Diese Seite ist Teil der Homepage von Thomas Knob aus Österreich. - Letzte Änderung 31.8.2013

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ITINERARIO SOMMER 1998
(Rundreise durch Teile Südamerikas)

 

Vor einem Busbahnhof in La Paz

Fr, 3.7.:

Individuell organisierte Rund- und Bergreise (2 Teilnehmer: Geri und ich). Nachmittags Abflug mit fast dreistündiger Verspätung aus Wien-Schwechat (British Airways, Flugtickets für Gabelflug Wien - London - Buenos Aires hin bzw. Santiago - Buenos Aires - London - Wien retour bei Rainbow Tours 7700 ö. S., entspricht ca. 550 €; Gesamtkosten der Reise ca. 20 000 ö. S., entspricht etwa 1450 €). Nach der Zwischenlandung in London Gatwick zu Fuß ins malerische Six Bells Pub nach Horley und zurück zum Weiterflug nach Buenos Aires ab 2140.

Sa, 4.7.: Ankunft in Argentinien - Buenos Aires um 640 Ortszeit. Noch vom Flughafen telephonische Vereinbarung eines Treffens mit einer ehemaligen, zu dieser Zeit in ihrer Heimat Argentinien lebenden Schülerin. Fahrt in das Zentrum und Einchecken im Hotel O'Rey. Stadtrundgang: Fußgängerzone, Plaza Mayor mit Casa Rosada, Fährhafen. Die ganze Stadt im Banne des bevorstehenden Fußball WM-Viertelfinal-Matches ARG-NED (Devotionalienstände, Fahnen etc.) Während des Mittagessens Fernsehübertragung des holländischen Sieges durch ein Tor von Dennis Bergkamp in der letzten Minute, der das Ausscheiden von Argentinien bedeutet. Darauf nationale Depression, weinende Restaurantbesucher, Schließen vieler Geschäfte und Lokale. Nachmittag vereinbartes Treffen in einem Café in der Fußgängerzone. Fernsehübertragung des zweiten Viertelfinals (Deutschland scheidet gegen Kroatien mit 0:3 aus.) Mexikanisches Abendessen. Dieser und der folgende Tag die einzigen Schlechtwettertage der gesamten Reise. Sonst ausschließlich Sonnenschein, wenn auch meist kühl.
So, 5.7.: Regnerisch-trüb. Bei etwa 11° in den Fährhafen, um Tickets für die Überfahrt nach Colonia del Sacramento (jenseits des Rio de la Plata in Uruguay) zu kaufen Ab 715 Warten auf die Überfahrt mit Buquebus. 1000 Abfahrt. Während der Überfahrt nach Uruguay Einsetzen von Montezumas Revange. Nachmittags und Abends Dahindämmern und Genesung im von Geri nach der Ankunft in Colonia del Sacramento gebuchten Hotel Espanol. Nahrung: Tannalpin, Coca Cola und Soletti.
Mo, 6.7.: Stadtrundgang durch Colonia. Viele uralte amerikanische Autos in zum Teil bedenklichen Zustand. Ab ca. 1500 Busfahrt Richtung Brasilien (Westroute)
Di, 7.7.: Um 045 Ankunft in Bella Union. 915 Weiterfahrt nach Brasilien. Um 1000 Rundgang durch das Slumdorf hinter der Grenze (Barro do Quarai). Bier im Restaurant. Ab 1200 von Beamten der Grenzpolizei, die eine individuelle Weiterfahrt für zu gefährlich halten, in einem VW-Käfer, der kaum Platz für die großen Rucksäcke hat, durch den brasilianischen "Zwickel" in einer etwa einstündigen Fahrt zurück nach Argentinien gebracht. Bis 2000 Paso de los Libres (1. WM-Halbfinale Brasilien-Niederlande n. V. 1:1, n. E. 4:2). Weiterfahrt nach S. Tomé (Hotel Brasil).
