Kleine Anleitung zum Fahren und Heizen einer Dampflok im MSTS
!
Grueß Euch Trainsimmer!
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Viele von Euch fahren im TS mit Dampfloks und wundern sich vielleicht wie einfach das ablaeuft.
Einfach Bremsen loesen, Fahrtrichtung waehlen, Regler auf und ab geht die Bahn.
Das ist ja so einfach wie E-, bzw. Diesellok fahren.
So faehrt man mit dem Computergesteuerten Heizer
Wer das absichtlich macht ist ohnehin nicht bei diesem Thema, also sind wir unter uns.
Ich bin kein ehemaliger Lokfuehrer, sondern habe mein Wissen dazu, aus Fachliteratur, Schilderungen und den Versuchsfahrten die ich im TS gemacht habe,
um die eng.- und wag.files zu tunen, erworben.
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Ich habe zwar Dampferfahrung, aber nicht mit Dampfmaschinen,
sondern Turbinen, daher bitte ich um Nachsicht wenn nicht alles so ist, wie von mir geschildert.
Es waere ja gut wenn dieses Thema kritisch gesehen wird, dann bekaemen wir
vielleicht bessere Dampf - eng.files.
Leider gibt es in der oesterr. TS-Gemeinde noch keine Wissensquelle zu diesem
Thema von berufener Stelle.
Ausgenommen Viper Guenther Grund, der schon selbst Dampflok
gefahren hat und mir immer wieder gute Hinweise gibt.
Aber jetzt zur Sache.
Wir wollen eine Dampflok fahren und selber beheizen.
Im TS ist ja der Computer als Heizer beschaeftigt, diesen Job wollen wir aber
selber machen, also entlassen wir unseren 08/15 Heizer indem wir auf der
Startseite des MSTS in den Optionen, den computergesteuerten Heizer
ausschalten.
Bei dieser Gelegenheit machen wir uns gleich mit den Tastaturschaltern
vertraut.
Ich gehe in dieser Anleitung von einer gegebenen eng.file aus, da es zum Tunen
einer solchen ein eigenes Tutorial von mir gibt.
Unser Dampfross steht zur Abfahrt bereit, alles zischt und raucht und dampft.
Auf einer Dampflok muessen wir unsere gesamten Energieressourcen auf der Lok
oder im Tender
mitfuehren, auch kann man ja nicht mit einer kalten Lok wegfahren, wir
brauchen dazu Wasserdampf mit einem bestimmten Druck, das bedeutet im Vorbild
stundenlange Vorbereitung durch das Personal im Heizhaus.
In der Simulation macht das der Schreiber der eng.file.
Das ist unser Einstieg in die faszinierende Welt des Dampflokfahrens in der
Simulation.
Die Besonderheiten des Wasserdampfs werde ich fallweise beschreiben, wer
genaues zu Wasser und Dampf wissen will muss Fachliteratur lesen.
Jedem Heizeranwaerter sei empfohlen, sich erst einmal
die eng.file seiner Lok anzuschauen, da die Sim nur fuer die
Uebungsloks einige Angaben am Screen zu den
techn.Daten zeigt.
In der eng.file gehen wir in die
„Engine"
Abteilung - meistens nach der Licht
Sektion und suchen die Zeilen
IsTenderRequired ( 1 ) Das bedeuted : an der Lok
haengt ein Tenderwaggon, bei einer Tender/Tanklok muss ein minus - vor der 1 stehen
( -1 )
sonst kann man die Firemass nicht anheben.
Wenn die Zeile fehlt, kann es trotzdem funktionieren, es gibt aber keine
Mengenanzeigen".
"IdealFireMass"
Die Angabe dahinter ist fuer eine optimale Dampfproduktion entscheidend
und die Richtschnur fuer den Heizer.
"MaxBoilerPressure"
hoechster Kesseldruck, da die Simulation keine Kondensationsmaschine kennt und
die auch im Vorbild selten waren,
muessen wir unseren Dampf verbrauchen meistens aber abblasen.(frevelhaft)
"MaxWaterMass"
hoechste Kesselwassermenge ist oft zu hoch/zu niedrig angegeben was zu hohen Kesselwasserstaenden im TS fuehrt.
