Diese Seite ist Teil der Homepage von Thomas Knob aus Österreich. - Letzte Änderung 21.9.2008

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ITINERARIO SOMMER 2005-1
(Reisen und Bergsteigen im Iran)

 

Freitagsmoschee in Isfahan

Fr, 12.8.:

Berg- und Rundreise (Teilnehmer: Hilde, Michael, Hermann und ich), organisiert von: Bergspechte Koblmüller bzw. der Partneragentur Caravan Sahra (Reiseleiter Ali Reza Abdollahi). 
Um 2045 leicht verspäteter Abflug mit der Austrian aus Wien-Schwechat.

Sa, 13.8.: Ca. 310 Ankunft in Teheran (2,5 Stunden Zeitverschiebung), der etwa 1500 m hoch gelegenen Hauptstadt des Iran (ca. 70 Mill. Ew., etwa 20mal so groß wie Österreich) mit über 7 Mill. Ew. Transfer in das Hotel Mashad gegenüber der alten amerikanischen Botschaft. 900 Frühstück, danach kurzer Spaziergang in der näheren Umgebung. 1030 bei sonnigem, warmen Wetter Abfahrt in Begleitung des orthodox-jüdischen Bergführers Shalom (er bleibt bis 22.8. bei uns) mit einem Kleinbus Richtung Elburs-Gebirge über die Chalus-Straße (über Karaj, vorbei am Amdi-Kash-Reservoir, durch Gachsar, den 1200 m langen Kandovan-Tunnel, Marzanabad nach Rudbarak). Viele Zwischenstopps, tw. noch in Teheran, zum Geldwechseln (10 000 Rial = 1000 Toman entsprechen nicht ganz einem €), Einkaufen (Iran ist für einen Europäer relativ billig), Mittagessen in einem Lokal am die Straße begleitenden Fluss, Tanken (1 Liter Benzin kostet deutlich unter 10 Cent!!). Gegen 1930 Quartiernahme im Federation Camp auf ca. 1520 m (Zuweisung eines kleinen Bungalow). Gegen 2100 Abendessen im Gemeinschaftsraum.
So, 14.8.:

Nach dem Frühstück und dem Beladen eines Jeep bei sonnigem Wetter ab ca. 1100 das Tal hinauf bis zum Endpunkt der Straße oberhalb von Khoram Dasht. Von dort zu Fuß weiter (das Gepäck wird auf Maultiere verladen) bis zum Basislager im Bereich der Schaf- und Ziegenweide Hessarchal (Takht-e Soleiman-Berge, ca. 3770 m). Nach dem Zeltaufbau Wetterverschlechterung. Bis nach Mitternacht immer wieder starker Regen, Gewitter und Hagel.  Nachmittags Lesen. Suppe gegen 1800, Abendessen gegen 2030 im Kochzelt.