Mi, 8.7.: In zweieinhalb Stunden von S. Tomé nach Posadas. Nach einem Frühstück in der Nähe des Busbahnhofes weiter in sechsstündiger Busfahrt nach Puerto Iguazú. 2. WM-Halbfinale Frankreich-Kroatien 2:1. Spaziergang nach Tres Frontieres. Für zwei Nächte in der Jugendherberge Residential I eingebucht.
Do, 9.7.: In Argentinien Feiertag zur Erinnerung an die Unabhängigkeit 1816. Besichtigung der imposanten Iguazú-Wasserfälle. Zunächst nach Grenzübertritt brasilianische Seite, nachmittags nach Rückfahrt argentinische Seite mit Garganta del Diabolo. Viele neugierige Waschbären. Kurzer Spaziergang im nahe liegenden Regenwald. Abendessen in einer Pizzeria. Deutsches Gespräch am Nebentisch zwischen einem Vater und seinem offenbar in Europa straffällig gewordenen Sohn.
Fr, 10.7.: Busfahrt von P. Iguazú nach Brasilien und weiter nach Paraguay in die in den letzten Jahrzehnten durch Schmuggler groß gewordene Grenzstadt Ciudad del Este. (Noch heute darf alles, was sich tragen lässt, zollfrei über die Grenzbrücke transportiert werden, sodass sich zahllose Personen mit Elektrogeräten, sogar Kühlschränken etc. abmühen.) Nach den längeren Grenzformalitäten weiter über das nach wie vor flache Land nach Asuncion. (Stadtbesichtigung rund um die Casa de Gobierno und die unmittelbar darunter liegende Slumsiedlung, Einchecken im Traveller-Hotel Ambassador, Kauf von Flugtickets nach Santa Cruz (Bolivien) und weiter nach La Paz.) Abendessen (Preis nach Gewicht des Essens) mit Kevin, einem während des Spaziergangs kennen gelernten Iranodänen. Danach bis Mitternacht in eine Bar.
Sa, 11.7.: Flug von Asuncion nach Bolivien - Santa Cruz. WM-Spiel um den 3. Platz Niederlande-Kroatien 1:2. Stadtrundgang, Besuch des Markts. Am wie immer in Südamerika begrünten Hauptplatz Plaza de Armas Photographen mit Uraltgeräten. Abendessen in Lokal, das weit mehr Angestellte (Kellner, Kassierer, Reinigungskräfte, Aufseher, Küchenpersonal etc.) als Gäste hat.
So, 12.7.: Flug von Santa Cruz nach La Paz (La Ciudad de nuestra Señora de La Paz; spanische Gründung von 1548). Wegen Überbuchung Platz in der 1. Klasse. Naher Vorbeiflug am Illimani und Landung in El Alto, dem Flughafen von La Paz, auf 4000 m hohem Altilplano, einer Andenhochfläche, die sich über mehrere Staaten erstreckt. Kabinen- und Reifendruck müssen im Unterschied zu allen anderen Flügen vor der Landung dem geringeren Luftdruck angepasst werden. Bei Aufnahme des schweren Rucksacks bzw. beim Stiegensteigen wird der geringere Sauerstoffpartialdruck sofort spürbar. Einchecken im Hotel Torino, da das ursprünglich angesteuerte Hotel Austria voll belegt ist. Herumwandern in der Stadt rund um die Plaza Murillo. Mit dem im Eingangsbereich des Hotels kennen gelernten Nicholas W. aus der Schweiz, der Seilpartner für eine Besteigung des Huayna Potosí sucht und uns bis zum 20.7. begleitet, in einem Lokal WM-Finale Brasilien-Frankreich. Ergebnis zur Freude der Bolivianer, die Brasilien keinen Triumph zu gönnen scheinen, 0:3. Danach wieder nur lockeres Gehen in den zum Teil steilen Straßen, um den Körper nicht zu überfordern.
