MENSCHLICHES
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Es ist eines der unergründlichen Geheimnisse des Menschlichen Auges, durchs Schlüsselloch mitunter mehr zu sehen, als wenn die Tür offen stünde Nikolaus Cybinski
HIDEGARD KNEF spielte am Broadway die Hauptrolle in dem Musikal "Silk Stokkings". Nach der Premiere kam ELLA FITZGERALD in die Garderobe und gratulierte der Deutschen:"Sie sind die großartigste Sängerin ohne Stimme, die ich je gehört habe!" |
ENTSCHULDIGUNGSZETTEL einer Mutter (handgeschrieben) : Hierdurch wird bescheinigt, daß mein Sohn Richard den Dreißigjährigen Krieg verloren hat. Er wird aber sofort einen neuen beginnen, sobald er aus der Schule daheim ist. Hochachtungsvoll Richards Mutter |
Für die Massenszenen in seinem Monumentalfilm "DIE ZEHN GEBOTE" nahm Regisseur DE MILLE zahlreiche, eben erst in die Vereinigte Staaten von Amerika gekommene Einwanderer als Statisten. Als einige Zeit später der Film in einem Kino in Wien-Leopoldstadt gezeigt wurde und gerade Tausende Kinder Israels durch das Rote Meer pilgerten, rief plötzlich eine Stimme von hinten aus dem Publikum: "Jöh schau Mamma! da geht ja der Pospischil!" | Ein
Amtsschreiben aus der GEMEINDE MERFELD KREIS COESFELD: Sehr geehrter Herr MONSCH! Auf Ihren Brief hin teilen wir Ihnen mit, daß unsere Rathausuhr r e g e l m ä ß i g geht. Es fehlen nur die Zeiger! Mit vorzüglicher Hochachtung! .............Ratschreiber |
In der Nachkriegszeit gab es in Hollywood nicht nur unter den Schauspielern, sondern auch unter den Regisseuren neue Stars. Einer davon , ELIA KAZAN, wurde bereits durch seine ersten Filme so berühmt, daß PETER USTINOV erklärte:"Wenn KAZAN das Telefonbuch verfilmen und mir die Rolle des "U" anbieten würde, ich nähme sofort an!" |
| Schoenau 24.1.1932 Sehr geehrter Rundfunk! Zu meinem 80.Geburtstag am gestrigen Tage gratulierte mir der Rundfunk und dann sang CARUSO die Rigoletto-Arie. Ich selber haette es vielleicht nicht gemerkt, aber mein Neffe studiert Musik, und er hat es mir gesagt: es War gar nicht CARUSO, der zu meinem achtzigsten Geburtstag gesungen hat. Es war - Sie sollten sich was schaemen - eine Grammophonplatte!! Frau Eva Wanner. Witwe |
Die ersten Portraits des österreichischen Malers OSKAR KOKOSCHKA gefielen nicht einmal den Portraitierten . Sie fanden sich nicht "ähnlich" genug. Bis KOKOSCHKA sagte: "Wenn ich eine Frau male, muß ich sie nicht sehen. Mir genügt, wenn sie im Nebenzimmer Klavier spielt." | TEIL1 .... Sehr geehrter Herr Pfarrer! Wie Sie wissen, habe ich eine Witwe geheiratet mit einer zwanzigjährigen Tochter. Die hat dann mein Vater geheiratet! Mein Vater wurde also mein Schwiegersohn, meine Stieftochter meine Mutter. Als meine Frau den Jungen kriegte, war das der Schwager meines Vaters und gleichzeitig mein Onkel (als Bruder meiner Stiefmutter). Nun hat meine Stiefmutter, die ja zugleich meine Stieftochter ist, vorgestern ebenfalls einen Jungen bekommen und der ist nun also sowohl mein Bruder als auch mein Enkel ! ....... | TEIL2
.... Ich selbst aber bin
der Mann meiner Frau und ihr Enkel (als Sohn Ihres
Schwiegersohnes). Meine Frau ist meine Großmutter (als
die Mutter meiner Stiefmutter). Und da der Mann meiner
Großmutter mein Großvater ist, bin ich nun mein eigener
Großvater. Bitte wann kann ich einmal bei Ihnen vorbeikommen?Postkarte genügt. Markus Pfeiffer Sandgasse 12 |
