A TH E N Seite 1 |

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MEINE LIEBE ZU GRIECHENLAND besteht seit meiner frühesten Kindheit. Aus den Erzählungen meiner Eltern weiß ich, daß ich, als ich das erste mal "ZORBAS DANCE" aus dem Film "ZORBAS DER GRIECHE" mit ANTHONY QUINN, ALAN BATES und IRENE PAPAS hörte, völlig aus dem Häuschen war. Ich fetzte durch die Wohnung, als haette ich die Griechische Mythologie im Grießkoch (Grießbrei) mitgegessen. Das zweite "AHA"-Erlebnis hatte ich bei der Filmmusik zu "SONNTAGS NIE" mit der wunderbaren MELINA MERCOURI. (obwohl dieser Streifen älter ist als "ZORBAS", bekam ich die Musik erst später zu Ohren)! Seitem bin ich "Griechin". Meine griechischen Gesänge und Tänze sind Familienlegende. (Später mochte man mich wieder und wir wurden gnädig zu Familientreffen zugelassen.) |
Mit 19Jahren, das war 1976 (HUCH)
leistete ich mir meine erste Reise in mein Traumland. Da
dies meine erste Reise allein, mit selbst gespartem Geld,
und erst mein zweiter Flug war, (mit 15Jahren besuchte
ich meine Verwandten in England) war ich naturgemäß
sehr nervös. Es könnte ja das falsche Flugzeug
bestiegen werden oder man befand das Gepäck als zu
schwer zu groß oder zu häßlich, vielleicht putschte
das Militär wieder und die Junta kehrt zurück, wie
damals im April 1967 oder die Akropolis stürtzt nach
Jahrtausenden ein; hab ich genug Geld mit oder zuviel,
ist mein Haarfön im Koffer und selbiger im Flugzeug?....und
und und, tausend Sorgen. Nach vielen Jahren und einigen
Reisen hat sich daran nix geändert, ich werd immer noch
"meschugge" sobald ich einen Koffer zu greifen
kriege. Koffer werden prinzipiell 2Wochen vor Abflug
gepackt |
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Das Hotel im Hurenviertel. Der Pfeil deutet auf mein Zimmer. |
Das Flugwetter war bestens und der Ausblick wundervoll(siehe Foto). Heute allerdings, kann es noch so schön sein ist es mir wurscht, denn Heute hab ich Flugangst. :-( ...........Die Landung war überhaupt das Beste am Ganzen. Es begeistert mich jedesmal, die Schleife über ATHEN/PIRÄUS zu fliegen um auf dem Flughafen zu landen. Ist ja wirklich süß die kleinen Schiffe am unglaublich blauen Meer herumtuckern zu sehen. Die beiden Hügeln, der auf dem die Akropolis steht und der mit 277m. etwas höhere "Lykabettos" können einem wahrhaft den Atem rauben. Der Flughafen war nur insofern bemerkenswert, daß er überraschend klein, alt und schlampig war. Sogar das war ein Abenteuer, außerdem mag ich überblickbare Dinge. Der Transfer zu meinem Hotel ist nicht wirklich schön zu nennen; doch damals....... DAS HOTEL (hat sich scheinbar gebessert in der Zwischenzeit) war dafür mehr als bemerkenswert. Ich muß vorausschicken, daß mich nichts aber auch gar nichts gestört hat in diesem Urlaub; aber das Hotel und die Straße in dem es stand und noch immer steht, war der Hammer. Es war/ist ein typisches Mittelklasse-Hotel in einer Großstadt, nur ein bisserl schmuddeliger-- |