Werte um „3000" passen fast immer.
Man kann aber ohne weiteres experimentieren.
Fuer die Heizerei ist es sodann wichtig was in der Zeile
"EngineVariables"
steht, hier sind unsere Startbedingungen eingetragen, wie wir die Lok
aus dem Heizhaus uebernehmen, wenn hier die
Daten 1:1 mit den Daten in der Engine Abteilung (Maximalangabe) uebereinstimmen,
dann
ist es ratsam, die ersten vier Werte um ein Drittel zu reduzieren,
water_ level ist nicht immer angegeben, reagiert aber auf water mass.
Nun sind wir im Fuehrerstand der Lok und sehen uns um.
Wir sehen die Hebel und Armaturen mit denen man die Lok faehrt, man kann alle
ueber die Maus bedienen, wenn sie animiert sind.
Die Bedienung ueber Tastatur ist unter Optionen/Tastatur im MSTS
Startbildschirm nachzulesen und veraenderlich.
Hier ist jeder Hebel und jede Armatur wichtig da man als Heizlokfuehrer ja
alles in Personalunion bedienen muss.
Da die Fst. Anzeigen nicht immer alles zeigen was wir brauchen, schalten wir mit
2x Taste "f 5" die HUD Anzeigen ein.
Mit den neuesten Bin Updates hat man3x u. 4xHUD, da wird alles angezeigt was
man braucht.
Das ist bis auf weiteres unsere Schulungsunterlage. Hier ist alles wichtig was
wir sehen, um den Zug schnell und sicher von A nach B zu bringen.
Im oberen Block sehen wir Anzeigen fuer
Geschwindigkeit Reglerstellung =
Dampfregler, regelt die Dampfmenge zu den Zylindern und haelt den Druck
im Kessel
Richtungswender
= Steuerung der Dampfmenge sog. Fuellung der
Zylinder - vorwaerts /rueckwaerts
Bremsanzeige
= Angewendet/Bremsen oder
= Ausgeloest/nicht Bremsen je nach Script in der eng.file gibt es
hier verschiedene Zwischenstufenanzeigen
wie Eigene Runde /Neutral
Dampfkesseldruck
= vor dem Frischdampfregler. Nur durch Feuerung
und/oder Dampfentnahme beeinflussbar.
Druck im Schieberkasten
= Druck auf die Schieberegler oder Steuerventile je nach
Ausstattung der Maschine.
Kesselwasserstand
= ein Faktor der wenn nicht beachtet
Leben kosten kann. Sicherer
Wert >0.5
Wird der Wasserstand zu niedrig, >-0 schmelzen die zu diesem Zweck in die
Feuerbuechse eingebauten
sog. Schmelzpfropfen,
das sind Hohlschrauben oder Hohlnieten mit einer
Weichmetallfuellung, die bei einer
Temperatur die den Kessel schaedigen
kann, schmilzt.
Das restliche Kesselwasser stroemt in die Feuerbuechse und loescht das Feuer
um den Kessel zu schuetzen.
Wenn die Feuertuer geschlossen war, geht alles vielleicht gut fuer die
Mannschaft aus, es gab aber auch sehr
oft fuerchterliche Katastrophen.
Im zweiten Block sind
Dampferzeugung : Je nach Leistungsdaten in der eng.file "MaxBoilerOutput", „BoilerEffectivity"
und "IdealFireMass"
Dampfnutzung : Abhaengig von: Reglerstellung, Zylinderfuellung, Wassereinspeisung mit
Frischdampf, Zylinderentwaesserung
plus die Summe aller Verbraucher (Hilfsblaeser, Sicherheitsventil, Luftpresser bei
Vacuumbemse, Grundverbrauch)
Bremsleitung Druck in der Bremsleitung 0 =leere Druckleitung = volle Bremskraft
Luftpresser ein/aus Dampfverschwender besonders bei Vacuumbremsen
Druck der Dampfheizung Winterfahrt
-Leer/Talfahrt fuer Dampfnutzung
Wasser im Tender veraenderbar
im Aufgabeneditor und eng.file
Kohle im Tender
veraenderbar
im Aufgabeneditor - " -
Hilfsblaeser Anfachen des Feuers bei Bedarf z.B.: Regler Null, langsame Fahrt aber hoher
Dampfbedarf,
schwerer Zug oder Steigung.