In der Wiener Staatsoper gab es einen HELDENBARITON, der stets Wattepfropfen in den Ohren trug. Bei Gesangsproben nahm er die ziemlich voluminoesen Dinger heraus und legte sie aufs Piano, um sie danach wieder in den Gehörgängen zu verstauen. Das rief natürlich Spötter auf den Plan. Eines Abends sang besagter Bariton den Jochanaan in der "SALOME". Als der tragische Moment nahte und man Salome die Schüssel mit dem abgeschlagenen Haupte des Jochanaan brachte, war es mit der Selbstbeherrschung der Sängerin vorbei: In den Ohren der Schädelattrappe steckten riesige Wattepfropfen. Der Vorhang mußte fallen. |
| LEUMUNDZEUGNIS
vom 26.5.1928 Der Heinrich Linse ist seiner Bildung entsprechend ein dummer Mensch. Mütterlicherseits ist ihm nichts nachzusagen, Väterlicherseits aber sauft er. Leumund hat er fast gar keinen mehr. Er macht zunächst einen ungünstigen Eindruck, verliert aber bei näherer Bekanntschaft. Unterschrift.... |
In den Fünzigerjahren befand sich das Burgtheater auf großer Welttournee und sollte gerade den Weiterflug von Tokio aus antreten. Der Abflug aber verzögerte sich, weil ein japanischer Funktionär steif und fest behauptete, das Ensemble sei noch nicht vollzählig, es fehle noch ein Kind. "ABER WIR HABEN DOCH GAR KEIN KIND MIT!" schüttelten die Mitglieder verwundert die Köpfe. Doch der Japaner hob triumpfierend seine Liste in die Höhe und lächelte: "BITTE HIER KIND! Boy Gobert." | GESCHÄFTSBRIEF
eines Betten - Spezialgeschäfts in Heidelberg vom 27.10.1928
Sehr geehrtes Brautpaar, das gewünschte Ehebett "ADONIS", kostet 100,- Mark. Auf Abzahlung kostet es 200,- Mark, davon ist dann die Hälfte sofort anzuzahlen. Mit der Bitte um geneigte Berücksichtigung unseres Anerbietens verharren wir mit ausgezeichneter Hochachtung.... |
LEO SLEZAK klagte bei seinem Arzt über Appetitlosigkeit. "Was hast Du denn heute gegessen?" wollte der wissen. " Nun, eine Suppe, ein Beuscherl mit drei Knödeln und hinterher drei Schaumrollen." - " Kein Wunder!" lachte der Arzt, " Da kannst du ja keinen Appetit haben:" Darauf SLEZAK: " Aber davor hatte ich ja auch schon keinen!" | DER
FINANZKASSE HIER Sehr geehrte Herren, ich teile ihnen hierdurch mit, daß ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen habe, der Einkommenssteuer nicht beizutreten. Hochachtungsvoll Emil Ludwig Zwer 2.Nov.1930 |
| KARL FARKAS war in der zwischenkriegs - Zeit unter anderem als Blitzdichter in Wiener Kabaretts taetig und berühmt. Auch in den Wiener Kabaretts kam es zu antisemitischen Äußerungen. Eines Abends rief Farkas ein Zuschauer entgegen: "Judenbengel!" Farkas war auch dadurch nicht aus der Fassung zu bringen. Er nahm eine Rose aus der Vase eines Tisches in der ersten Sitzreihe und sagte in die Stille des Saales: "DAS IST DIE ROSE. HIER IST DER STENGEL. ICH BIN DER JUD (auf den Zuschauer deutend) UND DORT SITZT DER BENGEL!" | Der große Spötter JOHANN NESTROY leistete seinen Beitrag zur sozialen Frage, indem er meinte: "Wenn die reichen Leut' nicht wieder Reiche einladeten, sondern arme Leut', dann haetten alle genug z'fressen !" | AN DIE
HEIDELBERGER NACHRICHTEN offerten Nummer P 8407 Sehr geehrter Herr Studiosus! Kann ihnen gut möbliertes, neu tapeziertes Zimmer mit Zubehör offerieren, 2 Treppen, mit Waschgelegenheit. Kaffee und evtl. Abendbrot werden serviert. Universität im Hause. J.Clef , Hausmeister der Universitaet Heidelberg |
Als PABLO PICASSO im Zuge des Kubismus Bilder zu malen begann, die den Beschauer zu verwirren pflegten, brachte einmal ein neuer Briefträger ein Telegramm ins Pariser Atelier des Meisters. Der Briefträger sah sich interessiert um und meinte anerkennend: "Das ist aber nett, daß ihre Kinder auch schon zu malen probieren." | Sehr geehrte
Herren! Auf Ihre gefällige Anzeige, durch die Sie einen Organisten und Chorleiter, Herrn oder Dame, suchen, möchte ich mich bewerben, da ich beides bereits mehrere Jahre gewesen bin. Mit vorzüglicher Hochachtung! A. Brückert. Am Muensterplatz 46 |
