THE GOOD OLE
BLUES BROTHERS
BOYS BAND


- oder, wie alles begann -


The Good Ole Blues Brothers Boys Band as they looked like in 1993 surrounding the Bluesmobile.



1989 gründeten Jake B. und Helmood Blues eine Band mit 11-köpfiger Besetzung, "The Good Ole Blues Brothers Boys Band". In dieser Formation gab es die Gruppe von 1989 bis 1994. Sie war der direkte "Vorgänger" der Original Brothers.

Ab sofort findest Du hier die Story der Band und auch den Grund, warum 1994 der Name geändert wurde. Also vielleicht hast Du Lust, schon bald wieder zurück zu kommen, um mehr zu erfahren.

 

DIE KOMPLETTE GESCHICHTE:


Schon 1987 gründeten Jake B. Curley und Helmood Blues ihre erste gemeinsame Band, die sie "The Cute On Collision Course" nannten. Die beiden hatten offensichtlich damals eine grosse Vorliebe für lange Bandnamen.

Jake B. und Helmood hatten für diese Gruppe einige wirklich interessante Musiker um sich geschart. Da gab es zum Beispiel Jeff Jossey, einen schwarzen Rapper aus London, der sich hier erstmals als Sänger profilieren konnte, dann gab es noch den Nigerianer "Bernhard", von dem weder Jake B. noch Helmood jemals den richtigen Namen erfuhren. "Bernhard" war Drummer der Band bis er eines Tages verschwunden war. Es stellte sich heraus, dass er wegen einer Messerstecherei verhaftet worden war.
So kleine Probleme konnten die "Brüder" natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Dann ergab es sich durch Zufall, dass die beiden an einem Faschingsdienstag nach Kitzbühel in den österreichischen Alpen gekommen waren, um dort zünftig zu feiern. Dies taten die beiden auch und irgendwann endete ihre Zechtour dann im Schnee vor einer Discothek im Zentrum der Stadt.

Plötzlich stürmte eine Gruppe amerikanischer Touristen aus dem Lokal und hielt erstaunt vor den beiden Gestalten im Schnee inne. Die Touristen waren sich sofort einig und brüllten los:"Hey! You guys are the Blues Brothers!"
Das gab den "Brüdern" zu denken. Allerdings nicht gleich, denn zunächst einmal mussten sie die klirrende Kälte überleben und es irgendwie nach Hause schaffen.

Ein paar Wochen später ergab es sich, dass Jake B. und Helmood in irgendeinem Lokal sassen und nichts mit ihrer Zeit anzufangen wussten. Eine Zeitung lag herum und darin befand sich das aktuelle Kinoprogramm.
Es war schon spät und nur ein Kino war noch geöffnet und dort wurde nur noch ein Film gespielt: "The Blues Brothers". Die beiden machten sich also auf den Weg, um sich den Film einmal anzusehen. Immerhin hatten sie die amerikanischen Touristen noch nicht vergessen, die ihnen ja den selben Titel verliehen hatten.

Die "Brüder" waren neugierig, doch dann hatten sie doch kaum eine Chance mitzubekommen, worum es in dem Film wirklich ging, da sie auf dem Weg ins Kino noch überraschend in Damengesellschaft gekommen waren.
Wahrscheinlich hätten sich die beiden auch später gar nicht mehr besonders an diesen Kinobesuch erinnert, hätte nicht irgendjemand während die beiden (wie erwähnt in Damengesellschaft) im Kino waren, in deren Auto eingebrochen, um die Handtasche die eine der beiden "Damen" auf dem Rücksitz vergessen hatte, einer näheren Untersuchung zu unterziehen.

Nur wenige Wochen später ergab es sich wieder, dass Jake B. und Helmood in ihrem Stammlokal sassen und Pläne für die Zukunft schmiedeten. Um den Abend abzurunden beschlossen sie, wieder einmal einen Blick in die Zeitung zu werfen.
Es war wieder einmal spät geworden und es gab wieder einmal keine Alternative zu diesem Kino das noch immer diesen Film spielte, (Diesmal jedoch in der Originalfassung)

Um die Geschichte hier ausnahmsweise einmal etwas abzukürzen: Die beiden hatten schon fast einen Schock, so ähnlich waren ihnen die Charaktere der "Blues Brothers", die John Belushi und Dan Aykroyd da verkörperten.

