| ROLAND "ROCO" COLERUS -
MEIN LEBENSLAUF |
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| DER ANFANG |
DER SAURIER |
DIE FAMILIE |
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Am 15.2.44 während eines
Bombenangriffs auf Wien !
Resultat --> Zangengeburt |
1.88 m, zirka 80 kg (seit 1967!)
Sehr lange Haare und Zopf :-)
Seit Jänner 2010 mit Bart |
Frau: Gabriela (zeitlos)
Kinder: Romina (33), Ronnie (31)
Enkel: Leon (13 - 1.84 !!!) |
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| MEINE
WICHTIGSTEN WEBSITES UND ACCOUNTS |
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| 1944 - 1950:
VORSCHULZEIT |
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Wir bewohnten den gesamten 1. Stock (160 qm) einer alten Villa in
der Dornbacherstraße 43, 1170 Wien. |
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DAS KINDERPARADIES
Das Wohnzimmer war 56 qm groß
und wurde regelmäßig als "Sporthalle" (Tischtennis, Landhockey mit
Spazierstöcken oder Sitz- fußball) verwendet. |
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Über die Balkonstiege (im Winter meine
"Rodelbahn") gelangte man in den großen Garten, in dem sich ein prachtvoller
Kastanien- und ein morscher Nussbaum sowie diverse Obst- und Nadelbäume befanden.
Unnötig zu erwähnen, dass ich sämtliche Bäume "bekletterte" und hin und
wieder unfreiwillig auf den schmerzhaften Boden der Realität zurückkehrte! |
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Selbstverständlich war der Garten auch
optimal für verschiedene Sportarten wie Fußball, Handball, Federball, Tischtennis oder
ein gepflegtes Köpfelmatch zwischen zwei Klopfstangen :-) |
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Abgesehen von der Tatsache, dass die
Villenbesitzer permanent bestrebt waren nicht nur uns Kindern das Leben schwer zu ma-
chen, verbrachte ich dort eine traumhaft schöne und abwechslungsreiche Kindheit.
Besonders gern spielten wir "Indianer und Trapper" oder schlichen uns in den
Nachbargarten, der total verwildert und deshalb "unheimlich" aufregend war. |
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| 1944 |
1944 |
1945 |
1945 |
1945 |
1946 |
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| 1946 |
1947 |
1947 |
1948 |
1949 |
1950 |
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"PARADISE
LOST"
Obwohl die Villa (ehemaliges
Jagdschloss von Kaiserin Maria Theresia) unter Denkmalschutz stand, ließ sie der
Alleinerbe (sein Bruder war übrigens ein Supertyp und exzellenter Tanzlehrer) nach
dem Tod seiner Eltern in einem Ausmaß verfallen, dass ihm eine Umwidmung gelang und wir
schließlich 1977 ausziehen mussten. Seiner Geldgier fiel praktisch der gesamte Garten
(zirka 3.000 qm) samt nahezu allen Bäumen zum Opfer, um entsprechenden Platz für zwei
mittelprächtige Häuser mit Eigentums- wohnungen zu schaffen. |
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| 1950 - 1954:
VOLKSSCHULE RUPERTUSPLATZ - 1170 WIEN |
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Als Klassenbester abgeschlossen, das waren noch erfreuliche Zeiten
für meine Eltern! In der Schule war ich überhaupt ein echtes "Haserl", obwohl
ich einmal von Pater Petrus (unser Katechet) grundlos eine kräftige "Watschen"
kassierte! |
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| 1954 - 1963:
BUNDESREALGYMNASIUM MAROLTINGERGASSE - 1160 WIEN |
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3. - 7. Klasse jedes Jahr
Nachprüfung (Ausnahme 6. Klasse), 4. Klasse wiederholt!
