziel über
die bei mir vorbeikommenden Teilnehmer, damit die Vorbereitungen
dementsprechend koordiniert werden konnten. Ein perfektes Timing
hätte es sein sollen, aber der Drucker wollte einfach nicht.
Das hatte zur Folge, dass die Teilnehmer schneller im Ziel waren,
als die Urkunde gedruckt war. Dadurch stieg der Druck auf das Team
enorm.
Als
Herr Grabner um 16.00 Uhr bei mir eintraf - er hatte die Aufgabe
gleich abzumarkieren - packte ich zusammen und fuhr wieder nach
Mödling zurück. Meine Frage an die Teilnehmer bezüglich
Markierung gab es keinerlei Kritik, obwohl der Bereich Baden bis
Kalkgraben nicht die gewohnte gute Markierung aufwies. Wir mussten
mit den Grundbesitzern und den Jagdtbeauftragten einen Konsens eingehen.
Es ist halt nicht mehr so leicht möglich, den Wald für
Wanderveranstaltungen zu nutzen. Zuerst habe ich geglaubt es sei
nur ein Wienerwaldproblem. Aber durch meine Wanderungen vielerorts
weiß ich, dass sich dieses Problem wie ein roter Faden durch
Österreich zieht. Markierungen werden einfach entfernt oder
es wird ummarkiert, sodass Wanderer in die Irre laufen. Einfach
kein gutes Klima. Sollte sich diese Problematik zuspitzen, werden
die Wanderveranstaltungen in Zukunft wahrscheinlich ohne Markierungen
auskommen müssen.
Böse
Blicke meines Teams trafen mich, als ich im Zielbereich wieder eintraf.
Die Lage drohte zu explodieren. Gemeinsam schafften wir es aber
schlussendlich doch, dass alle Urkunden gedruckt werden konnten.
| |
Marathon
davon
|
nur
Marathon
|
| 2000 |
163
|
63
|
| 2001 |
138
|
40
|
| 2002 |
178
|
55
|
Nun
noch ein bisschen Statistik. Heuer waren es 178 davon 33 Damen,
die den Wienerwald-Marathon erfolgreich beenden konnten. Dazu allen
Erfolgreichen recht herzliche Gratulation.
Zusammenfassend
darf ich festhalten, dass dieser Marathon trotz kleiner Pannen wieder
gut gelungen ist. Weiters möchte ich noch danke an den Herrn
Bürgermeister OSR Harald Lowatschek sagen, der wie bereits
jedes Jahr die Auszeichnungen an die erfolgreichen Marathonteilnehmer
überreichte. Von den Teilnehmern eine sehr geschätzte
Geste.
Startkarte
Streckenplan Stoffaufnäher
Urkunde