Nun wollten die "Brüder" natürlich mehr wissen. In den folgenden Wochen und Monaten durchliefen sie daher das übliche Programm aller spätberufenen Blues Brothers-Fans.
Sie besorgten sich alle verfügbaren Platten (ja, ja, damals waren das noch richtige Platten), sowie alles Material das irgendwie und irgendwo auf Video aufzutreiben war. Und ihre Sucht nach mehr wuchs mit jedem Tag.

Es war auch nur eine Frage der Zeit, bis sie mit ihrer damaligen Band versuchten, einige der Songs der BB's einzustudieren. Doch leider stellte sich schon bald heraus, dass die damaligen Musiker nicht allzuviel mit Blues, R&B und Soul anzufangen wußten. Es fehlte einfach das "Feeling", das Ganze hatte noch keinen "Soul".
Da kam es Jake B. und Helmood sehr gelegen, dass sie eines Tages eine Annonce in einem lokalen Anzeigenblatt fanden, das folgenden Wortlaut enthielt: "The Vienna Blues Band sucht Keyboarder".

Jake B. rief sogleich die angegebene Nummer an und es meldete sich ein Mitglied besagter Band. Jake B. sagte: "Wir haben eure Annonce gelesen. Wir sind zwar beide keine Keyboarder, aber wir haben den Blues!" Das andere Ende antwortete: "Na dann kommt mal nächsten Dienstag bei uns vorbei!"
Ein paar Tage später war es dann soweit und die "Brüder" trafen sich mit der Band mit dem klingenden Namen "The Vienna Blues Band". Die anfängliche Euphorie verschwand aber dann doch recht schnell, spätestens als Jake den Vorschlag machte: "Hey, spielen wir doch mal SOULMAN!" und der Drummer begeistert darauf antwortete: "Ja, da kann man doch vielleicht eine geile Hardrock-Version draus machen!"

Jake B. und Helmood wurde schnell klar, dass sie mit diesen Jungs nicht alt werden würden. Dennoch versuchten sie es ein paar Wochen lang. Als deutlich wurde, dass diese Musiker es auch nicht drauf hatten, wurden Jake B. und Helmood vom bisherigen Sänger mit folgenden Worten verabschiedet: "Ihr dürft uns nicht böse sein, doch ihr bringt unsere Musik einfach nicht so wie wir uns das vorstellen, außerdem haben wir ja eigentlich einen Keyboarder gesucht!"

Also verliessen Jake B. und Helmood den Proberaum und trollten sich zu ihrem Bluesmobil. Helmood war am Boden zerstört: "Also, das war's dann! Aus der Traum!" sagte er, doch Jake B. schlug eine andere Tonart an: "Nicht doch! Jetzt geht's erst richtig los!"
Und noch am selben Abend setzte er folgende Annonce in das Anzeigenmagazin: "Jake und Elwood bringen die Band wieder zusammen!"

Man könnte es natürlich auch als Zufall abtun, doch es hat schon irgendwie etwas, dass sich ausgerechnet diejenigen Musiker meldeten, die die beiden vorerst für den Aufbau einer schlagkräftigen Rhythm-Section brauchten. Da gab es zunächst einmal Martin "The Genius" Genahl (Bass), der überhaupt zum Rückgrat der neuen Band werden sollte. Weiters gab's "Mad Guitar" Walter (Lead-Gitarre), Mike "den sie Collonel nannten" (Rhythm-Guitar), Klaus "Mörf" Bergmeier (Keyboards) und den sagenumwobenen "Jerrik" an den Drums.

Ein illustres Häufchen hatte sich so gefunden und man begann sofort damit, ein ordentliches Programm zusammenzustellen. "The Genius" schrieb die Arrangements und zusammen mit Jake B. die neuen Songs und nach nur zwei Monaten organisierte Jake B. zur allgemeinen Verwunderung gleich die ersten Konzerte. ("Es muß ja was weitergehen...!"
Zunächst gab's noch ein kleines Probekonzert vor Freunden und Bekannten, doch shon knapp 3 Wochen später, am 16. Juni 1990, kam das erste offizielle Konzert in der allseits bekannten Soul und Blues-Metropole "Unter-Oberndorf" im schönen Wienerwald.