"Zusammenarbeit" drei Monate vor Matura/Abitur meinerseits beendet. |
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DAS DRAMA BEGINNT
Ab der 3. Klasse
"erlahmte" zusehends mein Interesse am Unterricht. Die ersten zwei Stunden
verbrachte ich meist in einem "Dämmerzustand", was sich erst viele Jahre
später mit dem Umstand erklären ließ, dass ich schon damals ein Nachtmensch war. Daher
waren für mich Schularbeiten oder mündliche Prüfungen vor der dritten Stunde
"leere Kilometer". |
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DER "MÄRCHENERZÄHLER" |
Im
Wiederholungsjahr begann meine Zeit des Schulschwänzens, wobei ich sehr erfinderisch war,
wie ich zumindest glaubte. |
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So fuhr ich einmal mit meinem Rennrad (Geschenk meines Taufpaten zur
Firmung) brav in Richtung Schule, um nach einer zeitlichen Verzögerung nach Hause
umzukehren.
Ich erzählte "aufgeregt", dass der Fiala (Klassenkollege) an Scharlach erkrankt
und die Schule deshalb geschlossen sei. Anschließend legte ich mich wieder zufrieden ins
Bett, als das Telefon läutete. Schlimmes ahnend lauschte ich, hörte die aufgebrachte
Stimme meiner Mutter und das Wort Trottel fallen. Stillschweigend zog ich mich wieder an
und strampelte zurück zur "Stätte des Grauens". |
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| Das Ganze wäre wahrscheinlich nie aufgeflogen, hätte ich nicht auf die
ärztliche Untersuchung für den Schulschikurs vergessen ;-) |
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DER BEINBRUCH
Dafür war ich schon mit 14
Mitglied der Fußballschulauswahl sowie der Jugendmannschaft des Wr. Sportclub, der
1957/58 und 1958/59 österreichischer Meister wurde und im Europacup z.B. den berühmten
italienischen Klub Juventus Turin mit 7:0 deklas- sierte! Meine absolut mögliche Karriere
wurde aber durch einen Beinbruch jäh gestoppt, den ich mir bei einem Klassenmatch
zugezogen hatte. |
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In
der Folge begann ich mich daher vor allem auch auf Handball zu konzentrieren. |
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Durch meinen besten Freund PAULI HABER (wir sind seit 1946 unzertrennlich) trat ich
der Hakoah bei, deren Prä- sident sein Vater und mein "Onkel Karli" war! Pauli
wurde 1961 sensationell österreichischer Meister über 100 m Brust, was auch durch die
Tatsache dokumentiert wurde, dass in den Siegerpokal bereits der Name des großen Fa-
voriten vorab eingraviert worden war :-))) |
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Später leitete er die Abteilung Sport und
Leistungsmedi- zin sowie die klinische Abteilung für Pulmologie der Klinik für Innere
Medizin IV Medizinische Universität Wien, be- treute das österreichische Olympiateam in
Barcelona und Atlanta, ist Autor von fünf Lehrbüchern und blickt auf mehr als 200
wissenschaftliche Publikationen zurück.
Heute ist er Präsident des ASVÖ-Wien und der Hakoah. |
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| Dadurch kam
ich 1961 in den Genuss der 6. Maccabiade - Spiele in Israel! |
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KEINE
NACHPRÜFUNG :-) |
Diese
Großveranstaltung, die ähnlich wie die Olympischen Spiele konzipiert ist, fand zu
Schulbeginn statt. Ich hätte daher im Fall einer Nachprüfung nicht mitfahren können und
verzichtete somit auf diese schon "liebgewonnene" Feriengestaltung!
