Wasser

Wasser wird knapp !!

Wasserinvestments sind stark im Kommen.

 

Bereits heute hat weltweit eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – das haben Experten jetzt auf dem fünften Weltwasserforum in Istanbul betont. Das Bevölkerungswachstum und die Industrialisierung in den Schwellenländern dürften die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Schätzungen zufolge wird die Zahl der Menschen, die über kein sauberes Trinkwasser verfügen, bis zum Jahr 2030 auf fünf Milliarden steigen. Gefragt sind deshalb in Zukunft Unternehmen, die Lösungen zur effizienten Nutzung der Wasserressourcen und zur Wasseraufbereitung entwickeln.

Die Firmen dürften künftig davon profitieren, dass die Aufgaben zur Lösung des weltweiten Wasserproblems zunehmend in private Hände gegeben werden. Die UNESCO schätzt, dass künftig allein die OECD-Länder mindestens 200 Milliarden US-Dollar (147 Milliarden Euro) pro Jahr investieren müssen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Investments in den Wassersektor bieten deshalb langfristig interessante Chancen. Der Investitionsbedarf im Wassersektor ist immens. Unternehmen, die innovative Technologien und Produkte für eine bessere Wasserversorgung sowie Wasseraufbereitung anbieten, dürften davon profitieren.

Der Wasseraufbereitung und um der damit in vielen Regionen der Welt steigenden Nachfrage nach Trink- und Nutzwasser kann auf vielfältige Art entsprochen werden:

Die Wasseraufbereitung ist die zielgerichtete Veränderung der Wasserqualität. Sie umfasst im Wesentlichen zwei Gruppen der Behandlung:

  • Entfernung von Stoffen aus dem Wasser (z.B. Reinigung, Sterilisation, Enteisenung, Enthärtung, Entsalzung)
  • Ergänzung von Stoffen sowie Einstellen von Parametern des Wassers (z.B. Dosierung, Einstellung von pH-Wert, gelösten Ionen und der Leitfähigkeit)

Die Aufbereitungsverfahren können wie nachstehend beschrieben gegliedert werden:

  1. physikalische Verfahren (z B. Belüftung, Verdüsung, Sedimentation, Flotation, Adsorption, Vakuumverfahren, thermische Einwirkungen), hierzu zählt im weiteren Sinne auch die mechanische Aufbereitung (z.B. Rechen, Siebe, Filter)
  2. chemische Verfahren (z.B. Oxidation, Desinfektion, Flockung,  Entkarbonisierung, Ionnenaustausch)
  3. Membranverfahren (z.B. Nanofiltration, Osmose, Elektrodeionisation)
  4. biologische Verfahren (biochemische Oxidation, Schlammfaulung, anaerobische Abwasserreinigung)