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ITINERARIO SOMMER 2006-1
(Färöer-Inseln und Island; Radtour)

 

Austernfischer auf den Färöer Inseln (Copyright © 2006 Thomas Knob. All rights reserved.)

 

Fr, 30.6.: Teilnehmer: Christian Dohlhofer, Thomas Knob (Individualreise).
Mit dem Rad zum Westbahnhof und ab 1430 Nürnberg. Dort gerade rechtzeitig, um auf dem Bahnhof den WM-Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Argentinien im Elfmeterschießen zu sehen. Daraufhin stundenlange Siegesfeiern in der Innenstadt. Kleiner Radrundgang bis zum Hauptmarkt. Abendessen in der Pizzeria Al Fiume an der Pegnitz. Auf dem Rückweg Eis. Ab 2140 weiter Richtung Norden mit der Deutschen Bundesbahn.
RAD: 8 km - FZ 1:08 - Ø 7,4 - MAX 22,9
(Angegeben werden Gesamt-Tageskilometer, gesamte reine Fahrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit unter Einrechnung jeder Bewegung des Rades - auch bei Besichtigungen - und punktuell erzielte Maximalgeschwindigkeit)
Sa, 1.7.: Ankunft in Flensburg um 550. Zum Busbahnhof. Dort Frühstück in einer Bäckerei. Danach Rundfahrt über den Markt und die Fußgängerzone zum Hafen. Supermarkt Edeka (Proviant für die Fährfahrt). Wegen unklarer Bezeichnung des Abfahrtsortes des Busses des Smyrilline nach Hanstholm in Nordjütland (Dänemark) auf dem Ticket zunächst zum Hauptbahnhof, dann ich zurück zum ZOB (Busbahnhof). Letztlich fährt der Kleinbus mit Fahrradanhänger um 1215 am HBF ab und lässt mich am ZOB zusteigen. Ankunft in Dänemark - Hanstholm ca. 1640. Zum Schalter der Fährlinie, um das noch nicht existente Rückfahrticket zu erstehen. Erfolglos. Bankomat (dänische Kronen für die Färöer Inseln) und Hafencafé. Dort WM-Viertelfinalspiel ENG-POR (0:0, POR nach Elfmeterschießen weiter). Danach langwieriges Einschecken für die Norrøna, das wöchentlich verkehrende Fährschiff der Smyrilline nach Island. Ca. 2130 an Bord. Im Fernsehraum Viertelfinalspiel FRA-BRA (1:0), danach an Deck. Etwa ab Mitternacht Nachtruhe im zugewiesenen Couchette (Liegebett in einer 6er- bzw. 9er-Kabine unter Deck). An Bord funktionierendes Handynetz CC 901 NC 12.
RAD: 17 km - FZ 2:02 - Ø 8,3 - MAX 33,1
So, 2.7.: Nach spätem Aufstehen und Duschen in den relativ geräumigen Sanitäranlagen Frühstück im Selbstbedienungs-Café der Fähre, danach an Deck. Meist kaltes, graues Wetter. Vorbeifahrt an mehreren Bohrinseln. Lesen (Frederic Morton, Ewigkeitsgasse) und Vorbereiten auf die Färöer-Inseln. Delphine vor der Passage der zu GB gehörenden Shetland-Islands. Ohne Stopp weiter. Packen und Lesen in der Kabine ab ca. 2000.
RAD: -
Mo, 3.7.: Ca. 515 (Zeitverschiebung zur MESZ -1) Ankunft auf den Färöer-Inseln in Tórshavn (Insel Streymoy), der Hauptstadt der zu Dänemark gehörenden, aber selbst verwalteten Färöer. Da die Fähre inzwischen nach Bergen (Norwegen) und über Lerwick (Shetland) wieder zurück fährt, drei Tage Aufenthalt. In dieser Zeit kühles, aber immer besser werdendes Wetter. Ca. 700 Verlassen des Schiffes. Auf der Suche nach einer Bäckerei rund um Tórshavn, schließlich Frühstück vor einem Bäckerei-Supermarkt in Hafennähe. Im Touristenbüro Information über die Einstellung der Fähre nach Toftir, daraufhin notwendige Änderung der ursprünglich geplanten Radroute. Zunächst jedoch ins Headquarter von Smyrilline. Tatsächlich ist eine Rückfahrt zum erwünschten Termin plötzlich möglich, wenn auch tagsüber kein Couchette mehr frei ist. Ca. ab 900 Fahrt nach Vestmanna (Insel Streymoy) über die Bergstraße Nr. 10. Am Scheitelpunkt des ersten Fjordes erste und einzige Panne der gesamten Reise (eine ausgerissene Gepäckträgerschraube am Rad von Christian muss ersetzt werden). Weiter auf der großteils gebirgigen und steilen Strecke in das Dorf Kvikvik. Ankunft in Vestmanna ca. 1315. Essen im empfehlenswerten Restaurant Fjörnkrógrin im Gebäude der Touristeninformation. Danach um 200 DKK (incl. Kaffee) zweistündige Bootsfahrt nach Vestmannabjörgini (Vogelfelsen, Klippen, befahrbare Grotten und Felsschluchten). Einquartierung um 450 DKK im Kráknreiðrið (= Krähennest; Oberstock eines Bootshauses mit Blick auf den Hafen). Ortsrundfahrt mit dem Rad, Supermarkt. Abends Fernsehen und Lesen.