Für dieses Konzert hatten die "Brothers" die Werbetrommel ordentlich gerührt und so füllte sich der Saal recht schnell. Auch beim technischen Aufwand wurden keine Wünsche offen gelassen. Eine großzügig dimensionierte Tonanlage und eine eindrucksvolle Lichtanlage bildeten den Rahmen dieses Konzertes.
Und das zahlreich erschienene Publikum wußte das zu schätzen. Helmood war allerdings etwas gehandicapped, denn er hatte sich kurz vor dem Auftritt einigermaßen verletzt, als er die Treppe zum Proberaum hinuntergekullert war. Daher mußte er an diesem bedeutenden Abend einen Gips tragen, den er allerdings fürsorglich schwarz lackiert hatte und so dem Publikum gar nicht auffiel.
Davon abgesehen war es ja ohnehin keine Frage, daß er sich durch nichts von seinen exzessiven Tanzeinlagen abhalten lassen würde. Dazu hätten ihm die Ärzte schon mindestens einen Ganzkörpergips verpassen müssen, allenfalls hätte auch die eine oder andere Amputation seine Bewegungsfreiheit gravierend einschränken können, doch das war ja nicht der Fall.

Das Konzert wurde ein voller Erfolg und verschaffte den Brüdern und ihrer Band das Selbstvertrauen, das sie noch zu vermissen glaubten.

In den darauffolgenden Monaten gab es noch eine ganze Reihe von Konzerten, doch es stand auch fest, dass schon so bald wie möglich eine eigene Platte produziert werden musste. Schon bald nahmen diese Pläne konkrete Formen an. Die Brüder hatten sich ein kleines Budget zusammengespart und wollten nun in einem günstigen Studio eine Single aufnehmen. Damals hiess das natürlich noch: Vinyl, denn die CD's hatten sich noch nicht wirklich durchgesetzt.
Also begaben sich die Brothers in ein wirklich billiges Studio. Extra für die Aufnahmen war kurz zuvor ein kompletter Bläsersatz angeworben worden, der nunmehr auch bei den Konzerten nicht mehr fehlen würde. In wenigen Tagen entstanden die kompletten Aufnahmen und zwei erstklassige Songs waren fertig zur weltweiten Veröffentlichung. Übrigens: die Nummern hiessen "Die Young" (John Belushi gewidmet) und "Don't Worry" (ein wirklich lustiger Reggae mit einer gewissen Hommage an ein gewisses Kraut...)
Dementsprechend fanden die Arbeiten in überaus entspanntem Klima statt. Nach Beendigung und Bezahlung der Aufnahmen hatten die Brothers gerade noch genug Geld, um zunächst einmal eine kleine Auflage von Singles pressen zu lassen. Natürlich sollte alles anders kommen als erwartet...

Die neuen Aufnahmen gefielen dem zuständigen A&R-Manager überaus gut und er versprach, gleich am nächsten Tag anzurufen, um weitere Details zu besprechen und gleich die ersten Studiotermine auszumachen.
Wie es tatsächlich weiterging ist leicht zu erraten: Der Typ meldete sich natürlich nie. Die Frustration bei den Brüdern war dafür ziemlich schnell da. Doch so schnell wie sie gekommen war, war sie auch schon wieder verschwunden und man schmiedete neue Pläne.

Die teuren Bandaufnahmen wurden vorerst auf Eis gelegt um sie an einem späteren Zeitpunkt vielleicht für die Produktion einer Platte zu verwenden. Soviel vorweg: Die Bänder verschwanden einige Jahre später auf ungeklärte Weise und sind bis heute nicht mehr aufgetaucht.
Um die leergeräumten Kassen wieder ein wenig zu füllen, verlegten sich die Brothers wieder vermehrt darauf Live-Konzerte zu spielen. Es folgten also wieder mehr Gigs und bald sah es wieder recht rosig aus. Aber es wären nicht Jake B. und Helmood Blues, hätten Sie nicht gleich völlig abgehobene Pläne parat gehabt. Und diesmal wollten sie alles in den Schatten stellen, was selbst phantasiebegabte Kenner von den beiden erwartet hätten.

