

| 25.07.2005 | und noch mehr Bilder |
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Ich hab das Rätsel der ständigen Stromausfälle gelöst... So sehen hier nämlich alle Strommasten aus |
![]() | Ein paar alte Möbel sind auch noch drin |
| Ein paar Einwohner die sich fragen warum weiße Männer sich für so alte Bruchbuden interessieren | ![]() |
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| Eine Lehmhütte mitten in der Wildnis |
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und ein Termitenhügel Manche davon sind fast 2 Meter hoch und außen hart wie Beton... |
| 22.07.2005 | Noch mehr Bilder |
| Es ist viel einfacher Fotos zu machen als ein Tagebuch zu führen ;P | |
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| Erst mal ein schöner Palmenwald ausserhalb der Stadt... |
![]() | und gleich daneben ein wunderbares Stück Architektur. |
| Nachdem immer der Strom ausfällt findet man alle 200m einen Wasserturm. | ![]() |
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| Eine Liveband in der Karaoke-Bar... Schwarze im Dunkeln zu fotografieren funktioniert nicht so ganz ^^ (wenn ihr wissen wollt wie sich das anhört dann gibts hier ne kleine Kostprobe) |
| Cabu Cabu - der Ersatz für öffentliche Verkehrsmittel... Davon gibt es hier Millionen und sie treiben einen zum Wahnsinn wenn man mit dem Auto unterwegs ist |
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| Die Monteure mit denen ich zusammen arbeite (von links nach rechts) Hermann, Peter, Kurt und Erich |
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Ohis, ich, Ben und Quenti Profis... zumindest beim Pause machen |
| 14.07.2005 | Die Nigeriaconnection |
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Die Überfahrt nach Nigeria war an ungemütlichkeit wirklich nicht mehr zu überbieten... Erst mal mussten wir fast drei Stunden in einem mit Gepäck und Passagieren vollgestopften Hafengebäude auf die Abfahrt warten und als wir um Mitternacht endlich an Bord waren ging der Spass erst richtig los. Wir hatten teurere Plätze im Inneren des Schiffs was aber vielleicht sogar ein Nachteil war, denn die Klimaanlage war "defekt". Sie hat den Raum auf eine Temperatur von 10° abgekühlt und ließ sich nicht ausschalten... Natürlich hatte keiner von uns was Warmes zum anziehen dabei. Zweiter Bonus bei der teureren Klasse war das ein Fernseher mit DVD-Player im Raum war. Ich war nahe dran das Scheißding kaputt zu treten, denn es war die ganze Fahrt lang, also von Mitternacht bis 8 Uhr früh, aufgedreht und hat mit ohrenbetäubender Lautstärke beschissene afrikanische Musikvideos und Comedyprogramme gespielt. Ich dachte schon die Tortour wäre vorbei als ich um 8:00 vollkommen übermüdet vom Schiff stieg aber da hab ich noch nicht so recht realisiert das ich soeben die Grenze der Zivilisation überschritten hatte. In Calabar regnete es wie aus Eimern und als wir am Hafen unser Gepäck holen wollten ging es los... Die Hafenarbeiter, die von ihrem Chef dafür bezahlt werden, dass sie die Ladung vom Schiff ins Hafengebäude tragen, verlangten einfach mal so 2000 Neira (ca. 12€) Gebühr von uns. Die Jungs konnten wir aber abwimmeln und auch durch die Passkontrolle sind wir gekommen ohne jemanden bestechen zu müssen. Nachdem wir eine Stunde mit den anderen Passagieren in einer Lagerhalle gewartet hatten stürmten plötzlich an die 20 Zollpolizisten den Raum und befahlen uns das Gepäck zu verlassen und SOFORT zur Raumwand zu gehn. ...überrascht, müde und belustigt wie ich war zückte ich die Kamera und schoß ein Foto... Eine Sekunde später war ich von 15 Polizisten umringt die behaupteten ich würde bei einer Regierungsaktion spionieren und meinen Fotoapperat konfiszieren wollten. Zum Glück konnte ich das Foto von der Digitalkamera löschen sonst wär ich sie los gewesen, aber die Zollbeamten gaben keine Ruhe. Drei Mal durchwühlten sie unser ganzes Gepäck von oben bis unten in der Hoffnung das wir ihnen was zahlen damit sie uns in Ruhe lassen. Wir sind aber hart geblieben und nach einer halben Stunde gaben sie auf und wir konnten endlich vom Hafen weg. Dachten wir zumindest, denn am Hafenausgang haben uns nochmal die Gepäckträger erwischt. Nach einer 20minütigen Blockade des Ausgangs haben wir schließlich 1500 Neira gezahlt, weil hinter uns ein wütender Mob schwarzer Passagiere Druck machte. Danach war aber der Weg zum Hotel frei. Und wieder Falsch gedacht... Auf dem Weg dorthin wurde unserem Taxi nämlich ein Nagelbrett vor die Reifen geworfen. Ein abgefuckter Typ kam vom Straßenrand, zückte eine Regierungsdienstmarke und verlangte ohne Angabe von Gründen 500 Neira Weggeld. Das war der Tropfen der das Faß zum überlaufen gebracht hat. Mein Vater ist ausgestiegen und hat den Typen in Grund und Boden geschrien :D Sein Auftraggeber ist nämlich ein ziemlich hohes Regierungsmitglied. Wir haben nur 200 Neira gezahlt und sind dann endlich im Naf Hotel angekommen um den Nachmittag durchzuschlafen. to be continued... | |
| 10.07.2005 | Bilder |
| Wird Zeit das ich ein paar Fotos nachliefere ;) | |