RAD: 45 km - FZ 3:25 - Ø 13,2 - MAX 65,1
Di, 4.7.: Nach dem Frühstück (Buffet) um ca. 915 zurück nach Kvikvik und über Kollafjørður nach Hvalvik. Dort bei der ältesten Holzkirche der Färöer-Inseln Mittagspause. Danach ins Saksuntal. In Saksun am Talschluss (Blick auf den zurückgewichenen Fjord) Besuch des Freilichtmuseums. Danach das Sacktal zurück und weiter über die "einzige Brücke über den Atlantik" (über den Sundini) auf die Insel Eysturoy. Quartier im Hotel Lonin in Eiði im Norden des Sundini (mit 600 DKK das teuerste der Reise). Abends WM-Halbfinale DEU-ITA (0:2)
RAD: 75 km - FZ 4:35 - Ø 16,3 - MAX 61,2
Mi, 5.7.: Mit vielen Photostopps und Vogelbeobachtungen nach dem Frühstücksbuffet über Kollafjørður auf der Straße Nr. 50 durch den Tunnel nach Tórshavn. Verspätetes Mittagessen im Café am Yachthafen. Danach (in der öffentlichen Bibliothek nahe der Touristeninformation frei verfügbares) Internet. Supermarkt. Vor dem neuerlichen Einchecken Besichtigung der Festungsanlagen der Stadt nahe der Landungsbrücke. Um 1800 pünktliche Abfahrt der Norrøna Richtung Island. Da gute Sicht herrscht, spektakuläre (Halb)umrundung der Färöer-Inseln gegen den Uhrzeigersinn. Passage zwischen den Inseln Svínoy und Fugloy vorbei am angeblich höchsten Kap der Welt in den Nordatlantik. Abends im Fernsehraum WM-Halbfinale BRA-FRA (0:1).
RAD: 56 km - FZ 3:31 - Ø 15,9 - MAX 57,4
Do, 6.7.: Pünktliche Ankunft der Norrøna in Island um 800 (Zeitverschiebung zur MESZ -2) bei gutem Wetter (11° C, immer wieder sonnig) in Seyðisfjörður (Ost-Island). Bankomat (dort Informationsaustausch mit pensioniertem Wiener Ehepaar, das zum zweiten Mal zwei Wochen mit dem Auto unterwegs sein wird). Frühstück an den Tischen des Supermarktes (Kaffee frei). Ab ca. 1030 auf der Straße Nr. 93 in etwas mehr als 11/2 Stunden auf den Pass zur Schutzhütte in 611 m Seehöhe. Danach in Egilstaðir auf die Ringstraße (eine meist asphaltierte, erst 1974 fertiggestellte Rundverbindung mit der Nr. 1) und diese gegen den Uhrzeigersinn weiter. In Fellabær um 1200 ISK Mittagsbuffet im Restaurant Hetjan neben der Tankstelle. Weiter bis Skjöldólfsstaðir, einer ehemaligen Schule mit frei zugänglichem Schwimmbad. (Alle Becken in Island sind warm, zusätzlich gibt es über 40° heiße Hottubes.) Hier Schlafsackunterkunft (sb-acc. = sleeping bag accomodation) um 1500 ISK. Abends gehaltvolle isländische Lammfleisch-Gemüsesuppe mit Brot und Wasser (900 ISK).