Mo, 13.7.: Im hoteleigenen Café opulentes Frühstück mit herrlichen Säften und müsliartigen Joghurtgerichten. Fahrt in Minibus-Sammeltaxi zu den Überresten der Präinkakultur Tiahuanaco (Ritualplattform Kalasasaya, Monolito Ponce etc.; lag früher am Ufer des Titicacasees, das aber durch Austrocknung inzwischen einige Kilometer entfernt ist). Abfahrt wie immer in Südamerika erst, wenn mindestens um die Hälfte mehr als die vorhandenen Sitzplätze besetzt sind. Rundgang durch die Ruinen und die nahe liegende Stadt. Rückfahrt und Stadtrundgang durch La Paz. (Auskunft wird, wenn man um den Weg fragt, unabhängig vom Wissen darüber erteilt, da keine Antwort als unhöflicher gilt als eine falsche Antwort.) Abends vegetarisches Essen um 13 ö. S. (umgerechnet weniger als 1 €; Tee, Getränk, vier kleine Semmeln, Suppe, Vorspeise, Hauptspeise, Beilagen, Nachspeise).
Di, 14.7.: Busfahrt nach Copacabana am Titicacasee. Überquerung der Straße von Tiquina in zwei getrennten Fähren (Bus, Passagiere). Besteigung des Cerro Sancollani (Kalvarienberg 4006 m mit Inka-Steinen; in der Nähe des Weges auf dem Nino Calvario ein Prä-Inka-Observatorium). Besichtigung der Kathedrale, Telephongespräche nach Österreich. Danach über die Grenze nach Peru und dort mit einem Minibus (auf dessen Dach lebendige Schafe festgezurrt sind) auf der anderen Seite mit Blick auf die Cordillera Real, vorbei an Polizeikontrollstellen, wieder zurück nach Bolivien - La Paz.
Mi, 15.7.: Von La Paz aus (Abfahrt Plaza Belzu) Minibus-Fahrt über Ventilla zum Taquesi-Trail und dort kurz zu Fuß auf der Straße zur San Francisco-Mine weiter. Mitfahrgelegenheit in einem zufällig vorbeifahrenden, mit Österreichern besetzten Bus, bis die Straße zu Ende ist. Von dort auf den Apacheta-Pass (4650 m; bis dahin persönlicher Höhenrekord; schöner Blick auf den 5868 m hohen Nevado Mururata) und hinunter, an Lagunen vorbei, auf ca. 4000 m. Aufstellen der Zelte in der Nähe der Österreicher, die uns nach dem Essen (es ist genug Wasser zum Kochen in der Nähe) bei bereits beträchtlicher Kälte zu einem Tee einladen.
Do, 16.7.: Nach Abbruch der Zelte und Einpacken weiter über viele Geländestufen und immer üppiger werdende Vegetation abwärts zunächst in das noch schlafende Dorf Taquesi (Vorsicht vor den Hunden!). Weiter bei nur wenigen Gegensteigungen durch Wiesen, Wälder, am Bergwerk Chojilla vorbei und zuletzt durch Orangengärten bis nach Florida (ca. 1800 m). Von dort auf staubiger Straße Rückfahrgelegenheit nach La Paz auf einem zufällig vorbeikommenden überladenen Camion, dessen Fahrer uns für wenige Dollar auf die Ladefläche steigen lässt. Eingeklemmt zwischen Lebensmittelsäcken, Hühnerkäfigen, sich übergebenden Kleinkindern und zahllosen, ausschließlich einheimischen, Kokablätter anbietenden Passagieren in stundenlanger Fahrt zurück nach La Paz. Aus großer Hitze auf der berüchtigten, unfallträchtigen, in den Berg gerade eingeschnittenen Yungas-Straße zunächst entlang des Rio Unduavi und weiter in die Kälte der Nacht und des über 4600 m hohen La Cumbre-Passes. Schwierigkeiten, die entsprechende Kleidung aus dem am anderen Ende der Ladefläche verstauten Rucksack zu organisieren. In La Paz wieder ins Hotel Torino (nicht wirklich sauber, in der Nacht nicht mehr als 12° C im Zimmer, aber sehr billig und unvergleichlich wegen des Frühstücks im Café).
