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ITINERARIO SOMMER 2007
(Mittelamerika; Rund- und Bergreise)

 

Posada in Granada (Copyright © 2007 Thomas Knob. All rights reserved.)

 

Sa, 30.6.: Teilnehmer: Franz Lux, Thomas Knob (Individualreise, tw. als Delegationsmitglieder eines von der Schule der Teilnehmer unterstützen Entwicklungshilfeprojektes; vorgebucht nur die Flüge um 1295 € bei Rainbow Tours)
Knapp vor 1900 pünktlicher Iberia-Abflug nach Madrid. Flugzeit etwa 2:40 h. Nach vergeblichem Versuch, am Amigo-Schalter in der Ankunftshalle des Madrider Flughafens Barajas ein billiges Hotelzimmer zu bekommen, Snack im Transitbereich. Übernachtung auf den gepolsterten Bänken des Medas-Restaurantes an den HJK-Gates.
So, 1.7.: Frühstück im selben Restaurant. Mit dem Train-Shuttle zum S- (Abflug)gate. Genauer Sicherheitscheck mit peinlicher Befragung von American Airlines. Fast pünktlicher Abflug um 1120. Flugzeit etwa 9 h (6 h Zeitdifferenz). In Miami kein Transitbereich, daher auschecken und wieder einchecken (auch Großgepäck). Bier (um 8$!!). 1800 bis 1830 (Lokalzeit) eineinhalbstündiger Flug nach Cancun (MEX). In Mexiko werden US-Dollars genauso akzeptiert wie Pesos (z.B. 5$ oder 50 Pesos). Vom Flughafen nach langwieriger Einreise von ca. 2000 bis 2200 gleich mit dem Bus nach Süden bis Tulum. Unterkunft für zwei Nächte im teuren 6er-Dorm des "Weary Traveller" (je 12$/Person! incl. Frühstück und freiem Internetzugang) 3 Minuten südlich des Busbahnhofes an der Hauptstraße.
Mo, 2.7.: Recht gute Nacht bei großer Hitze, die den ganzen Tag anhält. (In Mittelamerika ist zur Zeit "Winter" bzw. Regenzeit; zwischen ca. 600 und 1800 ist es hell.) Ab 600 Internet. Am Busbahnhof Tickets für Chichén Itzá erstanden (21$/P. ida y vuelta). Ab 730 Frühstück. Regenschauer. Ca. 915 bis 1200 Fahrt zur Maya-Ruinenstätte Chichén Itzá, seit 2007 eines der New 7 Wonders of the World. Besichtigung (10$/P.). Bei einsetzendem Regen Cocktail aus Melone, Orange, Zitroneneis und Sodawasser im Restaurant. Ca. von 1630 bis 1900 Rückfahrt nach Tulum. Buskarten für morgen gekauft (15$/P. bis Chetumal). Gutes Abendessen im La pequeña Buenos Aires.
Di, 3.7.: Wieder sehr heiß. Ab 600 Internet, ab 630 mit einem Taxi (3$) zu den Maya-Ruinen am Strand von Tulum. Da die Kassen erst um 800 aufsperren, mit einem Amerikaner zu Fuß in einem weiten Bogen rechts herum an den Strand und dann von hinten, zum Teil kletternd, in das Gelände. Bald zum Verlassen genötigt und ca. ab 830 bis 1200 im ADO-Bus nach Chetumal. Kurze Essenspause am Busbahnhof, dann von 1245 bis 1700 (= 1600 Ortszeit) um 8,5$/P. mit einem Klapperbus (in ganz Mittelamerika dominieren ehemalige amerikanische Schulbusse mit harten Rückenlehnen) und vielen Stopps über die Grenze nach Belize (ehem. Britisch-Honduras). Bis Orange Walk teilweise mit einer Mennoniten-Gruppe. (In ganz Mittelamerika gibt es auffallend viele Sekten, was damit zusammenhängt, dass in den Bürgerkriegszeiten der CIA durch finanzielle Unterstützung dieser Gruppen die antiamerikanische,   befreiungstheologisch orientierte katholische Kirche schwächen wollte.) Weiter nach Belize City. Taxi zum Marina Terminal. Dort bei der S. Juan-Linie Bustickets für 5.7. (s. u.) gekauft und ab 1730 in nicht ganz einer Stunde mit dem Water Taxi zu dem der Küste vorgelagerten, immer windigen Caye Caulker (vgl. Webseite). Unterkunft für zwei Nächte um 12,5$/P. (Doppelzimmer mit Bad, WC, Meerblick) im malerischen Tropical Paradise Hotel. Abends im Habaneros an der Front Street essen.
Mi, 4.7.: Ruhetag. Weiterhin heiß (über 30°). Bäckerei, Frühstückspicknick am Strand. Danach Kaffee in Café an der Front Street. Auf dem Heimweg in zwei Banken vergeblicher Versuch, mit der Kreditkarte US-Dollar zu bekommen. Baden und Schnorcheln (ohne Erfolg) bei starkem Wind am "Split", der durch einen Hurrikan entstandenen Zweiteilung der Insel an deren nördlichem Rand. Nach einer Mittagspause (Lesen: Erzählungen von G. Marquez auf Spanisch und Deutsch) Getränk im angeschlossenen Restaurant. Internet im gut ausgestatteten Internet-Café an der Front Street. (Um)packen für morgen, Abendessen im hoteleigenen Restaurant.
Do, 5.7.: Meist bedeckt, heiß. Ab 730 Rückfahrt mit dem Water Taxi nach Belize City. Mit den letzten Belize-Dollars (1$ = ca. 2B$) "Frühstück" im Terminal. Ab 930 Fahrt Richtung Belmopan und Guatemala, gleich hinter Belize City mitten durch einen Friedhof (Gräber sogar auf einer Verkehrsinsel). Ausreisetaxe 37 Belize-$/P.!!, Einreisetaxe in Guatemala (vgl. Webseite) 20 Quetzal (1$ = ca. 7-8Q, benannt nach dem "Nationalvogel"). Nach der Grenze einige der ganz wenigen Straßenkilometer ohne Asphaltdecke. In S. Elena Bankomat (Cajero automatico) und Buswechsel beim S. Juan-Terminal. Weiter nach Tikal. Unterkunft im luxuriösen Hotel Tikal Inn mit Swimmingpool (115Q/P.) mitten im Tikal-Nationalpark in der Nähe des Haupteingangs. Internet im Jaguar Inn. Abendessen (gutes, billiges local food) im Comedor Imperio Maya.