RAD: 82 km - FZ 5:02 - Ø 16,4 - MAX 61,2
Fr, 7.7.: Nach frugalem Frühstücksbuffet ca. ab 800 auf der Ringstraße (neue Variante), zunächst auf einem der wenigen noch nicht asphaltierten Stücke, bei wolkenverhangenem Wetter und starkem Wind weiter. Immer wieder, zunächst leichter, später stärkerer Regen, zunehmende Kälte, anhaltender Gegenwind. Am Vormittag Besichtigung des an der Straße liegenden verfallenen Gehöfts Ármótasel, danach ereignislos (auf 80 km gibt es nichts, nicht einmal einen Pfosten, um das bepackte Rad anlehnen zu können) weiter. Mit letzten Kräften und völlig durchnässt eine 4 km lange Stichstraße (äußerst schlechter Zustand) zum Gehöft Grimsstaðir. Dort um ca. 1615 Aufwärmen unter Schüttelfrost und Quartiernahme in Grímstunga 1 (im Zimmer gemeinsam mit zwei deutschen Brüdern - Lehrer und Holzhändler -, die mit Motorrädern unterwegs sind; 5400 ISK für sb-acc. + Abendessen + Frühstück).
RAD: 83 km - FZ 6:47 - Ø 12,2 - MAX 40,4
Sa, 8.7.: Nach ausgiebigem Frühstücksbuffet (an dem auch der ehemalige Finanzminister der Republik Österreich und jetzige Präsident des Fußballklubs Rapid Wien, Rudolf Edlinger, der dort seinen Urlaub verbringt, teilnimmt) ca. ab 830 bei relativ gutem, jedenfalls trockenem Wetter (+2°, kaum Wind) zurück zur Ringstraße und dort Richtung Mývatn (= Mückenwasser). Auf dem Weg Besichtigung der aktiven geothermalen Felder Hverarönd am Námafjall. Danach kleiner Pass. Kurzer Aussichsstopp auf der Abfahrt zum Mývatn. In Reykjahlið (dem ersten Ort seit dem ca. 180 km entfernten Fellabær) in die Tourismusinformation. Sb-acc. auf dem Campingplatz Hlið (1500 ISK). Ohne Gepäck in den Supermarkt des Ortes und danach zurück zu den erst 2004 eröffneten etwa 4 km entfernten Mývatn Nature Baths (ca. 40° heiße Lagunen mit angeschlossenem Dampfbadkomlex). In der Unterkunft um ca. 1800 von Christian gekochtes Abendessen, danach in das Hotel Reykjahlið zur Übertragung des WM-Spiels um den 3. Platz, DEU-POR (3:1).
RAD: 57 km - FZ 3:31 - Ø 16,2 - MAX 53,9
So, 9.7.: In der Früh wieder Regen. Trotzdem nach einigem Zuwarten ab 900 Fahrt nach Akureyrí. Bis auf die letzte Stunde immer wieder Regen, 3° bis 8° C, relativ wenig Wind (also für isländische Verhältnisse recht annehmbares Wetter). Auf der Ringstraße zunächst am Mývatn entlang. Halt an den Pseudokratern bei Skútustaðir. Erfolgreiches Aufwärmen und Mittagessen im Tankstellenrestaurant von Laugar zusammen mit einem deutschen und einem Vöcklabrucker Paar, die mit überbauten Pickups unterwegs sind. Am Nachmittag Besichtigung des Goðafoss (foss = wie im Norwegischen Wasserfall). Weiterfahrt an das Tagesziel. Erst ab der Abfahrt zum Eyjafjörður teilweise Sonne. In Akureyrí zur Touristeninformation, um Busverbindungen für die für morgen geplante Kjölur-Route ausfindig zu machen. Danach Einchecken im Storholt Hostel (sb-acc. um 2200 ISK) im letzten Moment: durch eine Fehlinformation in den Unterlagen beginnt das WM-Finale (ITA-FRA 1:1 n. 90 min und V.; ITA siegt im Elferschießen) eine Stunde früher als erwartet in diesem Augenblick. Der Rezeptionist ist daher über den mehrminütigen Arbeitsanfall etwas ungehalten. Nach dem letzten Elfmeter in die Stadt (Photos, Supermarkt, Hafen).
