Diese Seite ist Teil der Homepage von Thomas Knob aus Österreich. - Letzte Änderung 3.7.2017

 


 

ITINERARIO SOMMER 2006-2
(Ruwenzori-Trekking - Safaris)

 

Pflanzen im Ruwenzorigebirge (Copyright © 2006 Thomas Knob. All rights reserved.)

 

So, 6.8.: Berg-, Trekking- und Safarireise (Teilnehmer: in Griechenland lebender Bergführer Andreas Serafim, Günther, Heinz, Willi und ich), organisiert von Hauser Expeditionen bzw. den Partneragenturen Kabarole Tours bzw. Wild Frontiers.
Um 1530 pünktlicher Abflug mit den Emirates nach Dubai. Ankunft vor 2300 Ortszeit (MESZ+2h). Während des Fluges Buch Mein Uganda von Dolores Bauer. Als Transitpassagier ohne Hotel Gratisgetränk im Emirates-Restaurant.
Mo, 7.8.: Kurze Nacht im Transitbereich. Kaum Schlaf. Erlernen der 10 arabischen Ziffernbezeichnungen aufgrund der ununterbrochenen Flugnummerndurchsagen. Gratisfrühstück im Emirates-Restaurant. Ca. 830 pünktlicher Weiterflug. Zwischenlandung in Addis Abeba, ohne das Flugzeug zu verlassen. Von 1100 (MESZ+1h) bis 1245 (MESZ+1h) weiter nach Entebbe, dem größten ugandischen Flughafen in der Nähe der Hauptstadt Kampala. (Bekannt geworden durch die bei dubioser Rolle Idi Amins 1976 dorthin von arabischen Terroristen entführte und von israelischen Einsatzkräften befreite Maschine.) 24° C, Regen. Abgeholt von einem matatuähnlichen (= ugandischer Sammeltaxibus) Gruppenbus der Partneragentur Kabarole Tours nach Kampala zum Geldwechseln im Hotel Grand Imperial. Gegen 1730 Einchecken im geschmackvoll im Landhausstil eingerichteten Hotel Le Bougainviller (Plot 1-7 Katazamiti Road), das von einem Franzosen geführt wird. Ruhen. 2000 Abendessen (Nilbarsch, bei uns als Viktoriabarsch bekannt; Anm.: immer, wenn vom Nilbarsch die Rede ist, könnte auch der kleinere Buntbarsch Tilapia, bei uns Petrusfisch, gemeint sein. Beide Arten wurden vor ca. 50 Jahren im Viktoriasee ausgesetzt, was durch deren Dominanz zu einer Faunenverfälschung zu Ungunsten der einheimischen Arten führte). Tageshelligkeit am Äquator etwa von 700-1900.
Di, 8.8.: Etwas wärmer, tw. sonnig. 740 Frühstück. Zunächst Besorgung der für die Trekkingtour notwendigen Permits in einer in Kampala eingerichteten Zentralstelle, die einen genauen Überblick über alle zu einem bestimmten Tag im Nationalpark Ruwenzori erwarteten Touristen hat, und Kauf der Verpflegung für die geplante Tour in zwei Supermarkets. Ca. 1030 auf großteils guter Straße (bis auf die Schlaglöcher in Kampala und kurz danach; allerdings viele Baustellen, da die Queen beim für November 2007 geplanten Commonwealth-Treffen gute Straßen vorfinden soll) und relativ wenigen, unkomplizierten Polizei-Checkpoints Abfahrt Richtung Ruwenzori. Wälder, Papyrus, ausgedehnte Teefelder (Die Stauden werden alle sieben Tage geerntet und alle drei Jahre zurückgeschnitten). Ca. 1300 Mittagspause mit ugandischen Spezialitäten (Matoke = Bananenbrei, Kaúnga = eine Art Porridge, Kassawa = Yam, etc.) in Mubende im Simna Highway Inn. Um ca. 1600 kurzer Stopp im Hauptquartier von Kabarole Tours  in Fort Portal (Kauf von Mitbringseln). Weiter auf tw. noch unfertiger Straße nach Kasese. Um 1800 Einchecken im Hotel Margharita etwas außerhalb der Stadt. Um 1815 mit dem Bus und der Tourköchin auf den Markt, um Obst und Gemüse zu besorgen. 2000 Abendessen im Hotel (Nilbarsch), danach Packen für den Ruwenzori. Abends und nachts Regenfälle.