Mo, 15.8.: Wolkenloser Himmel. Nach dem Frühstück ab 815 in 21/4 Stunden Aufstieg auf den Gordon Kuh Nord (4402 m). Dann an der gemauerten Biwakschachtel (4320 m) vorbei auf den Gordon Kuh Süd (4338 m) und weiter entlang des Grates in den Sattel zum Lashgarak. Ab ca. 1200 in 40 Minuten auf dessen Gipfel (4256 m). Direkter Abstieg nach Hessarchal. Allmählich immer mehr Wolken, Nebel. Erreichen des Lagers ca. 1430. Nachmittags Lesen. Abendessen ca. 1930.
Di, 16.8.: Nach dem Frühstück ab 730 bei ausschließlich sonnigem, warmen Wetter in 33/4 Stunden auf den Gipfel des zweithöchsten Berges des Iran, des Alam Kuh (4850 m), fast gleichzeitig mit einer Gruppe von Franzosen, die uns nach dem Abstieg gegen 1500 zu einer Suppe in ihr Zeltlager (unweit unserem) einladen. Gegen 1530 zurück im Lager, Lesen. Abendessen gegen 1930. Flötenspiel der Hirten. Eselreitversuche einiger Gruppenmitglieder.
Mi, 17.8.: Wieder sonnig und warm. 730 Frühstück, danach Zeltabbau und Packen. Ab 900 in nicht ganz einer Stunde Spaziergang auf einen fast 4000 m hohen Moränenhügel im Marjikesh-Tal (Demavand-Blick). Ab 1000 mit den Mulis Abstieg zum Parkplatz und Rückfahrt ins Federation Camp. Neuerliche Quartiernahme gegen 1300. Mittagessen, nachmittags Lesen. Gegen 1700 etwa dreistündiger Busausflug ins Bergdorf Pishanbur (Blick) und zurück nach Kelar Dasht (Spaziergang, Tee in Teehaus an der Straße, konspiratives Erstehen von Magenmedizin). Abendessen im Quartier.
Do, 18.8.: Bei sonnigem, sehr heißem Wetter (35° und mehr) nach dem Frühstück Fahrt über Abbasabad zum Kaspischen Meer. Kurzfristige, telephonisch geregelte Aufregung wegen irrtümlich in Rudbarak doppelt bezahlter Quartierrechnung. In Mahmudabad um ca. 1330 Mittagessen und danach Quartierbezug im Hotel Shahreghese. Lesen. Ab 1530 an den Strand (-28 m). Tee, Schwimmen (neben Frauen in "vollem Ornat" = Tschador). Ab 1830 Fahrt in den Nachbarort Nur. Spaziergang, Internet und Abendessen im persischen Teil eines Pizza-Lokals. Nach der Rückfahrt gegen 2200 Tee am Strand.
Fr, 19.8.: Weiter sonnig und heiß. Frühstück, Lesen. Ab 1100 Fahrt über Amol (Einkaufen für den Berg, Besichtigung des Abdollah-Mausoleums). Ca. 1330 Mittagessen auf einem öffentlichen Picknickplatz an der nach Süden führenden Straße 77. Ab 1530 weiter. Nach dem Ortsende von Gazanak rechts ab und an zoriastrischen Höhlen vorbei nach Reineh (ca. 2080 m). Nach einem Tee im Quartier (Privatwohnung des Muli-Treibers) Registrierung bei der Polizeistation. Photospaziergang durch das Dorf. Im Quartier Packen für den Aufstieg und Abendessen.
Sa, 20.8.: Nach dem Frühstück ab 800 bei sonnigem, wolkenlosen Wetter auf einem Pick-Up (spastisch behinderter Fahrer) Auffahrt nach Gusfandsara (ca. 3000 m; Parkplatz, Moschee, einige Häuser und Ställe). In ca. 31/2 Stunden Aufstieg ins Hochlager Bargah-e Seyvon (4150 m). Die Maultiere mit dem Großgepäck treffen fast gleichzeitig ein. Aufstellen der Zelte. Um 1430 Suppe im Kochzelt. Ab 1530 Akklimatisationswanderung. In 50 min 300 Höhenmeter bergauf. Nach einer Dreiviertelstunde Abstieg. Gegen 1830 Tee, um 2015 Abendessen.
So, 21.8.: Frühstück um 430, ab 500 bei ungewohnter Kälte (starker Wind) Besteigung des Demavand. Nach Sonnenaufgang wolkenlos und sonnenklar. Alle Teilnehmer erreichen den Gipfel (5671 m) nach 51/2 Stunden um 1030. Um 1330 zurück im Lager. Suppe, Ruhepause. Ab 1500 Zeltabbau, Packen und noch am selben Tag ab 1630 in 21/4 Stunden nach Gusfandsara (gesamt 1511 Hm bergauf, 2671 Hm bergab). Nach Warten auf die Mulis ab 1915 teilweise durch Wolken und Nebel Rückfahrt in das Quartier in Reineh. Dort Duschen und ab 2130 Abendessen.
Mo, 22.8.: 630 Aufstehen, Duschen, Packen, Frühstücken. 830-1100 bei sonnigem, warmen Wetter Fahrt nach Teheran. Im Hotel (Mashad) Verabschiedung von Shalom. 1230 Mittagessen im Ghazakadeeh Sonnat. Weiterfahrt zur Besichtigung des Juwelenmuseums (Pfauenthron, Daryaye Noor; in den Räumen der iranischen Nationalbank). Danach (ohne Reiseleiter) Spaziergang am Golestan-Palast vorbei zum und durch den alten Bazar (mit Moschee). Nach Cola in einem Straßenlokal vor der U-Bahn-Station Panzdah-e Khordad von dieser zurück zum Hotel (Station Taleghani; vgl. http://www.tehranmetro.com/index.asp). Ab ca. 1900 Spaziergang über die Taleghani-Avenue zum Iranian Traditional Restaurant am Keshavarz-Boulevard (junges, entspanntes Publikum). Nach dem Essen zu Fuß nach Hause. Der Versuch, in einer Bäckerei eine Nachspeise zu kaufen, scheitert: sie wird aufgrund der geringen Menge verschenkt.
