Diese Seite ist Teil der Homepage von Thomas Knob aus Österreich. - Letzte Änderung 22.9.2008

Zur Seitenstatistik von Nedstat Basic: 


 

ITINERARIO SOMMER 1999
(Berg- und Safarireise durch Tansania und Kenia)

Kilimandscharo (© http://classic.mountainzone.com/climbing/2000/kilimanjaro/graphics/photo01.html)

Sa, 17.7.: Berg- und Safarireise (15 Teilnehmer, Bergführer Walter Uglarik), organisiert von: Bergspechte Koblmüller.
Abflug nach Zürich und Weiterflug nach Nairobi.
So, 18.7.: Ankunft in der Früh in Nairobi / Kenia. Kühl (unter 10°). Mein Rucksack fehlt. Bustransfer über die Grenze von Tansania nach Arusha. Einquartierung im Hotel Impala. Spaziergang in der zum Teil vegetationsreichen und hüttenbestandenen Umgebung des Hotels. Der Rucksack wird für morgen angekündigt.
Mo, 19.7.: Abfahrt zum Mount Meru (ohne Rucksack; einige Ausrüstungsgegenstände von tansanischer Partneragentur geborgt). Aufstieg ab Momella Gate (ca. 1500 m) in zum Teil beinahe unerträglich langsamem ("pole-pole"), aber äußerst akklimatisationsförderlichem Tempo, vorbei an aus dem Gebüsch tretenden Giraffen, Bienenfressern, nur hör-, aber nicht sichtbaren Affen, Bananenstauden und einer überwältigenden Vegetation. Begleitender, recht gut Deutsch sprechender Ranger des Arusha National Parks mit Gewehr (Büffelgefahr) bewaffnet. Übernachtung in der Miriakamba Hut (ca. 2500 m).
Di, 20.7.: Von Miriakamba durch den Regenwald zur Saddle Hut (3570 m). Dort Einquartierung. Am Nachmittag an meterhohen Erikasträuchern vorbei auf den Gipfel des Little Meru (3820 m) und zurück zur Hütte.
Mi, 21.7.: Besteigung des Hauptgipfels Socialist Peak (4566 m; Vulkan, der aber schon 100 Jahre nicht ausgebrochen ist) über Rhino Point (3910 m) mit Blick auf den Aschenkrater (s. Photo) im großen, aufgrund von Explosionen hufeisenförmig eingebrochenen Krater. Aus Akklimatisationszwecken noch eine Übernachtung in der Saddle Hut.
Do, 22.7.: Abstieg zum Gate (insgesamt waren ca. 35 km zu gehen) und Rückfahrt in das Impala Hotel (Arusha). Der Rucksack ist noch immer unterwegs. Vorbereitungen für den Kilimandscharo.
Fr, 23.7.: Abfahrt nach Machame, einem etwa 30 km non Moshi entfernten Dorf, zum größten Berg der Erde, dem Kilimandscharo, dessen höchster Punkt (eig. drei "Berge": Shira, Kibo, Mawenzi) 1889 zunächst von den Erstbesteigern Hans Mayer (deutscher Geologe), Ludwig Pfurtscheller (Alpinist) und Yohannes Lauwo (local guide) Kaiser Wilhelm-Spitze, seit 1961 Uhuru Peak (Freiheitsspitze) genannt wird. Dort Zusammentreffen mit dem begleitenden Nationalparkführer Clemens Mtui und den zahllosen Trägern. (Der Nationalpark darf nur mit einheimischer Begleitung betreten werden.) Nach der Registrierung am Machame Gate Beginn des über 4000 Höhenmeter-Aufstiegs durch alle vorhandenen Vegetationszonen (zunächst Kaffee-, Bananenplantagen, dann Regenwald, gefolgt von Heide und Steppe bis hin in die Schnee- und Eisregion). Am ersten Tag zum Teil recht steil durch den Regenwald zur Machame Hut (ca. 3000 m; alle "Hütten" am Kilimandscharo sind Zeltlagerplätze mit ev. einer Kochhütte für die Begleitmannschaft.) Kalter Abend.
