Diese Seite ist Teil der Homepage von Thomas Knob aus Österreich. - Letzte Änderung 21.9.2008

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ITINERARIO WINTER 2003-1
(Bergsteigen in Ecuador und am Aconcagua)

 

Im Lager Berlin am Aconcagua

Mi, 25.12.: Bergreise (10-12 Teilnehmer: zunächst Bergführer Hans, Franz, Heinrich, Wolfgang, Fred, Manfred, Karl-Wels, Karl-Wien, Herbert, Kurt, Günter und ich), organisiert von: Bergspechte Koblmüller
1230 programmgemäßer Abflug aus Wien-Schwechat. In 2h nach Amsterdam. Nach 5h Aufenthalt pünktlich weiter. 
Do, 26.12.: Nach zwei Zwischenlandungen (Bonair - Niederländische Antillen mit 1h Aufenthalt und Guayaquil - Ecuador) mit halbstündiger Verspätung Landung in Quito ca. um 1000. Mit Kleinbus zum Einchecken ins Hotel Ambassador (Zimmerpartner Wolfgang, Herzchirurg aus Klagenfurt). Erste von mehreren Sauerstoffsättigungs- und Herzfrequenzmessungen: (88%/66 HF). Mittagessen im Hotel (garniertes Steak + Bier um 7$). Um 1345 Abfahrt zur Stadtrundfahrt: Palacio Legislativo - Basilica - Plaza de la Independencia - Plaza de San Francisco - Aussichtshügel El Panecillo (3065 m). Abends Internet gegenüber dem Hotel, Essen im Hotel.
Fr, 27.12.: 600 Frühstück, 700 Abfahrt mit dem Bus zur Besteigung des Rucu Pichincha. Auf dem Weg zu den "Antenas" falsche Abzweigung, daher ca. 45 min zu Fuß. Ab Parkplatz unterhalb Antennas von 930 bis 1415 im Nebel und tw. leichtem Regen auf den R. Pichincha (4794m). Auf dem Gipfel 8°C, 87%/83 HF. Ab 1440 in 2h zum Bus. Na Internet, abends Essen im nahen Steakhouse.
Sa, 28.12.: 800 Abfahrt zur Rundfahrt "Nördliches Hochland". Über den Äquator nach Otavalo (Markttag). Bier im Dachbalkonlokal an der Plaza de los Ponchos (allein). Mittagessen in einem Lokal in Cotacachi. Danach Fahrt zur Laguna Cuicocha. Navidad- und neujahrbedingt sperren "bettelnde" Kinder mit Querbalken immer wieder die Straße. Spaziergang am Kraterrand. Zurück in Cotacachi Besuch des Ledermarktes (Straßenzug). Rückfahrt über Tabacundo nach Quito. Internet, abends im Zimmer.
So, 29.12.: Ca. 1030 mit Kathi von der ecuadorianischen Partneragentur und einer Kochmannschaft Abfahrt Richtung Süden zu den Illinizas. Werte 94%/68 HF. Während der Auffahrt zum Camp "La Virgen" auf ca. 3650 m Umladen des Gepäcks auf einen Klein-LKW. Von dort ab ca. 1130 in ca. 2h aus Akklimatisationszwecken zu Fuß zum Camp auf ca. 4000 m. Tw. Graupelschauer. Mittagessen im Mannschaftszelt. Ab 1530 noch 1h (ca. 200 Höhenmeter) aufwärts, in 20 Minuten im starken Regen zurück.
Mo, 30.12.: Werte 92%/100 HF. Bei 3°C ab 630 in dreieinhalb Stunden von La Virgen zur Hütte Nuevas Horicontes. Nach 1h Pause in zweieinhalb Stunden bei herrlichem Wetter auf den Gipfel des Illiniza Norte (5126 m, 9°C). Nach einer Stunde auf dem Gipfel in 1h, am Ende bei Graupelschauer und Regen, zu den Zelten bei Nuevas Horicontes. Nachmittags heftige Gewitter und Graupelschauer. Abends Übelkeit und heftige Kopfschmerzen (Höhe oder Sonnenstich). Entschluss zum Verzicht auf den Illiniza Sur.
Di, 31.12.: Ab 415 in ca. 3h mit dem ebenfalls verzichtenden Fred zur Umladestelle auf 3650 m. Dort auf sonniger, baumbestandener Wiese Lesen und Schlafen. Um 1100 kommt Herbert (auch abgestiegen). Nach Ankunft der anderen am Nachmittag Überstellungsfahrt nach Latacunga. Einchecken im Hotel "El Marquez". Internet (im Hotel). 1800: Europäischer Silvester. Abends Spaziergang durch die Innenstadt. Essen in einem Hendlbratlokal. Beobachtung der Silvestervorbereitungen (Masken, Puppen, die um Mitternacht symbolisch verbrannt werden sollen, "Bettelndes" Aufhalten von vorbeifahrenden Autos...).