Di, 23.8.: Sonnig, warm. 800 Frühstück im Hotel. Danach Packen und Besichtigung des Teppichmuseums. Weiterfahrt in den Norden der Stadt zur Sommerresidenz des Schah. Besichtigung des Weißen und (unter Benutzung des Gratisbusses im Gelände) des Grünen Palastes. Kaffee und Kuchen im Café vor dem Grünen Palast. Vorbei an einer Nomadenfreiluftausstellung zurück zum Eingang. Mit dem Agenturbus zum Mittagessen in den Persian Garden am Abhang des Elburs-Gebirges in ca. 1800 m. Danach Besuch eines Basars in Nord-Teheran. Fahrt zum Flughafen und ab ca. 1750 mit einem der extrem billigen Inlandsflüge nach Shiraz (Zwischenlandung mit dreiviertelstündiger Pause in Isfahan). Abgeholt von Sara (local guide) Fahrt ins empfehlenswerte Shirazeram-Hotel in der Mitte des Zand-Boulevards. Getränk in der rund um die Uhr offenen Hotel-Cafeteria. Danach Internet (gegenüber) und Spaziergang entlang des belebten Zand-Boulevards (um 2200).
Mi, 24.8.: 715 Frühstück und wegen der zu erwarteten Hitze (um die 40°) schon sehr früh (ab 800) Fahrt nach Persepolis (wo es trotzdem nur im Schatten einigermaßen komfortabel ist). Führung durch Sara, danach Getränk am Eingang. Weiterfahrt zur Nekropolis Naqsh-e Rostam (Felsgräber von Darius I., II., Xerxes I. und Artaxerxes I.) Nach deren Besichtigung zum Mittagessen in die Stadt (Shiraz) (in das spektakuläre Hamam Vakil-Restaurant). Danach Besichtigung der Zitadelle Arg-e Karim Khani, Fahrt zum Mausoleum des Dichters Sa'di (Aramgah-e Sa'di) und weiter zu dem für Hafez (Aramgah-e Hafez). Dort Pause im in einem schattigen Innenhof gelegenen Teehaus. Gespräche mit Iranerinnen. Weiterfahrt zum und Gang durch den Basar-e Vakil, vorbei am Mausoleum Shah-e Cheragh und der ältesten (Freitags)moschee von Shiraz (Jameh-ye Atigh). Zuletzt zur Orangerie von Ghavam (Garten, kleiner Palast). Ab etwa 1900 Fahrt zum Flughafen und Flug nach Isfahan. Einchecken im Sadaf-Hotel (in wenige Minuten vom Imam-Platz entfernt) gegen 2245. Getränkekauf in der Hafez-Straße.
Do, 25.8.: 800 Frühstück im Hotel, danach Fahrt zur Besichtigung des 20säuligen 40-Säulen-Palast (Chehel Sotun; die Spiegelung im Wasser verdoppelt die Säulenanzahl). Spaziergang zum beeindruckend dimensionierten Imam-Platz und Besichtigung der berühmten Imam-Moschee. Weiter in die in der Mitte der östlichen Längsseite errichteten Lotfallah-Moschee, in deren Kuppelmitte ein Lichteinlass den Schwanz eines dort dargestellten Pfaus sichtbar werden lässt, und auf die Terrasse des genau gegenüberliegenden Ali Qapu-Palastes. Zum Mittagessen wieder an die Ostseite ins Naqshe Djahan (= Abbild der Welt). Danach im darunter liegenden Hof Besuch einer Stoffdruckerei. Erwerb einer Bettdecke. Bei großer Hitze Gang durch den Basar von Isfahan zum Teehaus Gheyserieh an der Nordseite des Platzes (guter Blick; Tee, Gebäck). Weiter durch den Basar und zurück in die Nähe der Imam-Moschee zum Miniaturenmaler Mostafa Fotowat. Danach zu einem Teppichhändler zu einer Präsentation der verschiedenen Nomaden- bzw. städtischen Teppicharten. Danach (während und nach dem Sonnenuntergang) Fahrt zur Khaju- und zur Si-o-Seh-Brücke. Abendessen im Bastani-Restaurant am Platz. Zu Fuß nach Hause. (Alkoholfreies) Bier auf der Dachterrasse des Hotels über den beleuchteten Kuppeln der Stadt.
Fr, 26.8.: 800 Frühstück im Hotel, ab 900 zur Besichtigung der Jameh- (Freitags)moschee. Kurz in den Basar, dann Fahrt zur Khaju-Brücke und Spaziergang entlang des Zayandeh-Flusses zur Si-o-Seh-Brücke. Ab 1100 in ein Zur Khaneh (=Haus der Kraft), eine kleine Sporthalle, zum "Bastani", einer iranischen Kraftsportveranstaltung mit Turn- und Jongliereinlagen und rituellen Wechselreden unter Gesangbegleitung des die Trommel schlagenden Hallenleiters. Danach zum Mittagessen ins Sharzad-Restaurant. Wieder zum Platz. Spaziergang zum Naqshe Djahan (s. 25.8.). Dort Kaffee auf der Freiterrasse gegenüber der Lotfallah-Kuppel. Ab 1620 Fahrt zum Flughafen. Verspäteter Abflug nach Teheran um ca. 1815. Nach der Ankunft um ca. 1900 mit dem Agenturbus ins Hotel Mashad. Dort Abendessen um ca. 2000.
Sa, 27.8.: Wecken um 030. Ab 100 Fahrt zum Flughafen. Abschied von Reza. Nach ca. vierstündigem Flug pünktliche Ankunft in Wien/Schwechat um ca. 600 Ortszeit.

 

 

 


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