Mi, 9.8.: Nach dem Frühstück ab ca. 800 in einer Dreiviertelstunde (nach einem Verhau) zum 1615 m hoch gelegenen Hauptquartier von RMS (Rwenzori Mountain Services) in Nyakalengija. Dort Registrierung, Abwägen des Gepäcks (Nachzahlen, da im Preis nur je 12 kg enthalten sind). Begleitet von drei Local Guides (Esra, Johnson + Hilfsguide) um 1130 Abmarsch, zum Teil parallel mit einer dreiköpfigen deutschen Geologengruppe (Rike, Johanna, Andreas), die immer wieder Steinproben entnimmt, um die bisher ungeklärte Frage zu untersuchen, wieso im Rift ein derart hohes Gebirge steht, das nicht vulkanischen Ursprungs ist. Beim Nationalparkeingang neuerliche Registrierung. Kurz hinter dem Gate schwierige Umgehung einer durch einen Hochwasser führenden Fluss verlaufenden Wegstelle (Auf- und Abstieg direkt in den Urwald). Bei trübem Wetter, aber ohne Regen zur geräumigen Nyabitaba Hut (2600 m, 1600). Zweistündiges Warten auf die Träger. 2100 Abendessen vor der Hütte.
Do, 10.8.: 800 Frühstück vor der Hütte, danach Einsetzen von zum Teil heftigen Regenfällen, die erst gegen Ende der Tagestour aufhören. (Sensationellerweise aber der erste und einzige Regentag der Tour.) Ab 900 über schlechte, morastige, nasse Wege (Regenurwald, Bambus, Moos etc.) zur John Matte Hütte (3480 m). Dort um 1430 Suppe, um 1830 Abendessen.
Fr, 11.8.: 745 Frühstück, ab 845 in nicht ganz fünf Stunden auf die Bujukuhütte (3970 m). Wetter schön, tw. sonnig. Weg: Schlamm und knöchel- bis knietiefer Sumpf, vor allem im Lower und Upper Bigo Bog. Sichtung von Buschbock und Sunbird. Nachmittags Thunfischdosenjause in der Sonne vor der überbelegten Hütte. (Andreas und Günther schlafen zum ersten und einzigen Mal im Zelt.) Nach dem Abendessen unruhige Nacht.
Sa, 12.8.: 815 Frühstück bei durchziehenden Nebeln. Nicht allzu kalt. Knapp vor 930 in ca. drei Stunden auf die Elena Hut (4540 m). Wieder lange tiefer Sumpf, erst im oberen Bereich endlich fester Untergrund. Nachmittags sonnig. Ausruhen, während Andreas mit Johnson zum ersten Mal den Gipfel besteigt. Nach dem Abendessen kalte, zugige Nacht.
So, 13.8.: Bei Temperaturen um 0° um 600 Frühstück, ab 650 in 2:40 h Besteigung der Margharitenspitze (5109 m) über die Gletscher des Stanley-Plateaus. Schlüsselstelle (ca. 10 m senkrechte Felskletterei am letzten Gipfelaufbau, ausgesetzt über dem letzten steilen Gletscheraufschwung) durch Fixseile und zusätzlich durch Seilsicherung gesichert. Während des Auf- und Abstiegs (die Schlüsselstelle wird abgeseilt) großteils schönes, sonniges Wetter, freie Gipfel. Beim Betreten der Margharitenspitze großteils Nebel, der aber für kurze Zeit aufreißt. Ca. 1215 zurück auf der Elena Hut. Zu Mittag Omelette, und von 1415 bis 1630 über den Scott Elliot Pass (4370 m) zur malerisch an einem der beiden gleichnamigen Seen gelegenen Kitandarahütte (4025 m). Sonnig bis zum Abend. 1830 Abendessen, früh zu Bett.
Mo, 14.8.: Wetter zunächst neblig-kalt, später Aufklarungen und tw. sonnig. 730 Frühstück, ab 845 über den Freshfieldpass (4280 m) in nicht ganz fünf Stunden - über die bisher schlechtesten, tiefsten, sumpfigsten Wege - zur Guy Yeoman Hut (3450 m). Zu allem Überfluss / -druss beim Überqueren abgerutscht und in den Mubuku River gefallen. Nachmittag Ruhen. Kleidung schlammverschmiert, kaum mehr trocken zu bekommen. Andreas gibt Esra an einem nahen Felsen Kletter- und Boulderunterricht. Heinz krank, kann aber aus eigener Kraft absteigen. 1830 Abendessen.