RAD: 115 km - FZ 6:31 - Ø 17,6 (18,5 bei der Stadteinfahrt) - MAX 53,6
Mo, 10.7.: In der Früh zum Busterminal (Internet, Verzehr des mitgebrachten Frühstücks) und ab 840 mit einer der isländischen Busgesellschaften zunächst auf der Ringstraße (Stopp in Varmahlið) und beim Hof Ártún links ab auf die Kjölur-Hochlandroute. Mehrere Photostopps und halbstündiger Aufenthalt bei den geothermalen Feldern von Hveravellir. Weiter auf dem südlichen Teil der Route. Sichtung von mehreren durch Moskitonetze geschützten Personen. Verlassen des Busses am Gulfoss. Besichtigung des Wasserfalles in mehreren Ebenen. Ab da Regen und mit dem Rad einige Kilometer weiter zum Geysir (dem namengebenden Heißwassersprudel am Rande der Straße, der aber im Gegensatz zu seinem benachbarten kleineren "Bruder" Stokkur nur vor sich hinqualmt). Auf Grund der Witterung Pause im Geysir-Centre. Bei sich leicht besserndem Wetter weiter nach Laugarvatn. Schlafsackunterkunft im neuen Haus des Dalsel Hostels um 2800 ISK im Doppelzimmer. Supermarkt. Abends im Hottube im Garten des Hotels.
RAD: 43 km - FZ 2:35 - Ø 16,7 - MAX 42,8
Di, 11.7.: Regen. Nach dem Frühstück Warten auf bessere Zeiten, die aber nicht kommen. Daher ca. um 1000 Fahrt über die steile, unasphaltierte und regenlochdurchsetzte Verbindungsstraße nach Þingvellir (seit 2004 UNESCO-Welterbe; vgl. Webseite). Dort im Besucherzentrum Aufwärmen. Kaffee und Snacks. Dann im Regen weiter zur unteren Hälfte des geologisch (Bruchstelle zwischen amerikanischer und europäischer tektonischer Platte) und historisch (hier tagte schon um 930 das erste gesetzgebende und gerichtsverfahrende Alþing, das älteste kontiuierliche demokratische Parlament weltweit, hier wurde am 17.6.1944 der Staat Island ausgerufen) bedeutsamen Tals. Besichtigung der Kirche und des Lögbergs (Berg, an dem der Lögsögumaður - oberster Sprecher - tätig wurde) und der Almannagjá (= Allmänner-Schlucht) von unten. Zurück zur Abzweigung und auf der Straße nach Reykjavik zum Informationszentrum oberhalb des Lögbergs. Ansehen der Multimediashow, währenddessen leichte Wetterbesserung. Spaziergang durch die Almannagjá zum Öxaráfoss bei zunehmendem Aufklaren. Danach Weiterfahrt nach Reykjavik noch einige Zeit lang wieder im Regen. Abendessen bei KFC in Mosfellsbær. Dahinter gleich wilde, vierspurige, wegen z.T. rücksichtsloser Fahrweise mancher Autolenker gefährliche Stadteinfahrt von Reykjavik. Zum ersten und einzigen Mal viel Verkehr. Gegen 2030 Einchecken im Garður Inn oberhalb des kleineren Teils des Tjörn (sb-acc. zunächst im geräumigen Dachboden-Schlafsaal incl. reichhaltiges Frühstücksbuffet um 2300 ISK). Abends Radbesichtigungsrundfahrt durch die Stadt (Hafen, Zentrum, Hallgrímskirkja mit Denkmal von Leif Eiriksson, der als "Entdecker" Amerikas gilt). Bier im Café Paris.
RAD: 96 km - FZ 5:39 - Ø 16,9 (18,2 bei der Stadteinfahrt) - MAX 55,8
Mi, 12.7.: Nach dem Frühstück zur Stadtinformation wegen eventueller Whale Watching Tour, die aber wegen zu starken Sturms an diesem Morgen nicht stattfinden kann. (Ansonsten herrscht jedoch gutes Wetter.) Internet. Danach zur Hallgrímskirkja. Besteigung des Glockenturms, der eine beeindruckende Aussicht bietet. Weiter zum modernen Monument Perlan, einem in Verbindung mit mehreren je vier Millionen Liter fassenden Heißwassertanks der Stadt entstandenen Besucherzentrum auf einem Hügel oberhalb des Flughafens (gute Aussicht) mit Restaurants (dort Kaffee und Kuchen) und einem künstlichen Geysir. Danach Besorgung der Tickets für die morgige Busfahrt. Zum Hafen: Auskunft, dass auch die mittägliche Walsafari entfällt. Essen im Hressingarskálinn (empfehlenswert und nicht übertrieben teuer). Zurück zum Hafen. Da die Aussichten auch für den Abend nicht besser sind, einstündige Bootsfahrt zum Puffin Island (Insel der Papageientaucher) bei sehr rauer See. Relativ wenige gute Photopositionen bei sehr vielen Papageientauchern. Nach der Rückkehr zum Quartier und dort um eine Nacht verlängert. Diesmal zum gleichen Preis in einer zum Doppelzimmer umfunktionierten Abstellkammer. Supermarkt gegenüber dem Hressingarskálinn. Um 2000 zur einstündigen Volcano Show im Privatkino der Filmemacherfamilie Knudsen (Osvaldur, Sohn Vilhjálmur und Enkel, der den Kinobetrieb aufrecht erhält), die seit Jahrzehnten Vulkanausbrüche filmt. Vilhjálmur ist persönlich anwesend und leitet mit einigen Worten ein. Danach Bier im Café Rosenberg (Live-Musik; zufälliges Zusammentreffen mit Christian, der sich inzwischen eine Theateraufführung angesehen hat).