Fr, 6.7.: Zu Beginn bedeckt, später sonnig. Heiß. Ab 600 (in den ersten eineinhalb Stunden noch ohne weitere Touristen) Gang durch den Urwald und die überwucherte Mayastadt Tikal (Gran Plaza, Tempel V, Platz der 7 Tempel, Mundo Perdido, Tempel IV, Gran Plaza, retour); Besteigung der dazu geöffneten Pyramiden. Ca. 910 Frühstück im Jaguar Inn, danach Swimming Pool. Etwa von 910 bis 1230 Rückfahrt nach S. Elena in einem Colectivo, das gleichzeitig als eine Art Schulbus dient. Quartiernahme im Hotel S. Juan (42,5Q/P. für ein Zimmer mit Bad, WC und lebensgefährlich tief hängendem Ventilator) in der Nähe des Sees. Mit einem Tuk-Tuk zum Busbahnhof. Bolletos für morgen besorgt. Zu Fuß zurück zum See und weiter über einen Damm in den auf einer Insel angelegten Stadtteil Flores. Mittagspause in einem Lokal gleich hinter der Brücke rechts. Danach Besichtigungsspaziergang durch die Gassen von Flores (hinauf auf den Hauptplatz und wieder zurück nach S. Elena). Viele Musizierende. Knapp vor dem Hotel Parade/Korso von Schülerinnen und Schüler. Im Zimmer Sub Vente- (= U20)-Fußball-WM-Spiel Polen vs. Südkorea (1:1). Abends im Mijaro (Calle 4) essen.
Sa, 7.7.: Zunächst bedeckt, relativ "kühl", später Sonne. Zu Fuß sieben cuadras (Blöcke) hinauf zum Busbahnhof und ab ca. 610 in etwa 11 Stunden, relativ bequem auf je einem Doppelsitz, über Poptun, San Luis, Rio Dulce, Morales, Rio Hondo (Umsteigen in diesmal klimatisierten Bus, vor dessen Abfahrt ein selbst ernannter Gesundheitsapostel einen 15minütigen Vortrag über Volksgesundheit hält, um danach sein "Spezialsalz" zu vermarkten) nach Ciudad de Guatemala. 80km davor Pause wegen Panne eines anderen, in die Gegenrichtung fahrenden Busses. Vom Busbahnhof der Hauptstadt gleich in einem Taxi weiter zu den Bussen nach Antigua und sofort um 7Q/P. in einer hektischen, immer wieder vom "Keilen" neuer Fahrgäste unterbrochenen und daher trotz der kurzen Strecke 75min dauernden Fahrt nach Antigua Guatemala, der alten, schöneren und deutlich lebenswerteren Hauptstadt des Landes. Gegen 1900 Quartiernahme im Hotel Mochilero's Place nahe dem Markt. Abendessen beim Copa América-Match Brasilien vs. Chile (6:1) im Picadilly-Restaurant. Danach Rundgang über Parque Central, Arcos und Convento La Merced, wo gerade eine polizeibewachte Abendveranstaltung des IOC-Kongresses, der die Olympischen Spiele 2014 nach Sotschi (und nicht Salzburg) vergeben hat, zu Ende geht, zurück zum Hotel.
So, 8.7.: Zunächst sonnig, in den Bergen neblig und kühl. Ab 700 Besichtigungsstadtrundgang. Frühstück in Lokal an der Plaza. Ab 1000 in überfülltem Chicken-Bus in nicht ganz einer Stunde um 4Q/P. nach Chimaltenango, dort in einem schon wartenden Bus in etwas mehr als einer Stunde um 15Q/P. in halsbrecherischer Fahrt weiter nach Los Encuentros. Umsteigen in neuerlich schon zur Abfahrt bereiten Bus und um 20Q/P. in ca. einer Stunde nach Cuatro Caminos. Dort wieder Buswechsel und - erstmals nach einer Wartezeit (ca. 5min) - um 3Q/P. nach Xela (=Shela, Quetzaltenango). Zu Fuß in die Stadt und planlos auf Quartiersuche zur Casa Argentina. Da 1. kein Zimmer frei ist und 2. die dort ansässige Trekking-Agentur nur vor dem Wochenende offen hat (und daher Auskünfte über die Besteigung des Vulkans Tajumulco nicht erhalten werden können) und 3. die Stadt nicht den Erwartungen entspricht und enttäuschend aussieht, Entschluss, weiter zu fahren. Mit dem Taxi um 25Q zum relativ weit entfernten Minerva Terminal und mit dem Chicken-Bus um 10Q/P. nach San Marco (vgl. Webseite). Dort Einquartierung im Hotel Kfear zwischen dem neuen Busterminal und dem Hauptplatz um 120Q/P. im schönen Zimmer mit Bad und WC. Rechtzeitig zur 2. Halbzeit von Argentinien vs. Peru (Copa América, 4:0). Danach Abendessen in einem Schnellimbissrestaurant hinter dem Hauptplatz. Im Zimmer das hochklassige U20-WM-Vorrundenmatch Chile vs. Österreich (0:0). Ratlosigkeit wegen der Tajumulco-Besteigung.
