Heute 17.2.2002 der erste Marathon, der zum Marathoncup 2002 zählt,
in Stockerau. Einen Marathon mitte Februar anzusetzen und durchzuführen
finde ich sehr gut. Damit ist das Winterloch nicht so groß
wie etwa im Vorjahr. Die Leistung wird einfach über das Jahr
gleichmäßiger verteilt. Hier hat der Wanderverein Korneuburg
die richtige Nase gehabt. Ich kann diesen Termin nur empfehlen.
Für
Start und Ziel wurde die Sporthalle "Alte Au" in Stockerau
gewählt. Damit war schon ein gewisser sportlicher Hauch gewährleistet.
Die klare Übersicht in der Halle fand ich einfach toll. Man
hat sofort gewußt, wo man hinzugehen hatte. Natürlich
trug die moderne Architektur auch dazu bei. Der Parkplatz vor der
Halle ist Gold wert. Keinen Parkplatz suchen, einfach toll. Ich
finde, ein Musterbeispiel für Start und Ziel!
Glück
hatte der Veranstalter auch mit dem Wetter. Kühl, +3°C am
Start, Sonnenschein, was willst du mehr? Auch der Boden war relativ
trocken. Lediglich der starke Wind störte etwas im ungeschützten
Gelände.
Nun
zum Start. Um 7.05 Uhr waren wir in der Halle. Überrascht hat
mich die lange Warteschlage. Voriges Jahr habe ich das nirgends erlebt.
Ich kann allerdings nicht sagen woran das lag. Entweder waren wirklich
so viele Teilnehmer, aber da hätte sicher der Veranstalter versagt,
wenn er solche kurzfristigen Spitzen nicht schnell abbauen kann, oder
die Teilnehmerzahl war wirklich so hoch. Ich tippe eher auf ersteres,
da ich gesehen habe wieviel Teilnehmer auf der Strecke waren. Nun
gut, um 7.13 Uhr Start zum ersten Marathon im heurigen Jahr. Was mir
auch aufgefallen ist, war die unheimliche gute Stimmung. Jeder freute
sich auf diesen Marathon. Ich habe sehr viel lobende Worte über
den Marathoncup, über die neue Homepage von preissl1 und auch
über das zugeschickte erstklassige Material gehört. Viele
mir bekannte - leider nicht alle - bekannte Gesichter vom Vorjahr
durfte ich wieder begrüßen. Auch die deutschen Teilnehmer
waren allesamt wieder da und voll motiviert. Bin schon etwas stolz.Nach
so viel positivum, auch negatives. Mir wurde mitgeteilt, dass in der
Statistik vom Marathoncup 2001 Namen aufscheinen, die unmöglich
so viele Marathons bewältigen hätten können. Da ich
solche Tatsachen über alles hasse, wird es in Mödling heuer
die große Auslese geben. Ich werde bei den Veranstaltungen "Föhrenbergemarsch"
und "Wienerwald Marathon" persönlich eine Sonderkontrolle
einrichten. Wer die Kontrolle nicht passiert erhält im Ziel weder
Wertung, Urkunde noch IVV-Stempel. Jegliche Ausreden sind umsonst!!!
Wer versucht zu schummeln soll zu Hause bleiben! Die sportliche Auslese
ist mir einfach wichtig.
Nun
wieder zurück zum Marathon. Die heurige Strecke ist mit der
vorjährigen überhaupt nicht zu vergleichen. Lediglich
die Markierung. Das Team von Peter Albrecht hat uns heuer eine Strecke
zur Verfügung gestellt, die diesen Marathoncup weitgehenst
entspricht. Sie wurde perfekt in die Landschaft gestellt. Selbstkontrolle
3 war laut Streckenplan am Michelberg. Tatsächlich war sie
aber schon vor dem Anstieg zum Michelberg an einer kleinen Scheune.
Ein sogenanntes Zwickerl wurde verwendet. Ich hoffe, dieses Zwickerl
war dem letzten Wanderer auch noch zur Verfügung. Ein sehr,
wie die Vergangenheit zeigt, gewagtes Unternehmen.
Zu
den Labestellen ist zu bemerken, dass sie einem Marathon überhaupt
nicht entsprechen. Ich verstehe natürlich, dass eine Labestelle
bei ungefähr +5°C für deren Betreuung nicht lustig
sind. Aber trotzdem. Eine optimale Betreuung sollte schon gewährleistet
sein. Kontrollstellen in Gasthäusern einzurichten ist sicher
nicht falsch, aber doch für einen Teilnehmer sehr teuer. Eine
Flasche Cola um € 2.5 ist sicher nicht für alle Wanderergeldbörsen
geeignet. Und die Verpflegung? Ein sehr wichtiger Punkt, der zu
überdenken ist. Habe soeben ein hochemotionelles Mail von einer
Teilnehmerin erhalten, die ebenfalls schreibt, dass die Verpflegung
bei dieser Veranstaltung überhaupt nicht optimal war. Kein
Hinweis am Streckenplan, dass die Kontroll-und Labestellen in Gasthäusern
sich befinden. Hungrig und enttäuscht ist sie ins Ziel gekommen!
Die
Markierung, also ich bin immer wieder begeistert. Sie lässt überhaupt
keine Wünsche offen. So perfekt, einfach toll. Ein großes
Lob dem Markierungsteam.
Etwas Verwirrung herrschte im Ziel mit der Aktion von Herrn Fritz
Peterka. Meine Marathoncupkarte von Herrn Peterka wurde im Ziel abgestempelt,
hätte das nicht sein dürfen? Ich habe keine Ahnung. Sollte
stimmen, dass diese Marathoncupkarte im Ziel nicht abgestempelt werden
darf? Dann verstehe ich nicht, wie man eine Endwertung schon an der
zweiten Kontrollstelle ausgibt!? Anscheinend hat Herr Albrecht anfangs
gar nicht gewußt, dass Herr Peterka an der zweiten Kontrollstelle
Wertungspässe ausgibt.
Die Urkunde und der Soffaufnäher wurden von den Teilnehmern als
sehr geschmackvoll empfunden.Die
Strecke hatte 505m im Anstieg.
Abschließend möchte ich bemerken, dass das Team vom Wanderverein
Korneuburg großartige Arbeit geleistet hat. Man merkte, es
war wieder ein Team am Werk!
Urkunde
Stoffaufnäher