Dr. Michael Jung

Facharzt für Innere Medizin

Zusatzfach: Angiologie

1080 Wien, Strozzigasse 10

Neben dem ärztlichen Gespräch und der routinemäßigen internistischen Untersuchung sind häufig apparative Untersuchungen zur genauen Diagnose und auch zur Planung der Behandlung erforderlich. Nachfolgend werden einige wichtige Zusatzuntersuchungen erklärt:

ERGOMETRIE

ECHOKARDIOGRAPHIE

ULTRASCHALLUNTERSUCHUNG DER GEFÄSSE

a) HALS-SCHLAGADER ("CAROTIS")

b) ARM- UND BEINARTERIEN

c) ARM- UND BEINVENEN

ULTRASCHALLUNTERSUCHUNG DER SCHILDDRÜSE

24-STUNDEN BLUTDRUCKMESSUNG

24-STUNDEN BANDSPEICHER EKG

LUNGENFUNKTIONSUNTERSUCHUNG


ERGOMETRIE

Es findet eine standardisierte Belastungsuntersuchung am Fahrrad (mit EKG-Aufzeichnung) statt. Bitte nehmen Sie entsprechend geeignete Kleidung mit; Sie können bevorzugt in Sportschuhen, aber auch in Socken, barfuß oder in bequemen Straßenschuhen treten. Bitte trinken Sie vor der Untersuchung genug, vor allem, wenn eine hohe Leistung zu erwarten ist.

Fragestellungen z.B.:

  • Blutdruck- und Herzfrequenz- Regulation
  • Leistungsfähigkeit , Trainingsberatung
  • Ausschluß von Herzerkrankungen (v.a. Erkrankungen der Herzkranzgefäße)
  • Beurteilung von Herzrhythmusstörungen
  • Kontrolle bekannter Herzerkrankungen
  • Kontrolle der medikamentösen Therapie
  • Entscheidung, ob weiterführende Untersuchungen, z.B. ein "Herzmuskel-Scan" oder eine Katheteruntersuchung im Krankenhaus erforderlich sind.
  • Kontrolle nach Herzoperationen

Im Anschluß an die Ergometrie kann eine Trainingsberatung stattfinden. Diese richtet sich nicht nur nach dem Lebensalter, sondern berücksichtigt die individuelle Frequenz- und Blutdruck- Regulation und eventuelle Begleiterkrankungen bzw. die Medikation. Entsprechend können auch sportmedizinische Fragen beantwortet werden.


ECHOKARDIOGRAPHIE

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist bei vielen Fragestellungen ein unerlässliches Hilfsmittel zur Diagnose und Therapieplanung geworden. Das sogenannte "B- Bild" zeigt (wie auch bei anderen Ultraschalluntersuchungen im Bauchbereich etc.) zweidimensionale Schnitte durch das Organ, der "M- Mode" kann funktionelle Informationen vor allem über den zeitlichen Ablauf der Herzaktion liefern, die Doppleruntersuchung (inklusive Farbdoppler) gibt Aufschluß über Strömungsverhältnisse in verschiedenen Lokalisationen z.B. im Bereich der Herzklappen. Sie brauchen sich auf die Untersuchung nicht speziell vorzubereiten. Meist werde ich die Untersuchung zum routinemäßigen Ordinationstermin durchführen, in Einzelfällen wird sie gesondert vereinbart werden. Sollte Ihr betreuender Internist die Echokardiographie nicht selbst durchführen, kann auch eine gezielte Zuweisung erfolgen, Sie erhalten dann den Befund sofort nach der Untersuchung ausgehändigt.