RAD: 23 km - FZ 2:04 - Ø 10,9 - MAX 36,8
Do, 13.7.: Nach dem Frühstück über den Radweg zum Busbahnhof und knapp nach 830 mit dem Bus über Selfoss und Helli auf die Hochlandroute nach Landmannalaugar. Bei gutem, teilweise sonnigem Wetter links um den immer wieder, wenn auch nicht zur Zeit aktiven Vulkan Hekla herum. Ab 1245 längere Pause in Landmannalaugar. Besteigung eines Aussichtspunktes hinter dem Zeltlager, danach Baden in einem kleinen See, in den Bäche unterschiedlicher Temperaturen münden, sodass man sich den angenehmsten Aufenthaltsort zwischen ca. 30° bis 45° suchen kann. Danach Kaffee in zu mobilem Supermarkt bzw. Restaurant umfunktionierten alten Reisebus. Nach Wechsel des Busses ab 1430 Weiterfahrt auf die andere, südöstliche Seite zur Eruptionsspalte Eldgjá, dem größten, aber wenig spektakulären Spaltenvulkan der Erde (40 km lang, 600 m breit). Einstündiger Stopp für einen halbstündigen Spaziergang zur Besichtigung des Ófærufoss, der bis 1993 von einer natürlichen Basaltbrücke umrahmt war, die dann durch Frosteinwirkung weggesprengt wurde. Ca. 1830 Ankunft in Kirkjubæjarklaustur. Erste Regentropfen beim Besteigen der Räder. Nach einigem Hin und Her (das empfohlene Hotel Klaustri in der Schule hat inzwischen geschlossen, der von seinen Besitzern einige Kilometer entfernt an der Straße Nr. 203 nunmehr betriebene Beherbergungsbetrieb und alle anderen Unterkünfte sind "fully booked") Einchecken auf dem Campingplatz Kirkjubær II (600 ISK / Person) und zum ersten Mal Aufstellen des mitgeführten Zeltes. Knapp vor 2000 noch in den Supermarkt des Ortes. Abendessen in der Campingplatzküche. In der Nacht Regen.
RAD: 12 km - FZ 1:03 - Ø 11,2 - MAX 29,2
Fr, 14.7.: Windgepeitschter Dauerregen bei höchstens 10° C. Frühstück und Abwarten. Telephonat mit Smyrilline Kiel: Bustransport von Hanstholm nach Flensburg geregelt. Um 1015 pessimistische Abfahrt Richtung Osten. Nach 8 km wegen Aussichtslosigkeit des Unternehmens Abbruch in Hörgsland, einer Feriencampingdorfsiedlung an der Ringroad. Dort alles verschlossen, nur ein offener Holzverschlag neben einem WC bietet einen kleinen Unterstandsraum, in den auch die Räder passen. Die nächsten Stunden dort erfolgloses Trocknen, bis das zugehörige Restaurant um 1400 aufsperrt. Sandwiches, Kaffee und Kuchen. Die Ankündigung, dass eine der Holzhütten frei werde, wird wieder zurückgenommen. Daher letztendlich als einzige verbliebene Möglichkeit (die telephonische Anfrage der wenigen anderen Unterkünfte Richtung Osten verlief durchgehend negativ) auf den Rädern zurück nach Kirkjubæjarklaustur und nach einiger Beratung Entschluss, die für heute geplante Etappe mit dem Abendbus zu erledigen. Mit zwei Slowaken Warten im Tankstellenrestaurant. Wiederbegegnung mit dem Vöcklabrucker Paar vom 9.7. Wetterbedingt verspätet mit dem Bus (derselbe Fahrer wie am Vortag) nach Skaftafell und dort erneut Zeltcamping im Regen am Nationalparkeingang. Franzosen singen sich in die Nacht (Nationalfeiertag!)
