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"SUMMERTIME" - ist der englische Titel eines besonders entzückenden Films, der VENEDIG zum "TRAUM MEINES LEBENS" werden ließ. Das ist übrigens der deutsche Titel dieses 1955 gedrehten Streifens.

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KATHERINE HEPBURN über: "Traum meines Lebens ; entstand nach dem Theaterstück "Time of the Cuckoo" von Arthur Laurents. Ich erhielt einen Anruf und erfuhr, daß David Lean Regie führen werde. Ob ich denn ... Diesen Satz brauchten sie gar nicht erst zu Ende sprechen. Natürlich war ich an jedem Film interessiert, bei dem David Lean Regie führte. Also sagte ich zu. Gedreht werden sollte in Venedig. Meine Freundin Constance Collier und Phyllis Willbourn, ihre Sekretärin, sollten mich begleiten. -

Wir fuhren also nach Venedig - Das Grand Hotel, die Kleider, die wir dort kaufen wollten. Auf der gleichen Insel, auf der das Studio war, fand ich ein Haus - auf Murano. Es hatte einen Tennisplatz und einen Swimmingpool. Zunächst einmal war ich sehr angetan. Wir zogen ein. Es war hoffnungslos. Constance und Phyllis, die Armen, waren völlig vom Leben abgeschnitten, das sie in Venedig natürlich mitbekommen hätten. Die Betten zeigten noch die tiefen Einbuchtungen, die die Vorbesitzer hinterlassen hatten. Die Treppe war steil und schmal, und das Treppengeländer bestand nur noch aus einem locker gespannten Seil. Da Constance Collier sehr kurzsichtig und etwas unsicher auf den Beinen war, war das natürlich fürchterlich - kurz, es war unmöglich. Constance und Phyllis hatten überall Bekannte und führten ein sehr geselliges Dasein. Als ich sie auf diese seltsame Insel brachte, bekamen sie kein bisschen Leben mit. Sie war vom eigentlichen Venedig so weit entfernt, daß es hoffnungslos war. Ich weiß nicht, warum ich das nicht vorher gemerkt hatte. Aber schon nach vierundzwanzig Stunden war es mir klar, und ich fand ziemlich schnell eine Wohnung, die so schön war wie die andere primitiv.

Die Wohnung lag am Canal Grande, ziemlich genau gegenüber dem Gritti. Sie war mit wunderschönen Möbeln ausgestattet, erstreckte sich über zwei Stockwerke, hatte drei Schlafzimmer und drei Bäder. Sie lag im dritten Stock. Zur Wasserseite hinaus gab es einen herrlichen Garten, und das Personal war großartig - Koch, Butler, Haushälterin. Wir hatten sogar unsere eigene Gondel.. Es gab nichts daran auszusetzen. David wohnte im Gritti. Er arbeitete intensiv am Drehbuch. Er warf alles raus. Übrig blieb nur die Grundhandlung von einer schrecklich einsamen Sekretärin, die zwar schließlich Rossano Brazzi findet, ihn aber am Ende verläßt, um in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. Es war die Geschichte einer amerikanischen Sekretärin, die in Venedig einen langersehnten Urlaub macht. Das Stück stammte von Artur Laurents, das Drehbuch von David Lean. Ich weiß nicht, wem es in den Titeln zugeschrieben ist, aber David ist bei Drehbüchern immer sehr eigen und streicht alles, was ihn selbst nicht interessiert - deshalb müßte dieser Film eigentlich "David in Venedig" heißen. Es geht weniger um die berühmten Kunstschätze als vielmehr um einen Menschen und die Art wie er während seines dreiwöchigen Urlaubs auf die Schönheiten und die Atmosphäre dieser außergewöhnlichen Stadt reagiert, eine Liebesbeziehung beginnt und dann mit dem Zug wieder abfährt.

Die Geschichte wird mit ganz einfachen Mitteln erzählt, vor allem in Straßenszenen und Szenen auf der Piazza San Marco. Wir drehten in sehr engen Gassen. Die Lichteinstrahlung veränderte sich in Minutenschnelle. Die Rolle war sehr gefühlsbetont, und ich sage ihnen, ich mußte wirklich alles aus mir herausholen, um zeigen zu können, was David quasi auf Kommando sehen wollte. Aber es war unglaublich reizvoll. Und die Musik, die er auswählte, paßte hervorragend.