Im Normalzustand zu schliessen, wegen Dampfverbrauch
Luftklappen Feuertemperatur erhoehen, nur wenn notwendig sonst zu viel Dampfproduktion.
Feuertuere Ist oft mit 10Stufen zu oeffnen, da aber die Sim einen Feuerrueckschlag
erzeugt wenn man mit offener Feuertuere in
einen Tunnel faehrt, ist es besser diese Einstellung in der eng.file in eine Auf-Zu Stellung
zu bringen.( siehe
Dampftutorial) um schneller im letzten Augenblick die
Tuer zuschlagen zu koennen.
Schaufelrate
Stufen in der eng.file frei waehlbar. Geht selbsttaetig auf Null, wenn
die Feuertuere geschlossen wird.
Temperatur des Feuers anfachen mit Hilfsblaeser
und/oder Luftklappen
Masse des Feuers
je naeher an der "IdealFireMass" um so besser die Dampferzeugung
Dampfstrahlpumpe 1 Wasserzufuhr je
nach Eintrag in der eng.file fuer Frisch oder Abdampfinjektor
und Menge
Dampfstrahlpumpe 2 Wasserzufuhr
--------------------------"-----------------"-----------------------
Dampfstrahlpumpe 1 Dampf
--------------------------"-----------------"-----------------------
Dampfstrahlpumpe 2 Dampf
--------------------------"-----------------"-----------------------
- ist nicht immer ganz klar zu unterscheiden, im Zweifelsfall auf den
Dampfverbrauch achten.
Niveau der Wassereinspritzung %
zeigt den Leistungsverlust bei Kesselueberspeisung an, wenn in der eng.file
der ganzeBlock
"PrimingFactor" eingeschrieben ist
Durch Ueberspeisung des Kessels wird Wasser mit dem Dampf mitgerissen, was zur
Abkuehlung des Dampfs
und in der Folge wegen der Kondensation des Dampfs (Verringerung des
Dampfvolumens/drucks) einen Leistungsabfall
bewirkt.
Wenn nicht sofort eine Gegenmaßnahme durchgefuehrt wird, kann es zu einem
sogenannten Wasserschlag (Wasser laesst
sich nicht pressen) durch
den zu Wasser kondensierten Dampf und somit zur Zerstoerung der
Zylinder/Kolben/Lager,
kommen.
Gegenmaßnahmen In der
Simulation : Wassereinspeisung zu, Zylinderentwaesserung auf, solange bis die
%Anzeige wieder auf Null kommt
und der Kesselwasserstand um +1 ist.
Den Regler nicht weiter oeffnen, eher etwas schliessen trotz Leistungsabfall,
sonst geht zu viel Kesselwasser verloren.
Natuerlich gibt es auf einer realen Dampflok noch mehr zu tun - schmieren,
putzen Stopfbuechsen nachziehen, Asche
entsorgen,Kohle im Tender zurechtlegen usw. aber fuer den TS muessen wir damit
auskommen.
Fahren mit einer Dampflok
Jetzt komme ich zu einem haarigen Kapitel, da ich selbst keine
Erfahrung mit echten Kolbendampfmaschinen habe, geschweige den mit Dampf –
Lokomotiven - alles bezieht sich auf den Umgang mit Dampfloks in der
MS-Trainsimulation .
Aber probieren wir es aus!
Nachdem wir unsere Lok mit Anhang gewaehlt haben und unsere Aufgabe
kennen, setzen wir den Zug in Bewegung:
Bremsen loesen, wem die Reglerstufen zu klein/zu viele sind,
dem empfehle ich in der eng.file eine groessere Abstufung einzuschreiben.