Mo, 9.7.: Zu Beginn Sonne, angenehme Temperaturen. Später bedeckt. Gegen 630 zum Busbahnhof, um ev. Tajumulco-Verbindungen zu erfragen. Angeblich geht in zwei, drei Stunden ein Bus. Frühstück im Eckcafé am Hauptplatz. Irrtümlich Café con leche bestellt (ist hier Milch mit Kaffeepulver) statt Café negro con un pocito de leche. Zurück zum Busbahnhof. Warten und Lesen. Ab 900 in nicht ganz einer Stunde mit einem Colectivo zu einer Straßenkreuzung (Crucera Tajumulco), von der laut Fahrer der Weg zum Gipfel beginnt. Probehalber den dort tatsächlich deutlich erkennbaren Weg bergauf, um ihn für eine ev. morgige Besteigung zu erkunden. Da der gleich sichtbare Gipfel bald sehr nahe und der Weg leicht erscheint, Entschluss, trotz fehlender Ausrüstung und Verpflegung heute noch aufzusteigen. In 33/4 Stunden (die letzte allein) auf den Gipfel des 4220 m hohen höchsten Berges Mittelamerikas (wenn man Mexiko und damit den Pico de Orizaba außer Acht lässt), den Volcán Tajumulco. Wolken, Nebel, sehr kühl. Im letzten Teil des Abstieges zu weit nach links geraten. In einem ca. einstündigen Verhau querfeldein und weglos in die gemutmaßte Richtung, bis im aufziehenden Nebel an den Hängen Häuser sichtbar werden. Von dort (kein Mensch anwesend) Blickkontakt zur Straße und auf dem wieder einsehbaren Weg zu dieser (ca. 1630). Etwas dehydriert, im Restaurant an der Kreuzung Getränke. Ab 1700 mit einem Bus zurück nach S. Marco. Abendessen wegen Erschöpfung im Zimmer aus den Rucksackvorräten. Harrison Ford-Film Firewall.
Di, 10.7.: Angenehme Temperaturen. Sonne, abends Regen. Vor 700 Frühstück im selben Lokal wie gestern. Ab 810 in nicht ganz fünf Stunden um 25Q/P. über S. Pedro, Quetzaltenango und Los Encuentros (Umsteigen vom Chicken-Bus in ein 5Q/P.-Colectivo) nach Chichicastenango. Kaffee im Corazon Jesús. Quartier im Hotel Girón (110Q/P. im Zimmer mit Bad und WC; Innenhof). Stadtrundgang, Internet. Nach Ruhepause im Zimmer Abendessen im Tziguan Tinamit (= alter Maya-Name für Chichicastenango) beim Copa-América-Semifinale Brasilien vs. Uruguay (2:2, 6:5 nach Elferschießen).
Mi, 11.7.: Wolkig / sonnig, angenehme Temperaturen. Ruhetag. Gegen 800 ausführliches Frühstück im Las Brasas vor dem Hotel. Danach Bank, Bummel über den Markt, Kaffee im Ti Café mit Marktblick, Internet. Ruhepause im Zimmer (Lesen). Am Nachmittag Spaziergang durch die Stadt und Beobachtung der Markttag-Vorbereitungen. Abendessen im Tziguan Tinamit (fußballkundiger Chef) beim zweiten Copa-América-Semifinale Argentinien vs. Mexiko (3:0).
Do, 12.7.: Markttag (neben Sonntag einer von zwei pro Woche). Schönes Wetter, angenehme Temperaturen. Rundgang zum Markt, längeres Beobachten des Treibens von den Stufen der San Tomás-Kirche aus. Frühstück im La Villa de los Confrades am Marktplatz. Internet (U20-WM: Österreich-Gambia 2:1). Nach dem Auschecken zu Fuß zum Hotel S. Tomás ("Busterminal"). Mit einem relativ teuren Colectivo (40Q/P.) von 1030 bis 1200 als einzige Fahrgäste nach Sololá und mit Tiefblick hinunter nach Panajachel am Lago de Atitlán. Dort das Großgepäck in der Busstation deponiert und vor zum See. Spaziergang entlang des Ufers mit Blick auf drei gegenüberliegende Vulkane. Imbiss in Strandrestaurant. Zurück zur Hauptstraße und ab 1400 in vier Stunden mit einem Pullmannbus um 30Q/P. nach Ciudad de Guatemala. Knapp vor der Stadt an einem in einer Kurve umgekippten LKW vorbei. Um 147,5Q/P. Unterkunft im Hotel Del Istmo, gleichzeitig Terminal der Melva-Busse Richtung El Salvador. Busplätze für morgen besorgt. Abendessen im einzig nach Sonnenuntergang möglichen Lokal in diesem heruntergekommenen, verdreckten und aufgegeben wirkenden Stadtviertel, einer schwer bewachten Filiale der Kette Campero. TV im Zimmer: G. Greene-Verfilmung Das Ende einer Affäre.
Fr, 13.7.: Anfangs sonnig, abends Regen. Sehr warm. Ab 545 mit dem Melva-Bus (einem alter Greyhound) nach El Salvador. Um 830 an der Grenze Imbiss an einer Straßen-Garküche. Einwechseln der letzten Quetzales. (In El Salvador gibt es nur noch US-$, die eigene Währung, der Colón, wurde abgeschafft.) Ca. 1040 Ankunft in der Hauptstadt San Salvador. Taxi zum Tica-Bus-Terminal und Einquartierung um 12$/P. im zugehörigen Hotel San Carlos. (WC und Dusche im Zimmer, aber ohne wirkliche Abgrenzung.) Um 25$/P. Buskarten für die morgige Fahrt gekauft. Spaziergang durch das Zentrum von San Salvador. Besichtigung der Kathedrale und des Grabes von Erzbischof Romero in deren von außen zugänglichen Katakomben. In der Nähe des Marktes Umkehr wegen unklarer Situation (viele laufende / vor etwas fliehende? Menschen). Mittagessen in Ermangelung geeigneter Lokale bei Burger King. Nach der Besichtigung der architektonisch eigenwilligen Iglesia El Rosario. Regen. Internet. Nachmittags im Hotel. Lesen. Nach 1700 Abendessen in der empfehlenswerten Panaderia Latino neben dem Theater. Dort auch Frühstück für morgen besorgt. Eindruck, dass nach Sonnenuntergang niemand mehr gerne offen hält. Früh ins Bett.
