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DER RUF NACH ABDANKUNG Am 5.März 1917 schickte NIKOLAUS sein letztes Telegramm von der Front, an ALEXANDRA: "in Gedanken bin ich stets bei Dir und den Kindern. Gott schütze Euch. Ich küsse Dich zärtlich." Drei Tage später brachen in St.Petersburg, das mittlerweile Petrograd hieß, schwere Aufstände aus. NIKOLAUS erteilte den Truppen in der Stadt den Befehl, die Revolte niederzuschlagen. Aber es war zu spät. Die Soldaten schlossen sich den Aufständischen an, und zusammen mit den neuen Volksvertretern forderten sie NIKOLAUS zur Abdankung auf. - Am 15.März räumte NIKOLAUS würdevoll den Thron - zuerst zugunsten seines Sohnes. Aber als ihm klar wurde, daß dem kranken Kind diese Last erspart werden mußte, setzte er seinen Bruder Michael als Thronerben ein. Aber Michael lehnte die Krone ab. AM 21.MÄRZ stellte die neue provisorische Regierung unter ALEXANDER KERENSKI, ALEXANDRA offiziell unter Arrest. Sie hatte nun die schwere Aufgabe, den Kindern die Lage zu erklären. Doch diese waren so tapfer wie ihre Mutter und versuchten ALEXANDRA aufzuheitern, indem sie von dem einzigen Ereignis sprachen, auf das sie sich noch freuen konnten - von der Rückkehr ihres Vaters am nächsten Tag. TRAURIGE HEIMKEHR An einem kalten und grauen Morgen im März 1919 kehrte NIKOLAUS, nun nicht mehr länger Zar, an den Ort seiner Geburt zurück, in den Palast von Zarskoje, wo seine Familie.......... |
| ......gefangen war. Die offene Gleichgültigkeit und der Mangel an Respekt von seiten der Palastwache bei seiner Ankunft zeigten, wie man den früheren Herrscher und dessen Angehörige von nun an behandeln würde. SIE WAREN NUN GEFANGENE IM EIGENEN HEIM NIKOLAUS' Behandlung durch die revolutionären Gefängniswärter wurde immer schlechter. Die Revolution in Moskau und Petrograd schritt unterdessen unaufhaltsam voran. Niemand schien zu wissen, wie man mit der kaiserlichen Familie verfahren sollte. Man sprach zunächst davon, NIKOLAUS vor Gericht zu stellen. Dann plante die provisorische Regierung, ihn und seine Familie nach England ins Exil gehen zu lassen.Aber statt dessen wurde die Familie schließlich von Zarskoje nach Tobolsk in Sibirien gebracht - hauptsächlich auf Druck der Petrograder Sowjets, der eigentlichen Machtbasis der Bolschewiken.Dort wurden sie etwas besser behandelt. Viele Bewohner von Tobolsk empfanden Loyalität gegenüber dem Zaren und wollten Ihm die Verbannung so angenehm wie möglich machen. Im Oktober 1917 übernahm LENIN die Macht, und die ... |
EINFACHSTES LEBEN IN GEFANGENSCHAFT |
DAS IPATJEW-HAUS und das ERSCHIESSUNGSZIMMER |
... Herrschaft der Kommunisten besiegelte das Schicksal der Zarenfamilie. 1918 wurden sie in den Ural nach Jekaterinburg (heute Swerdlowsk) transportiert.Als sich die antibolschewistischen "Weißen Truppen" der Gegend näherten, wurden die örtlichen Kommunisten angewiesen, eine Befreiung der Zarenfamilie zu verhindern. Es wurde die Entscheidung gefaellt, die kaiserliche Familie hinzurichten und alle Spuren der Tat zu beseitigen. NIKOLAUS spürte, daß eine neue Bedrohung in der Luft lag. Im Gegensatz zu ALEXANDRA, die müde und krank geworden war, hatten NIKOLAUS und die Kinder bisher Haltung bewahrt. Jetzt wurde NIKOLAUS nervös und vorsichtig......... |
| ...AM ABEND DES 16.JULI 1918 rief Jakob Jurowski, Leiter der Einheit der Geheimpolizei, die die kaiserliche Familie bewachte, seine Männer zusammen. "Heute Nacht werden wir die ganze Familie erschießen", kündigte er an. Die ROMANOWS gingen wie gewöhnlich zu Bett. Um Mitternacht weckte Jurowski sie und teilte ihnen mit, die "Weißen" seien im Anmarsch und sie wuerden deshalb auf der Stelle fortgebracht werden. Nichtsahnend kleidete sich die Zarenfamilie an und stieg die Treppe hinab.Jurowski fuehrte sie in einen Raum im Erdgeschoß und wies sie an zu warten, bis die Autos vorgefahren seien. ...... |
HAUPTMANN JUROWSKI |
DER HINRICHTUNGSBEFEHL |
...In diesem kleinen Raum drängten sich nun NIKOLAUS, ALEXANDRA, ihre fünf Kinder und vier Dienstboten. Plötzlich stürmte Jurowski herein, gefolgt von seinen Geheimpolizisten, und fuchtelte mit einem Revolver herum. "Ihre Verwandten haben versucht, sie zu befreien. Wir müßen sie jetz alle erschießen", erklärte er der entsetzten Gruppe. NIKOLAUS, so wird erzählt, hatte kaum noch Zeit, seinen Arm schützend um seine Frau zu legen, bevor Jurowski seinen Revolver auf den Kopf des Zaren richtete und feuerte. NIKOLAUS war sofort tot........ |
| ... IN
GOTTES HAND
Nun eröffneten die Geheimpolizisten das Feuer, und der
kleine Raum hallte wider von Schreien und Schüssen.
ALEXANDRA bekreuzigte sich, ehe sie tot zu Boden sank.
Auch OLGA, TATJANA und MARIA starben im Kugelhagel. Der
kranke ZAREWITSCH ALEXEJ wurde durch zwei Kugeln ins Ohr
getötet. ANASTASIA, die bei Beginn der Schießerei ohnmächtig
geworden war, kam wieder zu sich und wurde mit
Bajonettstiche und Gewehrkolbenschlägen angeblich getötet.
Die Dynastie der ROMANOWS - und mit ihr die
Zarenherrschaft - hatte ihr Ende gefunden. " Ich trage die unverbrüchliche Überzeugung im Herzen, daß das Schicksal Rußlands, mein eigenes Schiksal und das meiner Familie in Gottes Händen liegt", schrieb NIKOLAUS einmal. Sein Tod war schrecklich, aber der Triumpf des Lebens von NIKOLAUS und ALEXANDRA liegt in ihrem ungebrochenen Mut und der tiefen Liebe zueinander, die bis zu ihrer letzten Stunde währte. |
LETZTE RUHESTÄTTE DER ROMANOWS |
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ein Mosaikbild der seliggesprochenen
ZARENFAMILIE
ICH ~ ANASTASIA ~ GREECE ~ RATGEBER ~ MENSCHLICHES ~ LIEBE ~ KUNST ~ FRIENDS ~ SUMMERTIME ~ TERRORANSCHLAG-USA ~FOTOGALERIE ~ KURZGESCHICHTE ~ GOOD NIGHT