Standart ist 0.0125 aendern auf 0.05 oder 0.02.
Bis sich die Bremsleitung aufgefuellt hat stellen wir den
Fahr/Wenderegler oder wie auch immer er genannt wird auf 50 –
100% je nach Gewicht des Zuges und der Neigung, den
„Dampf - Regler"
- auf Lokos wird der Haupt-Dampfregler so genannt, machen wir
soweit auf, bis Druck in den
Zylindern angezeigt wird. Ist der
Druck in der Bremsleitung da, bei europ. Dampfloks 5bar, (unbehandelte
cabview.files zeigen fast immer „psi"), das ist die einzige Bremswirkungsanzeige
im MSTS fuer Dampfloks, geben wir ein Pfeifsignal, schauen den Zug entlang nach
hinten und nach vorn auf unser Ausfahrtsignal,
erhoehen den Druck auf die
Zylinder indem wir den
„Dampf - Regler" weiter oeffnen, bis sich der Zug in
Bewegung setzt.
Zylinderentwaesserungen sind bei erster Anfahrt immer offen,
außer im Schaltkasten am Ende der eng.file
ist etwas anderes
eingetragen,
die schließen
wir jetzt.
Hat man den Regler zu weit aufgerissen und die Raeder der Lok drehen durch
(Schleudern),
dann hilft sofortiges
Schließen des „Dampf - Regler"
oder-
vorher
Sandstreuen wenn man einen schweren Zug wegziehen muss.
Dazu ist zu bemerken, daß Schleudern bei einer Dampflok nicht nur sehr großen
Verschleiß bewirkt, sondern auch zu viel Dampfverbrauch, auch in der Simulation. Reglerstellungen ueber 51%
bei twin_port -Reglern, brauchen mit den meisten Reglerdaten weniger
Dampf als darunter,
bei single_port - Regler ist das ganze
gleichmaeßiger. Ausprobieren!
Hat man nun den Zug in eine vernuenftige Fortbewegung gebracht, beginnt man
sofort mit der Kontrolle aller Daten fuer einen soliden Betrieb und Sicherheit.
Das erste und wichtigste ist der Wasserstand im Kessel, dann der Druck im
Kessel. Außer vor Steigungen braucht man den vollen Dampfdruck nicht.
Dann muss der MSTS DampfHeizLokfuehrer auf sein Feuer achten, also auf die
richtige
IdealFireMass nacheizen Taste „F" Feuertuere und „R" Schaufelrate,
wenn noetig.
Ist genug Dampf da und die Strecke flach kann man sich damit Zeit lassen.
Nun stellen wir unseren Dampfverbrauch ein :
Es gibt in der HUD die Zeilen
Dampferzeugung und
Dampfnutzung, das sind ganz wichtige Anzeigen, besonders in der Lernphase,
damit hat man die beste Kontrolle ueber seinen Kessel und die Reglereinstellung.
Hilfsblaeser zu, Shift N ,
bei Feuertemperatur >900° , die Simulation erreicht
max 1000°, wogegen im Vorbild auch 1400° heisse Rauchgase vorkommen.
Luftklappen zu, Shift M
Um Fahrplaene einzuhalten ist es gut wenn man die Leistung seiner Lok zum
beschleunigen, so gut wie moeglich ausnutzt,
also
Fahr/Wenderegler voll auf, Dampf - Regler langsam erhoehen bis sich
der Zug in Bewegung setzt.
Dann nehmen wir zuerst den
Fahr/Wenderegler langsam zurueck
um die Zylinderfuellung zu regeln - auf 40% fuers erste.
Den Dampf -Regler erhoehen wir gleichzeitig weiter, wenn Zug
gut beschleunigt nehmen wir den
Fahr/Wenderegler noch weiter zurueck auf 25%.
Die Sim bremst bei zu grosser Fuellung die
Maschine. Druck steht vor und hinter dem Kolben an, es geht nichts mehr
weiter und man saugt den Dampf aus dem Kessel durch die Zylinder.