Sa, 24.7.: Weiter an zum Teil durch Feuerschäden beeinträchtigte Vegetation auf das Shira-Plateau zur Shira Hut (3880 m). Erstmals Blick auf den Gipfelaufbau (s. Photo).
So, 25.7.: Über den so genannten Lava Tower (4450 m, Rast) zum lobelien- (s. Photo) und senecienbestandenen Platz der Baranco Hut (3950 m). Abends Lagerfeuer.
Mo, 26.7.: Ruhetag auf der Baranco Hut. Lesen und Photographieren.
Di, 27.7.: Zurück zum Lava Tower und weiter zur Arrow Hut (4800 m). Dort am Nachmittag in der Sonne (im Zelt große Hitze) relaxen. Schöner Sonnenuntergang mit Blick auf den Mount Meru.
Mi, 28.7.: Ab ca. 200 bei immer stärker werdender Kälte (durch ungewohntes, fremdes Schuhwerk erfrorene große Zehe noch einige Monate teilweise gefühllos), die erst ab 600 (Sonnenaufgang am Kraterrand) endet, etwa achtstündiger Aufstieg durch die Western Breach am Furtwängler-Gletscher vorbei auf den höchsten Punkt des Kibo (Uhuru Peak, 5896 m). Erster Continental Top. In der ersten Stunde wegen gewisser Erledigungen weit hinter die Gruppe zurückgefallen, aber bald wieder in der Spitzengruppe. Der Aufstieg ist technisch einfach (nur kurzfristig leichte, wenig ausgesetzte Kletterei), Steigeisen sind in diesem Jahr nicht nötig. Letztendlich erreichen alle 16 Teilnehmer den Gipfel. Lange Rast bei angenehmen Temperaturen und Blick auf die Wolken des Regenwaldes und die den Berg umgebenden Ebenen. Abstieg über Stella Point (5700 m) in ca. zwei Stunden, teilweise über Schnee- und Sandhänge "abfahrend", zur Barafu Hut (ca. 4600 m).
Do, 29.7.: 3000 Höhenmeter Abstieg auf der Mweka-Route über Mweka Hut (erstes Bier) zum Mweka Gate. Dort wieder Registrierung und Ausgabe der "Diplome" für den Gipfelsieg. Nach längerem Warten auf die Busse, bestaunt von immer mehr aus der Vegetation auftauchenden einheimischen Kindern und auch Erwachsenen, zurück nach Arusha (Impala Hotel). Immer noch keiner Spur vom Rucksack. Kauf von T-Shirt und Hose im hoteleigenen Geschäft. Internet.
Fr, 30.7.: Der Rucksack trifft ein. Transfer zur Lake Manyara Lodge. Zahllose Paviane im Hotelgarten. Nachmittags in den Lake Manyara-Nationalpark. Erlebnisreiche Rundfahrt durch Elephanten, Zebras, Giraffen, Gnus, Impalas, Nilpferde und zahllose andere wild lebende Tiere bei herrlichem Abendsonnenschein. Übernachtung in der zugehörigen großzügig ausgestatteten Lodge.
Sa, 31.7.: Transfer von Lake Manyara über afrikanische Dörfer (Pause; weitere Pause bei einer Polizeistation wegen einer abhanden gekommenen Kamera eines Gruppenmitglieds) an den Ngorongoro-Kraterrand und vorbei an einem Denkmal für den durch Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Sohn des deutschen Naturforschers Bernhard Grzimek zur Ngorongoro Crater Lodge.
So, 1.8.: Abfahrt in den Ngorongoro-Krater. Rundfahrt in der Conservation Area und zurück zur Lodge. Beeindruckendes Wild Life. Zusätzlich zu den in Manyara gesichteten Tiere Nashörner und Löwen.