Einerseits freuten sich natürlich meine Eltern über einen ausnahmsweise entspannten
Sommer, andererseits hätten sie mich gerne erwürgt, war dies doch der Beweis dafür,
dass ich konnte wenn ich wollte! |
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DIE HINFAHRT |
Von Venedig
ging es mit dem abgebildeten "Ozeanriesen", der mich ziemlich an die Exodus aus
dem gleichnamigen Film erinnerte, durch die Straße von Korinth nach Piräus. Wir fuhren
nach Athen, wo die Hitze und der Gestank einer Unzahl von Autobussen na- hezu
unerträglich waren. Dafür wurde ich auf der Akropolis total entschädigt, da die
griechische Mythologie zu meinen Lieb- lingslektüren zählte und ich diverse Götter
nahezu "riechen" konnte! |
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DIE ANKUNFT |
Nach
Zwischenstopps auf Rhodos (wunderschön) und Zypern (scheußlich) erreichten wir
schließlich die prachtvolle israelische Ha- fenstadt Haiffa. Dort wurden wir mit einem
Autobus abgeholt, in das Camp gebracht und akkreditiert. |
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DAS CAMP |
Ich verbrachte
die Nächte so wie viele andere Sportler in einem der zahlreichen Militärzelte, während
Pauli leider aufgrund einer im falschen Moment ausgebrochenen Krankheit in einem der
Häuser untergebracht war. |
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Beim Frühstück saßen wir einmal an einem Tisch mit dem damals
berühmten Kugelstoßer und Schwergewichtsstemmer Gary Gubner (linkes Foto), der diesen
fast zur Gänze für die verschie- densten Pillen sowie Unmengen an Kraftnahrung
benötigte! Er gewann übrigens Gold im Kugel- stoßen, Diskuswerfen und Stemmen.
Als Gäste waren die US-Topstars Rafer Johnson (Olympiasieger 1960 in Rom und
Weltrekordler im Zehnkampf) und John Thomas (Weltrekordler im Hochsprung) einen Tag im
Camp. Sie ließen sich bereitwillig fotografieren, wie der Schnappschuss links belegt! |
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| DIE ERÖFFNUNGSFEIER |
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Bei der Eröffnungsfeier durch Staatspräsident Ben Zwi waren gut 40.000
Zuseher im Ramat Gan Stadion von Tel Aviv und ich bekam vor lauter Aufregung kaum Luft! |
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Außerdem gab es einen Rüffel durch den Sektions- leiter, nur weil ich
dem Publikum zugewunken hatte, was auch von Teilnehmern anderer Nationen ge- schehen war
:-) |
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DER "STAR"
Im Spiel gegen die Schweiz warf
ich knapp vor Schluss den Ausgleichstreffer zum 7:7, stand am nächsten Tag in allen
Zeitungen (ich musste es mir zwangsläufig übersetzen lassen) und wurde am Zaun des Camps
von weiblichen Fans um Autogramme bestürmt! Auch gegen Israel gelang mir ein Tor, was
allerdings nichts daran änderte, dass wir gegen den späteren Turniersieger 4:12
verloren. |
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BESICHTIGUNGEN |
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Wir besichtigten Jerusalem, Akkon mit seiner berühmten Moschee, Caesarea
und natürlich Tel Aviv. In der von der Jugend dominierten Stadt am Meer herrschte in der
Dizengoff Street und auf dem gleichnamigen Square (inzwischen Weltkulturerbe der UNESCO)
ein Treiben, wie ich es später nur in London erlebt habe! |
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DIE HEUSCHRECKEN :)))
Zwischendurch waren wir Gäste des
österreichischen Botschafters, der in einer Villa mit Blick auf Tel Aviv residierte, wobei
Pauli, seine Schwester Ruthi (Teamfoto 2. von links) und ich in gewohnt "biblischer
Manier" über die servierten Brötchen herfielen! |
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| DIE BOOTSFAHRT
UND DAS WIEDERSEHEN NACH 7 JAHREN |
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Außerdem lernte ich ein einheimisches Fräulein kennen, mit dem
ich aus gewissen Gründen eine einsame Bootsfahrt unternahm. Allerdings kam es zu keinem
wirklichen "Feindkontakt", da mich die mitgebrachte MP - Berta war gerade in der
Armee - ziemlich beunruhigte. |
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Wir blieben schriftlich in Kontakt, auch als Berta nach London
übersiedelte. Als ich 1968 ebenfalls dort arbeitete, trafen wir uns natürlich, wobei ich
diesmal keine "Angst" mehr vor der jungen Dame hatte :-))) |
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DIE SCHLUSSFEIER |
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Diese fand auf dem riesigen Dizengoff Square statt. Dort tanzten viele
Mitglieder - natür- lich auch ich - aller teilnehmenden Länder zu den Klängen des
berühmten Volkslieds "Hava Nagila" den israelischen Nationaltanz
"Hora". Die ausgelassene, friedliche und völkerverbindene Stimmung werde ich
mein Leben lang nicht vergessen! |
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| Danach
folgten knapp zwei Jahre absoluten Schwachsinns! |
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Ab der 7.
