In
veränderter Besetzung und deutlich gereift präsentierten
sich die Düsseldorfer SUIDAKRA dem
gerade eintröpfelndem Innsbrucker Publikum, dass die
unbestrittene Energie, mit der die Band zu Werke ging, mit
heftigem Kopfschütteln und Fäusteschwingen belohnte.
Die Mannen um Frontmann Arkadius feuerten neben einigen
alten Krachern auch einige neue Stücke ins Auditorium,
die schon mal Appetit auf das demnächst erscheinende
vierte Album der Band macht. Die Mischung aus keltischen
Folkeinflüssen und hektischem Thrash Metal wusste jedenfalls
trotz einiger soundtechnischer Mängel durchaus zu gefallen.
Ein Blick auf das Package und jedermann wusste, dass Suidakra
an diesem Abend nur ein hochkarätiges Hoeurs d’oeuvre
bleiben würden, denn nun wurde die Leibspeise vieler
Metaller serviert: SOILWORK. Die Schweden
sind gerade drauf und dran, ihren Landsmännern von
In Flames den Titel als begehrteste melodische Death Metal-Band
den Rang abzulaufen. Dementsprechend selbstbewusst präsentierten
sich auch die Jungs um Sänger Speed. ‚Rejection
Role‘ vom neuen Album „Figure Number Five“
war der ideale Opener und spätestens als die Band einige
Stücke später den Titeltrack nachschoben, war
das vordere Hallendrittel bereits in völliger Ekstase.
Natürlich durften auch die Hits der beiden Vorgängeralben
nicht fehlen und so boten SOILWORK in 45 Minuten einen kurzweiligen
Querschnitt durch ihr musikalisches Schaffen. Großartige
Band!
Noch lange Worte über CHILDREN OF
BODDOM zu verlieren, hieße Vodka in deren
Tourbus zu tragen. Alexi Laiho ist der geborene Frontmann
und Poser vor dem Herrn und in seinem linken Zeigefinger
allein steckt schon das Talent eines Yngwie Malmsteen. Hits
wie ‚Lake Boddom‘ oder ‚Boddom After Midnight‘
ließen die immerhin gut 600 Anwesenden wie auf Befehl
ausrasten, obwohl es einige Zeit dauerte bis der Mann hinterm
Mischpult die Regler richtig justiert hatte. Alexi, davon
vollkommen unberührt, spielte sich Song um Song mehr
in Rage, während sich in den Gesichtern des Publikums
Verzücken und ungläubiges Staunen abwechselten.
Tastenkaiser Mr. Warman hingegen ließ sich den Rücken
sanft von den Laserstrahlen massieren, während er mit
gelangweiltem Gesichtsausdruck und mit einer Hand nach Bierdosen
fischend, die unglaublichsten Läufe vom Stapel ließ.
Leider war es nach nur einer Zugabe und einer knappen Stunde
Spielzeit schon viel zu früh zu Ende.
Gott sei Dank ließen sich die Bands nicht lumpen und
spülten sich noch auf der Aftershowparty im Abyss mittels
Jacky Cola ins Nirvana, während wohl bereits der eine
oder andere Nachwuchsgitarrist zuhause verbittert seine
Gitarre ins E-Bay stellte..;-).. |




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