Die Ausstellung zeigt eine Retrospektive (1981 - 1999) und aktuelle Bilder (2011 - 2014)
von Stefan Wimmer (SW) sowie die neuesten Bilder von Hanna Wimmer (HW). Zu sehen
sind Tiere und Landschaften der Fantasie, Kombinationen aus Träumen und
Erinnerungen, Portraits von kleinen Schönheiten, Momentaufnahmen, die Vergangenheit
und Zukunft erahnen lassen, eine Welt – WIE MEER.
Der Große Rote Drachenkopf, auch Meersau genannt, ist ein
träger Bodenfisch des Mittelmeeres und des nordöstlichen
Atlantiks. Er gehört zur Familie der Skorpionfische und hat noch
andere Drachenkopfverwandte. Er hat Stacheln, deren Gift sofort
sehr heftige, lang anhaltende Schmerzen verursachen. Als
Sofortmaßnahme kann die betroffene Stelle mit ca. 50 °C heißem
Wasser behandelt werden. Diese Methode ist aber umstritten, da
zu der Vergiftung noch eine Verbrühung durch zu heißes Wasser
hinzu kommen kann.
1.
roter fisch
30x40
Öl auf Karton
1982
SW
2.
wasserfall
50x65
Tusche auf Papier
1981
SW
Wer sich in unmittelbarer Nähe eines Wasserfalls aufhält, tut aktiv
etwas für seine Gesundheit, haben österreichische Forscher
bewiesen. Zurückgeführt wird dies auf die hohe Konzentration an
negativen Luftionen in der Umluft des Wasserfalls. Sie stimuliert
nicht nur das Immunsystem, sondern verringert auch die
Anfallshäufigkeit bei Allergikern und Asthmatikern. Im Rahmen
mehrerer Studien des Joanneum Research Instituts für
nichtinvasive Diagnostik wurden die Auswirkungen der
Wasserfallelektrizität vor Ort und in einer kontrollierten Studie im
Labor in den Jahren 2003 und 2004 untersucht.
3.
versunkene steine
70x200
Öl auf Leinwand
1990
SW
Das Steinehüpfen, umgangssprachlich auch
Platteln genannt, ist ein Zeitvertreib, der schon
im alten Griechenland betrieben und von Homer
beschrieben wurde. Ziel ist es, einen flachen
Stein so zu schleudern, dass er möglichst oft
über eine Wasseroberfläche springt, bevor er
versinkt. Der Weltrekord im Guinness-Buch der
Rekorde ist seit 2007 mit 51 Sprüngen
eingetragen. Inuit und die Beduinen kennen das
Spiel auch und benutzen Eis bzw. Sand als
Untergrund.
4.
eisberge
70x200
Öl auf Leinwand
1990
SW
5.
segelschiff
70x200
Öl auf Leinwand
1990
SW
6.
tiefsee
115x115
Öl auf Leinwand
1996
SW
7.
weltalltag
50x90
Öl auf Leinwand
1999
SW
8.
das ungeheuer von loch ness in der badewanne gefangen
220x240
Acryl auf Papier
1986
SW
9.
silberschiff
100x200
Öl auf Leinwand
1986
SW
10.
schildkröte
120x120
Öl auf Leinwand
1989
SW
11.
krakenarm
60x130
Öl auf Leinwand
2014
SW
12.
dreizack
30x80
Acryl auf Leinwand
2012
SW
13.
dreieck
30x80
Acryl auf Leinwand
2013
SW
14.
eiskratzer
30x80
Acryl auf Leinwand
2012
SW
15.
ich kam herum im kambrium
90x150
Öl auf Leinwand
2014
SW
16.
neptuns abschied
60x80
Öl auf Leinwand
2014
SW
17.
drei schildkröten
60x80
Acryl auf Leinwand
2012
SW
18.
frozen figure
100x120
Öl auf Leinwand
2014
SW
19.
quallenfrau
80x200
Öl auf Leinwand
2014
SW
21.
überseepferd
100x150
Öl auf Leinwand
2014
SW
22.
symbolbilder
210x280
Öl auf Leinwand
2014
SW
23.
bucht von wien
80x120
Öl auf Leinwand
2014
SW
34.
höhlengleichnis
60x70
Öl auf Leinwand
2013
SW
35.
traum und wirklichkeit
80x100
Öl auf Leinwand
2014
SW
36.
insel
80x100
Öl auf Leinwand
2014
SW
37.
O.T.