Klasse "verlagerte" sich mein Wirkungsbreich vorrangig auf die Wiener Tageskinos
(meist Montag - Mittwoch, um plau- sibel "krank" zu sein) und den Prater, wo ich
zu einem "Flipperstar" avancierte. Bei Schönwetter unternahm ich aber auch
immer wieder Mopedausfahrten oder machte eines der Wiener Bäder unsicher. |
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HERBST 1961:
"HUTPARTY" MIT FREUNDEN IN UNSERER WOHNUNG :-) |
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Stehend von links nach rechts:
Ruthi, Stephan (Rudas) , Bumsti,
Fredi , ich, Klaus , Sonny und Pauli |
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Sitzend von links nach rechts:
Sissy, Ulrike,
Edna und Bauxi |
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DER GEBROCHENE DAUMEN
So nebenbei brach ich mir im
Rahmen eines Schikurses in Saalbach den rechten Daumen (siehe Foto). Weit gefehlt nun
anzunehmen, dies wäre bei einem Sturz passiert. Tatsächlich hatte ich einem
Klassenkollegen einen Kinnhaken verpasst, der ursprünglich ein Schachbrett haltend die
Stiege vom 2. in den 1. Stock "ab- stürzte", mich aber nicht verpetzte! |
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DER MOPEDUNFALL |
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Zusätzlich hatte ich am 22.2.62 um exakt 22 Uhr einen Mopedunfall (Puch
DS 50), da mir nichts Sinn- volleres eingefallen war als seitlich in einen PKW zu
"donnern"! Während ich mich mit einer Brust- korbprellung und einer
Knieverletzung auf dem Boden wälzte, lief mein Beifahrer im Schock davon, während der
Autobesitzer nur über seinen beschädigten neuen Wagen jammerte anstatt sich um mich zu
kümmern.
Dieser Unfall trug mir übrigens eine Vorstrafe wegen "Körperverletzung" ein,
denn damals gab es noch dieses unsinnige Gesetz in Österreich! |
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DAS SCHNEECHAOS
Im gleichen Jahr verbrachten wir
einen Schulschikurs in Krippenbrunn am Dachstein. Nachdem die Schneehöhe bereits an sich
beachtlich war, hatte es einmal über Nacht dermaßen geschneit, dass wir gar nicht ins Freie
konnten und uns erst umständlich ausschaufeln mussten!
Zusätzlich gab es nur ein ganz langes Stockbett für uns Mannsbilder sowie ausschließlich
kaltes Wasser, weshalb wir uns vorwiegend der Katzenwäsche bedienten :-) |
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| DIE 8. KLASSE |
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DER NEUE REKORD!
Nachdem mir zwei Professoren
schon in der ersten Woche glaubhaft versichert hatten mich zur Matura nicht antreten zu
lassen, stellte ich einen neuen Schulrekord mit 256 unentschuldigten Stunden auf, der
allerdings nur meine Begeisterung erweckte!