Sa, 14.7.: Zunächst heiß, dann teils sonnig, teils bedeckt, regnerisch. In den Bergen deutlich kühler. Kurz vor 500 Abfahrt des Tica-Busses nach Managua (es musste die ganze Strecke bezahlt werden). Pause an einer Autobahnstation. Ca. 900 Grenze nach Honduras (3$ "Eintrittsgebühr"). Kurze Pause nach 1000, ca. 1145 Grenzübertritt nach Nicaragua (10$ "Eintrittsgebühr"!). Um 1330 Verlassen des Busses in Estelí. Bei strömendem Regen mit dem Taxi zum tollen Hotel Arcos (20$/P. im gut ausgestatteten Doppelzimmer incl. Frühstück und freier Internetzugang), das als Treffpunkt für den Besuch des Entwicklungshilfeprojektes des GRG XIX (s. u.) bestimmt worden war. Rechtzeitig zur Mitte der 2. Halbzeit des U20-WM-Viertelfinalmaches Österreich vs. USA (1:1, 2:1 nach Verlängerung) auf dem Zimmer. Danach Spiel um den 3. Platz der Copa América: Mexiko vs. Uruguay 3:1. Gegen Abend Spaziergang durch die Stadt, Bankomat (in Nicaragua kann man sowohl Córdobas wie auch US-$ abheben). Essen im Vuela Vuela (= Restaurant des Arcos-Hotels).
So, 15.7.: Anfangs kühl, regnerisch. Um 600 (wie jeden Tag) Wecksirene in der ganzen Stadt. Nach 700 Frühstück im Vuela Vuela ("Deasayuno nicaragüense": Gallo pinto = landestypischer Bohnenreis, Huevos revueltos, Käse, Crema, Platanos, Kaffee), danach Tour de France-Etappe nach Tignes (Bergankunft; Sieger der später wegen Dopings disqualifizierte Däne Rasmussen). Nach 1000 um 4$ mit dem Taxi zum Eingang des Salto Estanzuela (25m-Wasserfall mit "Badebecken"; 1 km südlich der Stadt beim Spital rechts 5 km in den Wald). Dort 10 Córdobas/P. Eintritt (1€ = ca. 24 C.) Nach dessen Besichtigung (Schwimmen entfällt angesichts des immer wieder einsetzenden Regens) zu Fuß zurück. Als  Regen und Hitze zunehmen, Angebot eines Taxis angenommen, um 30C zurück nach Estelí zu fahren. Auf dem Heimweg im Carreta Jugo de Pitaya (aus Kaktusfrucht gewonnener violetter, wohlschmeckender Saft). Nachmittags TV: U20-WM-Viertelfinale Chile vs. Nigeria (0:0, 4:0 nach Verlängerung) und das Copa América-Finale Brasilien vs. Argentinien (3:0). Gegen 1600 Eintreffen der vier anderen "Delegationsmitglieder" Dorli, Eva, Gabi und Ingrid aus Managua. Abendessen im Vuela Vuela mit dem nikaraguanischen Kontaktmann Norvis Vasquez, der für die in Estelí ansässige Trägerorganisation des Achuapa-Projekts (s. 18.7.), Cecalli, arbeitet. Am Vorabend des Befreiungstages von Estelí (der sandinistische Idealismus ist nach wie vor im Land spürbar) von 1900 bis 000 Auftritt zweier Gruppen im sandinistischen Musiklokal Rincon Legal, das - wegen Lärmbelästigung bereits einmal geschlossen - von Präsident Daniel Ortega (seit 2007 demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt) persönlich wieder geöffnet worden ist. Davor stundenlang Revolutionslieder aus der Konserve.
Mo, 16.7.: Relativ gutes Wetter, erträgliche Temperaturen. Befreiungstag von Estelí (vor 28 Jahren). Ab 800 Internet und langes Frühstück. In die Stadt zur Beobachtung eines Tanzumzuges. Mittagsimbiss im Carreta. Ingrid wird auf der Straße live für das nikaraguanische Radio über unsere Projektideen interviewt, worauf sich ein Kontakt zu ATECDE (s. u.) ergibt. Einem Delegationsmitglied sind inzwischen Geld und Kreditkarten aus dem Hotelzimmer gestohlen worden. Ruhepause im Hotel. Nachmittags Lesen auf der Dachterrasse. Immer wieder tönen Revolutionslieder aus der Stadt herauf. Beobachtung des schwarz-rot beflaggten Autokorsos. Ca. ab 1800 Besuch der österreichisch-nikaraguanischen Entwicklungszusammenarbeitsorganisation ATECDE, abgeholt und zurückgebracht von einem ihrer Autos. Danach Abendessen im Vuela Vuela, zum Schluss mit Norvis und Freundin.