80x100
Öl auf Leinwand
2014
HW
38.
Rosarote Brille
90x130
Öl auf Leinwand
2014
HW
39.
Krokodilsträne
90x130
Öl auf Leinwand
2014
HW
40.
Die Verdauung des Gorillas
100x140
Öl auf Leinwand
2014
HW
41.
Ein BE Lehrer
70x100
Öl auf Leinwand
2013
HW
42.
O.T.
80x120
Öl auf Leinwand
2013
HW
Der Tobasee mit einer Gesamtfläche von rund 1.800 km² ist der
größte Kratersee der Erde (Bodensee: 540 km²) und befindet sich
im Norden der indonesischen Insel Sumatra. Entstanden ist der
Kessel des Tobasees vor ca. 74.000 Jahren durch einen
Vulkanausbruch mit darauf folgender Abkühlung des Weltklimas.
Im Tobasee befindet sich die vulkanische Insel Samosir, sie ist die
größte Insel in einem Inselsee und hat selbst zwei kleine Seen.
August von Kekule fand die Lösung für den ringförmigen Benzolaufbau
nach einem Traum über eine Schlange, die sich in den eigenen
Schwanz beißt. Auch sollen Dmitri Mendelejew (Periodensystem der
Elemente) und Elias Howe (Zweifadennähmaschine) ihre kreativen
Anstöße im Traum gefunden haben.
Das deutsche Wort Wirklichkeit wurde von Meister Eckhart als
Übersetzung von lateinisch actualitas eingeführt. Der sprachliche
Bezug zu Wirken und Werk rückt den Begriff der Wirklichkeit aber eher
in die Nähe des aristotelischen Begriffs der energeia, welcher auf
ergon für „Werk“ zurückgeht.
Das Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der
antiken Philosophie. Es stammt von dem griechischen Philosophen
Platon, der es am Anfang des 7. Buches seines Dialogs Politeía von
seinem Lehrer Sokrates erzählen lässt.
Das Bild stellt eine Interpretation des Höhlengleichnisses dar - den
Schatten für die Wirklichkeit zu halten und die Schwierigkeiten aus
vorgegebenen Mustern auszubrechen – transponiert in die Zeit der
Flachbildschirme.
33.
kojote
60x80
Öl auf Leinwand
2012
SW
Kojoten besiedeln als Kulturfolger zunehmend amerikanische
Großstädte, so wurde 2006 als letzte amerikanische Metropole auch
Washington D.C. vom Kojoten „erobert“. Im selben Jahr sorgte ein
Kojote im New Yorker Central Park für Aufsehen. In Chicago haben
Forscher beobachtet, dass Kojoten Ansätze zu einem Verständnis der
Straßenverkehrsordnung zeigen: Beim Überqueren von
Einbahnstraßen schauen sie nur in eine Richtung nach
entgegenkommenden Fahrzeugen, bei mehrspurigen Straßen nutzen
sie den Mittelstreifen als Zwischenhalt.
32.
life of pi
80x100
Öl auf Leinwand
2013
SW
Die Zahl Pi (π) ist eine irrationale Zahl, also eine
reelle, aber keine rationale Zahl. Tatsächlich ist die
Zahl π sogar transzendent, was bedeutet, dass es
unmöglich ist, π nur mit ganzen Zahlen oder
Brüchen und Wurzeln auszudrücken. Eine Folge
davon ist unter anderem, dass die exakte Quadratur
des Kreises mit Zirkel und Lineal nicht möglich ist.
Für den schlechten Ruf der Wespen sind die Deutsche und die
Gemeine Wespe verantwortlich. Diese beiden Arten bilden die
größten Völker und sind die einzigen, die Menschen gegenüber
zudringlich werden und sich auch über menschliche Nahrung
hermachen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sich die Nester
im Spätsommer auflösen und die noch lebenden Arbeiterinnen auf
Nahrungssuche einzeln durch die Gegend streunen.
