Edition Schreiblöwe

Mag. (FH) Ruth Reuter

Traisengasse 21/12

1200 Wien

Lesen . . . . . . . . . . . Verlag

Schreiben . . . . . . . . . Werkstatt

Zwei Frauen jenseits von Gut und Böse in einer sinnfreien Konversation über die Welt, wie sie bestimmt nicht sein sollte, aber eben ist.

Eine Verwechslung, die zu einem Austausch von Gedankenmüll sowie zu einem Seelenstriptease voller Selbstironie und Zynismus an den Rand der Fettnapfkultur führt.

Ein Buch über das Leben selbst, über all seine Peinlichkeiten und Skurrilitäten. Moralisch sehr bedenklich und trotzdem be-geisternd.

Vergessen Sie nicht Ihre Botox-Spritzen gegen die Lachfalten!

Sakra!

Heiterer E-Mail-Verkehr zwischen Sonja Raab und Martha Thürmer

 

14,30

270 Seiten

12x19 cm

Softcover

ISBN 978-3-902574-25-1

 

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Rezension

Liebe Leni,

Sag mal, werden Spinnen auf ihrem Weg durch den Staubsauger nicht zerhäckselt? Ich weiß es selbst nicht, ich habe nur wiederholt von gelangweilten Männern gehört, die sich ahnungslos ihren Schniepeldillerich lädiert haben, als sie sich mit einem Staubsauger vergnügen wollten. Nähere Recherchen dazu habe ich nicht angestellt, aber im Gegensatz dazu muss es sich geradezu himmlisch anfühlen, wenn man am Stück in einem gewaltigen Vakuum vom Erdboden gerissen und mit einer halsbrecherischen Geschwindigkeit durch einen schwarzen Tunnel gejagt wird, an dessen Ende dann endgültig die Lichter ausgehen - von einem Sekundenbruchteil auf den nächsten. ...

 

Liebe Herta!

Es ist immer wieder so erfrischend von dir zu lesen. Seit das Schicksal mich zu dir geführt hat, sind meine Lachfalten sicherlich mehr geworden, das heißt also, ich sehe, seit wir uns kennengelernt haben, älter aus als ich mich fühle. Auch recht.

Früher wurde ich übrigens auch immer für jünger gehalten als ich tatsächlich war. Als ich mein erstes Kind bekam, wurde ich immer wieder gefragt: „Auf wessen Kind passt du denn da auf?“ Und wenn ich antwortete: „Na, auf meines!“, wurde ich immer mit großen Augen angeschaut.

Auch heute noch läuft ein Kennenlern-Gespräch immer auf dieselbe Weise ab. Jemand lernt mich kennen, fragt, ob ich Kinder habe, ich antworte „Ja, drei Stück“, es folgen die großen Augen meines Gegenübers, dann die nächste Frage: „Wie alt sind die denn?“, und wenn ich dann antworte: „Die Älteste ist vierzehn geworden, die Mittlere wird grad zwölf und der Jüngste ist jetzt eineinhalb“, dann werden die Augen noch größer und die unweigerlich folgende Frage ist dann immer: „Ja wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“ ...

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