Di, 17.7.: Ein sonniger und warmer Tag. Frühstück ab 820, ab 900 mit zwei Taxis zu La fundación de Promotores de Salud Comunitaria Cecalli (= Nahuatl "Familie"), einer 1994 gegründeten, im Süden der Stadt liegenden Stiftung zur Ausbildung von kommunalen Gesundheitshelfern und -promotoren. (Kontakt durch eine ehemalige Mitarbeiterin entstanden; vgl. Webseite.) Betriebsführung durch den Chef der Organisation, den Agronomen Ing. Alejandro Floripe Fajardo, kurz “El Profe” genannt. Zu Mittag mit Camioneta zur Cecalli-Plantage El Naranjo. Dort Eröffnung eines neuen Hauses und Pfades durch Ingrid und El Profe. Mittagessen im Garten (Maiskolben, Grillfleisch und Maiskuchen). Musikvorführungen, Laptop-Präsentation von Norvis' Österreichreise. Ca. 1645 mit Camioneta wieder zum Hotel gebracht. Bank, Internet. Ab 1930 Abendessen im Carreta. (Photos dieses Tages)
Mi, 18.7.: Abwechselnd sonnig und bewölkt. Ab 645 Internet, Frühstück. Von 730 bis 900 Fahrt auf der Ladefläche einer Camioneta nach Achuapa, das deutlich tiefer als Estelí liegt und daher viel heißer ist. Hier steht das nunmehr fertige Gesundheitszentrum Estrella del Mar, das aus Spendengeldern des GRG XIX gebaut wurde. (Zum Projekt vgl. Webseite.) Begrüßung durch Kontaktperson Marta von der Asociación de mujeres por la unidad de la familia Achuapa “AMUFA” und ab 1100, moderiert vom Achuapaner Brigido, fast zweistündiger Festakt unter dem Motto "Bienvenidos a celebrar nuestro sueño relizado gracias a la solidaridad austriaca ..." (= "Willkommen zur Feier unseres dank der österreichischen Solidarität realisierten Traumes"). Zahlreiche Reden von Vertretern von Kirche und Stadtgemeinde, den beteiligten Organisationen, Ing. Floripe und Ingrid. Dazwischen künstlerische Vorführungen (Musik, Tanz, Dichtung). Danach Mittagessen neben dem angeschlossenen Zweitgebäude, das als Verkaufskiosk dienen wird. Entspannen im Schatten des vom "Hauskünstler" Virgilio zwei Tage vor der Feier errichteten Strohdachs hinter dem Gesundheitszentrum. Nachmittags auf dessen Einladung ca. dreiviertelstündiger Spaziergang zu dessen Haus im Urwald und nach Besichtigung seiner Werke wieder zurück. Bei Einbruch der Dunkelheit in die Stadt zu Dr. Manuel Silva, der von unserer Schule zunächst für ein Jahr als Arzt des Gesundheitsprojektes angestellt werden soll. Nach kurzen Verhandlungen einigt man sich auf 200$ monatlich und ca. 200$+ Zusatzkosten für die Einrichtung einer Arztpraxis im Gesundheitszentrum. Als Gegenleistung wird Dr. Silva einmal wöchentlich einen Tag im Gesundheitszentrum ordinieren und zusätzlich zweimal monatlich in die umliegenden Dörfer fahren, um Präventionsarbeit zu leisten. Danach Abendessen und bis Mitternacht Gitarre-/Gesangsdarbietungen von Brigido (der ein lokales Musikfestival organisiert) im Haus von Marta (Nachbarhaus des Zentrums Estrella del Mar). Übernachtung am Boden der Apotheke des Gesundheitszentrums. (Photos dieses Tages)
Do, 19.7.: Staatsfeiertag in Nicaragua (zur Erinnerung an die 1979 erfolgte Befreiung Managuas von der blutigen Diktatur Somozas (US-Präsident F. Roosevelt über dessen 1956 vom Dichter Rigoberto López Pérez in Leon erschossenen Vater, der die Familiendiktatur begründet hatte und für die hinterhältige Ermordung Augusto C. Sandinos verantwortlich war: "He may be a son of a bitch, but at least he's our son of a bitch"), der ein Jahr später in Asuncion / Paraguay von einem sandinistischen Agenten ermordet wurde, durch die FSLN = Nationale sandinistische Befreiungsfront). Heiß, tw. sonnig. 600 Aufstehen, Tee in der Gartenlaube. Dorli mit Brechdurchfall für drei Tage deutlich reduziert. Zu Fuß zum Hauptplatz und Verabschiedung von Marta. Aufgrund des Feiertages heute kein öffentlicher Verkehr, daher auf Vermittlung von Brigido ab 945 gratis in einem der nach Managua fahrenden Busse untergekommen. (Zu den abendlichen Kundgebungen und der Rede von D. Ortega bzw. seines Gastes Hugo Chaves fahren in einer Art Sternfahrt aus dem ganzen Land Busse an, die sich zu Konvois vereinigen.) Viele Zwischenstopps. Mit ausgelassenen Revolutionsfeierschlachtenbummlern, Rum und vielen rot-schwarzen Fahnen in ca. fünf Stunden bis León. Von der Tankstelle bei der Leon-/Managuakreuzung mit zwei Taxis zum Casona Colonial Guesthouse (10$/P. im Doppelzimmer mit Bad, WC, Innenhof). Imbiss im Café im Nachbarhaus, danach Spaziergang durch die Stadt. Auf dem Heimweg Kurzführung eines mit Photos ausgestatteten Nicaraguaners an den Murales zur Landesgeschichte schräg hinter der Plaza. Internet. Duschen, da es erst jetzt Wasser gibt, danach Abendessen im Taquetzal, ab 2100 mit Livemusik.
Fr, 20.7.: Sonnig und heiß. Ca. 800 Frühstück im imperialen bzw. episkopalen Rahmen des ehemaligen Kreuzganges im Hotel El Convento. Danach dessen Besichtigung und weiter zum Hauptplatz. Besteigung der Kathedrale. Getränke im Café El Sesteo an der Plaza. Danach heim und vom Hotel mit Taxis (10C/P.) zum Busbahnhof. Ab ca. 1200 um 30C/P. in einem Colectivo nach Managua. 1430 Buswechsel. Um 18C/P. in angenehmem klimatisierten Kleinbus in einer Stunde nach Granada. Nach (erstmals) Schwierigkeiten, Platz in einer Unterkunft zu finden, in der Posada Don Alfredo (von einem Deutschen geführt) in der Nähe der Kirche La Merced um 10$/P. zu zweit in einem Fünfbettzimmer einquartiert (Bad/WC im Innenhof). Gegen 1800 anlässlich des Divina-Niño-Tages Prozession von der nahen Kirche weg (mit Böllerbegleitung). Ab 2000 Abendessen im (zwar recht guten, aber touristischen, relativ teuren) El Zaguan. (In Granada erstmals eine merkbare Anzahl an Touristen.)
Sa, 21.7.: Sonnig und heiß. 700 Kaffee im Patio des Hotels. Ab ca. 830 Gang zum und über den Zentralplatz. Frühstück im Café Blue zwei Ecken weiter. Danach Markt und Besteigung des Turmes der Iglesia de La Merced und weiter zur Fortaleza La Pólvora. Nach Internet und Supermarkt (Getränke, Rotwein) Ruhepause im Hotel. Ab 1600 Spaziergang zum Strand des Nicaraguasees. Abendessen in mexikanischem Lokal in der Calle La Calzada. Bankomat (erfolglos) und Rotwein in der Unterkunft.