25.
baumsessel
30x80
Acryl auf Leinwand
2011
SW
26.
bogenschütze
100x150
Acryl auf Leinwand
2012
SW
27.
schatz
40x50
Acryl auf Leinwand
2012
SW
28.
tiefseetier grün
50x70
Öl auf Leinwand
2012
SW
29.
zebra
90x140
Öl auf Leinwand
2013
SW
30.
sommergewitter
30x80
Acryl auf Leinwand
2011
SW
31.
wespe
40x50
Papier
2013
SW
In einem Blitz bilden sich im Durchschnitt vier bis fünf
Hauptentladungen. Es wurden auch schon bis zu 42
aufeinander folgende Entladungen beobachtet. Dadurch
kommt das Flackern eines Blitzes zustande. Im Blitzkanal
wird die Luft schlagartig auf bis zu 30.000°C erhitzt. Die
Ausdehnung der Luftmoleküle wird aber durch das
Magnetfeld um den Blitzkanal verhindert. Mit dem Ende
des Leitblitzes bricht das Magnetfeld zusammen und die
heiße Luft dehnt sich explosionsartig aus, wodurch der
Knall des Donners hervorgerufen wird.
Während das Steppenzebra nur 30 Streifen hat, hat das
Bergzebra 45 und das Grevyzebra sogar ca. 80. Nach einer
Hypothese sind die Streifen zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung bei
allen Arten gleich breit, allerdings findet diese Entwicklung beim
Grevyzebra erst nach etwa 35 Tagen statt, sodass der Embryo
dort größer ist und mehr Streifen Platz haben. Beim Bergzebra
hingegen bilden sich die Streifen nach 28, beim Steppenzebra
schon nach 21 Tagen, was zu einer geringeren Streifenzahl führt.
In Wassertiefen von 2000 bis 3000 Meter leben mehrere Zentimeter
lange Borstenwürmer (Swima bombiviridis) mit bläschenförmigen
Beuteln an jenen vier Körpersegmenten, an denen bei anderen
Borstenwürmern Kiemen sitzen. Bei Berührung schnüren sie die
Bläschen ab, die danach für einige Sekunden grün fluoreszieren. Es
wird vermutet, dass das zur Verwirrung der Fressfeinde führt. Diese
Würmer können die als Blendgranaten wirkenden Beutel nach
einiger Zeit regenerieren.
Im Mai 2007 fanden professionelle Schatzsucher im Atlantik einen
Schatz von 17 Tonnen Gewicht, der sich auf einer im Jahr 1804 von
der britischen Marine versenkten spanischen Fregatte befand. Der
Schatz mit einem Wert von 500 Millionen $ wurde aus 500 m Tiefe
geborgen und gehört nach internationalem Recht Spanien.
Die älteste Darstellung eines Bogenschützen ist als Gravur auf
einer Kalksteinplatte der Grotte „des Fadets“ (Dept. Vienne,
Frankreich) aufgebracht. Das Alter dieser Platte wurde auf ca.
13.000 Jahre geschätzt.
Im Mittelalter zeigten englische Langbogenschützen den
Franzosen ihre beiden „Schützenfinger“ - Zeige- und Mittelfinger -
als Zeichen der Siegeszuversicht (Victory-Zeichen).
Als ältester Baum der Welt gilt derzeit die 9550 Jahre alte Fichte Old
Tjikko in Schweden. Die Zahl der über 8000 Jahre alten Fichten wird
auf etwa 20 Stück geschätzt.
Der Baum von Tule ist ein etwa 1400–1600 Jahre altes
Baumexemplar der Art Mexikanische Sumpfzypresse. Mit einem
Stammdurchmesser von 14 Metern ist er der dickste Baum der Welt.
Das Bild ist die Umsetzung eines Motivs, das in einem Traum
aufgetaucht ist.
24.
O.T.
100x100
Öl auf Leinwand
2014
HW
Eisberge überdauern im Schnitt etwa drei Jahre,
besonders große Exemplare auch bis zu 30 Jahre.
Die weiße Farbe der Eisberge wird oft von blauen
Adern mit klarem Eis durchzogen. Dieses Eis ist
Schmelzwasser, das in Spalten eingedrungen und
später wieder gefroren ist. Gelegentlich treten auch
blaue und grüne Eisberge auf. Die Ursache dieser
Färbung ist noch unbekannt. Es handelt sich dabei
wahrscheinlich um Meereis, das sich an der
Unterseite des Schelfeises bildet. Wenn der Eisberg
umkippt, weil sich durch das Abschmelzen sein
Schwerpunkt verändert hat, wird die Färbung
sichtbar.
Der Bodensee ist der größte Schiffsfriedhof Europas.
Der Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648 blieb
allerdings spurenlos, obwohl 1634 die gesamte
schwedische Flotte versenkt wurde. Bergungen
historischer Schiffe sind nicht mehr üblich, da Hebung,
Konservierung und Ausstellung sehr viel Geld kosten,
zudem könnte das Exponat aus nassem Holz in der Luft
schrumpfen und ist anfällig für Pilze und Bakterien.