Es war faszinierend, mit David zu arbeiten. Ihm kam es aufs Wesentliche an. Er war sehr unkompliziert, sehr aufrichtig. Er erzählte Geschichten. Sie waren aus dem Leben gegriffen, und jeder konnte sie begreifen. Er erzählte sie bis ins letzte Detail. Er fotografierte, was er vor seinem geistigen Auge sah. Das ist eine ganz besondere Gabe. Mir schien, als absorbierte er Venedig ganz einfach. Es gehörte ihm. Fotografisch war er wirklich ungeheuer begabt. Er dachte deskriptiv. Seine Aufnahmen erzählten bereits die Geschichte. Er konnte sich unglaublich konzentrieren. Das hat einen sehr tiefen und bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Er war in jedem Fall einer der interessantesten Regiesseure, mit denen ich je zusammengearbeitet habe,

Für "Traum meines Lebens" wurde eine wilde Suche nach roten Kelchgläsern veranstaltet. Schließlich gab David bei einem Glasbläser sechs Gläser in etwas unterschiedlichen Rotschattierungen in Auftrag, damit alles exakt seinen Vorstellungen entsprach. "

klick das Bild

Diese Gläser wurden in den folgenden Jahren unter dem Namen "Summertime" ein absoluter Verkaufsschlager, und man kann sie noch heute kaufen, allerdings um unveschämt viel Geld. Ich konnte mir bis jetzt, leider noch keines kaufen. Dafür aber, entdeckte ich nach langem Suchen einige Drehplätze und vor allem den alten Laden in dem die Hepburn, Rossano Brazzi kennenlernt. Eine ältere Amerikanerin die aus dem gleichen Grund wie ich mit verzückten Augen davorstand, fotografierte mich und ich sie mit jeweils des Anderen Apparat.

Wer die Hepburn und vor allem Venedig so sehr mag wie ich, wird Verständnis haben für diese Sentimentalität. Der Film ist auf alle Fälle, allein schon wegen der herrlichen Bilder aus dieser Stadt in den Fünfzigerjahren, sehenswert.

   

schattiger Arkadenhof

   

Sarah Hepburn

Drehort

   

Murano

 Blick vom Campanile

   

Hauptkanal bei Murano

Blick vom Campanile

   

hier sass die Hepburn!

Blick vom Campanile

   

Anlegeplätze der Gondeln

"Canaletto"

.....  

einfach aber "Wirkungsvoll"

der Lido im März

   

Drehort "Tod in Venedig"

Arsenale

   

stille Plätze

kleine Kanäle

   

Alltag in historischen Häusern

ohne Worte

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VAPORETTO - STATION : "ACCADEMIA"

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Wenn ich ihnen raten darf; fahren sie mit dem Zug nach VENEDIG. Einige Stationen vor Venedig steigen viele Pendler zu und es entsteht durch die Sprache und eine gewisse Betriebsamkeit die für Venedig so typische Lebendigkeit. Dann wenn der Zug in die Lagune in einer geraden Linie einfährt werden sie wissen warum ich ihnen zum Zug geraten habe; aber spätestens wenn sie aus dem nicht besonders attraktiven Bahnhofsgebäude heraustreten, werden sie mir dankbar sein. Wohin sie auch immer wollen, nehmen sie den ganz normalen Linienbus, ein "Vaporetto". Die Linien sind gut beschildert und die Wartezeiten sind gering, dafür der Verkehr beachtenswert. Nehmen sie sich also ruhig ein wenig Zeit um die Linien genau zu lesen, der nächste Vaporetto kommt gewiss.

Die zweite nicht minder schöne Anreise ist mit dem "Motoscafo" von Punta Sabbioni aus. Lord Byron beschrieb seine Eindrücke in sehr bewegten Worten. Ich möchte dies nicht einmal im Ansatz versuchen, jedoch kann man sich kaum gewisser poetischen Gefühle erwehren, wenn sich beim heranfahren, diese unvergleichliche Stadt aus dem Wasser erhebt und sich ein schönes und bekanntes Prachtgebäude nach dem Anderen aus dem Dunst des Meeres schält.

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EIN REIZENDES NICHT ZU TEURES LOKAL, IN DAS SICH NUR WENIGE TOURISTEN VERIRREN

"BURCHIELLE" ist die alte Bezeichnung für ein Personentransport-Boot in vergangenen Tagen. Diese Trattoria gibt es seit 1503 und liegt an einem kleinen Kanal in der Nähe des Bahnhofs. Es zeichnet sich durch gute, bodenständige Küche und sehr freundliche Bewirtung aus.

 

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