Curriculum Vitae

Mein Name ist Gerhard.

Ich wurde am 11. April 1967 in Baden geboren. Nach der 4-jährigen Qual in der Volksschule in Ebreichsdorf kam die 8-jährige Tortur im Gymnasium in Unterwaltersdorf. Irgendwie schaffte ich es, im Juni 1985 zu maturieren und diesen Lebensabschnitt erfolgreich hinter mich zu bringen.

Nach einem kurzen Urlaub kam ich meinem Berufswunsch einen riesigen Schritt näher. Schon seit Jahren träumte ich davon, Berufsoffizier beim österreichischen Bundesheer zu werden. So begann ich als Einjährig-Freiwilliger in der Kaserne in Baden meinen Grundwehrdienst. Nach einiger Zeit (weniger als 24 Stunden) realisierte ich, dass mein Idealismus bei weitem nicht reichte, um den intellektuellen Anforderungen (Saufen, Frauen, Autos, Waffen – in dieser Reihenfolge) zu entsprechen. Schweren Herzens verkündete ich beim Rapport meinen Sinneswandel und wurde daraufhin nach Neusiedl am See abgeschoben. Dort gab es die gleichen Anforderungen, jedoch war die Kommunikation (Seewinkler Idiom) ungleich schwieriger. Ohne größere Schäden überstand ich auch diese Zeit.

Das Thema Bundesheer verfolgte mich noch lange. Ich hatte die zweifelhafte Ehre, bei 5 Waffenübungen dabei zu sein. Die Anforderungen (Saufen, Saufen, Frauen, Waffen) hatten sich nur geringfügig geändert.

Mitte der 90er Jahre dann der Schock: Meine Einheit wurde aufgelöst. Ein Trauma der Extraklasse. Erst nach langer Zeit konnte ich diesen Tiefschlag überwinden. Um mich zu trösten, kaufte ich um 500 Schilling meine ganze Ausrüstung, zumindest die Teile, die ich noch fand. Ich habe die Sachen liebevoll im Keller meiner Mutter aufbewahrt, um sie später einmal meinem Sohn zeigen zu können.

Anfang 1987 begann ich meinen offiziellen beruflichen Lebensweg bei Siemens. Offiziell deswegen, weil ich vorher bereits 2 Monate bei einer Firma zwecks Beschäftigungstherapie werkte, die mir jedoch außer ein paar Schillingen nicht viel brachte.

Bei Siemens hatte ich das Glück, mein Hobby ‚Computer’ zum Beruf machen zu können und wurde Assistent des ODV-Assistenten. Obwohl ODV für ‚Organisation DatenVerarbeitung’ stand, meinten böse Zungen, es heiße ‚Ohne Direkte Verwendung’. Eines meiner wichtigsten und zeitintensivsten Projekte damals war Tetris, dessen Highscore ich über Monate inne hatte.

Nach drei Jahren wechselte ich firmenintern den Standort, kam in den 3. Bezirk und von der Hölle in den Himmel. In meiner vorherigen Abteilung kamen auf 300 Männer cirka 5 Frauen, nun war das Verhältnis ausgeglichen!!! Apropos Verhältnis: Ich habe dort meine Maria kennen gelernt, die ich im Mai 1993 auch geheiratet habe.

Es war eine lustige Zeit. Wir hatten einen netten Chef und eine liebe Frau Chefin. Neben der vielen Arbeit blieb uns eine Menge Zeit für allerhand Blödsinnigkeiten. Vor allem Siby und Maria haben sich da hervorgetan; ich natürlich nicht ;-) Mit dabei – entweder aktiv oder passiv – waren auch Edith, Cappi, Kösti, Legi, Evi, Günter und Teichi. Besonders ‚nette’ Vorkommnisse wurden sogar ins Klassenbuch eingetragen, welches hoffentlich nicht mehr existiert.

Nach einem kurzen Intermezzo bei einer Siemens-Tochterfirma kam ich zur Isovolta nach Wr. Neudorf. Meine neuen Kollegen Horsti, Raimund und Pozi machten mir das Leben dort erträglich, Toni und Vogi arbeiteten am Gegenteil. Es gab fruchtbringende Diskussionen mit Toni, vor allem über Autofelgen (Insiderwitz!). Ich lernte, dass ‚User’ den gleichen Wortstamm wie ‚Loser’ hat und dass man Host-Operator immer im Auge behalten muss.

Meine nächste Station war ein Softwarehaus, welches heute nicht mehr existiert. Das lag aber nicht an mir. Nachdem es dort weder Strukturen oder Organisation noch Pläne bzw. Termine gab lernte ich, flexibel zu arbeiten und von jetzt auf nun zu planen. Hat eine Zeit lang funktioniert. Was mir von dort geblieben ist, sind einige Squashfreunde und ein ordentliches Misstrauen gegenüber Programmierern.

Im Jahre 1996 landete ich in der Pharmabranche, bei SmithKline Beecham; ein großer Schritt. Nun hatte ich auch formell Verantwortung für einen Bereich. Endlich wurden meine Aussagen auch ernst genommen. Ein guter Chef (hat ja auch den gleichen Vornamen wie ich) und eine Unzahl von Top-KollegInnen bereiteten mir meine bis jetzt beste und erfolgreichste berufliche Zeit. Ich lernte Projekte zu managen, Prozesse zu analysieren, Budgets einzuhalten und weiße Socken und goldene Armbänder zu vermeiden.

In dieser Zeit ist auch unser Junior Constantin geboren worden. Es dauerte einige Zeit, bis wir die vollkommen geänderte Situation wieder im Griff hatten. Heute ist es nicht wirklich klar, wer da wen im Griff hat, die Großen den Kleinen oder gar umgekehrt.

Nach 5 Jahren war es an der Zeit sich wieder zu verändern (Rückwirkend muss ich mir wegen dieser Entscheidung ein bisschen auf den Kopf greifen). Ich habe in Folge zwei Mal beruflich in die Sch…. gegriffen, auf Deutsch gesagt. Wenn ich nun an das Sprichwort ‚alle guten Dinge sind drei’ denke, kommt mir das Grausen.

To be continued …

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