Also wurden alle warnenden Stimmen bewußt überhört und die Jungs pachteten eine ehemalige Diskothek in der Nähe von Tulln (Nierderösterreich) und bauten sie zu einenm zünftigen Blues- und Soul-Club um. Auch ein passender Name für das Lokal war schnell gefunden: "Soul Temple"

Was in den darauf folgenden Monaten geschah könnte einen brauchbaren Kriminalroman als Grundlage dienen, doch wir wollen hier nicht allzu sehr darauf eingehen. Jedenfalls mußte der Club noch im selben Jahr wieder aufgegeben werden und das war natürlich recht frustrierend für die Brüder. Jake B. machte sich erstmal für ein paar Monate auf den Weg in die USA und tingelte dort mit diversen Bands durch den Süden. Helmood Blues probierte ein paar Soloprojekte aus, aber für beide war auch das nicht die große Erfüllung.

Also konnte es nur eine Lösung geben: Die Band wieder zusammembringen und möglichst viele Konzerte spielen.

Inzwischen war die CD-Ära angebrochen und wer irgendetwas im Musikbusiness bedeuten wollte, brauchte auch eine CD. Die Brothers erhielten ein Angebot einer ziemlich dubiosen Plattenfirma für eine Produktion und willigten in den Deal ein.

Ende 1993 war der Zeitplan festgelegt. Nun wollten die Brüder aber noch Klarheit schaffen, was die Benutzung des Namens "Blues Brothers" als Teil ihres eigenen Bandnamens "The Good Ole Blues Brothers Boys Band" anging. Man kontaktierte die Anwältin Pam Jacklin, die als Schwester der Witwe John Belushis den Nachlass zu verwalten hatte und auch die Einhaltung des Copyright überwachte.

Mrs. Jacklin war sehr überrascht, daß sich die Brothers überhaupt bei ihr meldeten, denn bis dahin hatte sich noch gar keine "Tribute-Band" um eine Genehmigung zur Benutzung des Namens bemüht. Lediglich eine Musical-Production hatte sich diesbezüglich eingekauft. Es folgten einige interkontinentale Telefonate und schliesslich kam es in Portland zu einem Treffen von Mrs. Jacklin, Dan Aykroyd und Vertretern der Blues Brothers Band, um über den Antrag der Brüder zu beraten.

Wie der grausame Zufall es wollte, hatte es nur wenige Wochen zuvor aber einen Disput zwischen dem Management der Blues Brothers Band und einem hiesigen Konzertveranstalter gegeben. Letzterer hatte der BB-Band eine Tour mit der Bergründung "Wir brauchen euch nicht, wir haben unsere eigenen Blues Brothers..." abgesagt. Dies wirkte sich letztendlich fatal auf den Antrag von Jake B. und Helmood aus und so wurde er zurückgewiesen.

Aber deie hochrangig besetzte Konferenz kam auch nicht umhin, die Loyalität der beiden ausgiebig zu begrüßen und so erhilten sie dann doch einige Wochen spaeter einen Brief von Dan "Elwood" Aykroyd" in dem er mitteilte, dass aus einer Verwendung des Namen innerhalb Österreichs keine Probleme erwachsen würden. Jake B. und Helmood freuten sich sehr, aber sie wollten die Mission nicht nur auf Österreich beschränken. Außerdem hatten ja schon seit längerer Zeit viele Veranstalter bemängelt, daß "The Good Ole Blues Brothers Boys Band" einfach ein zu langer Name sei, der auch kaum ordentlich auf ein Plakat passe.

Nach einer kurzen Beratung stand fest, daß die Brüder ihren Namen ändern würden. Von diesem Zeitpunkt an hieß die Truppe "The Original Brothers". Und bereits unter diesem Namen wurde ein Konzert im Dornbirner Kult-Club "Conrad Sohm" live mitgeschnitten. Dieser Mitschnitt diente als Grundlage für die erste CD-Produktion.

Im Frühjahr 1994 erschien dann die CD "Brothers - The Original" - das lange erwartete Debut-Album der ORIGINAL BROTHERS....





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