Deshalb ist man dazu übergegangen, Wracks im
Bodensee zu belassen, wobei die genaue Lage nicht
veröffentlicht wird.
Das Meer von Wien (Paratethys) bestand ca. 20 Millionen Jahre.
Im Miozän ist das Alpenvorland landfest geworden und das
Wiener Becken tritt im Osten über das Meer des Pannonischen
Beckens mit dem Mittelmeer in Verbindung. Hohe Temperaturen
und die breite Verbindung mit den Ozeanen waren Voraussetzung
für die höchste Organismenvielfalt in der Paratethys. Die Fauna
dieses Meeres zeigt viele Ähnlichkeiten mit dem heutigen
Mittelmeer und beherbergt u.a. Austern, Seeigel, Riesenhaie,
verschiedene Wale, Seekühe und Seehunde. Wie hat wohl der
Pliopithecus vindobonensis - ein vegetarischer Primat des Miozän
– den Blick vom Leopoldsberg empfunden?
Das Voynich-Manuskript ist ein Schriftstück aus der ersten Hälfte
des 15. Jahrhunderts, das in einer bislang nicht identifizierten
Schrift und Sprache über viele Jahre geschrieben wurde. Sein
Inhalt konnte bis heute nicht entschlüsselt werden und es ist nach
wie vor unklar, ob der Text überhaupt einen Inhalt transportiert. Im
Manuskript vorhandene Abbildungen erinnern an botanische,
anatomische und astronomische Zusammenhänge und wurden
mit Sorgfalt auf sehr teures Pergament mit sehr teuren,
hochqualitativen Tintenfarben gezeichnet. Der Text umfasst etwa
170.000 einzelne Glyphen auf über 100 Blättern.
Die Symbolbilder wurden in unterschiedlichen Variationen
umgesetzt und beruhen auf einer Auswahl erfundener, sinnloser
Symbole. Dies ist nach zwanzig Jahren die Gestaltung
entsprechend der ursprünglichen Idee.
Die Seepferdchen (Hippocampus, lat. für Pferderaupe, nach dem
mythologischen Meeresungeheuer Hippokamp) fallen besonders
durch ihr Äußeres auf, das nur sehr wenig an andere Fische
erinnert. Ihr Kopf ähnelt eher dem eines Pferdes, ihr Hinterleib
einem Wurm. Gemeinsam mit den Fetzenfischen und weiteren
Arten bilden sie die Familie der Seenadeln. Neben ihrem
Aussehen weist auch ihre Lebensweise einige Besonderheiten
auf. So werden bei ihnen nicht die Weibchen, sondern die
Männchen trächtig. Die Entwicklung der jungen Fische dauert
etwa zehn bis zwölf Tage.
Das Motiv ist die Neugestaltung eines Bilds aus den 80er Jahren
(„Fischsalat“).
20.
tiefseetier
50x70
Öl auf Leinwand
2013
SW
Das Prinzip des „Tiefseegigantismus“ beschreibt das Phänomen, dass
bestimmte Gruppen von Lebewesen in der Tiefsee deutlich größer
werden, als ihre Verwandte in flachen Gewässern oder an Land. Ein
besonders anschauliches Beispiel dafür ist die Gattung der
Riesenasseln: Wir kennen die Krebstiere beispielsweise aus unserem
Keller, wo sie maximal fünf Zentimeter lang werden. In den Tiefen der
Ozeane erreichen sie eine Größe von mehr als 40 Zentimetern und
ein Gewicht von bis zu 1,7 Kilogramm. Um in der Dunkelheit der
Tiefsee besser sehen zu können, sind ihre Augen stark vergrößert.
Als Qualle (Medusa) bezeichnet man ein Lebensstadium von
Nesseltieren, deren gesamter Organismus zu 98 bis 99 Prozent
aus Wasser besteht. Nesseltiere haben Menschen zum Beispiel
dadurch beeinflusst, dass Letztere auf ihnen leben: Eine Vielzahl
von Inseln entstand aus abgestorbenen Nesseltierskeletten. Der
von ihnen hinterlassene Kalkstein wird kommerziell abgebaut. Aus
bunt gefärbten Korallen (einer Untergruppe der Nesseltiere)
werden seit vorgeschichtlicher Zeit Schmuckstücke gefertigt.