Fragestellungen z.B.:

  • Größe der Herzhöhlen (linker und rechter Vorhof, linke und rechte Kammer, Abgang der Hauptschlagader etc.)
  • Dicke des Herzmuskels (z.B. bei Bluthochdruck oder Herzmuskelerkrankungen)
  • Beschaffenheit und Funktion der Herzklappen, Ausschluß von Undichtheiten bzw. Einengungen
  • Pumpleistung des Herzens · Ausschluß einer Reihe weiterer krankhafter Veränderungen, z.B. Narben nach Infarkten
  • Verlaufskontrollen von Herzmuskelerkrankungen, Herzklappenerkrankungen, Kontrollen nach Herzoperationen
  • Kontrollen nach medikamentöser Therapie

ULTRASCHALLUNTERSUCHUNG DER GEFÄSSE

Es werden die Blutgefäße einerseits im Schnittbild dargestellt, um z.B. Ablagerungen oder Thrombosen auszuschließen, andererseits werden mit Hilfe der Doppleruntersuchung Strömungsparameter dargestellt, die ihrerseits Aufschluß über Gefäßverengungen oder Schlingenbildungen und ähnliches geben können. Der "Farbdoppler" ist ein "Flächendoppler", der farbcodiert (in diversen Farbabstufungen) verschiedene Strömungseigenschaften (Geschwindigkeit, Richtung u.a.) im Gefäßschnitt aufzeigt, Die Kombination aus Schnittbild und Doppler wird "Duplex"- Verfahren genannt.

a) HALSSCHLAGADER ("CAROTIS")

Fragestellungen z.B.:

  • Ablagerungen ("Plaques", v.a. im Rahmen der Arteriosklerose) in den hirnversorgenden Schlagadern, v.a. bei Personen mit Herz- Kreislauf- Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhtes Cholesterin etc.)
  • Beschaffenheit der Ablagerungen (Kalkeinlagerung, Thromben etc.)
  • Grad der Einengungen der Gefäße durch die Plaques: besteht eine relevante Behinderung des Blutstrohmes bzw. eine Gefährdung für Schlaganfall (Folge einer Hirn- Durchblutungsstörung)?
  • Verlaufsbeobachtungen bei bekannten Plaques
  • Nachuntersuchung nach Schlaganfall oder kurzzeitigen Hirndurchblutungsstörungen (z.B. nach vorübergehender Schwäche oder Gefühlsstörungen in einem Arm oder Bein, nach vorübergehendem Sehverlust auf einem Auge etc.).
  • Feststellung der Narkosetauglichkeit bei Einengungen der Halsschlagader in manchen Fällen
  • Nachuntersuchung nach Operationen an der Halsschlagader
  • Zusätzliche Beurteilung der hinteren Hirnschlagader ("Vertebralis", verläuft in einem speziellen Kanal in der Halswirbelsäule). Durchblutungsstörungen in der hinteren Hirnschlagader können eine von vielen Ursachen für massiveren "Schwindel" oder Sturzneigung sein.

 

b) ARM- UND BEINARTERIEN (-SCHLAGADERN)

Fragestellung z.B.:

  • Durchblutungsstörungen: z.B. "Schaufensterkrankheit"
  • Ablagerungen ("Plaques", im Rahmen der Arteriosklerose) v.a. bei Personen mit Herz- Kreislauf- Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhtes Cholesterin etc.)
  • Beschaffenheit der Ablagerungen (Kalkeinlagerung, Thromben etc.)
  • Grad der Einengungen der Gefäße durch die Plaques: besteht eine relevante Behinderung des Blutstrohmes bzw. eine Gefährdung des Beines bzw. des Armes (Durchblutungsstörungen der Arme sind deutlich seltener).
  • Nachuntersuchung nach Operationen an den Arterien (Bypassoperation, Ausschälung der Arterien)

Je nach Fragestellung können auch andere Methoden zur Beurteilung der Schlagadern ("der Durchblutung") zur Anwendung gelangen: z.B. Doppleruntersuchung zur Messung des Blutdruckes an den Beinen, "Oszillographie" zur simultanen Vergleichsmessung der "Durchblutung" an den Armen oder Beinen. Auch diese Methoden biete ich in der Ordination an.

c) ARM- UND BEINVENEN

Fragestellung z.B.:

  • Ausschluß einer Thrombose mit Verschluß der tiefen Venen, z.B. bei neu aufgetretenen Beinschwellungen
  • Beurteilung des Blutabstromes bzw. von Undichtheiten der "Venenklappen" bei Patienten mit Beinschwellungen, Thrombosen in der Vergangenheit oder Beingeschwüren: für diese Fragestellungen sind in manchen Fällen noch zusätzliche weitere Tests erforderlich.