An den wenigen Tagen, die ich anwesend war, wurde ich flugs in den verschiedensten
Gegenständen geprüft, um mir ebenso schnell meinen jeweiligen "Fleck"
abzuholen. |
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DIE
"OHNMACHT"
Rühmliche Ausnahme war Musik,
wo mir die Professorin trotz größter Anstrengung ein Befriedigend geben musste. Dafür
prüfte sich mich zur allgemeinen Überraschung eine Woche später nochmals, wobei es
wiederum zu keinem "Pinsch" langte. |
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Davon ausgehend, dass die werte Dame mit mir
noch nicht abgeschlossen hatte, bereitete ich folgenden Notfallplan vor:
Sollte ich wiederum auf dem Podium neben dem Klavier "gequält" werden, würde
ich eine Ohnmacht vortäuschen und mich vorerst auf dem Musikinstrument abstützen. Dies
wäre das Zeichen für Wolfgang und Stephan (meine beiden kräftigsten Mitschüler) das
Podium zu stürmen. Ich würde mich dann einfach nach hinten fallen lassen, um von ihnen
aufgefangen zu werden. |
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Tatsächlich sorgte die
"Pädagogin" für dieses einstudierte Schauspiel, das erfreulicherweise perfekt
klappte! Meine "Securities" trugen mich anschließend ins Arztzimmer, wo ich es
mir bequem machte. Das Ganze sorgte für großes Aufsehen und trug mir eine Vielzahl
bewundernder Blicke ein. |
| MUSIKZIMMER |
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SCHULHOF |
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DER SCHLAFSACK
Einige Wochen später ließ ich
mich in der großen Pause in einem Schlafsack (nur mein Kopf sah heraus) vom 2. Stock ins
Parterre tragen und für wissenschaftliche Zwecke vor das
"Naturgeschichtskammerl" legen. |
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Dieses Ereignis war vorallem für die auf
diesem Gang "angesiedelten" Erstklassler eine echte Sensation, konnten sie nun
doch den berüchtigten Colerus aus nächster Nähe betrachten. Natürlich rief dieser
Tumult auch einige ProfessorInnen auf den Plan, wobei eine mit dem Spruch "Hör' auf
mit dem Blödsinn und steh' auf" für zusätzliche Heiterkeit sorgte! |
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Anschließend wurde ich im Schulhof
deponiert, wo mich die blühenden Bäume dermaßen animierten, dass ich lauthals und
wiederholt unsere Schulhymne singen musste. Obwohl ich den Text fehlerlos beherrschte und
meine Intonation ansprechend war, trug mir dies sowohl einen Eintrag ins Klassenbuch als
vorallem auch vier Stunden Karzer ein, den ich ausschließlich im Interesse der mich
beaufsichtigenden Lehrkraft (ein "Beiwagerl") auf eine Stunde verkürzte! |
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DER WINKERLSTEHER :-)
Außerdem hatte ich einmal das
Vergnügen mit dem Gesicht zur Wand im "Winkerl" zu stehen, nur weil ich zu
Beginn einer Deutschstunde rauchend im Kleiderkasten gesessen war. Abgesehen davon, dass
ich zu diesem Zeitpunkt bereits 19 Jahre alt war, kam der Unterricht solange total zum
Erliegen, bis ich wieder Platz nehmen durfte. Darauf verzichtete ich aber großzügig und
verließ die Schule, um mir im "92er" (legendäres Beisel gegenüber der Schule)
ein Cola-Rum zu genehmigen. |
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DER VORZEITIGE
ABGANG |
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Nachdem ich
nicht auch die 8. Klasse wiederholen wollte, entfernte ich mich taktvoll nach dem 2.
Trimester mit fol- gendem Abgangszeugnis: |
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Was mich noch
heute nahezu fassungslos macht, ist die Tatsache, dass ich in Betragen ein Gut hatte.
Nicht zuletzt deshalb ergab sich der ausgezeichnete Notendurchschnitt von 3,56 :-) |
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DIE
MATURAREISE |
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Trotzdem ließen mich meine unglaublich großzügigen und leidgeprüften
Eltern auf die Maturareise nach Bibione mitfahren!
Diese Woche war ausgesprochen abwechslungsreich, wozu vorallem diverse Sauforgien
beitrugen. Ein Klassenkollege war z.B. dermaßen betrunken, dass er statt ins Hotel
schnurstracks ins Meer wanderte. Wir fingen ihn daher nicht nur ein sondern verpassten ihm
auch eine eiskalte Dusche, die einen gigantischen Schüttelfrost auslöste. Ich habe
niemals wieder ein menschliches Wesen derart mit den Zähnen klappern gehört! |
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Nächste Station meiner "Karriere" war die
Hotelfachschule, wo sich das Grauen unvermindert fortsetzte! |
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| 1.9.1963 -
28.2.1964: HOTELFACHSCHULE JAURESGASSE - 1030 WIEN |
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DER STRAFDIENST
Nach wenigen Tagen wurden sieben
Kollegen und ich beim Rauchen einer gemeinsamen Zigarette auf der Toilette erwischt.