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| Von der Küste aus hat man eine wunderbare Aussicht... zumindest wenn gerade kein Öltanker vorbei fährt. |
![]() | Ein Wohngebiet am Stadtrand |
| ...und ein schnell näherkommender Regenschauer | ![]() |
![]() | Eine der 10000 Kirchen in Limbe... Jeder Prediger darf hier seine eigene Kirche eröffnen, daher gibt es die wie Sand am Meer |
| Hightech Polizeiausrüstung | ![]() |
![]() | Statt Tauben gibt es hier Eidechsen und Gekkos... |
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| Fischauswahl im Restaurant Die Fische kommen von Netz direkt auf den Grill, besser gehts nicht :) |
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| gegessen wird nur mit den Fingern, mit Besteck würde man ja die Gräten nicht rausbekommen | |
| Kasawa... Ein Nahtod-Erlebnis für die Geschmacksnerven -.-" | ![]() |
![]() | Beim Bier haben uns die Kameruni etwas voraus :) Das verkaufen sie nämlich in 0,65 l Flaschen... Prost! |
| Zu guter letzt noch ein Foto von mir und Mirabel im Nightclub | ![]() |
| 04.07.2005 | Lagebericht aus Kamerun |
![]() | So... Nach 3 Tagen hab ich endlich mal Zeit ein bisschen was in den Laptop zu Tippen. Obwohl man hier den halben Tag mit warten verschwendet war bisher noch keine Zeit ;) |
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Die ganze Reise ging am Freitag um 5:30 los. Ist zwar anstrengend so früh abzufliegen aber egal... Der eigentliche Stress hat erst in Frankreich begonnen. Unser Wien-Parisflug ist zwar planmäßig angekommen, aber wir hatten nur ein bisschen mehr als eine halbe Stunde um von einem Flugzeug ins andere zu kommen. Inkompetent wie die Franzosen nun mal sind haben sie auf dem riesigen Pariser Flughafen eine absolut miese Beschilderung. Nachdem wir eh fast keinen Stress hatten, hat uns dann die Sicherheitskontrolle noch ein bisschen aufgehalten und uns eine Nagelschere abgenommen. Schade das die Typen zu dumm zum Englisch lernen waren, sonst wüssten sie jetzt wenigstens was ich sie alles geschimpft habe -.-" Jedenfalls haben wir den Flieger grade noch erwischt und nach 6 1/2 Stunden in Duala (Kamerun) angekommen. Kurze Zwischenüberlegung: Wenn wir durch den ganzen Flugplatz gelaufen sind um grade noch in den Flieger zu kommen, was passiert dann eigentlich mit dem Gepäck? Richtig, das bleibt gemütlich in Paris liegen. Nachdem es in Duala nicht besonders gemütlich zugeht, haben wir uns, fürs erste ohne Gepäck, einen Fahrer organisiert um nach Limbe zu kommen. Limbe ist eine Ortschaft an der Küste, ca. 80 km von Duala. Auf dem Weg dorthin hat der Fahrer uns sehr schnell den üblichen Fahrstil auf afrikanischen Strassen gezeigt. Mit anderen Worten, dort herrscht STRASSENVERKEHRSANARCHIE !! Man kann an jeder noch so schmalen Stelle links und rechts Überholen, und das bei einem Seitenabstand von 2 cm. Jeder klebt dem Vordermann an der Stoßstange wenn man von einem Gendarmen angewiesen wird zur Seite zu fahren, dann winkt man ihm kurz und fährt weiter. Und das alles mit rostigen Toyotas von vor 10 Jahren auf Strassen mit lustigen 40 cm tiefen Schlaglöschern. Wir waren jedenfalls recht schnell in Limbe und haben uns ein Hotel gesucht Nachdem mein Vater nicht zum ersten mal dort war haben wir auch gleich einige Bekannte von ihm getroffen und sind am Abend ins "Down Beach" essen gegangen. Ein ziemlich gemütliches Lokal mit einer extrem simplen Speisekarte, Fisch oder Garnelen und dazu entweder eine gegrillte Banane oder Kasawa. Kasawa sieht aus wie ein 20 cm langer glitschiger weißer Gummistreifen... und schmeckt auch so :P Später haben wir uns dann zu dritt eine Flasche Wiskey in einem der beiden Nightclubs von Limbe genehmigt, mehr brauch ich wohl nicht sagen. Hat bis Mittag gedauert den Kater auszukurieren aber nach einem Teller kamerunischem Eintopf haben wir kurz den Markt besucht und sind dann wieder zurück nach Duala um das Gepäck zu holen. Freundlicherweise hat die Air France aber an diesem Tag den Kamerun-Flug ausfallen lassen also hatten wir wieder kein Gepäck, nach einer halbstündigen Verhandlung konnten wir aber 100€ Entschädigung herausholen. In Limbe wollten wir uns dann noch bis Mitternacht hinlegen um fit für den zweiten Nachtclub zu sein, haben aber dann verschlafen und es sein lassen. Während ich am Sonntag Vormittag in Limbe vergeblich nach Sehenswürdigkeiten suchte hab ich Mirabel kennen gelernt. Eine 20-jährige Maturantin die mich ein bisschen rumgeführt hat, obwohl es wirklich nicht viel zu sehn gab. Nachdem hier unten auch gerade Sommerferien sind und sie nichts zu tun hatte ist sie auch nach Duala mitgekommen wo wir endlich unsere Koffer bekommen haben. Abends in der Disko war sie auch dabei und da gings rund ;) Heute war der Kater nicht so schlimm, daher hab ich die Mittagszeit ausgenutzt um noch ein paar billige Kamerun-Souveniers in meine Kiste zu packen. Jetzt noch einen Haufen Garnelen im Down Beach verschlingen und um 22:00 gehts dann mit dem Schiff nach Calabar in Nigerien. | |