Haben wir wenig Zeit, nutzen wir die volle Kraft und gehen immer nur um
einige % mit dem
Fahr/Wenderegler zurueck sobald die Anzeige
„Druck im Schieberkasten" unruhig wird, bis sie sich beruhigt, solange bis
die
Dampfnutzung, Dampferzeugung, Dampfdruck und Geschwindigkeit zufriedenstellend geregelt ist.
Faehrt der Zug zu schnell, dann machen wir den „Dampf - Regler" so
weit zu, bis wir unsere Geschwindigkeit halten koennen. Man kann mit sogenannter
Gegendruckbremse arbeiten und bei offenem „Dampf - Regler", den
Fahr/Wenderegler auf rueckwaerts stellen, um die Geschwindigkeit zu
drosseln und sich die Manipulation mit der Bremse zu sparen.
Normale Reglerstellung in der Simulation ist:
Fahr/Wenderegler zwischen 15 und 40%,
Dampf - Regler um die 80% je nach Bedarf und Dampfangebot.
Jetzt werden wir auch schon Kesselwasser nachspeisen muessen, dazu
druecken wir auf die Tasten L + O und oeffnen damit die
Wasserzufuhr L und die Dampfzufuhr O zu den Injektoren.
Wenn man sich nicht erinnert welche Taste wo zugeordnet war (eng.file) dann
abwechselnd L+O
einschalten und auf den Dampfdruck achten, steigt der Wasserstand und bleibt der
Dampfverbrauch annaehernd gleich dann haben wir den Abdampfinjektor in Betrieb.
Brauchen wir mehr Dampf als dem Kesseldruck guttut, dann haben wir den
Frischdampfinjektor aufgemacht.
Dann oeffnen wir die andere Kombination K+I
Meistens ist nur wenig Unterschied zu bemerken, dann ist die eng.file Einstellung der
Injektoren nicht sehr genau.
Wichtig ist fuer uns aber, daß genug Wasser nachgespeist wird, auf den
Dampfdruck muessen wir ohnehin achten, da aber die Simulation meistens zuviel
Dampf produziert ( es ist nicht moeglich das Feuer abzudecken ) werden wir hier
nicht oft in Verlegenheit kommen. Meine eng-files sind so eingestellt daß der
Dampfueberschuss genau ausreicht um den Kessel nachzuspeisen.
Haben wir wenig Wasser im Tender dann schliessen wir die Ventile K/L, mir ist
aufgefallen, daß die Sim trotz geschlossener Dampfzufuhr, das Wasser aus dem
Tender saugt was speziell bei kleinen Tenderloks zu Wassermangel
fuehren kann.
Wenn wir nun eine Steigung zu bewaeltigen haben, stellen wir unsere Regler
langsam auf den vermehrten Leistungsbedarf ein indem wir wie beim Anfahren
zuerst die Zylinderfuellung erhoehen (Fahr/Wenderegler) Aber vorsichtig
dabei kann man leicht die Fahrt verzoegern wenn man zu frueh dran ist, dann den
Regler oeffnen, dabei auf die Dampfnutzung in der HUD achten sonst ist
schnell der Dampfdruck und das Kesselwasser weg.
Wenn die Maschine richtig am Berg arbeitet baut sich der Druck auf und die
Dampferzeugung bekommt die Oberhand. Jetzt erhoehen wir den Druck und die
Fuellung auf die Zylinder so weit, daß wir den Zug am Rollen halten koennen.
Schleudern vermeiden oder rechtzeitig Sandstreuen.
Nachheizen auf die IdealFireMass und Kesselwasserspeisen mit bedacht ist jetzt
gefordert - Abdampfinjektor nuetzen um den Frischdampf fuer die Maschine zu
erhalten. Wird die Fahrt langsam ist es ratsam die Luftklappen voll zu
oeffnen und den Hilfsblaeser so einzustellen, das man
gerade eine Wirkung auf die Dampferzeugung/Feuertemperatur erziehlt, aber
nicht zuviel Dampf verbraucht.