Fr, 17.7.: Ruhetag in La Paz. Vorbereitung der geplanten Bergtour auf den Huayna Potosí. Nachmittags Besichtigung des im unteren Teils von La Paz gelegenen Valle de la Luna (Erosionslandschaft) mit Cactario (Kaktusgarten).
Sa, 18.7.: Von El Alto aus nach Proviantkauf und langwierigen Verhandlungen mit dem Sammeltaxilenker Anfahrt über Milluni mit dem berühmten Bergarbeiterfriedhof zum Zongopass. Im dortigen Rifugio (4624 m Seehöhe) Tee und danach erster Teil des Aufstiegs auf den Huayna Potosí über die Staumauer des künstlichen Sees über mehrere Moränenrücken auf den Gletscher und weiter in das Hochlager Campo Argentino auf etwa 5500 m Höhe. Dort Aufschlagen der Zelte, Schnee schmelzen und Übernachtung. Große Übelkeit im ersten Teil der Nacht, kaum Appetit. Herrlicher Blick auf die Lichter von La Paz.
So, 19.7.: In der Früh trotz zunächst großer Kälte (unter -20° C) deutliche Verbesserung des Zustandes. Geris Zustand grenzwertig. Trotzdem um ca. 600 Aufbruch. Zunächst über eine steile Schneewand (Schlüsselstelle) auf den Grat und weiter in insgesamt sechs Stunden auf den Gipfel (6088 m). Herrlicher Ausblick auf das Altiplano, den Titicacasee, La Paz und zahllose andere Fünf- und Sechstausender. Abstieg zum Camp, die Steilstufe muss verkehrt stehend abgeklettert werden. Nach dem Verpacken der Zelte bei immer schlechter werdendem Zustand Geris weiter an den Gletscherrand. Dort Anheuern eines Bolivianos, der seinen Rucksack, zum Schluss bereits in der Dunkelheit, bis zum Rifugio Zongo trägt. Da auf der Zongopassstraße keine Mitfahrgelegenheit mehr zu bekommen ist, Übernachtung in der Hütte.
Mo, 20.7.: Rückfahrt nach La Paz (wieder ins Hotel Torino), Ruhetag. Geri bettlägerig.
Di, 21.7.: Feier in Hotelnähe auf der Plaza Murillo. Da sich Geris Zustand nicht besser, Besuch der Clinica Alemán im Zentrum von La Paz. Warten auf einen Diabetes-Spezialisten, der eigens in die Klinik kommt. Die gesamte mehrstündige Konsultation bzw. Behandlung kostet nicht mehr als umgerechnet 30 €. Zurück ins Hotel. Nachmittags Besorgen der verschriebenen Medizin und Besuch des Ethnographischen Museums.
Mi, 22.7.: Vormittags Karten schreiben, telephonieren. Zu Mittag in einer Art bolivianischem Fast Food-Lokal in Hotelnähe: Gefüllte Riesenkartoffel mit Beilagen (Papas rellenas). Nachmittags Buchen einer Tour auf den Chacaltaya. Spaziergang zu Bahnhof und Post. Abends mit einem deutschen Paar im Café Torino.
Do, 23.7.: Mit einer Gruppe Italiener in einem Kleinbus zunächst hinunter in das bereits bekannte Valle de la Luna (Lesen im Auto) und dann zurück in die Stadt und über El Alto zur abenteuerlichen Bergstraße auf den Chacaltaya. In mehreren Kehren und unter vielfachem "Mamma mia" der abgrundungewohnten Südländer auf einen der höchsten Parkplätze der Erde in ca. 5000 m Seehöhe. Hier auch Einstieg in das höchste Skigebiet der Welt mit Schlepplift aus den 30er-Jahren (einige Pflöcke mit rundum laufendem Seil; in diesem Juli kein Skibetrieb). Zu Fuß aufgrund der guten Akklimatisation als einziger unserer Gruppe in einer halben Stunde auf den Gipfel des Chacaltaya (5345 m). Herrlicher Blick auf den Huayna Potosí und mehrere Lagunen. Geri inzwischen wieder in senkrechter Lebenshaltung. Nach der Rückfahrt in La Paz nachmittags zur Post. Teile der Bergausrüstung heimgeschickt (wird von Postschneiderinnen in einen Sack eingenäht, relativ teuer: ca. 50 €). Besorgung von Mitbringsel (bolivianische Decken) und Busfahrkarten für Freitag.