So, 22.7.: Sonnig / wolkig, heiß. Ab 700 Bankomat (erfolglos) und zu Fuß zum Busbahnhof hinter dem Markt. Bananenfrühstück. Ab 800 Abfahrt nach Rivas (22C/P.) Dort um 930 Wechsel in Taxis (20C./P.) zum Fährhafen San Jorge. Mit der Fähre um 40C/P. nach Moyogalpa auf der Isla de Ometepe und weiter mit einem Colectivo-Taxi um 5$/P in das luxuriöse, von der Kärntner Krankenschwester Sonia Kofler geführte Hotel Villa Paraíso in Santo Domingo zwischen den beiden Vulkanen (48$ für eine Cabina für 2-4 Personen). Zu Mittag Imbiss im Café des Hotels. Nachmittags Baden im unglaublich warmen Wasser (seicht, keine Luft- oder Wellenbewegung). Relaxen in der Hängematte vor dem Zimmer. Lesen. Milliarden von Mücken, die am Abend wie Blütenstaub tot herumliegen. 1830 Abendessen im Hotel.
Mo, 23.7.: Ruhetag. Sonnig, abnehmend windig, warm. Etwa 730 Frühstück im Hotel, vormittags Baden (kühler und damit erfrischender als gestern). Mittagsimbiss im Hotel. Nachmittags im / vor dem Zimmer (Lesen). Ab 1830 Abendessen im Hotel.
Di, 24.7.: Heiß, abends kurze Regenschauer. 700 Frühstück, 745 Taxi zum Fährhafen Moyogalpa und ab 900 Überfahrt nach S. Jorge. Von dort um 5$/P. direkt mit Taxis nach San Juan del Sur. Zwischenstopp beim Ticabus-Office zwischen Shell- und Texaco-Tankstelle an der Panamericana. Tickets für morgen besorgt (15$/P. nach San José; es muss der Preis ab Managua bezahlt werden). Um 1215 Einquartierung im Hotel Gran Oceano (26$/P. incl. Desayono). Getränk + Hühnersuppe in Strandlokal. Internet. Danach von anderer Strandbar als "Standquartier" aus Baden im Pazifik. Quallenbegegnung. Die brennnesselartigen, schmerzenden Hautreizungen werden vom Kellner als "Agua mala" erklärt. Nach Abduschen (vor dem Lokal) Besserung. Ruhepause im Hotel. 1830 von mehreren Stromausfällen unterbrochenes Abendessen im empfehlenswerten Restaurant Timón. Abschluss mit lokalem Longdrink Macua (auf der Basis vom Zuckerrohrschnaps Flor de Caña und Orangensaft).
Mi, 25.7.: Heiß. 745 Frühstück, danach Tour de France-Etappe auf den Col d'Aubisque (Sieger wieder der später aus dem Rennen genommene Rasmussen). Verabschiedung von den drei nordwärts weiterreisenden Eva, Gabi und Ingrid. Dorli fährt mit uns nach Panama. Orangensaft an der Bushaltestelle und ab ca. 1120 mit dem Chickenbus um 15C/P. in etwa einer Stunde nach Rivas zum Tica-Bus-Terminal. Café und Cola im Lokal schräg gegenüber. Ab 1430 Fahrt nach Costa Rica. Gegen 1500 etwa 100minütiger Aufenthalt an der Grenze. Im Bordkino Man on Fire mit Denzel Washington. Gegen 2130 Ankunft in San José im neuen Tica-Bus-Terminal etwas außerhalb der Innenstadt. Nach Abweisung der sich anbietenden Taxistas (wegen überhöhter Fahrgeldforderungen) ein Stück zu Fuß und dann mit aufgehaltenem Taxi um 4$ zum Hotel Washington (Doppelzimmer um 5500 Colónes; 1$ = 500 Colónes). Die Esquina Av. 2 / C. 9 wird vom Fahrer erst beim zweiten Versuch gefunden. Abendessen eineinhalb Blöcke Richtung Zentrum im empfehlenswerten Ave2 (steht für Avenida dos).
Do, 26.7.: Sonnig, angenehme Temperaturen. Ab 800 Bankomat, Frühstück im Schanigarten des Gran Hotel Costa Rica bei Mozartklängen. Anschließend für morgen im selben Gebäudekomplex um 35$/P. Tour auf den Vulkan Irazú gebucht, da öffentliche Busse nur am Wochenende auffahren und Taxis ohne Reiseleitung genauso viel verlangen. Stadtrundgang über die Kathedrale zum alten Bahnhof San Sebastian (die Bahn wurde nach Hurrican- und Erdbebenschäden stillgelegt) und über den Markt in die Fußgängerzone. Um 1200 Jugo de Naranja y Zanahoria (Orangen-Karottensaft) in einer Panaderia. Entschluss, morgen bereits in Cartago auszusteigen und nicht wieder die 22 km nach San José zurückzufahren. Danach Post, Internet (Recherchieren von Chirripó-Details) und kurze Pause im Hotel. Ab 1500 Besuch des Nationalmuseums und des angeschlossenen Schmetterlingsgarten. Danach Spaziergang über den Parque Nacional und den Templo de Música zum Mercado de Artesanías und weiter an den Beginn der Fußgängerzone. Bier auf dem Balkon eines dortigen Lokales. Abendessen ab ca. 1830 im Ave2.
