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Spielerklärung Backgammon
Kein anderes Spiel ist von seinen Regeln so leicht zu lernen und
so schwierig zu spielen. Aber hat man einmal angefangen, seine
Geheimnisse zu ergründen, lässt es einem ein Leben lang nicht
mehr los.
Bill Robertie, der zweifache Backgammon-Weltmeister ist
hauptberuflich Systemanalytiker. Andere berühmte
Backgammon-Spieler haben ähnliche Berufe. Warum? Auf höchster
Ebene gespielt ist Backgammon kein Glücksspiel sondern ein
Wahrscheinlichkeitsspiel. Dieses Spiel erfordert mehr als jedes
Andere Intuition, logisches Denkvermögen, mathematisches
Verständnis, Wissen und Erfahrung.
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Alte
Backgammon-Weisheit:
"Es ist einfach, ein gutes Match zu spielen - denke an ein
Schlechtes und mache das Gegenteil!"
Alte Volksweisheit:
"Es geht nicht darum, ob man gewinnt oder verliert, sondern wie
man sein Spiel macht."
Friedrich Fröbel:
"Die Quelle alles Guten liegt im Spiel." |
Die
Entstehung des Backgammon oder viele Namen - eine Faszination
Backgammon gilt als eines der schönsten, bezauberndsten und
ältesten Spiele dieser Welt. Bereits vor 5000 Jahren war es
das beliebteste Spiel der herrschenden Dynastien, der adeligen
Reichen und Mächtigen.
Die ersten Schritte zum Ruhm
Das Urspiel des Backgammon faszinierte schon 3000 v. Chr. die
Babylonier. Sie gaben ihm den Namen "Vibhitaka" und
verwendeten Samenkörner als Spielsteine. In späterer Zeit
wurden Muscheln und Steine auf das Brett gelegt.
Das "Königliche Spiel von Ur" (eine weitere, alte Variante)
amüsierte 2300 v. Chr. die Einwohner der sumerischen Stadt Ur.
Bei Ausgrabungen wurden verschiedene, formvollendet gefertigte
Spielbretter gefunden.
Backgammon in der Pyramide
Auch der uns wohl bekannteste ägyptische Herrscher, König
Tutenchamun (1350 v. Chr.), war ein begeisterter
Backgammon-Spieler (das zu seiner Zeit "Senat" genannt wurde).
Er ließ sich eigens 4 kunstvoll verarbeitete Spiele in sein
Königsgrab mitgeben. Diese sollten ihm helfen, die Langeweile
in der Ewigkeit zu vertreiben.
Die Belagerung Trojas - ein
Vergnügen?
Einen weiteren geschichtlichen Meilenstein findet man in den
Aufzeichnungen des Homer. Hierin schildert er die eintönige
Belagerung Trojas, bei der sich die Krieger die Zeit mit
Backgammon-Spielen vertrieben.
Die Reihe der darauf folgenden, berühmten Backgammon-Spieler
liest sich wie ein Auszug aus unserer Weltgeschichte: Kaiser
Claudius, Cäsar, Augustus und Napoleon zählten ebenso wie
Martin Luther zu den begeisterten Anhängern dieses Spieles.
Die Spielregeln werden aufgezeichnet
Die Spielregeln wurden erstmals in der Zeit des Plato
aufgezeichnet und haben sich bis heute nicht wesentlich
geändert. Die neuesten und heute gültigen Regeln legte der
Engländer und Spielexperte Edmond Hoyle in einer 1743
erschienenen Abhandlung fest.
Ein altes Spiel in neuer Zeit
Der Siegeszug des Backgammon begann im arabischen Reich unter
dem Namen ?Nard" und setzte sich über Asien in die ganze Welt
fort. Den Ursprung für die heutige Beliebtheit findet man in
der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Damals reisten tausende
von enthusiastischen Spielern nach Las Vegas um dort am ersten
Backgammon-Turnier der Neuzeit ihr Können unter Beweis zu
stellen. Seit diesem Zeitpunkt genießt Backgammon wieder
seinen hohen Stellenwert in der eleganten Gesellschaft.
Viele Namen in vielen Jahrhunderten
und an vielen Orten dieser Welt
-
Senet, oder Senat
-
12-Linien-Spiel
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Ludus Duodecim Scriptorum
-
Alea
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Tabula
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Tric-Trac
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Jacquet
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Nard oder Nardshir
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T'shu-p'u
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Swan liu
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Sugoroku
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Tavla
-
Tabli
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Plakato
-
Toccadille
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Die
Spielregeln des Backgammon im kurzen
gefasst:
Die
Ausgangsposition:
Bei Backgammon gibt es eigentlich 2 verschiedene
Ausgangspositionen. Wir wollen hier die Version verwenden, die
fast immer gewählt wird:

Home (schwarz):
Heimfeld von Schwarz
Home (weiß):
Heimfeld von Weiß
Pfeile weiß:
in diese Richtung zieht Weiß
Pfeile schwarz:
in diese Richtung zieht Schwarz
Das
Ziel des Spieles:
Jeder Spieler versucht, seine eigenen Steine in das eigene
Heimfeld zu bringen und sie dann von dort abzutragen. Es muss
die vorgegebene Laufrichtung beachtet werden.
Das
Würfeln:
Jeder Spieler darf für
seinen Wurf zwei Würfel verwenden. Dubletten sind Würfe, bei
denen beide Würfel die gleiche Augenzahl aufweisen. Diese können
doppelt gezählt werden.
Das
Ziehen:
Mit einem Stein: Die
Augenzahlen der beiden Würfel dürfen nicht einfach
zusammengezählt werden. Es muss ein - den Augenzahlen
entsprechender - Zwischenhalt möglich sein (siehe auch:
Setzgebote).
Mit zwei Steinen: Man bewegt zwei Steine entsprechend den
Augenzahlen der Würfel.
Die
Setzgebote (gilt auch für den Zwischenhalt):
Beim Ziehen können immer
nur folgende Points (Dreieckspunkte) besetzt (Zwischengehalten)
werden:
-
völlig
freie Points
-
Points,
auf denen sich ein oder mehrere eigene Steine befinden
-
Points,
auf denen sich nicht mehr als ein gegnerischer Stein befindet
(siehe auch: "Den Gegner schlagen")
Den Gegner
schlagen:
Ein Spieler kann seinen
Gegner schlagen, wenn er beim Ziehen auf einem Point landet
(oder einen Zwischenhalt einlegt), wo nur ein Stein des Gegners
steht. Dieser geschlagene Stein wird auf die Bar gestellt und
muss wieder ganz von vorne beginnen.
Einen
Stein wieder ins Spiel bringen:
Wer einen oder mehrere
Steine auf der Bar stehen hat, muss diese wieder ins Spiel
bringen, bevor er mit den anderen Steinen weiterziehen darf. Der
Stein muss so vom Heimfeld des Gegners aus eingesetzt werden,
dass er mit der Augenzahl 1 auf dem 1. Point landet, mit der
Augenzahl 2 auf dem 2. Point, etc.
Das
Abtragen:
Es darf erst mit dem
Abtragen begonnen werden, wenn sich alle 15 Steine im Heimfeld
befinden. Dies geschieht, indem man seine Steine nach draußen
würfelt. Beispiel: Wenn 3 Steine auf dem zweiten Point stehen,
benötigt der Spieler 3 x die Augenzahl 2 um diese abtragen zu
können.
Der
Gewinner:
Gewonnen hat, wer am
schnellsten seine Spielsteine vom Brett gebracht hat.
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