Gründung:

Oktober 1996 - Gründungsmitglieder sind die Lebensmittelinspektoren der
Landesverbäde Oberösterreich, Tirol und Wien

Idee:

Für die Umsetzung der Idee des propagierten "Feinkostladen Österreich" sind sowohl die Vorgaben der EU als auch jene des österreichischen Lebensmittelgesetzes und des Codex relevant. Ein harmonisiertes Agieren der Lebensmittelinspektoren bei der Vollziehung wäre zweckmäßig. Diesem Anliegen sollte in der neu installierten Codexarbeitsgruppe "Amtliche Lebensmittelkontrolle" eine geeignete Plattform und entsprechender Stellenwert gegeben werden.

Der Beitritt des V.O.L.K. zur EALV, der Europäischen Arbeitsgemeinschaft der Lebensmittelkontrolle und des Verbraucherschutzes (Food Inspection), war ein wesentlicher Schritt. Der europäische Markt rückt immer mehr zusammen, zunehmend werden die Vorstellungen der EU über eine harmonisierte amtliche Lebensmittelkontrolle konkreter. Die EALV unterstützt diesen Prozess z.B. in Form von Workshops und Projekten für die DG XXIV.

Anliegen:

Aufgrund ihrer langjährigen Vollzugspraxis auf Grundlage des anerkannt guten österreichischen Lebensmittelrechtes, hat die amtliche Lebensmittelkontrolle – wie auch die österreichische Nahrungsmittelbranche – keine Scheu vor der Hygienerichtlinie 93⁄43⁄EG und der österreichischen Hygieneverordnung. Es ist ihr auch bewusst, dass diese neuen Regelungen Nachjustierungen und fachliche Weiterbildung notwendig machen. Der schrittweise Übergang von einer nachlaufenden zur präventiven Kontrolle schafft keine inhaltlichen Probleme, bedarf aber neuer Wege in der Schulung der Kontrolle. Ein wichtiges Ziel von V.O.L.K. ist daher die berufliche Weiter- und Fortbildung der Lebensmittelinspektoren als Organe des Konsumentenschutzes. Die Öffnung der Grenzen und insbesondere der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union brachten innerhalb kurzer Zeit deutlich gestiegene Anforderungen an das berufsspezifische, technische und rechtliche Wissen der Lebensmittelinspektoren. Die laufende berufliche Weiterbildung versteht der V.O.L.K. auch als Beitrag und Sicherung des hohen Standards der Lebensmittel in Österreich (siehe Schlagwort: "Feinkostladen österreich").

Zielsetzung:

Die Lebensmittelinspektion war und ist wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Konsumentenschutzes. Gleichermaßen braucht es für ihre Aufgabe Augenmaß gegenüber der Wirtschaft. An neue Herausforderungen kann mit großer Flexibilität herangegangen werden. Das liegt u.a. daran, dass die Lebensmittelinspektoren aufgrund ihrer Tätigkeit jene Vielseitigkeit erworben haben und praktisch verwirklichen, die durch den breiten Kontakt mit Wirtschaft und Konsumenten entsteht. Ein weiterer – keineswegs neuer – Aspekt ist die Unparteilichkeit, Regelgebundenheit und Transparenz der Lebensmittelkontrolle als Teil der Hoheitsverwaltung.

Ergebnis:

Das Interesse der österreichischen Nahrungsmittelbranche an einer Zusammenarbeit mit der Lebensmittelinspektion dokumentieren Aussagen bei einem Symposium in Klagenfurt "Funktionswandel der Lebensmittelkontrolle" welches von Alfred Dutzler, Leiter der Kärntner Lebensmittelaufsicht, organisiert und veranstaltet wurde. Dort erklärten zwei Vertreter der Wirtschaft auf die Frage: Wie soll ich Hygieneleitlinien in meinem Betrieb umsetzen? "Geht´s zur Lebensmittelinspektion, die helfen euch!"