Di, 15.8.: Am 7. Tag der Runde (es wurde kein Reservetag benötigt) ab 845 bei gutem, tw. sonnigem Wetter in gemächlichem Tempo bei zusehends abnehmendem Sumpf in 41/4 Stunden zur Nyabitaba Hut (s. 9.8.) Pause, Säubern, Wasser nachfüllen. Ab 1250 in etwas mehr als zwei Stunden zum RMS Headquarter in Nyakalengija. Auf dem Weg Auschecken am Gate. Nach der Guide-, Träger und Kochverabschiedung mit einem Matatu zum Hotel Margharita in Kasese. Biere und Organisation des morgigen (durch die Zusammenlegung der beiden letzten Etappen gewonnenen) Tages. Ausführliches Abendessen (Nilbarsch) ab 1900.
Mi, 16.8.: 645 Frühstück(sbuffet), ab ca. 750, abgeholt und gefahren von Richard Tooro, dem Chef von Kabarole Tours, Fahrt über den Äquator zum und durch den Queen Elizabeth National Park (Elephanten, Paviane, Schakale, zahllose Uganda Kobs, Wasserböcke, viele Vogelarten etc.). Zunächst bewölkt, dann sonnig. Mittagspause in der von einem Deutschen geführten Kingfisher's Lodge am Rande des Rifts mit Blick über den Park. Über eine Stunde Wartezeit für Getränke und aufgeschnittene Avocados. Weiter durch das Katunguru Gate zur Mweya Lodge, von wo um 1500 die zweistündige die Schiffsrundfahrt durch den natürlichen Kanal, der Lake Edward mit Lake George verbindet, startet. Guter Blick auf zahllose Tierarten (Elephanten, Büffel, Flusspferde, Nilwarane, zahllose Vogelarten etc.). Danach zurück zum Hotel Margharita (Bier, Gepäck verladen) und bis 2030 Fahrt nach Fort Portal. Einquartierung in dem von einer Holländerin geführten Rwenzori View Guesthouse. Köstliches Abendessen im wohnzimmerartigen Speisesaal des Hauses.
Do, 17.8.: 730 Frühstück, ab 900 Fahrt zum Lake Nkuruba Nature Reserve Camp und weiter nach Rwaihamba, wo am Dienstag Markttag ist. Wetter fast immer sonnig. Rundgang, danach Wanderung an verschiedenen Crater Lakes vorbei durch Felder, Pflanzungen (wie im ganzen Land hauptsächlich Bananen) Dörfer und Gehöfte hinunter zum Mahoma Wasserfall. Pause am Stützpunkt beim Lake Lyatonde. Von dort (Zeitnot) mit dem Auto abgeholt und zum Camp zurückgebracht. Mittagessen und von 1600 bis 1700 zurück nach Fort Portal. Post. Bier im Hotelgarten, Abendessen ab 2000.
Fr, 18.8.: Wetter unverändert. 600 Frühstück, ab 630 Fahrt zum Kibale Forest National Park zur Schimpansenbeobachtung. Ab 800 unter der Führung einer Wildhüterin stiller Rundgang durch den Urwald, in dem nur Vogelstimmen und Affengekreisch hörbar sind. Nach ca. anderthalb Stunden Entdeckung der Gruppe hoch oben in den (Feigen)bäumen. Einstündige (Photo)beobachtung. Danach Rückfahrt nach Fort Portal. Im Quartier Mittagessen und Verabschiedung von Andreas und Heinz. Umsteigen in einen Jeep von Wild Frontiers (Fahrer Hakkim). Zunächst Supermarkt in Fort Portal (Wasser, kleine Bananen). Ca. 1400 bis 1800 Fahrt über Kasese und bananenbepflanztes Hügelland nach Mbarara (Zentrum des hornmächtigen Ankole-Rindes). Noch mehr Menschen als sowieso üblich auf der Straße, da heute Zeugnistag in den Schulen und Markttag des Distrikt ist. Einchecken im Hotel Lake View Regency. Bis Sonnenuntergang Spaziergang zum (schon geschlossenen) alten Markt und auf der anderen Straßenseite wieder zurück. Abendessen gegen 2000.
Sa, 19.8.: Wetter: fast wolkenlos, angenehme Temperaturen. 720 Frühstück, ab 815 Fahrt über Kabale nach Kisoro. Dort ab 1315 Mittagspause im Traveller's Rest Hotel. Weiter über die Grenze nach Ruanda (1530; MESZ±0). Um 1600 Einchecken in der Gorilla's Nest Lodge in ca. 2330 m Seehöhe am Rande der Virungaberge, die über drei Länder hinweg (Uganda: Mgahinga Natinal Park, Kongo: Parc National des Virunga, Ruanda: Parc National des Volcans) den durchgehenden Lebensraum der - neben den nahe im Bwindi Impenetrable Forest lebenden - einzigen Berggorillas der Erde bilden (insg. ca. 800 Exemplare). Im Garten einige Kronenkraniche (Wappentier von Uganda). 1930 Abendessen.
