Herbsttörn 2007

BAV41_A
Reisezeit: 15. bis 22. September
Ausgangshafen: Biograd
Segelyacht: Bavaria 40
Name der Yacht: Marta
Charterfirma: Full Team
zurückgelegte Seemeilen: 134 sm
Skipper: Robert K.
Wachführer: Robert B.
Crew: Christian
  Paul
  Martin
   
FOTOS CREW TECHNISCHE DATEN

Fahrtroute:

Biograd - Kakan - Aghana Marina - Kremik - Vodice - Piskera - Biograd

Samstag, 15. September 2007

Nach einer ereignislosen Anfahrt erreichten wir gegen 1445 Uhr die Marina Biograd bei sonnigen und leicht windigen Wetter. Die Schiffsübernahme erfolgt in gewohnt lockerer Art und Weise und kurz danach konnten wir uns auf >unserem< Schiff häuslich einrichten und niederlassen. Die Kojen waren rasch bezogen, die Taschen ebenso rasch ausgeräumt und der Proviant war schnell in den Stauräumen untergebracht. Das Abendessen im Dupin war noch immer sehr gut und der Wein erfreute unsere Gaumen.

Sonntag, 16. September 2007

Die erste Nacht war wie immer etwas unruhig, sodass wir am Morgen noch leicht verschlafen unser Frühstück einnahmen. Als wir aber um 1000 uhr ausliefen, waren alle guter Dinge, denn die Sonne schien und das Schiff machte gute Fahrt. Der Wind lies uns aber in Stich und so fuhren wir unter Motor Richtung Kakan. Dort angekommen warfen wir unser Eisen am Grund und genossen die Ruhe und das herrliche Wasser. Eigentlich wollten wir noch weiter fahren, aber nachdem es hier so toll war, beschlossen wir, über Nacht zu bleiben. Paul kochte uns ein feines Abendessen (Thunfisch-Spaghetti), zu dem wir einen guten kroatischen Rotwein tranken. Als später noch die Sterne und die Milchstrasse zu sehen war, nahm der Tag ein würdiges Ende.

Montag, 17. September 2007

Martin wollte diese Nacht gut schlafen und so zog er am Abend aus und schlug sein Lager im Salon auf. Zum Frühstück gab es das letzte Brot, denn wir hatten nicht damit gerechnet, schon am ersten Tag vor Anker zu übernachten. Nach der Durchfahrt zwischen Kakan und Kaprije kamen uns zuerst zwei Militärschiffe entgegen, bei denen wir die Heckwelle so dermassen unterschätzten, dass die drei, die am Bug saßen, komplett nass wurden. Unser Bug tauchte zweimal vollständig ins Wasser. Bei den nächsten zwei Militärschiffen waren wir dann schon vorgewarnt und konnten den Wellen rechtzeitig ausweichen. Danach war uns der Wind gnädig und wir konnten mit zwei tollen Schlägen bis vor die Einfahrt von Togir segeln. In der Marina Aghana Marina hatten wir ein kleines Problem beim Einparken, aber mit 2 Dosen Bier konnte der Bootsnachbar auch wieder zufrieden gestellt werden. Das Abendessen in der Konoba Marina war vorzüglich und der Abend dauerte entsprechend lange.

Dienstag, 18. September 2007

Nachdem die Einkaufsliste abgearbeitet wurde, konnten wir ablegen und segelten nach der Ausfahrt in Richtung Norden. Beim Leuchtfeuer Murvica nahm der Wind so stark zu, dass wir uns entschlossen, die Segel zu reffen. Kurz vor der Einfahrt von Kremik zeigte uns der Wind noch einmal, wer hier das Kommando hat. Es sollte wohl ein Vorgeschmack auf die Wetter-Vorhersage sein, die da sagte, dass es am Mittwoch bis zu 10 Windstärken blasen sollte. Der Cappucchino im Marina-Restaurant trug seinen Namen alle Ehren und anschließend schlenderten wir über alle Stege und konnten zusehen, wie sich die anderen Rudergänger bei immer stärker werdenden Wind schwer taten, ohne Probleme anzulegen. Wir haben aber keine größeren Zwischenfälle beobachten können. Wie üblich fuhren wir mit dem Taxi-Bus nach Primosten und konnten das Abendessen und den Hauswein im Mediteran geniesen, während es draussen ein wenig regnete und auch donnerte.