Mi, 1.1.: Ca. 830 Frühstück im Hotel. Stadtspaziergang (Telephonieren). Beobachtung eines Neujahrsumzuges. Zeitung lesen (El Comercio: Jahresrückblick). Überstellungsfahrt zum Cotopaxi. Mittagessen in der berühmten Hosteria "La Cienega" (Herrenhaus mit Kapelle aus dem 17.Jh.), in der schon Humboldt abgestiegen ist. Weiterfahrt zum Nationalpark Cotopaxi auf einen Zeltplatz in ca. 3800 m. Reparatur der Stirnlampe durch Hans und Karl. Ab ca. 1730 zweistündiger Spaziergang über die brettlebene Hochfläche zur Laguna Limpio Pungo (ca. 3855 m).
Do, 2.1.: Auffahrt mit dem Bus zum obersten Parkplatz auf ca. 4600 m. Ab ca. 1015 in 75 Minuten zum Refugio José Ribas (ca. 4800 m). Essen. Werte 84%/100 HF. Ab 1330 einstündiger Spaziergang ca. 100 HM aufwärts. Na in der Hütte. Abendessen 1730, danach Bettruhe. 2300 Wecken.
Fr, 3.1.: Ab 000 siebeneinhalbstündiger, durch die steile Spur und die Gletscherbruchdurchquerungen anstrengender Anstieg auf den Gipfel des Cotopaxi (5897 m). 11 von 12 (und Kathi) erreichen früher oder später den Gipfel. Eine halbe Stunde Gipfelrast bei herrlichem Wetter, dann in 2h zurück zur Hütte. Um 1200 in ca. 10 Minuten zum Parkplatz. Ab ca. 1245 Überstellungsfahrt. Um 1430 ca. einstündige Bierpause mit zerkochtem Maiskolben im "Paradero Los Pinos" vor Lasso. Um 1800 Ankunft in Los Baños (ca. 1900 m). Internet am Hauptplatz, Abendessen im Hotel.
Sa, 4.1.: Nach früchtehaltigem Frühstück ab 1000 Spaziergang durch die Stadt zum Busbahnhof, von dort Fahrt entlang des Rio Pastaza (Agoayán-Staumauer, Cascades, Kabelbahn ans andere Ufer und zurück) bis Rio Verde: Pailón del Diablo. Nach Rückkehr nach Los Baños nachmittags Puente San Francisco. Erfolgloses Telephonieren bei Andetel. Internet. Empanadas im Lokal gegenüber. Lesen. Eintreffen einer anderen in Ecuador bergsteigenden (Sangay, Cayambe) Koblmüller-Gruppe im Hotel. Abendessen mit Wolfgang bei "Mama Ines". Neujahrsumzug (Autokorso).
So, 5.1.: Vor dem Frühstück (teures) Telephonieren im Hotel, danach Internet. Ab 1100 Fahrt Richtung Chimborazo. Essen im Bus. Ab ca. 1430 in etwa einer Stunde vom Parkplatz zur Whymper-Hütte (etwa 5000 m). Werte 85%/76 HF. Essen ca. 1700, danach Schlafen. 2200 Wecken, 2300 Abgang.
Mo, 6.1.: Nach Aufstieg über endlose, steile Schneehänge bei Sonnenaufgang ca. 600-700m unter dem Gipfel Umkehr wegen Erschöpfung. Starker Sturm. 5 von 12 erreichen den (Ventimiglia-)Gipfel. Nach dem Abstieg zum Bus ab ca. 1245 Überstellungsfahrt nach Riobamba. 1400 Einchecken im Hotel "El Galpon". Na Rundgang im Häuserblock. Abendessen im Restaurant "El Delirio" (relativ teuer, aber sehr gut). Beobachtung "singender" Müllabfuhr-LKWs.
Di, 7.1.: 900 bis 1100 auf Wunsch der Gruppe neuerlich Fahrt nach Los Baños. Kaffee im Café Santé. Danach allein in 23/4h über die Puente S. Francisco über die Straße bis zum letzten Gehöft vor den "Antenas" und von dort über die Grasrücken in 1h direkt wieder in die Stadt zurück. Jugo de Caña (Zuckerrohrsaft) beim Busbahnhof. Supermarkt. Patatas fritas + Tee am Kirchenplatz. Internet. Abendessen in "Mama Ines", danach zweistündige Rückfahrt nach Riobamba.
