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Analyse der
Europawahl 1999


0. Vorbemerkung
1. Ausgangslage
2. Nichtwähler
3. Muster im Wahlverhalten
4. Wahlmotive
5. Analytische Wertung
6. Literaturverzeichnis
7. Die Autoren

ZAP

0. Vorbemerkung

Der vorliegende Forschungsbericht informiert über Muster und Motive des Wählerverhaltens bei den zweiten Wahlen zum Europäischen Parlament am 13. Juni 1999. Als Datenquellen standen zwei telefonische Wahltagsbefragungen zur Verfügung:

1. eine bundesweite Telefonbefragung von N=800 Wählern bei der EP-Wahl (Exit Poll). Die Zielpersonen wurden auf Basis des Amtlichen Telefonbuches nach einem vorgeschichteten Stichprobenplan ausgewählt und in der Zeit von 12 Uhr bis 18 Uhr von Interviewern des FESSEL-GfK-Institutes (Telefonstudio) befragt;

2. eine bundesweite Telefonbefragung von N=400 Nichtwählern bei der EP-Wahl. Die Zielpersonen wurden analog zur Wählerbefragung ausgewählt. Bei dieser Stichprobe wurde erst zu einer späteren Tageszeit mit der Interviewertätigkeit begonnen.

Anders als bei den Exit-Polls zu Nationalratswahlen, die auf einer größeren Stichprobe basieren, lag der Schwerpunkt der telefonischen Wahltagsbefragung weniger auf soziodemographischen Strukturen als auf dem motivationalen Hintergrund der individuellen Wählerentscheidung. Trotzdem gestatten die vorliegenden Daten vorsichtige Aussagen über das Wahlverhalten zahlenmäßig großer Wählergruppen und somit auch eine tendenzielle Gegenüberstellung mit dem Wahlverhalten bei den Nationalratswahlen 1995.

Im ersten Abschnitt des vorliegenden Berichtes werden Trends der Entscheidungsfindung während des Wahlkampfes auf Basis bundesweiter Telefonumfragen des FESSEL-GfK-Instituts berichtet. Der zweite Hauptteil informiert über Strukturen und Motive der Nichtwähler. Im dritten Abschnitt wird auf Muster im Wahlverhalten großer Wählergruppen eingegangen. Der vierte Abschnitt des vorliegenden Berichts befaßt sich mit den Wahlmotiven bei der EP-Wahl. Aus Zeitgründen können hier nur die wichtigsten Ergebnisse der Studie präsentiert werden. Eine verdichtete Analyse der zweiten österreichischen EP-Wahlen 1999 bleibt späteren Publikationen vorbehalten.

Wien, 14. Juni 1999

Fritz Plasser
Franz Sommer
Peter A. Ulram


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