Mo, 2.8.: Transfer durch vulkankegelbestandene Landschaft zum Tarangire-Nationalpark. Auf dem Weg dorthin Pause in einem Kunsthandwerkbetrieb (wie in allen Pausen zahllose um Kugelschreiber bettelnde Kinder) und später Besuch eines zufällig an einer Straßenkreuzung stattfindenden Markts der als Hirten und Halbnomaden lebenden Massai, der ausschließlich von Einheimischen besucht wird. Durch das Gate zur mitten im Park errichteten Lodge, vorbei an Straußen, zahllosen Exemplaren der Schirmakazie ("Baum Afrikas") und des Baobab (= Adansonia digitata, Affenbrotbaum, dessen Stamm, obwohl von mehreren Metern Durchmesser, von Elephanten auf der Suche nach Flüssigkeit, die vom Baobab gespeichert weren kann, oft aufgerissen wird und der einige Hundert Jahre alt werden kann).
Di, 3.8.: Durch den Nationalpark zurück zum Ausgang. Kurzfristig ungewisse Situation wegen eines mitten auf der Straße stehenden unwilligen Elephantenbullen. Zurück nach Arusha. In Arusha Besuch des Marktes. Zufällig Clemens getroffen. Austausch der E-Mail-Adressen. Da ein Gruppenmitglied am Ankauf von Steinen interessiert ist, Besuch eines durch Security und Alarmanlagen gesicherten Diamantenhändlers. Beeindruckende Atmosphäre des offenbar schwerreichen Mannes der in seinen niedrigen, durch Spezialtüren gesicherten Räumlichkeiten ohne viel Aufhebens mit Millionenwerten jongliert.
Mi, 4.8.: Transfer nach Nairobi (Pause, Internet, Essen, Buchkauf: Kuki Gallmann, I dreamed of Africa; inzwischen mit Kim Basinger verfilmt) und weiter zur im alten Landhaus-Cottage-Stil angelegten Naro Moru River Lodge im Internationalen UNESCO Biosphären-Reservat Mount Kenya.
Do, 5.8.: In Jeeps zur Meteorologischen Station, dem Ausgangspunkt der Mount Kenya-Umrundung (ca. 3050 m). Kurzer Spaziergang in einem Bambuswald. Über den Vertical Bog bei zum Teil regnerischem Wetter zum Mackinder's Camp (= Teleki Lodge; ca. 4200 m). Einquartierung und Kochen. In der Nähe zahllose Hyrax, eine für die dortige Gegend typische, dem Elephanten verwandte kleine Nagetierart.
Fr, 6.8.: In einer weiten Runde vorbei an Seen und über Pässe (zum Schluss über den fast 4600 m hohen Hausberg Col) zu der malerisch unterhalb eines Sees liegenden Kami Hut, dem dem Äquator nächsten Punkt der gesamten Reise.
Sa, 7.8.: Von der Kami Hut noch vor Sonnenaufgang zum Schluss in leichter Kletterei auf die Point Lenana, den nach den Klettergipfeln Nelion und Batian dritthöchsten Gipfel des Mount Kenya (4985 m; viel älter als Kibo; mit dem Rift-Valley durch vulkanische Tätigkeit entstanden, dann erodiert). Am Gipfel herrliches Wetter, das aber bald zuzieht. Fast schneefrei im Nebel zur Austrian Hut (4790 m) und weiter Abstieg vorbei am Mackinder's Camp (Verarztung einer gebrochenen Hand einer Teilnehmerin einer fremden Gruppe, Mittagspause) bis zur Met-Station. Nach einem Abendessen in der Naro Moru River Lodge Transfer nach Nairobi. Knapp vor Mitternacht Abflug nach Brüssel.
So, 8.8.: Von Brüssel Heimflug nach Wien-Schwechat.

 

 


Fragen und Kommentare an thomas.knob@chello.at

 


Home - Reisen - Andere Itinerarios - Links - Sitemap