So, 20.8.: Wieder sonnig und warm (um 30° C). In der Früh Hektik wegen angeblich über Nacht vorverschobenem Gorillatreffpunkt. 645 schnelles Frühstück, knapp nach 700 kurze Fahrt zum Headquarter des Parc National des Volcans. Dort Registrierung und Zuweisung zu einer der habituierten und daher besuchbaren Gorillagruppen (der aus 19 Mitgliedern bestehenden Group Thirteen). Danach mit dem Auto zum letzten anfahrbaren Stützpunkt und ab 830 in Begleitung eines Wildhüters, zweier bewaffneter Soldaten (vor einigen Jahren wurden Gorillatouristen im Bwindi von Rebellen ermordet; außerdem könnten Büffel oder Waldelephanten aufkreuzen) und von Spurensuchern (die schon in der Früh den Aufenthaltsort der Gruppe lokalisiert haben) zunächst durch Kulturland zur Nationalparkmauer und weiter in den Virunga-Urwald. Etwa eine Stunde zunächst auf Pfaden, zuletzt durch dichtes, mit einer Machete frei gehauenes Unterholz auf eine Lichtung im Bambuswald, wo die Gorillas friedlich sitzen, fressen, kopulieren, spielen, klettern etc. Sie scheinen kaum Notiz von ihren Besuchern zu nehmen und benehmen sich völlig natürlich. Nach einer halben Stunde erscheint der Silberrücken. Insgesamt etwas mehr als eine Stunde Beobachten, Photographieren. Danach zurück zum Stützpunkt und Autofahrt ins Headquarter, wo ein Zertifikat des Besuchs ausgestellt wird. Zu Mittag zurück nach Uganda (Lunch im Auto). Relativ zügiger, unproblematischer Grenzübertritt. Ca. 1500 Ortszeit Einchecken im von einer Holländerin geführten Traveller's Rest Hotel im nicht ganz 2000 m hohen Kisoro (s. o.). Nachmittag Relaxen im Garten. Spaziergang in die Stadt, Internet an der Hasuptstraße, danach Bier im Hotelgarten. Tanzvorführung ugandischer Schulkinder. 2000 Abendessen.
Mo, 21.8.: Wetter weiterhin sonnig und warm. 730 Frühstück. 815 bis 1130 Fahrt nach Kabale. (Photo)spaziergang durch die Stadt und über den Markt. 1230 Mittagessen im Little Ritz of Africa (mit Zwiebelessig gefüllte Avocados, Spaghetti). Der Fahrer zeigt Malariasymptome und nimmt für alle Fälle seinen offenbar in Kabale lebenden Onkel mit. Nach dem Essen Fahrt zur Bootsanlegestelle am Buyonyi Lake. Überfahrt nach Bushara Island zum dortigen Camp (ca. 2000 m; Zeltplätze, fixe Hütten, Restaurant). Um 1500 Einquartierung allein im dreibettigen Whydah Tree House, einem Pfahlbau am Abhang über dem See. Warme Dusche im Freien mit Seeblick. Danach Vogelbeobachtungen, Spaziergang über die Insel. Ab 1930 Abendessen.
Di, 22.8.: 600 Frühstück, nach 700 Überfahrt auf das Festland. Noch kühl, später Tageserwärmung, Sonne. Fahrt nach Entebbe. Der Onkel ist wieder verschwunden. In Mbarara kurzer Stopp, Mittagessen ca. 1300 im Highway Take Away in Nyendo nahe Masaka. Während des Essens wird das Auto aufgebrochen. Zwei Rucksäcke (darunter meiner, der aber glücklicherweise keine wichtigen Dinge enthält) fehlen. Erster und einziger negativer Aspekt dieser Reise. Zur (sehr kooperativen) Polizeistation in Masaka, um Anzeige zu erstatten. Danach Fahrt zum Flughafen Entebbe (dort vor 1900). Coke und Fernsehen im Café im Transitbereich. Um 2230 pünktlicher Abflug. Zwischenlandung in Nairobi um ca. 2300.
Mi, 23.8.: Pünktliche Landung in Dubai um 630 Ortszeit. Internet. Ab 915 Weiterflug nach Wien. Wie immer bei Emirates reichliches und gutes Essen an Bord. Landung in Wien 1310 Ortszeit.

 

 

 


Fragen und Kommentare an thomas.knob@chello.at

 


Home - Reisen - Andere Itinerarios - Links - Sitemap