RAD: 18 km - FZ 1:16 - Ø 14,6 - MAX 35,6
Sa, 15.7.: Nach nasser Nacht auf Betreiben von Christian Aufstehen noch vor 430, da der Regen aufgehört habe. Verlust des Fahrradcomputers (alle Daten ab heute basieren auf Christians Gerät; wiedergefunden erst in Wien in den Tiefen einer der Packtaschen). Noch vor 600 unter dunklen Wolken Abfahrt auf der Ringstraße nach Osten. Tatsächlich entwickelt sich nach der ersten Fahrstunde herrliches, sonniges, wenn auch kaltes Wetter. Bis auf die letzten 15 km Rückenwind, daher zum ersten Mal das Gefühl guten Vorankommens. Bei einem Photostopp von einem Greifvogel attackiert, der offenbar in seinem Brutverhalten gestört wurde. (Dreht nach zwei knapp über den Kopf geführten, weit ausholenden Angriffsflügen wieder ab.) Noch vor 900 an der mit Eisbergen übersäten Jöklasel-Lagune. Etwa halbstündige Fahrt mit einem Amphibienfahrzeug über den Jökulsárlón (2200 ISK) Während der Fahrt Einführung in die Eiskunde (1000-1500 Jahre alt, Verweildauer in der Lagune 5-7 Jahre, Wassertemperatur 2° bis 5° C, Farbe Weiß entsteht durch Drehung, Schwarz durch Vulkanasche etc.). Danach im Restaurant Aufwärmen und Frühstücken. Beim Vorgehen zum Meeresstrand, wo die Eisberge an- und zurücktreiben, die endlich getrockneten Schuhe durch eine übersehene hohe Welle wieder durchnässt. Ab etwa 1030 Weiterfahrt. Ohne größere Aufenthalte nach Nesjarhverti. Dort an der Tankstelle Joghurt, Cola, Kaffee und Kuchen. Ca. 1600 Ankunft in Höfn. Einquartierung im Jugendhotel Nýibær HI Hostel (2200 ISK sb-acc. allein im Viererzimmer mit Dusche und WC). Nachmittags in der Sonne Trocknen (v. a. das Zelt), neu Verpacken. Supermarkt. Abendessen in der Unterkunft. Danach Spaziergang zum Fischerei- und Seefahrtdenkmal hinter dem Hafen. Sehr windig, hohe Brandungswellen, viele Vögel. Danach Fernsehen, Nachspeise.
RAD: 136 km - FZ 6:36 - Ø 20,6 - MAX 63,4
So, 16.7.: Nach dem Frühstück im zugehörigen Gästehaus Hvammur (850 ISK) Zuwarten wegen leichten Regens. Internet. Ca. 1000 Abfahrt bei ganztägig traumhaftem, sonnigen und erstmals auch einigermaßen warmem Wetter. Ohne Aufenthalte (bis auf Photostopps) ins Ortsgebiet von Stafafell. Dort Mittagspicknick auf Aussichtsfelsen oberhalb der Straße. Nachmittags auf teilweise unbefestigter Straße immer spektakulär an der Küste entlang nach Djúpivogur. Dort um 1800 über Vermittlung des einzigen Hotels Framtið Unterbringung in einem Klassenraum der Schule über der Stadt, der im Sommer als Schlafsaal genutzt wird. Supermarkt. Abendessen am Katheder. Spaziergang zum Sendemast auf den Aussichtsberg hinter der Schule, hinunter zum Hafen und wieder zurück.
