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Siófok am Balaton, 11. August 1999 |
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Als wir im Frühjahr 1999 das Haus in der Nähe des Strandes, im zungenbrecherischen Stadtteil von Siófok für unseren Urlaub reservieren ließen, wussten wir im Zusammenhang mit der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999 noch gar nicht, dass wir uns damit exakt auf der Zentrallinie befinden würden. Je näher der Termin rückte, desto klarer wurde für uns, dass wir in Annahme einer völlig neuen Herausforderung zumindest versuchen müssten, mit ein paar Bildern von dieser Himmelserscheinung zurückzukehren. | |||||||||
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Erwarten war jedoch am Wochenende davor in ganz Wien keine einzige Baader-Folie
ND5 mehr aufzutreiben, die eigentlich notwendig gewesen wäre, um
auch von der partiellen Bedeckung ein paar brauchbare Aufnahmen machen
zu können. Der 11. August 1999 begann in Siófok, wie schon die ganze Zeit seit unserer Ankunft, als heißer Tag mit Temperaturen um die 32°C, aber mit dem Unterschied, dass sich am Strand bereits vormittags wesentlich mehr Badegäste als sonst eingefunden hatten, um sich einen günstigen Platz mit freier Sicht zu reservieren. Aber was war das??? Ausgerechnet als das Schauspiel mit Eintritt des Mondes in die Sonne von rechts oben kommend seinen Lauf nahm, zogen von Westen her Wolken auf und drohten den Blick auf das Ereignis zu verhindern. Glücklicherweise blieben bis zur totalen Bedeckung um etwa 12.48 Uhr Ortszeit nur noch ein paar zarte Dunstschleier übrig. Auf die verbale Wiedergabe unserer Eindrücke von der Sonnenfinsternis möchten wir an dieser Stelle verzichten, denn das haben andere bereits mit wesentlich schöneren Worten auszudrücken vermocht, die dem Event gerechter werden, als unsere. So hat Adalbert Stifter die mittlerweile vorletzte Totale in unseren Breiten im Juli 1842 so beeindruckend beschrieben, dass wir uns bei der Lektüre der Erzählung ohne weiteres die Erinnerung an unser eigenes unvergleichliches Erlebnis wieder wachrufen können. Und unsere Bilder werden uns dabei unterstützen. Ab hier wird's erst richtig finster.
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