Fr, 24.7.: Mit dem Bus in zum Teil höllischem Tempo über fast durchwegs staubige Straßen von La Paz über Oruru (Aufenthalt) nach Cha´llapata. Dort ausschließlich Einheimische. Stadtrundgang durch die Siestastimmung der verschlafenen Siedlung. Mann mit Pickup für wenige Dollar als Taxi zur Salzpfanne des Lago Poopó (Salzsee) angeheuert, der dort kaum davon abzubringen ist, mit dem Auto wilde Jagd auf Straußen zu machen, die aber auch bei 60 km/h entkommen. Zurück in Cha´llapata Einquartierung in einem kleinen Hotel mit Restaurant (Kilpani) gegenüber dem Hotel Potosí.
Sa, 25.7.: Weiterfahrt von Cha´llapata über Chita (in einer längeren Fahrtpause Besuch des farbenprächtigen Indio-Marktes) nach Potosí, der vermutlich höchstgelegenen Stadt der Welt (über 4090 m; auf Grund des Bergbaus am Cerro Rico Ende des 18. Jhdts. größte Stadt Südamerikas und eine der größten der Welt). Für Nächte Bezug eines der malerisch um einen Innenhof angeordneten Zimmer des Hostals Maria Victoria. Nachmittags Stadtrundgang. Erkundigungen in diversen Agenturen wegen einer Tour durch den Uyuni-Salzsee.
So, 26.7.: Mit einem Taxi Fahrt zum nahe gelegenen Kari-Kari-Massiv. Von einem willkürlich gewählten Punkt der Straße weg Aufstieg und Überschreitung des Gebirges. (Betreten der Gipfel Condorquinia II, 5030 m, und Condorquinia I, 5070 m. Abstieg durch die gut gestufte Felswand auf der anderen Seite.) An Alpacas, Lagunen (die meisten zur Wasserversorgung Potosís im 16./17. Jh. künstlich angelegt) und Gehöften vorbei zurück zur Straße. Längeres Warten auf eine Mitfahrgelegenheit. Endlich mit einem Bus voller Bergarbeiter zurück nach Potosí. Geplanter Besuch eines Fußballmatches des FC Potosí aus Zeitgründen nicht mehr möglich.
Mo, 27.7.: Leichte Verkühlung. Ab 900 mit zwei österreichischen Mitbewohnern insgesamt fünfstündige abenteuerliche, auf Grund der Höhe anstrengenden Tour durch die Minen des Cerro Rico. Bei vollem Betrieb (einmal, wegen der Erschütterung in eine Nische gedrängt, Unterbrechung wegen Sprengung in nahem Stollen) und ohne die in Europa üblichen touristischen Einrichtungen (Rutschen etc.) Dauerklettern in geduckter Haltung. Danach Besuch des Bergarbeitermarktes. Unmittelbar nach der Heimkehr Nachricht vom Grubenunglück im österreichischen Lassing. Beim Mittagessen Glenn aus Kanada kennen gelernt. Nachmittags Relaxen. In die Stadt zum San Francisco-Konvent (Museum, toller Blick vom Dach).
Di, 28.7.: Vormittags ohne Geri zweistündige Führung durch die kalten Säle der um 1770 erbauten Casa Real de la Moneda, dem wichtigsten Museum der Stadt. Im Eingangshof eigenartige Bacchus-Maske, die dort von einem Franzosen "for reasons known only to him" (Lonely Planet) aufgehängt worden ist. Ausstellungsstücke der ehemaligen Münzprägestätte sind diverse historische Schätze, z. B. die älteste Lokomotive Boliviens, eine Münzpresse etc. Nachmittags zu den Bädern von Tarapaya. Bad im warmen kreisrunden Kratersee Ojos del Inca (30° Wassertemperatur bei kühler Lufttemperatur). Ausstieg aufgrund der glatten Wände an vielen Stellen schwierig. Nach der Rückkehr Besorgung der Buskarten für Mittwoch.