Mittwoch, 19. September 2007

Der Wetterbericht blieb weiter schlecht und so entschieden wir uns, einen Hafentag einzulegen. Den Vormittag verbrachten wir mit faulenzen, lesen, spazierengehen und nichtstun. Als wir nach dem Essen zur Hafeneinfahrt gingen, konnten wir zu unserem Erstaunen feststellen, dass der Wind und die Wellen nicht das taten, was der Wetterbericht verlangte. Kurz danach steuerten wir weiter nach Norden zu unserem heutigen Ziel: Vodice. Dort angekommen hatten wir mit Glück noch einen Liegeplatz zu bekommen, denn kurz nach unserer Ankunft wurden bereits einige Schiffe abgewiesen. Der Wind nahm immer mehr zu, sodass es in den Wanten nur so pfiff. Das mit dem Platz dürfte so ein Problem in Vodice sein, denn im Arausa war es kurz nach unserem Eintreffen ebenfalls voll. Naja, spricht für das gemütliche Lokal und dem guten Essen.

Donnerstag, 20. September 2007

Damit Paul am Abend wieder kochen konnte, mußten wir noch zum Konzum einkaufen. Danach fuhren wir entlang von Tribunj und Prisnjak über das offene Wasser in Richtung Kornaten. Nur mit halben Vorsegel erreichten wir bei ca. 2 Meter hohen Wellen eine Geschwindigkeit von fast 6 Knoten. Im Schutz der Kornaten konnten wir dann noch wunderbar nach Norden segeln und als wir bei der Einfahrt zur Marina Piskera waren, war es mit dem Wind auch schlagartig vorbei, später legte er allerdings wieder kräftig zu. Gleich nach dem Anlegen sprangen wir alle ins angenehme Wasser und ließen uns die Sonne auf den berühmten Bauch scheinen. Wie es auf Piskera Tradition ist, gingen auch wir hinter dem Marina-Häuschen auf den kleinen Hügel hinauf und genossen die herrliche Aussicht. Penne mit Sugo von Paul und passendem Rotwein rundete den zwar windigen, aber sonst sonnigen Tag ab. Der Sonnenuntergang war dann schon fast kitschig ...

Freitag, 21. September 2007

Der Wind blieb uns auch am letzten Tag erhalten und so konnten wir außerhalb der Kornaten nach Norden bis zur Durchfahrt zwischen Kornat und Dugi-Otok segeln. In der kleinen Durchfahrt mußten wir dann sehen, dass hier das Feuer vom Sommer sein Unwesen getrieben hat. Aber kurze Zeit später sahen wir aber auch wie die Kroaten übten, damit auch beim nächsten Mal nicht mehr passiert. Entlang von Pasman und um Borovnjak herum führte unser Weg wieder zurück nach Biograd. Die Warteschlange vor der Tankstelle kümmerte uns nicht, denn wir hatten unseren Diesel bereits in Vodice aufgefüllt und konnten somit ohne weiteres zu unserem Steg durchfahren. Irgendwie dürften wir heuer einiges an Glück gehabt haben, denn der Wind legte in kurzer Zeit so stark zu, dass wir später an der Tankstelle beobachten konnten, wie alle Rudergänger große Schwierigkeiten hatten, an- und abzulegen. Bei Dupin konnten wir wieder toll zu Abend essen und guten Wein trinken.

Samstag, 22. September 2007

Ausgiebiges Frühstück im Marina-Restaurant, erste Tankstelle auf der Autobahn, Mittagessen in Arnwiesen, kein Verkehr. So schnell war auch der letzte Tag vorbei und wir kamen glücklich und erholt wieder zu Hause an.

Resümee:

Wir hatten uns eigentlich noch wärmeres Wetter und ebensolches Wasser erwartet und wurden leider enttäuscht. Trotzdem konnten wir wieder Land und Leute, Essen und Trinken geniesen, sodass einer Wiederkehr nichts im Wege steht. Das Schiff, die Crew, die Mitarbeiter und das Service vom Full-Team, sowie das Wetter waren toll.


2007_C_08
volle Segel
2007_C _07
Konoba Marina in Aghana Marina
2007_C_12
in the mood ...
2007_C_16
Christian, Robert K., Martin
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Sonnenuntergang in den Kornaten
2007_C_19
Sonnenuntergang in den Kornaten

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