Mi, 8.1.: 500 Frühstück, 600 Bahnhof, ab 700 7stündige Bahnfahrt auf dem Dach der Ferrocarril Trasandino über Guamote (Aufenthalt) nach Alausi und dann über die "Teufelsnase" (Nariz del Diablo; in Fahrtrichtung rechts sitzen!) hinunter und zurück nach Alausi. Zwei Entgleisungen. Während der Fahrt Käse- und Bananenempanadas. Zunächst kalt, später leicht sonnig. Mit dem Bus zurück nach Riobamba. Ca. 1500 Mittagessen in einem Selbstbedienungsrestaurant an der Panamericana. Ab 1700 im Hotel. Abendessen wieder "El Delirio". Nachts heftiger Brechdurchfall.
Do, 9.1.: Weiter krank. Rückfahrt nach Quito über den Indianer(tier)markt in Saquisilí. Im Hotel in Quito Packen, Trinken. Internet. Abflug um 2215. Abschied von Heinrich, Franz, Wolfgang (hat alle 5 Gipfel geschafft) und Fred, die nicht mit zum Aconcagua kommen. Fred nimmt Teile meines Gepäcks mit nach Österreich.
Fr, 10.1.: Nach nicht ganz fünf Stunden Flug Ankunft in Santiago de Chile (Zeitverschiebung gegenüber Quito +2h). Neu in der Gruppe: der chilenische Koch Louis, der Wiener Franz von der chilenischen Partneragentur, Helmuth aus Bayern, der vorher der anderen Koblmüller-Gruppe angehörte und leider wegen Brechdurchfalls über das Basislager nicht hinauskommt, und Michael, der vorher mit Franz auf dem Cerro Plomo war. Überstellungsfahrt über den Grenzpass bei Portillo (ca. 3000 m) nach Argentinien (Puente del Inca, ca. 2800 m). Unterbringung im Offizierscasino des Militärlagers. Na Cola im naheliegenden Kiosk und Besichtigung der (von einer Lawine tw. zerstörten) Badeanlagen an den warmen Quellen. Abendessen im Lager gegen 2200 (erstmals feste Nahrung seit 48 h).
Sa, 11.1.: Nach dem Frühstück mit dem Bus in etwas mehr als zwei Stunden nach Mendoza. Einholen der Aconcagua-Permits (200$). Im Supermarkt Einkaufen der Verpflegung am Berg. Internet (in einer nahen Apotheke). Mittagessen im "Las Tinajas": Um 10 Pesos (etwa 3$) darf der Teller vom reichhaltigen Buffet beliebig oft gefüllt werden. Ab 1800 Kaserne Puente del Inca. Packen, Sandwich im nahen Kiosk.
So, 12.1.: 530 Frühstück, ab 600 mit einem Militär-Mannschaftstransportfahrzeug bis zum Parkplatz am Parkeingang. Nach Überprüfung der Permits ab 645 bei herrlichem Wetter vorbei am Lager Confluencia (nach ca. 3h) in 10 h ins Basislager Plaza de Mulas (ca. 4350 m; tw. gemeinsam mit Amical Alpin-Gruppe: Wiedersehen mit Geri, der seit Oktober in Mittel- /Südamerika ist). Abendessen im Küchenzelt. Zeltpartner Günter (Chauffeur aus Vorarlberg).
Mo, 13.1.: Ruhetag im Basislager. Ab 1100 in etwas mehr als einer Stunde zum nahe liegenden Hotel und zurück. Schlafen, Lesen. Ab 1700 Abendessen und Lastverteilung für die Errichtung des ersten Hochlagers. Abends Graupelschauer. Werte 86%/86 HF.
Di, 14.1.: Ab 700 bei anfangs großer Kälte in 6h, vorbei am Camp Canada (ca. 5000 m) und Camp Alaska in das erste Hochlager Nido de Cóndores (ca. 5450 m). Errichten des Lagers und nach einer Stunde (Sonne) in 1h zurück ins Basislager Plaza de Mulas. Abends Graupelschauer und Gewitter.
Mi, 15.1.: Ruhetag bei schönem Wetter. Na Email in entsprechendem Zelt. Abends leichte Graupelschauer.
Do, 16.1.: Ab 700 in nicht ganz 6h neuerlich auf Nido de Cóndores. (Franz, Kurt, Manfred und Karl-Wels gehen bis Refugio Berlin weiter.) Ganztägig herrliches Wetter. Na 1h Spaziergang zu "Aussichtsbalkon" Ri Norden. Dort Plaudern, In-der-Sonne-Sitzen. Danach Schnee-Schmelzen, Tee-Machen, Kochen, Essen.
Fr, 17.1.: Nach wilder Sturmnacht auch tagsüber Sturm, tw. Sonne. Nach langem Hin und Her (die Rucksäcke waren nach der Auskunft der Parkranger, morgen gehe ganz sicher nichts, die Situation sei ein bis zwei Tage gefährlich, schon für den Abstieg gepackt) Entscheidung, noch eine Nacht zuzuwarten. Auch die "Berliner" warten. Na Wetterbesserung.