Fr, 27.7.: Sonnig, dann bewölkt. Auschecken. Ab 715 mit Großgepäck Frühstück wie gestern, da dort ab 830 der Tourbus abfährt. Ca. 1000 unter landeskundlichen Erläuterungen Ankunft auf dem Parkplatz des Volcán Irazú. In etwa 12 Minuten allein zum höchsten Punkt (3432m) und zurück über den Parkplatz zu den Krateraussichtspunkten. Immer nur kurz Sicht, meist neblig. Ab 1100 Rückfahrt. Kurzer Photostopp (Cartagoblick) und weiter zur Wallfahrtskirche Basílica de Nuestra Señora de Los Ángeles (mit Statue einer schwarzen Madonna) in Cartago. Dort gegen 1200 Verlassen der Tour und Mittagessen gegenüber der Kirche. Danach deren Besichtigung (1330). Gegen 1400 mit einem Taxi (1000C/P.) zunächst zur alten (verfallenen) Kathedrale (Las Ruinas, 5min Photostopp) und dann zur Bushaltestelle an der Carretera Interamericana. Warten. Ab 1500 mit dem Linienbus (Stehplatz) um 2000C/P. in drei Stunden nach San Isidro de El General. Bei strömendem Regen Einquartierung im Hotel Chirripó (26$ für ein 3er-Zimmer mit Bad, WC, TV). Abendessen im Hotel. Internet im Nachbarhaus bis gegen 2100.
Sa, 28.7.: Frühstück im Hotel. Rundgang zum Markt (Bergverpflegung in Form von Obst, Riegel) und am angrenzenden Terminal Checken der Busabfahrtszeiten. Fruchtsaft im La Reina del Valle am Hauptplatz. Zum Tracopa-Terminal, um Bolletos für Dienstag (2780C/P. bis Rio Claro) zu kaufen. (Der Bus nach Golfito ist schon voll.) Kurze Pause im Hotel. Abfahrt Richtung Chirripó um 1100 vom Markterminal, obwohl der Bus nicht bis zum letzten Dorf fahren wird. Um 1200 in Rivas mit Gepäck aussteigen, da der Busfahrer zu verstehen gibt, in eine andere Richtung weiterzufahren. Als er bemerkt, dass er doch "richtig" ist, 100m später wieder einsteigen und auf Schotterstraße weiter bis zu einer Haltestelle zwischen Rivas und San Gerardo. (Bis hierher ca. 700C/P.) Dort (der Bus dreht um) von einem zufällig vorbeikommendem Pickup um 300C/P. nach San Gerardo gebracht. Am Office der Nationalparkverwaltung vorbei (geschlossen wegen Mittagspause) und noch ein Stück weiter. Kurz zu Fuß, aber nach 200m von zufällig vorbeikommendem Chef des angestrebten Hotels mitgenommen. Einquartierung im oberhalb des Dorfes in der Nähe des Parkeingangs gelegenen Hotel Urán (15$/P. im Doppelzimmer mit Bad/WC). Mittagsimbiss im Hotel. Ab 1415 mit Franz zu Fuß die etwa 2km zurück zum Hauptquartier. Wegen angeblicher Überfüllung nach langem Hin und Her je ein Permit (zu 10$) für nur einen Tag bekommen. Den größten Teil des Rückweges bei leichtem Regen auf der Ladefläche eines Pickups, der zufällig gerade heute herunterkommende Bergsteiger aus dem Urán abholt. Im Zimmer Umpacken für morgen. Nachmittags Ananassaft (Jugo de Piña). Vor Sonnenuntergang heftiges Gewitter; Blitzeinschlag in die Oberleitung in unmittelbarer Nähe. Abendessen im Hotel.
So, 29.7.: Lange vor Sonnenaufgang mit Franz um 400 Abmarsch. Während des Gehens warm, aber großteils keine direkte Sonneneinstrahlung (Bäume, Wolken). Der steile, lange Weg durch den Regenwald beginnt gleich hinter dem Haus. Gegen 800 Pause vor der ersten (und einzigen, verschlossenen) Hütte. In insgesamt nicht ganz achteinhalb Stunden erschöpft zum Campo Crestones. Zufällig ein Zimmer frei, sodass der angedrohte Abstieg am selben Tag nach Zahlung weiterer je 10$ nicht nötig wird. In der Hütte keine Verpflegung. Am regnerischen Nachmittag vor und in der Hütte. Von anderer (costaricanischer) Gruppe auf heißen Kakao eingeladen. Mit Sonnenuntergang zu Bett.
Mo, 30.7.: Bei sehr angenehmen Temperaturen ab 530 allein in nicht ganz zwei Stunden auf den 3819 m hohen Chirripó, den höchsten Gipfel der Cordillera de Talamanca und Costa Ricas überhaupt. Nach einer Gipfelrast und eineinhalbstündigem Abstieg Pause im Campo. Ab 930 in ca. fünf Stunden zurück zum Hotel, ab der zweiten Hütte bei starkem, tropischen Regen wieder mit Franz, der inzwischen vorausgegangen ist. Insgesamt sind mit Gegensteigungen ca. 2500 Höhenmeter zu bewältigen. Um 1500 Jugos de Mora (Brombeersäfte) zur Wiederbelebung. Großteils vergebliche Versuche der Trockenlegung. Entschluss, den Besuch des Regenwalds der Österreicher aus Zeitmangel sein zu lassen und morgen bis David, übermorgen bis Panama zu kommen. Nach fast zwei Tagen ohne ordentliche Nahrung Abendessen im Hotel.
Di, 31.7.: Warm. Um 600 mit den Rucksäcken ins Dorf. Pfirsichsaft an der Bushaltestelle beim Fußballplatz bzw. der Kirche. Ab ca. 700 eineinhalbstündige Fahrt nach San Isidro. Ausführliches Frühstück im La Reina del Valle. Internet. Zum Tracopa-Terminal, Zeitunglesen. Abfahrt nach Rio Claro und, verlängernd (300C/P.), bis Ciudad Neily gegen 1240. Vier Stunden Fahrzeit. Um 1700 mit einem weiteren Bus (275C/P.) zur Grenze nach Panama. Rucksack vom Busangestellten im Öl abgelegt. Um 1800 zu Fuß über die Grenze. Dank eines "Einweisers" (2$) schnelle Abwicklung. 1$ "Einreisegebühr, die angedrohte hohe Ausreisegebühr wird von Costa Rica ebenso wenig verlangt wie die 500$-Garantie von Panama (das Vorweisen einer Kreditkarte soll normalerweise ausreichen) ernst genommen wird. Ein Ausreiseticket muss allerdings (wenn auch nur von einem von dreien) vorgewiesen werden. Ab 1830 in einer Stunde nach David (= 2030 Ortszeit). Einquartierung im Hotel Madrid (33$ für ein Doppelzimmer mit TV, Bad/WC; die panamaische Währung Sol gibt es nicht mehr). 2100 Abendessen im Restaurant des Hotels Alcala.