Als Tiefsee bezeichnet man die völlig lichtlosen Bereiche des
Meeres, die unterhalb einer Tiefe von 800 m liegen. Der Anteil der
Tiefsee am gesamten Ozean liegt bei mehr als 70 %. Ferdinand
Magellan lässt im Jahr 1521 ein 700 m langes Seil von seinem
Schiff hinab ins Meer, um die Ozeane auszuloten. Da es den
Boden nicht erreicht, schlussfolgert er, dass das Meer unendlich
tief sei. Erstmals erreichen Menschen 1930 in einer Stahlkugel mit
Bullauge die „Tiefsee“ in 435 m Tiefe. Im Jahr 1960 gelingt es, bis
auf rund 11.000 Meter im Marianengraben (benannt nach der
spanischen Königin Maria Anna von Österreich) zu tauchen.
Das Wort Weltall (Universum, Kosmos) bezeichnet in der Physik
die zu einem gegebenen Zeitpunkt vorgefundene Anordnung aller
Materie und Energie. Verständlich wird das erst mit der T.O.E.
(Theory Of Everything), die der Physiker Möbius gefunden hat
(siehe „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt). Der Alltag ist
durch sich wiederholende Muster geprägt. Bei Heidegger bedeutet
Alltäglichkeit diejenigen Aspekte des menschlichen Seins, die
weder durch Uneigentlichkeit noch durch Eigentlichkeit
gekennzeichnet sind. Auch das wird mir vermutlich erst mit der
T.O.E. verständlich.
Die erste bekannte Erwähnung des Seeungeheuers ist auf das
Jahr 565 datiert. In einer Beschreibung des Lebens des Columban
von Iona wird berichtet, wie der Heilige das Leben eines Pikten
rettete, indem er dem wilden Tier befahl, sich zurückzuziehen.
Die ersten Berichte über das Aussehen von Nessie als eine Art
Plesiosaurus stammen aus dem Jahre 1933, in dem Nessie
weltweit berühmt wurde. Die Sichtung aus diesem Jahr wurde kurz
nach dem Erscheinen des amerikanischen Films „Die Fabel von
King Kong“ gemacht. Auffallend ist hier die Ähnlichkeit der später
beschriebenen Gestalt von Nessie mit einem sehr gleichartigen
Wesen, das die Hauptfiguren des Films an einem See im
Dschungel angreift.
Als spanische Silberflotte wird der Geleitzug bezeichnet, in dem
Handelsschiffe begleitet von Kriegsschiffen vom 16. bis zum 18.
Jahrhundert Konvoifahrten nach Mittel- und Südamerika und zurück
nach Spanien unternahmen (14.456 Überfahrten in den Jahren
1546 bis 1650). Im Jahr 1628 gelang dem niederländischen
Freibeuter Piet Heyn im Auftrag der West-Indischen Compagnie vor
Kuba der bis dahin größte Kaperschlag gegen die Silberflotte. Nur
ein geringer Anteil der Schiffe fiel feindlichen Angriffen zum Opfer;
weitaus mehr Schiffe gingen durch Naturgewalten verloren.
Die Schildkröten erschienen erstmals vor mehr als 220 Millionen
Jahren im Karnium (Obertrias). Manche Wissenschaftler gehen davon
aus, dass sich der Panzer als Anpassung an den Lebensraum Wasser
entwickelt hat. Schildkröten sehen sehr gut, sie können auch Teile der
nahen Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung wahrnehmen. Bei Kämpfen
der männlichen Galápagos-Riesenschildkröten siegt derjenige, der
den Hals am höchsten strecken kann. In alten Weltvorstellungen vieler
asiatischer Völker treibt die Erde als runde Fläche auf dem Urmeer.
Damit die Erde nicht versinkt und ruhig in Position bleibt, braucht es
zur Stütze eine Schildkröte. Wenn die Schildkröte eine Zehe bewegt,
gibt es ein Erdbeben.
Der Name Krake bürgerte sich aus einer Mundart der dänisch-
norwegischen Sprache ins Deutsche ein und könnte für „entwurzelter
Baum“ stehen, da die Arme wie Wurzeln in alle Richtungen ragen.
Kraken haben meist einen Lieblingsarm, den sie häufiger benutzen als
die anderen sieben. Die Arme und besonders die Saugnäpfe sind
stark mit Nerven und großen Ganglien durchzogen und können sich
unabhängig vom Gehirn bewegen. Der Farbwechsel der Kraken
beruht auf einer dreischichtigen Verteilung von Chromatophoren in der
Haut, die ebenfalls mit vielen Nerven verbunden sind.