RAD: 104 km - FZ 6:14 - Ø 16,8 - MAX 50,4
Mo, 17.7.: Nach dem Frühstück im Klassenzimmer Abfahrt um 900 die Fjorde, zunächst an der Ringstraße, - teilweise ohne Asphalt - entlang. Wetter bewölkt, aber (schon den dritten Tag!) regenfrei. Kühler als gestern. Auf dem Damm vor Breiðalsvik Sprinteinlage wegen eines angreifenden Hundes.  Kleine Rundfahrt in der Stadt. Mittagspause kurz danach im von deutschen Auswanderern geführten Café Margret. Danach Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. Im 18 km entfernten Stóðvarfjörður ist die dort als Touristenunterkunft bereitstehende Kirche (sb-acc. neben dem noch enthaltenen Altar) bereits voll. Daher 26 km weiter nach Fáskruðsfjörður, wo das einzige Hotel ausgebucht ist. Durch den neuen Tunnel 20 km weiter nach Reyðarfjörður. Dort vergeblicher Versuch, eine Kontaktperson für die verschlossenen Campinghütten aufzutreiben. Hotel zu teuer, aber das nirgendwo erwähnte Arbeiterheim Targæsen zwischen Esso-Tankstelle und Kirche bietet eine Unterkunft im bezogenen Zweibettzimmer mit üppigem Frühstück um 3500 ISK. Essen im Zimmer, abends Bier im angeschlossenen Restaurant.
RAD: 134 km - FZ 8:03 - Ø 16,7 - MAX 63,7
Di, 18.7.: 730 (Buffet)frühstück. Nach Verlängerung der Unterkunft um einen Tag (durch das trotz Wetterunbill gute Vorankommen ist schon abzuschätzen, dass eingeplante Ersatztage nicht mehr benötigt werden) Ruhe- und Besichtigungstag. Wetter wie gestern, aber tw. sogar etwas sonnig. Am Vormittag über einen relativ steilen Pass nach Ekisfjörður, vorbei an weiteren Arbeiterwohnsiedlungen und der gerade (2005-2007) am Meeresufer entstehenden ALCOA-Aluminiumfabrik, dem zusammen mit den dafür später benötigten umstrittenen Hydropower-Anlagen größten jemals in Island gestarteten Projekt (Strommasten, umgeleitete Flüsse etc.). In Ekisfjörður Besichtigung der Fischmehlfabrik Eskja (kostenlose Privatführung durch das Betriebsgelände mit Auffahrt auf den höchste Silo durch einen Angestellten). Danach Mittagessen im Restaurant der Shell-Tankstelle. Ab 1315 Besichtigung des Fischerei- und Heimatmuseums (Sjóminjasafn Austurlands Eskifiði) im ältesten Haus des Ortes, der Gamla Buð. Nach der Rückkehr nach Reyðarfjörður Besuch des dortigen Schwimmbades. Lange im Hottube. Kurze Kreislaufdekompensation von Christian. Danach Supermarkt. Kauf einer Regenhose. Abendessen auf dem Zimmer, Packen für morgen.
RAD: 35 km - FZ 2:34 - Ø 13,6 - MAX 64,8
Mi, 19.7.: Nach dem Frühstück ab 830 über einen relativ langen, aber nur mäßig steilen Pass nach Egilstaðir. Wetter nass, wolkenverhangen, aber ohne Regen. 5°-10° C. Zu Mittag auf dem Campingplatz von Egilstaðir trotz der morgigen Norrøna-Abfahrt durch Zufall zwei Plätze in einer Viererhütte als sb-acc. (2300 ISK) bekommen. (Die anderen zwei Plätze teilen sich eine Isländerin und zwei Däninnen.) Zur Sicherheit morgige Busverbindungen nach Seyðisfjörður gecheckt (915 ab Campingplatz). Zum Mittagessen nach Fellabær, doch das Restaurant vom 6.7. ist geschlossen. Daher weiter zum sehr reichhaltigen und vielfältigen Mittagsbuffet (1500 ISK) im Café Nielsen knapp unterhalb der Shell-Tankstelle. Danach Einrichten auf dem Campingplatz (die Hütte ist inzwischen gesäubert und frei). Nachmittags länger ins (Gratis)-Internet der Stadtbücherei im Minjasafn Austurlands und weiter zum Besuch des Schwimmbades. Danach Supermarkt. Kauf einiger Mitbringsel. Essen in der Campinghütte. Ab Abend Regen.
RAD: 46 km - FZ 3:08 - Ø 14,7 - MAX 63,4
Do, 20.7.: Irrtümlich schon vor 500 geweckt. Nach Konsumierung einer Banane ab 530 bei kaltem (0°-5° C), aber noch trockenem Wetter auf den über 600 m hohen und tw. steilen Pass nach Seyðisfjörður. Nebel und ab der Passhöhe immer stärker werdender Regen, der erst um 930 aufhört. Ein Aufwärmen nach der kalten Abfahrt im Supermarkt ist erst um 900 möglich. Dort Frühstück wie am 6.7. Danach in einige Handwerksläden. Übrig gebliebene ISK werden in Pullover investiert. Die Norrøna trifft mit über zwei Stunden Verspätung ein. Wiederbegegnung (auch immer wieder an Bord) mit dem österreichischen Ehepaar vom 6.7. Einchecken vor 1130, Bordgang gegen 1300. Mit etwa 21/2stündiger Verspätung Abfahrt gegen 1430. Im Kino der Fähre den entbehrlichen Robin Williams-Film "R.V." gesehen. Delphine. Abends Lesen.