Mi, 1.8.: Gutes Wetter, heiß, nachmittags bewölkt. Ab 740 Stadtrundgang. Frühstück im Multi Café des Hotels Occidental an der Plaza Cervantes. Am Busterminal nach längerem Anstellen um 16,8$/P. Karten für Panama-Stadt gekauft. Da die Busse laufend fahren, sofort zurück ins nahe Hotel, um das Gepäck zu holen. 1000 Abfahrt in angenehmem, klimatisiertem Bus. 1300 halbstündige Pause in Santiago. Imbiss im Terminalrestaurant (mit angeschlossenem Swimmingpool-Hotel). 1700 Ankunft in Albrook, dem riesigen Busterminal von Ciudad de Panama. 5$-Taxi zur Residencial Turístico Volcán und dortige Einquartierung im engen Doppelzimmer mit Bad/WC, TV um 8$/P. (Die Zimmer im ersten Stock sind angenehmer.) Ab 1810 zum Meer und weiter in die Fußgängerzone. Abendessen im Restaurant Astoria.
Do, 2.8.: Heiß, nachmittags Regen. Ab 730 Bankomat im nahen Casino (in dem zu dieser Tageszeit voller Betrieb herrscht). 3$-Taxi zur Muelle Taboga und ab 830 Überfahrt (10$/P. ida y vuelta) einstündige Überfahrt auf die vor dem Panamakanal liegende Insel Taboga. Spaziergang zu (geschlossenen) Kirche, angeblich die zweitälteste von Amerika (errichtet 1550). Frühstück im El Mirador. Danach bis gegen 1330 Baden und Lesen am bei Flut überspülten Sandbank-Strand zwischen der Hauptinsel und El Morro. Später Mittagsimbiss im El Mirador bei 7 Jahre Tibet auf Spanisch. Ca. 1545 wegen aufziehenden Schlechtwetters etwas verfrühte Rückfahrt, tw. im starken Regen. Taxi in die Stadt, kurze Pause im Hotel. Ab 1800 Internet und danach Abendessen im A Casa de Fernando (wo es Bier um 4$ in eineinhalb Liter großen Krügen gibt; im selben Häuserblock, in dem das Hotel liegt).
Fr, 3.8.: Letzter voller Tag in Mittelamerika. Heiß, bewölkt. Gegen 645 zum entsprechenden Busterminal in der Nähe der Plaza Cinco de Mayo und nach längerem Warten (Getränk) um 80 Cent zur Haltestelle Miraflor am Panama-Kanal. Neuerlich längeres Warten, da Fußgänger erst um 900 eingelassen werden. Inzwischen im nahen Wald Vogelbeobachtungen. Attacke eines Vogels (Fledermaus?) gegen den Kopf. Nach dem Einlass um 8$ zum neuen Besucherzentrum (mit Beobachtungsplattformen, Restaurants, Kino, Museum) bei den Miraflor Locks. Beobachtung er Ausfahrt eines griechischen Schiffes. Imbiss in der Snack Bar. Danach Beobachtung eines kompletten Durchschleusevorgangs. Besuch des Museums. Film. Um 1200 mit dem Taxi um 3$/P. zum Theater nach Casco Antiguo, dem kolonialen Teil Panamas. Wegen vergessenem Rucksack eines Gruppenmitglieds zwei Block Sprint, bis das Taxi wieder eingeholt ist. Coke am Parque Bolivar. Rundgang über die Plaza de Francia und durch Casco Antiguo. Bei beginnendem Regen zu Fuß am Meer entlang nach Hause. Gegen 1530 Kaffee und Obstteller im Nachbarhotel Covadonga, dessen Swimming Pool man mitbenutzen dürfte. Danach ins nahe Kaufhaus und Internet. Im Hotel Umpacken für die Heimreise. Ab 1815 Abendessen im Covadonga.
Sa, 4.8.: Um 500 mit dem Taxi (an den Ruinen von Panamá Viejo vorbei) zum internationalen Flughafen Tocumen. Die ursprünglich mit dem Hotel ausgemachten 15$ werden zu 20$. Dafür keine Ausreisegebühr! Nach dem Einchecken gutes Frühstück im Transitbereich. Um eine Stunde verspäteter Flug von ca. 845 bis (Ortszeit) 1300 (verzögerte Landung) nach Miami. Wie beim Hinflug muss das Großgepäck behoben und wieder eingecheckt werden. Danach in ein Buchgeschäft (Noam Chomsky, Failed States gekauft). Mittagessen im italienischen sbarro (gut und billig). Lesen. Gegen 1800 mit fast einstündiger Verspätung Abflug nach Madrid.
So, 5.8.: Gegen 810 verspätete Ankunft in Madrid. Stewardess verweigert jede Hilfe zum Erreichen des Anschlussfluges. Da zusätzlich der Weiterflug vorverlegt wurde, Sprint über den halben Flughafen zum Train-Shuttle, mit diesem Terminal-Wechsel und weiter zum Abfluggate. 2 Minuten vor dem Abflug eingetroffen, aber: "Door closed". Beim Iberia-Schalter neuen Boarding Pass für den Nachmittagsflug bekommen. Zeit dazwischen am Flughafen Barajas (Lesen, Herumgehen). Mittagessen auf Kosten von Iberia im ARS-Restaurant. Mit mehr als einstündiger Verspätung Abflug um ca. 1645. Ankunft in Wien ca. 1945. Großgepäckstück von Franz kommt nicht an.


http://www.geocities.com/bikesouth/CentralAmericaMap.html

 

 


Fragen und Kommentare an thomas.knob@chello.at

 


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