Mi, 29.7.: Fahrt von Potosí nach Uyuni. Bei unfreiwilliger längerer Pause wegen einer Reifenpanne österreichische ORF-Angestellte kennen gelernt. In Uyuni Buchen einer an sich viertägigen Salzseetour (zur Laguna Verde und wieder zurück) bei den empfehlenswerten Olivos Tours. Abends Glenn wieder getroffen. Mit ihm zum Abendessen.
Do, 30.7.: Nach dem Frühstück am Hauptplatz in der Früh zum Cementario de Trenes, einer kuriosen Ansammlung ausrangierter Lokomotiven und Wagons. Danach nach längerem Aufladen Beginn der von einem Ehepaar (Chauffeur, Köchin) geführten gebuchten Tour zum größten Salzsee der Erde. Mit einem spanischen Paar und einer italienischen Mutter mit zwei Söhnen in insgesamt zwei großen Jeeps über Colchani, die Bloques de Sal (Beobachtung der Salzverarbeitung, immer wieder Salzöfen) und die Ojos del Salar zum Hotel Playa Blanca, einem ausschließlich aus Salzblöcken errichteten Gebäude. Pause. Weiter zur Isla de Pescadores, einer fast 3800 m hohen Erhebung im Salzsee. Besteigung des höchsten Punktes (Großglocknerhöhe). Danach Fahrt nach San Juan. Unterbringung in einer mit temporärem Warmwasser ausgestatteten Baracke. Rundgang durch den Ort (Friedhof, Kirchturmbesteigung). Kalte Nacht.
Fr, 31.7.: Weiterfahrt am Vulkan Ollagüe und an flamingobestandenen Lagunen (Canapa, Hedionda) vorbei durch die Wüste Duerta Siloli. Vizcacha-Sichtungen (eine Art langschwänziges Kaninchen) und Photographieren des Erosionsresultats Arbol di Piedra, dessen "Stamm" nicht einmal mehr einen Meter breit ist. Weiter zur Laguna Colorado. Unterkunft.
Sa, 1.8.: Noch in der Dunkelheit bei eisiger Kälte zum 4800 m hohen Geysirfeld Sol de Mañana. Danach zur Laguna Salada bei den Chalviri-Thermen. Bei Minusgraden Fußbad im heißen Wasser des mäandrisch mündenden Baches. Weiter am ausgeworfenen, surrealistisch anmutenden Vulkangestein Rocas de Dalí vorbei zur Laguna Verde, einem türkisen See in 5000 m Höhe, in dem sich malerisch der regelmäßige Kegel des Vulkans Licancábur spiegelt. Bezug einer billigen, aber kalten Unterkunft im Militärcamp an der anschließenden Laguna Blanca (Alijoamente Laguna Blanca). Verzicht auf die Rückfahrt nach Uyuni und Verabschiedung von den Mitfahrern. Nachmittags Besteigungsversuch des ca. 5800 m hohen Juriquez bis ca. 80 Hm unter dem Gipfel. Geri am Gipfel und erst nach Einbruch der Dunkelheit, nachdem wir einander wechselseitig gesucht hatten, wieder zurück im Camp. Abendessen in der Militärküche.