ULTRASCHALL DER SCHILDDRÜSE

Fragestellung z.B.:

  • Feststellung der Größe des Organs
  • Ausschluß oder Diagnose von "Knoten"
  • Entscheidung, ob weiterführende Untersuchungen, z.B. ein "Schilddrüsen- Scan" erforderlich sind.
  • Nachbeobachtung nach Schilddrüsenoperationen
  • Verlaufsbeobachtung bestimmter Schilddrüsenerkrankungen.

24-STUNDEN BLUTDRUCKMESSUNG

Gegenüber der Selbstmessung des Blutdruckes können wichtige Informationen über den Tagesrhythmus des Blutdruckes, den nächtlichen Blutdruckabfall oder beispielsweise morgendliche Blutdruckspitzen erhoben werden. Wenn die Blutdruck- Selbstmessungen und die Messungen in der Ordination für die Therapie- Entscheidung nicht ausreichen, kann diese Untersuchung sinnvoll werden. Bei manchen Patienten ist sie als Kontrolle der durchgeführten Behandlung notwendig. Der Patient bekommt unser Gerät für 24 Stunden angelegt. Es wird untertags 4x/ Stunde und nachts 2x/ Stunde gemessen (der Schlaf ist in der Regel dadurch nicht relevant gestört). Am Tag der Rückgabe des Gerätes in der Ordination wird die Untersuchung mit einer entsprechenden Software ausgewertet und gleich anschließend besprochen.


24-STUNDEN BANDSPEICHER-EKG

Es soll das EKG über ca. 24 Stunden auf ein Speichermedium aufgezeichnet werden. Das Speichergerät selber ist ca. so klein wien eine Kreditkarte und befindet sich einem Etui. In der Ordination werden Klebeelektroden an definierten Stellen des Oberkörpers befestigt. (Gegebenenfalls muß im Einzelfall eine Rasur an diesen Stellen vorgenommen werden, da die Elektroden sonst nicht haften.) Baden, Duschen (oder ein ev. Saunagang) sind in den nächsten 24 Stunden nicht möglich, da sich die Elektroden sonst lösen. Bei Herzbeschwerden kann das EKG mit einer entsprechenden Taste "markiert" werden und der Tagesablauf wird vom Patienten auf einer Liste notiert. So können EKG-Veränderungen bestimmten Situationen zugeordnet werden. Nach Rückgabe des Gerätes wird die Untersuchung entweder sofort ausgewertet oder ein Besprechungstermin des Ergebnisses der Untersuchung vereinbart.

Fragestellung z.B.:

  • Herz- Rhythmusstörungen (sowohl zu rascher als auch zu langsamer Herzschlag) z.B. bei Patienten mit Extraschlägen, anfallsweisem Herzrasen oder Ohnmachtsanfällen
  • Ausschluß Herz- Rhythmusstörungen bei Patienten mit bekannten organischen Herzerkrankungen
  • Kontrolle der Wirkung von Medikamenten, die gegen Rhythmusstörungen gerichtet sind oder auch eines Herzschrittmachers
  • Nachweis von unbemerkter Sauerstoffunterversorgung bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße


LUNGENFUNKTIONSUNTERSUCHUNG

In der Ordination kann eine sogenannte "kleine Spirometrie" durchgeführt werden. Der Patient atmet durch ein Mundstück aus (und ev. ein), die entsprechenden Lungenvolumina werden aufgezeichnet und vom Computer ausgewertet. Bei bestimmten Fragestellungen oder schweren Veränderungen muß eine zusätzliche Untersuchung beim Lungenfacharzt bzw. mit einer weiterführenden apparativen Ausstattung erfolgen. Fragestellung z.B:

  • Narkosefreigaben
  • Abklärung der Ursache von Atemnot bzw. Kurzatmigkeit oder hartnäckigem Husten
  • Vorsorgeuntersuchung zum Ausschluß von Erkrankungen der Bronchien oder der Lungen
  • Verlaufsbeobachtung bei bekannten Erkrankungen

Neben dem ärztlichen Gespräch und der routinemäßigen internistischen Untersuchung sind häufig apparative Untersuchungen zur genauen Diagnose und auch zur Planung der Behandlung erforderlich.