RAD: 32 km - FZ 2:38 - Ø 12,2 - MAX 56,3
Fr, 21.7.: Frühstück im Smyril-(SB)-Café. Ankunft in Tórshavn gegen 700. Landgang. Zweites Frühstück aus dem Bäckerei-Supermarkt am Yachthafen. Nach neuerlichem Bordgang Räumung des Couchettes (bis Lerwick ohne). Abfahrt kurz vor 1000. An Bord Lesen, Essen, Lesen. Ankunft in Lerwick gegen 2110. Seehunde im Hafenbecken. Kurz über das Fahrzeugdeck auf das Festland. Ab 2300 (statt 2130) Weiterfahrt der Norrøna. Zuweisung neuer Couchettes durch Rezeptions-/Informationsdesk des Schiffes.
RAD: -
Sa, 22.7.: 730 Aufstehen. Frühstück im Café mit dem Wiener Ehepaar. Danach an Bord hauptsächlich Lesen und Essen. Wieder Delphine. Am Nachmittag im Fernsehraum Live-Übertragung des entscheidenden Zeitfahrens der Tour de France. 1715 Ortszeit Ankunft in Hanstholm. Nach längerem Warten Aussteigen und mit dem Bus der Smyril-Line bis 2300 nach Flensburg. Ab 2330 mit dem Zug Richtung Kiel.
RAD: 1 km - FZ 0:08 - Ø 7,5 - MAX 18,9
So, 23.7.:

Um 035 Ankunft in Kiel. Vor dem Umsteigen eine kurze Runde durch die Stadt in Bahnhofsnähe. McDonald's. Ab 125 Weiterfahrt nach Hamburg. Ankunft vor 300. Radrunde um die Außenalster. Zwischenzeitliche Schlafversuche auf einer Parkbank an der Alster gegenüber der amerikanischen Botschaft werden von warmem Sommerregen verhindert. Wetter tagsüber aber sonnig, ca. 30° C. Zwischen 445 und etwa 700 Besuch des sonntäglichen Fischmarktes. Interessante Mischung aus Nacht- und Frühmenschen, Ausgehenden und Einkaufenden. Frühstück in der Haifisch-Bar. Weiter ab 745 über Fischereihafen, Reeperbahn zum Rathaus. Auf einer Bank an der Binnenalster eine Stunde Schlafen. Um 1000 zum Hauptbahnhof, Kauf einer SZ. Zum Rathaus, Lesen. Um 1200 kleines Mittagessen bei Frau Möller (Lange Reihe). Idee einer nachmittäglichen Fleetrundfahrt mangels Unterstellmöglichkeit für die bepackten Räder wieder verworfen. Stattdessen in die Godira Chocolatier unter den Alsterarkaden (Kaffee, Eis). Danach in einem großen Bogen um den Fernsehturm zur Binnenalster. Beobachten des Golf-Events Beat the Pro, bei dem möglichst genau auf ein in der Alster verankertes Green gezielt werden muss. Kurzer Nachmittagsschlaf auf einer Bank. Vor 1700 zu Burger King in der Mönckebergstraße (Milkshake). Danach weiter ziellos durch die Stadt zum Rathausplatz und in einer verwinkelten Runde zum Hauptbahnhof. Abfahrt nach Wien um 2031.
RAD: 41 km - FZ 4:24 - Ø 9,3 - MAX 26,8

Mo, 24.7.: Nach angenehmer Nacht (jeweils allein in einem 4er-Abteil in offenem Wagen) und Lesen Ankunft in Wien-Westbahnhof mit ca. einstündiger Verspätung knapp vor 1000. Mit dem Rad nach Hause. Wetter sonnig und heiß.
RAD: 5 km - FZ 0:20 - Ø 15,0 - MAX 28,7
Gesamt: RAD: 1264 km - FZ 81:15 h - Ø  15,556923076923076923076923076923 km/h - MAX 65,1 km/h

 

 

 


Fragen und Kommentare an thomas.knob@chello.at

 


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