So, 2.8.: Mit am Vortag organisierten Jeeps zum Einstieg des Vulkans Licancábur (Inkaruinen). In siebeneinhalb Stunden langwierig auf rutschiger Strecke, die erst im oberen Teil den Schuhen Widerstand leistet, auf den 5960 m hohen Gipfel. Herrlicher Blick in den Kratersee (den angeblich höchstgelegenen See der Erde) und über die Lagunen der Umgebung. Dreistündiger Abstieg bei bereits untergehender Sonne. Da das Auto von gleichzeitig auf einer anderen Route kletternden Chilenen, die aber den Gipfel nicht erreichen und noch unterwegs sind, warten muss, zu Fuß weiter Richtung Camp. Nach eineinhalb Stunden Straßenmarsch von den enttäuschten Chilenen aufgelesen und zurück in die Unterkunft chauffiert. Erholsamer Schlaf nach 12stündiger Anstrengung.
Mo, 3.8.: Mit Sammeltaxi Fahrt über die Grenze nach Chile - San Pedro de Atacama. Durch genaue Kontrolle langwieriger Grenzübertritt. Da die Einfuhr von allem Essbaren untersagt ist, Aufessen des unwissend üppig mitgebrachten Obstes. Der Rest wird gegen eine Bestätigung ("Acta de Destruccion") entsorgt. In San Pedro entspannte "Aussteiger"-Stimmung. Zahllose herumhängende Traveller, darunter auch das deutsche Paar aus dem Café Torino. Besuch des Museo Arqueológico R. P. Gustavo Le Paige, das von einem belgischen Jesuitenpater errichtet worden ist (ohne Geri). Rundgang und Abendessen.
Di, 4.8.: Vormittags Spaziergang zu den von den indigenen Atacameños gebauten und später von den Inka übernommenen Pukará de Quitor-Ruinen. Nachmittags gebuchte Tour in das Valle de la Luna, einer Wüstenlandschaft der Atacama-Wüste (der trockensten Wüste der Welt; Cordillera del Sal, Cordillera des Muertes, Tres Marias, Gorges, große Düne, Sonnenuntergang hinter Rückseite des immer sichtbaren Licancábur).
Mi, 5.8.: Vormittags Einkaufen für die Weiterfahrt, Geld wechseln. Nachmittags Busfahrt nach Calama und Antofagasta. Dort (für zwei Nächte) in das Hotel Rayway.
Do, 6.8.: Vormittags Hafen, Fischmarkt, Gemüse-, Obstmarkt. Nachmittags mit dem Bus zu La Portada (natürliches Felsentor im Meer nördlich der Stadt). Strandspaziergang, Baden im Pazifik. Zurück per Autostopp auf der Ladefläche eines Pickups.
Fr, 7.8.: Busfahrt von Antofagasta nach Chañaral. Nachmittags in den Naturpark Pan de Azucar. Abends Weiterfahrt nach La Serena. Für zwei Nächte in das Hotel Escorial.
Sa, 8.8.: In das Elqui-Tal nach Vicuña, Montegrande (Stadt der Gabriela Mistral), Pisco Elqui (Mittagessen, Besuch einer Destillieranlage). Abends zurück nach La Serena.
So, 9.8.: Strand von La Serena (Leuchtturm). Busfahrt nach Valparaiso.  Unterkunft Plaza Victoria (Av. Argentina).
Mo, 10.8.: Spaziergang durch das Hafenviertel. Ascensor Artelleria, Plaza 21 maio, Hafen, Plaza Sotomayor. Mittags Fahrt nach Santiago de Chile. Unterkunft in der empfehlenswerten Residencia Aleman. Nachmittags Stadtrundgang. Auffahrt auf den San Cristobal. Abendessen im Restaurante Venezia im Barrio Bellavista (Gitarrenmusik).
Di, 11.8.: Langes Schlafen, Lesen im Garten. Zum Flughafen. Beim Warten auf die Abfertigung Aufruf wegen unidentifizierbarer, bombenähnlicher Gegenstände im Rucksack (= Benzinkocher). Nach Klärung um 1500 Abflug nach Buenos Aires. Aufenthalt im Transitgebäude und ab 1815 Weiterflug nach London.
Mi, 12.8.: Um 1145 nach zwölfeinhalbstündigem Flug Landung in London. Bier im Six Bells Pub. Transfer von Gatwick nach Heathrow. Von 1820 bis 2130 (Ortszeiten) Flug nach Wien.

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