Sa, 18.1.: Gipfeltag für die 4 "Berliner" und die Amical-Gruppe mit Geri. Herbert, Karl-Wien und Günter entschließen sich zum Abstieg. Hans, Michael und ich steigen ab 1430 in etwas mehr als eineinhalb Stunden zum Refugio Berlin auf (ca. 5900 m). Gute Höhenanpassung, die Brechdurchfall-Schwäche ist überwunden. Heftiger Sturm, der die ganze Nacht anhält. Karl-Wels, Manfred und Kurt steigen nach ihrem Gipfelsieg ab, Franz kommt erst um 1930 vom Gipfel und bleibt mit mir noch eine Nacht im Zelt auf Berlin.
So, 19.1.: Zeltschäden nach der Sturmnacht: Laschen ausgerissen und Überzelt gelöst bei Kurts Zelt, in dem Hans und Michael übernachtet haben, bei uns nach abendlichem Nachspannen alles in Ordnung. Gestängebruch bei anderen Zelten der Umgebung. Starke Kälte und weiterhin Sturm in der Früh. Trotzdem entschließen sich Hans und Michael um 1111 zum (erfolgreichen) Gipfelgang. Na Wetterbesserung, Nachlassen der Sturmstärke. Knapp vor Mitternacht sind sie wieder zurück. Ich entschließe mich zum Abbruch und steige mit Franz (und einem Zelt) zum Basislager Plaza de Mulas ab (Gehzeit 2h). Na Hotel (Cola) Da kein Essen möglich, zurück ins Basislager. Essen bei Claudia (Fixzelt; Fleisch + Beillage um 10$)
Mo, 20.1.: Ab 1145 mit Kurt, Karl-Wels und Manfred in 53/4h zum Auschecken bei den Parkwächtern Laguna de Horcones und in weiteren 45 Minuten zum Militärlager Puente del Inca. Während des Weges starker Sturm (von hinten) und Schneetreiben. Abends ausgiebiges Essen im Restaurant gegenüber (großes Bistecca + Salat +  Ei + Patatas fritas + 0,9 l Bier + 1/2 Flasche Rotwein um 10 $)
Di, 21.1.: Vo Einkaufen (Mitbringsel). Post ferienbedingt geschlossen. Geri-Gruppe (in Los Penitentes untergebracht) auf ihrer Durchreise nach Chile getroffen. Mittags Lomito-Sandwich im Kiosk. Na mit Karl-Wels und Manfred in über einer Stunde (kein Auto aufzutreiben) zu Fuß nach Los Penitentes: Internet, keine Briefmarken.  Zurück allein per Autostopp. Schach im Militärlager Puente del Inca. Nach Ankunft von Louis, Franz, Hans und Michael abends üppiges Essen in Hosteria.
Mi, 22.1.: Durch eine Datumsverwechslung der Mula-Treiber fehlen alle großen Gepäckstücke aus dem Basislager. Dadurch verzögerte Überstellungsfahrt - ohne Gepäck - ab 1145 in 4h über den zunehmend verschneiten Pass nach Chile (Santiago). Chaotische Straßenzustände, da meistens mit Sommerreifen ohne Ketten gefahren wird. In Santiago de Chile relativ gutes Wetter. Einchecken im Hotel Monte Carlo. Internet in der Nähe. Spaziergang zur Plaza de Armas. Na Bier und Käsesandwich im Hotel. Abends opulentes Essen im "Gatopardo" (Cerviche Corvino, Whiskey-Steak, Lemonenkuchen mit Vanilleeis, 4 Pisco Sour, Bier, Rotwein). Wenige Stunden Schlaf im mühsam erreichten Hotel.
Do, 23.1.: Nach dem Frühstück ab 1030 ca. einstündiger Transfer zum Flughafen. (Wegen Sperre des Passes trifft das Gepäck erst am Sonntag, nachgeschickt, in Wien-Schwechat ein.) Ab 1315 in eineinhalb Stunden nach Argentinien - Buenos Aires. Nach 2h im Transitraum (Kuchen, Mineralwasser) Weiterflug nach Europa.
Fr, 24.1.: Ca. 1000 Ankunft in Frankfurt/Main. Nach ca. 1h Weiterflug (eingecheckte Gepäckstücke schaffen das "Umsteigen" nicht in dieser kurzen Zeit), 1245 pünktliche Ankunft in Wien-Schwechat.

 

 

 


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