--Der Portier, so attraktiv wie alt und dick, hatte eine lebensfreudige Ausstrahlung, als wäre seine Schwiegermutter für immer bei ihm eingezogen oder er müßte selbst Urlaub in der Türkei machen. Der Nachtportier, eine jüngere aber freundlichere Ausgabe war dafür um einiges schmieriger. Nacht für Nacht klopfte er an meine Türe um mir "frische Handtücher" zu bringen. HÄHÄ, frische Handtücher; das hab ich nicht mal mit 19 geglaubt. Trotzdem war die Behandlung angenehm und nach einigen Tagen hatte ich das Gefühl, Lieblingsgast und Zuhause zu sein. Daß dieses "Zuhause" mitten im Hurenviertel stand, kapierte ich auch erst nach Tagen. Wer kommt schon mit 19 auf die Idee, daß diese fetten, schlampigen und nicht gerade jungen Weiber Dienerinnen der Liebe sind, schon gar nicht wenn man das Ideal einer Hure in der Figur der "ILLYA", gespielt von der schon erwähnten herrlichen Darstellerin MELINA MERCOURI imKopf hat. -- |
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--Zurück zum ersten Tag; Das Zimmer war im letzten Stock, ich glaube es war der 6., und soweit in Ordnung. Das wichtigste, es hatte ein großes französisches Fenster auf die belebte Straße, ich riss die Flügeltueren auf und betrat den "Balkon". Es war ein schmaler Vorbau in etwa so breit wie meine Füße, genug jedoch um meine Nase rausstrecken, den Geruch der fremden, geliebten Stadt einzuatmen und als ich meinen Kopf nach rechts wendete, den allerersten langen Blick auf die überwältigende Schönheit der Akropolis, zum greifen nah, werfen zu können. Spätestens ab diesem Moment wußte ich, daß so gut wie nichts, diesen Urlaub verderben konnte und ich so oft es mir möglich ist, wiederkommen würde. Nichts hielt mich mehr in diesem Zimmer, das mich die nächsten 2Wochen beherbergen sollte. Schnell die allernötigste "Katzenwäsche" hinter mich gebracht, ein frisches T-shirt übergezogen, ein leichter Pulli um die Schultern geworfen und raus in den Athener - Nachmittag. Es muß so um 17Uhr herum gewesen sein, das Leben pulsierte nur so um mich herum, ich war begeistert. Zielsicher zog es mich in Richtung Akropolis. -- |
--Gleich unterhalb der Akropolis befindet sich der Monastiràkiplatz, mit der alten türkischen Moschee, in der ein Volkskunstmuseum untergebracht ist. Rechts davon ist die Metrostation nach Piräus, der Flohmarkt, wo man wirklich noch günstige Sachen bekommt und links geht man in die kleinen Basarartigen Einkaufsgässchen. Geht man geradeaus, kommt man auf die Akropolis. Hier beginnt eigentlich die Plaka, die Altstadt, das alte Athen, das sich mit seinen windschiefen und zum Teil baufälligen Häusern und engen verwinkelten Gässchen, wie schutzsuchend an die Hänge des Akropolishügels schmiegt. In der Nacht zum Teil eine Touristenfalle aber trotzdem reizvoll, am Tage jedoch mitunter idyllisch verschlafen. Alte schwarzgekleidete Frauen oder alte Männer mit den typischen kleinen Gebetskettchen in der Hand, dösen im Schatten auf den unmöglichsten, wackeligen Stühlen, Katzen streunen träge durch die stillen Gassen, Kellner lümmeln in ihren nahezu leeren Tavernen und hin und wieder schleppt sich mühevoll eine vor Hitze rotgesichtige Britin oder sonst ein wackerer Tourist die steilen Wege und Treppen in der flirrenden Mittags - oder Nachmittagssonne, zur Akropolis hinauf. Es lohnt sich allemal, jedoch besser wäre es , man tut es Frühmorgens. -- |
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--Ich aber blieb am Monastiràkiplatz und ließ mich voll Erwartung in einen Rattansessel von einem der vielen Straßencafès fallen, bestellte meinen allerersten "echten" griechischen - Cafè und bekam von dem liebenswerten Kellner die erste Lektion in der Landessprache, die mir bis Heute im Gedächtnis blieb: " ena Cafè Helleniko, metrio (mittelsüß) parakalo." Toll was? Wenn ich in Griechenland diesen Satz herunterratsche und es kommt zum Zahlen, dann wirds immer peinlich. Scheinbar sage ich diese Bestellung in ziemlich guter Aussprache, sodaß der jeweilige Kellner die Summe der Rechnung in griechisch schnarrt und ich an der Grenze meiner Griechischkenntnisse angelangt, blöde den Kellner anglotze und mit den Achseln zucke. Egal, Hauptsache ich bekomm was ich will und die meisten Griechen freuen sich, wenn man sich um ihre Sprache bemüht. -- |