| BEETHOVEN verband eine Art Haßliebe zu seinem Bruder Johann. Der Meister war vor allem nicht mit dessen Lebensweise und schon gar nicht mit seiner Frau, einer ehemaligen Haushälterin, einverstanden. Als einmal ein Brief des Bruders mit der Unterschrift: "Johann van Beethoven, Gutsbesitzer" kam, schrieb der andere zurueck, gezeichnet mit: "Ludwig van Beethoven, Hirnbesitzer". | An die Reichspost. Betreff: Angebliche unflaetige und rohe Ausdrucke bei der Montage im Hause der Witwe MINA ROSE. Ich war bei der fraglichen Montage damit beschaeftigt, den Zuleitungsdraht an den Hausanschluß anzuloeten, als dem unter mir arbeitenden JOHANN KÜPPERS etwas von der gluehenden Loetmasse von dem Kolben zwischen Hals und Kragen tropfte. Darauf rief KÜPPERS mir zu: " Lieber Friedrich, koenntest du dich nicht (etwas) in Acht nehmen?" Hochachtend, Friedrich Schuetzel Vorarbeiter. 17.8.1936 |
WOLFGANG A. MOZART erfreute sich mehrerer adeliger Gönner. Einer von ihnen hatte einen 12jährigen Sohn, der schon recht talentiert Klavier spielen konnte. Als MOZART den Buben lobte, meinte der: " Ich möchte auch so gerne etwas komponieren. Sagen sie mir, wie fängt man das an?" Worauf MOZART erwiderte: " Das hat ja noch Zeit." Da wurde der Bub ungeduldig und bohrte: "Aber Sie haben doch noch viel früher angefangen." Darauf MOZART: "Habe aber nicht gefragt:" | SEHR GEEHRTE
FRAU LEHRERIN Bitte, lassen Sie meinen Sohn Hans heute kein Englisch lernen. Seine Stimme ist noch so heiser, daß er kaum Deutsch sprechen kann. Ruth Werth |
Der berühmte englische Schriftsteller RUDYARD KIPLING schrieb an eine Zeitung: "Sie haben die Nachricht von meinem Tod gebracht. Da Sie ja im allgemeinen gut informiert sind, werden Sie wohl recht haben. Ich darf Sie daher bitten, mich von der Liste Ihrer Abonennten zu streichen." |
| Sehr geehrter
Herr Rechtsanwalt! Der Kläger täte besser daran vor der eigenen Achillesferse zu kehren, als den Boden meiner wohlerworbenen Ansprüche auszuschlagen! Dies rät ihm Frau Irene Mettzenel EINGEGANGEN am 7.Juli 1972 |
ALEXANDER GIRARDI, Urbild des Wiener Schauspielers, war zur Jagd geladen. Sie stand unter einem Unstern. Erst zeigte sich kein Wild, schließlich regnete es auch noch, und zu guter Letzt funktionierte der Kamin im Jagdschloß nicht. Fröstelnd saßen die Herren um ihn herum. Plötzlich sagte Girardi in die Stille: " jetzt waß i, warum die Jagd auf französisch, La Schaaß' heißt!" (richtig: La Chasse). | OSCAR CONSEÈ
Chemigraphische Kunstanstalt München, Müllerstr.22 7.5.1929 Sehr geehrte Herren! Wir freuen uns, endlich mit Ihnen ins Geschäft gekommen zu sein und danken Ihnen bestens für den Auftrag. Rechnung über die heute an Sie zum Versand gekommenen Waren finden Sie beigefalten. Der Einfachheit halber erlauben wir uns, den Betrag gleichzeitig einzuklagen. Mit vozüglicher Hochachtung! O. Conseè |
Zu glanzvollen Hollywoodzeiten waren die Stars sehr auf die Klatschjournalisten angewiesen, die große Macht hatten. Als sich während eines Zeitungsstreiks die Nachricht verbreitete, BETTE DAVIS sei gestorben, rief ein Freund besorgt in der Wohnung der Schauspielerin an. "Ich, sterben?" pfauchte BETTE. "Jetzt, während des Zeitungsstreiks? Ich denke nicht daran!" | ..Eingegangen 12.Juni 1962 ..Erledigt 6.Juli 1962 An die Polizei Außenstelle Land II. Das fragliche Schwein ist zweifellos mit dem mir gestohlenen identisch. Es hat dieselben schwarzen Flecken hinter den Schlappohren, kurzum sein ganzer Kopf hat eine so auffällige Ahnlichkeit mit dem meinigen, daß eine Täuschung ganz ausgeschlossen ist. Wohlderselbe ergebenst Karl Held |
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