50km in Timelkam


Heute, Sa. 13.7.2002 die siebente Veranstaltung für den Marathoncup 2002. Um 4Uhr15 klingelte der Wecker, war aber ohnehin schon wach. Rein in die Badewanne, schnelles Frühstück und ab nach Mödling Teilnehmer einsammeln. Pünktlich kam die Badener Bahn in der Südstadt an und somit war das Auto voll besetzt. Hoffentlich ist unsere geliebte Süd-Ost-Tangente noch nicht bis Vösendorf zurück verstopft, so mein bangen. Wäre somit schon um 5Uhr28 im Stau gestanden. Es wurden ja für dieses Wochenende wieder zwei von drei Fahrspuren gesperrt. Knapp aber doch, schaffte ich es noch, mich auf die A21 rauf zu schwindeln, na Gott sei Dank. 2,5h werden wir Timelkam nun entgegen fiebern. Um 7Uhr45 erreichten wir den Start in Timelkam. Herr Quehenberger erwartete uns bereits und wies uns einen Parkplatz zu. Gleichzeitig verkaufte er uns seine Schwiegermutter. Werde später noch einmal darauf eingehen.

Die vom Mödlinger Wanderverein "Föhrenberge" gesponserten Starkarten lagen schon bereit. Einen Streckenplan dazu und somit stand dem Start knapp vor 8Uhr nichts mehr im Wege. Blasius, wie immer mit Wetterglück behaftet, sorgte für traumhaft schönes Wetter. +18°C zeigte das Thermometer. Nachdem wir die 50km vor haben, zieht es uns zuerst auf die Schleife, die die Differenz zwischen 42 und 50 km überbrücken soll. Eine tolle Strecke befand ich. Gibt mehr her, als die Strecke gegenüber dem Vorjahr.

Um 8Uhr30 erreichten wir die Kontrollstelle S1. Dürftig aber ausreichend ausgestattet, dachte ich mir. Haben ja laut Streckenplan erst 6,1km. Um 8Uhr45 mündeten wir in die anderen Strecken ein. Schon zu Beginn sehr gut markiert. Und diese gute Markierung zieht sich bis ins Ziel durch.

Um 9Uhr03 erreichten wir die Kontrollstelle L1 in Ader. Nach Abstempelung der Startkarte geht es weiter zur Kontrolle L2 in Engning.

Um 9Uhr40 haben wir L2 erreicht und bereits 17,3km in den Beinen. Ein junges Paar diente an dieser Labestelle. Ein kleiner Becher Mineralwasser löschte unseren Durst, der noch nicht all zu groß war. Übrigens, das Mineralwasser war gratis! Aber wo ist das von Quehenberger über seine Schwiegermutter verkaufte Obst? Äpfel und Bananen zu auf soll's geben aber wo? auf dem Weg zur Kontrolle L3 aß ich den von zu Hause mitgebrachten Apfel.

Um 10Uhr16 erreichten wir L4 in Gerlham. Eine kleine Schmiede in einer Garage eingerichtet, diente zur Kontroll- und Labestelle. Der typische Geruch einer Schmiede drängte sich auf. Ein kleiner Junge war eifrig am stempeln. Um einen kleinen Becher Mineralwasser hab ich gebeten. "50 Cent muss ich kassieren" so die Forderung nach Geld. Mein Kollege, der kurz nach mir eintraf, wollte ebenfalls Mineralwasser zu trinken. Für einen kleinen Becher hat der Vorrat gerade noch gereicht. Mehr Mineralwasser gab es nicht! Wir haben nur mehr einen Apfel so die Antwort auf meine Frage nach Obst und die Dame zeigte auf den Tisch, wo ein einziger Apfel auf einem weißen Teller lag und sich vor dem Verzehr krümmte. Voller Mitleid zum Apfel zogen wir ab.

Wir sind nun schon an vier Labestellen vorbei gekommen. Alle dürftig ausgestattet und die Stimmung an diesen Stellen! Na ja, wäre ich in einem Krankenhaus würde ich sagen: sehr steril. Hat man anderorts das Gefühl man ist willkommen, so fällt das hier zur Gänze weg.

Nun gut, wir wandern weiter zum nächsten Halt. L5 in Kammer-Schörfling. Der Weg von L4 bis hierher hat mir überhaupt nicht gefallen. Das ewige Zickzack, das ist nicht meins. Das ist vergleichbar mit dem Gassenwandern in Wien und das lehne ich ab. Eine ältere Dame und ein junger Herr schafften an dieser wieder dürftigen Labestelle. Scheinbar zieht sich das wie ein roter Faden durch und ich weiß nicht warum. Diesmal erübrigte sich die Frage nach Obst. Eine weiße Obstdose stand am Tisch. Sie hungerte genau so wie wir. Fast nichts drinnen. Man merkte zwar, dass da mal Bananen wie eine Gurke geschnitten und Äpfel fein säuberlich gespalten drinnen lagen, aber..... Wieder nichts! Haben laut Streckenplan nun schon 36,7km hinter uns und noch keine einzige Banane gesehen. Wie gut hat es doch Herr Mayer aus Langenlois mit uns gemeint! Äpfel und Bananen schachtelweise hat es da gegeben! Mit Wehmut zurück denken nützt jetzt auch nichts, also weiter.

Mit wenig Hoffnung erreichten wir L6 um 12Uhr22. Ein kleiner Becher Mineralwasser wurde uns kostenlos gereicht. Ein kleines Mädchen schrieb eifrig ihre Statistik, nachdem sie uns den Kontrollstempel auf sie Startkarte gedrückt hatte.

L7 erreichten wir um 12Uhr56. Und hier gab es wenigstens richtige Bananen! Nach 46km das ersehnte Obst. Vielleicht etwas zu spät aber doch.

Nach 5:23h haben wir das Ziel in Timelkam erreicht. 539m zeigte der Höhenmesser im Anstieg. Etwas weniger als im Vorjahr. Mir hat die Streckenführung aus dem Vorjahr besser gefallen. Auch wurde ich gefragt, warum er (Quehenberger) die vorjährige Strecke nicht belassen hat. Ich hatte keine Antwort. Die 8km Schleife war aus meiner Sicht heuer besser in die Landschaft gestellt als im Vorjahr. Etwas enttäuscht bin ich über die gesamte Verpflegung auf der Strecke, da sie doch Herr Quehenberger für perfekt angekündigt hatte.

Die Markierung war aber vorbildlich.

Markierung Sehr kreativ das Anbringen von Markierungsbändern.

Da reichte der in schwarzweiß kopierte Streckenplan durchaus. Trotzdem glaube ich, dass der färbige Streckenplan, der als Souvenir zur Urkunde mitgegeben wurde, auf der Strecke wertvollere Dienste leisten könnte.

Die Starkarte weißt einen Raster für die Kontrollstempel auf. Sicher ein guter Ansatz, um später die Kontrollstempel dem Streckenplan zuordnen zu können. Leider wurde das ab L4 nicht mehr beherzigt. Wieder wurden so genannte Mickymaus Stempel verwendet. Ich habe kein einziges Kind auf 50km bzw. 42km gesehen, dass sich über diese Stempel erfreute. Die färbige Urkunde entspricht ebenfalls dem Standard. Von sehr guter Qualität ist auch der Stoffaufnäher. Was auch noch positiv zu bemerken ist: Der Veranstalter verlangte keine Nachmeldegebühr!!

Das ist mein persönlicher Eindruck dieser 50km.

                                  Startkarte         Streckenplan                 Stoffaufnäher         Urkunde 

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