--Neben mir, sass eine alte etwas skurille Frau. Dunkles langes Gewand, drapierte Schals mit Fransen, ein gebundenes Tuch auf dem grauweissen Haar, darüber eine goldene Kette mit aneinander gereihten Goldmünzen und jede Menge Ringe und Armreifen, liessen sie ein wenig wie die "Irre von Chaillot" aussehen. Nach einigen Minuten und neugierigen Blicken, sprach mich die Alte an in einer seltsamen Mischung aus Englisch und Deutsch. Diese Unterhaltung wird mir für immer in meinem Gedächtnis bleiben, weil es der Anfang einer Reihe von liebenswerten und offenen Menschen war, die ich in diesem Land getroffen habe. Sie erzählte mir ihre bemerkenswerte Lebensgeschichte die voll war von Flucht aus Polen vor 40Jahren, heirat mit einem Griechen der ein ziemliches Ekel gewesen sein muß, Geburt und Tot ihres Sohnes, Reichtum und Armut und endlich das glückliche Ende, Witwe zu sein. Seitdem saß die nahezu mittellose Frau, alles was sie hatte trug sie am Leibe, in Strassencafès und spricht Fremde an. Eine glückliche Frau die reicher war als ich damals dachte.-- |
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--Als ich mich von ihr verabschiedete, tätschelte sie mir großmütterlich mein Gesicht, und warnte mich mit vielen rrrrollenden "R's", vor den gefährrrlichen und heißen, grrriechischen Männerrrn, weil ich ja so jung, hübsch, blond und alleine war. Ich schlenderte so einige Zeit durch die mir noch völlig fremde Stadt und erreichte zufällig Athen's Hauptplatz, den Sintagmaplatz (Platz der Verfassung, erinnert an die Verfassungsgebung im März 1844). Banken, große Strassencafès, Kioske die rund um die Uhr ihre Zeitungen, Zigarretten, Briefmarken, Ansichtskarten und Süßigkeiten verkaufen, große Hotels und das große, ich glaube "King George" Hotel auf der einen Seite und getrennt von einer quatratisch angelegten Parkanlage mit Springbrunnen und vielen Stühlen, das Parlament auf der anderen Seite. Genau dort, lief ich den beiden ersten "gefährrrlichen grrriechischen Männerrrn" in die Arme. Wir waren viele Jahre Freunde, leider verloren wir mit den Jahren unseren Kontakt.-- Weiter auf Seite 2 ........ |
EIN KLEINER SPRACHKURS parakalo = bitte / efcharißto = danke / milate jermanika/anglika = sprechen Sie Deutsch/Englisch? / ßignomi = entschuldigung / ti ora ine = wie spät ist es? / pu ine = wo ist...? / iparchi = wo gibt es...? efgia = geradeaus / arißtera = links / dexia = rechts / kalimera = guten Morgen / kalispera = guten Tag (ab Nachmittag) / kalinichta = gute Nacht / ti jinete = wie geht's? / pu boro na wro ena taxi = wo kann ich ein Taxi finden? / pu iparchi ena kalo eßtiatorio = wo gibt es hier ein gutes Restaurant? / ga ithela na kratiso ena trapezi = ich möchte einen Tisch reservieren. / to menou parakalo = die Speisenkarte bitte / ne = ja / ochi = nein / yassou = servus/prost für eine Person /yaßaß/yamaß = servus/prost für mehrere Personen. |
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