presented by:

"Hate Crew Rolling Over Europe 2003"

CHILDREN OF BODOM & SOILWORK & SUIDAKRA

Do. 15. Mai - 19.30 - Innsbruck, Hafen

In veränderter Besetzung und deutlich gereift präsentierten sich die Düsseldorfer SUIDAKRA dem gerade eintröpfelndem Innsbrucker Publikum, dass die unbestrittene Energie, mit der die Band zu Werke ging, mit heftigem Kopfschütteln und Fäusteschwingen belohnte. Die Mannen um Frontmann Arkadius feuerten neben einigen alten Krachern auch einige neue Stücke ins Auditorium, die schon mal Appetit auf das demnächst erscheinende vierte Album der Band macht. Die Mischung aus keltischen Folkeinflüssen und hektischem Thrash Metal wusste jedenfalls trotz einiger soundtechnischer Mängel durchaus zu gefallen.
Ein Blick auf das Package und jedermann wusste, dass Suidakra an diesem Abend nur ein hochkarätiges Hoeurs d’oeuvre bleiben würden, denn nun wurde die Leibspeise vieler Metaller serviert: SOILWORK. Die Schweden sind gerade drauf und dran, ihren Landsmännern von In Flames den Titel als begehrteste melodische Death Metal-Band den Rang abzulaufen. Dementsprechend selbstbewusst präsentierten sich auch die Jungs um Sänger Speed. ‚Rejection Role‘ vom neuen Album „Figure Number Five“ war der ideale Opener und spätestens als die Band einige Stücke später den Titeltrack nachschoben, war das vordere Hallendrittel bereits in völliger Ekstase. Natürlich durften auch die Hits der beiden Vorgängeralben nicht fehlen und so boten SOILWORK in 45 Minuten einen kurzweiligen Querschnitt durch ihr musikalisches Schaffen. Großartige Band!
Noch lange Worte über CHILDREN OF BODDOM zu verlieren, hieße Vodka in deren Tourbus zu tragen. Alexi Laiho ist der geborene Frontmann und Poser vor dem Herrn und in seinem linken Zeigefinger allein steckt schon das Talent eines Yngwie Malmsteen. Hits wie ‚Lake Boddom‘ oder ‚Boddom After Midnight‘ ließen die immerhin gut 600 Anwesenden wie auf Befehl ausrasten, obwohl es einige Zeit dauerte bis der Mann hinterm Mischpult die Regler richtig justiert hatte. Alexi, davon vollkommen unberührt, spielte sich Song um Song mehr in Rage, während sich in den Gesichtern des Publikums Verzücken und ungläubiges Staunen abwechselten. Tastenkaiser Mr. Warman hingegen ließ sich den Rücken sanft von den Laserstrahlen massieren, während er mit gelangweiltem Gesichtsausdruck und mit einer Hand nach Bierdosen fischend, die unglaublichsten Läufe vom Stapel ließ. Leider war es nach nur einer Zugabe und einer knappen Stunde Spielzeit schon viel zu früh zu Ende.

Gott sei Dank ließen sich die Bands nicht lumpen und spülten sich noch auf der Aftershowparty im Abyss mittels Jacky Cola ins Nirvana, während wohl bereits der eine oder andere Nachwuchsgitarrist zuhause verbittert seine Gitarre ins E-Bay stellte..;-)..

Soilwork -->


Children of Bodom -->