Bei einem starken Neigungswechsel nach unten, sollte man vorher schon den
Kesselwasserstand so anheben ( +1 )das man bei
Einfahrt ins Gefaelle keinen minus Wasserstand
bekommt und durch die Sicherheitseinrichtung des Kessels ( Schmelzpfropfen ) aus
der Simulation faellt.
Man kann jetzt ruhig alle Speiseventile so lange oeffnen, bis man einen sicheren
Wasserstand hat, da man bergab ohnehin zuviel Dampf zur Verfuegung hat.
Wir kommen nun in die Verlegenheit den Zug anhalten zu muessen.
Die SimHilfe sagt: beim Einfahrtssignal Regler auf Null bis auf 20Kmh runter, und dann in
die Station mit der Zug - Bremse, na ja damit kann man einen
Fahrplan nur
schwer einhalten.
Eine einfache Bremsregelung hat man mit einem "Apply" Regler der selbststaendig
die HauptLuftLeitung entsprechend den Einstellungen fuer release und application
in der eng-file entleert bzw. fuellt.
Auf der Dampflok im allgemeinen und auf einer neuen Strecke im besonderen ist Uebung angesagt, hier kommt es
auch sehr auf die
Bremseinstellung an, die man in seinem Trainsetconsist hat.
Es besteht kein Unterschied zu anderen Antriebsarten in der Sim, außer man hat
Zuege mit Vakuumbremse.
Verbraucht viel Dampf . Was aber gut gegen das ewige
Abblasen des Sicherheitsventils waere.
Vacuumbemse ist eine mehrloesige Bremse ohne eigene Lokbremse, funktioniert am
besten mit Wagen die gleich ausgestattet sind, kann auch bei
Schmalspurdiesellok´s eingesetzt werden.
Auch kann man die Maschine als Gegendruckbremse anwenden, Regler
30-51%
und den Fahrregler auf rueckwaerts, aber Achtung leichte Loks schleudern leicht.
Der Simulation ist es zwar egal aber wichtig ist es, sofort nach Stillstand des Zuges die Zylinderentwaesserungen
zu oeffnen. .
Hat man viel Dampfdruck kann man jetzt Kesselspeisen mit den
Frischdampfinjektoren ( Hilfsblaeser auf) um die Simbevoelkerung nicht mit dem Schalllaerm des
SVentils zu stoeren.
Bei einigen Loks zb.: Flying Scotsman kann man unterwegs nach
Carlisle aus eine Wanne zwischen den Schienen Wasser in den Tender fassen ohne
anzuhalten. Mit Taste „t".Ruessel runterlassen, shift „t" hochnehmen. Eine
Geschwindigkeitsangabe findet man in der Simhilfe, da aber die Rinne meistens zu
schnell wieder zu Ende ist, fahre ich mit 30mph durch, um den Ruessel auch
wieder rechtzeitig hoch zu bekommen.
Normales Wasserbunkern am Wasserkran ebenfalls mit "t", die
Position ist in der eng.file angegeben.
Da in der Simulation die Loks keiner Pflege beduerfen, koennen wir nach beenden
unserer Aufgabe nach Hause gehen.
Oder wenn’s Freude gemacht hat die naechste Aufgabe starten.
Ein Tipp noch zum Fahren am Berg: Es ist bei manchen Strecken
und Lok´s einfacher Schleudern zu vermeiden, wenn man nicht mit dem
vollem Kesseldruck auf die Zylinderfuellung faehrt, 10-15% niedriger als max Druck
und erst die Fuellung erhoehen. Verbraucher dazuschalten - Heizung und
Wassernachspeisung.
Abblasen des Sicherheitsventils vermeiden.
Damit ist diese Lektion zu Ende. Sie wird Euch bei den ersten
Versuchen eine Dampflok zu Fahren und zu Heizen, helfen. Wenn jemand unter Euch
eine feinere Bedienungsweise erarbeitet hat, dann bitte ich um Rueckmeldung um
meinen Fahrstil zu verbessern.
Diese Anleitung beansprucht kein Copyright,
Anfragen und Verbesserungsvorschlaege an.
herbert.maggale@chello.at
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