Das Gesicht im Mond setzt sich aus Gebieten mit poetischen Namen
zusammen: Die Augen bilden das Regenmeer und das Meer der
Heiterkeit, die Nase ist die Bucht der Hitze und der Mund besteht aus
dem Wolkenmeer. Der Mond ist trotz seiner „Meere“ ein extrem
trockener Körper, wobei in Mond-Proben vulkanischen Ursprungs
winzige Spuren von Wasser (bis zu 0,0046 %) nachgewiesen wurden.
Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass bei der gewaltigen Kollision,
durch die der Mond entstand, nicht das ganze Wasser verdampft ist.
Menschen sind Trichromaten, das heißt, sie besitzen in der Netzhaut
der Augen drei Typen von Fotorezeptorzellen (Zapfenarten) mit
unterschiedlichen Absorptionsmaxima. Vereinfacht kann man sagen,
dass es rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche
Zapfen gibt. Die Kombination bewirkt die erstaunliche Fähigkeit des
Menschen, rund zwei Millionen Farbnuancen unterscheiden zu
können.
Schon Galileo Galilei hatte den Planet Neptun im Dezember 1612
gesehen. Aus seinen Aufzeichnungen geht eine Beobachtung der
Konjunktion mit dem Jupiter hervor, bei der Galilei den Neptun
jedoch für einen Jupitermond oder einen Fixstern gehalten hatte. Bei
Galilei’s Beobachtung war der Planet stationär, da er gerade an
diesem Tag begann, sich rückwärts zu bewegen. Hätte er Neptun
nur wenige Tage früher beobachtet, wäre seine Bewegung am
Himmel viel deutlicher gewesen.
Am Beginn des Kambriums vor 540 Millionen Jahren kam es zur
„Erfindung“ von Panzern und Schalen, es entstanden fast alle
heutigen Tierstämme. Die Trilobiten entwickelten eine sehr große
Formenvielfalt. Es waren komplex gebaute Gliedertiere mit
zahlreichen Körpersegmenten und Facettenaugen. Während im Meer
eine Vielzahl eigentümlicher und bizarrer Lebewesen entstand, sind
in der Pflanzenwelt des Kambriums nur marine planktonische Algen
bekannt. Das Festland war eine unbesiedelte Wüste.
Zwei jungsteinzeitliche Dreizacke aus Holz, die ca. 5000 Jahre alt sind,
wurden 2009 bei Carlisle (England) im ehemaligen Bett des Flusses Eden
entdeckt. Der Wasserlauf lag neben einer Siedlung, wo Tausende von
Feuersteinabschlägen gefunden wurden. Beide Dreizacke sind über zwei
Meter lang und mit Steinwerkzeugen aus dem Eichenbrett eines 300 Jahre
alten Baumes gefertigt. In England und Nordirland sind 4 weitere Funde
derselben Epoche mit nahezu identischen Designs dokumentiert, Wofür die
Dreizacke verwendet wurden, ist nicht bekannt.
Die Herkunft des irdischen Wassers ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Ein Teil des Wassers ist durch Ausgasen des Magmas entstanden,
entstammt also dem Erdinneren. Ein weiterer Anteil ist durch Einschläge von
Kometen, transneptunischen Objekten oder wasserreichen Asteroiden aus
den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels auf die Erde gekommen.
Zwei Kometen aus diesem Bereich konnten untersucht werden, sowohl
„C/1999 S4 LINEAR“ als auch „Hartley 2“ tragen ‘irdisches’ Wasser. „Hartley
2“ wird bei seinem momentanen Masseverlust von der Erde aus noch ca.
700 Jahre lang sichtbar sein.
Die Schallgeschwindigkeit in Eis bei maximaler Dichte liegt bei 3250 m/s
(das ist rund 10-mal schneller als in der Luft). Entsteht zum Beispiel in
hinreichend großer Entfernung zum Beobachter ein Riss in der Eisfläche
eines zugefrorenen Sees, kann ein pfeifendes Geräusch wahrgenommen
werden, bei dem die Tonhöhe in Sekundenbruchteilen von ganz hohen
Frequenzen zu sehr tiefen abfällt. Das Geräusch ähnelt dem eines
vorbeifliegenden Projektils, das durch den Dopplereffekt eine fallende
Tonhöhe erzeugt.