Daraus resultierte für mich ein monatelanger Strafdienst (jeden Samstag und Sonntag bis
zu 6 Stunden), der zusätzlich verlängert wurde, weil ich einmal um zirka 30 Minuten zu
spät kam. Ich war nämlich bei Glatteis mit meinem Moped unterwegs gewesen und hatte eine
"Brez'n gerissen". |
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DIE ELIMINIERUNG
Ende Februar verzichtete man
dann gänzlich auf meine Anwesenheit, da ich die TV-Übertragung des Abfahrtslaufs der
Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck einer Englischschularbeit vorgezogen hatte und
in einem nahegelegenen Cafehaus "aufgegriffen" worden war! |
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Ich war darob nicht wirklich unglücklich,
denn vorallem die Praxistage in der Küche und im Service sagten mir überhaupt nicht zu,
was ich auch ungewollt demonstrierte:
Beim Knochenhacken traf ich unseren Küchenchef - er war damals Fernsehkoch und hielt sich
somit für einen Star - mit einem größeren Stück in den Rücken, während ich dem
"Hausdrachen" (Schuldirektorin) beim Servieren des Mittagessens ein Glas Wein
auf den Schoß schüttete! |
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DIE LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNG
Das nicht mehr existierende
Cafehaus habe ich übrigens in allerbester Erinnerung, "verdiente" ich doch dort
beim Kartenspielen (Preferanzen, Poker, 17+4) im Schnitt 2.000 Schilling (zirka
145.-) pro Monat! |
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1965:
HANDELSSCHULE GETREIDEMARKT - 1010 WIEN |
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Dieser "Besuch" dauerte
allerdings kaum zwei Wochen, weil ich wegen des Vormittagsunterrichts kaum die Augen offen
halten konnte!
Außerdem gefiel mir die junge Lehrerin außerordentlich, was leider nicht auf
Gegenseitigkeit beruhte, weshalb es für mich schon gar keinen Grund gab dort länger zu
verweilen. |
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| 1.4. -
31.12.1966: BUNDESHEER IN STOCKERAU (NÖ) UND WIEN |
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DIE GRUNDAUSBILDUNG
Die zehnwöchige Grundausbildung
zum Pionier in Stockerau, wo ich zum Zimmer- und Kompaniesprecher gewählt wurde, lenkte
mich wenigstens teilweise vom Verlust meines Vaters ab. Dieser war am 22.3. nach langer,
schwerer Krankheit verstorben, wobei ihn meine Mutter und ich rund um die Uhr bis zum
letzten Atemzug gepflegt hatten.
DIE
ZAHNSTOCHER
Die bereits um 7 Uhr beginnenden
"Vorträge" über Panzer sowie anderen Schwachsinn waren nahezu unerträglich.
Nachdem mir unentwegt die Augen zufielen, bediente ich mich eines alten Tricks. Ich
steckte mir entsprechend präparierte Zahnstocher in die Augenhöhlen, um ja keine
Einzelübungen auf der "Blutwiese" zu riskieren. |
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DER KARTENSPIELER
Glücklicherweise sorgte meine
Mutter für die Versetzung in die Fasangartenkaserne nach Wien, wo ich als
"Sekretär" in der Kom- paniekanzlei fungierte.
Vorallem zeichnete ich mich jedoch in den Mittagspausen aus, in denen ich mit einem
Oberstleutnant, einem Major sowie einem Oberamtsrat mein Lieblingskartenspiel Bridge
"zelebrierte".
Mein nachweislich großes Talent bewahrte mich auch einmal vor einer saftigen Strafe, als
ich nämlich eines Tages heimlich von der Kaserne zu meiner Mutter frühstücken fuhr, was
natürlich den Tatbestand "Unerlaubtes Entfernen von der Truppe" erfüllt
hätte! |
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DIE BEFÖRDERUNG
Außerdem wurde ich zu meiner
Überraschung befördert! Ich bin noch heute davon überzeugt, dass diese nur aus meinem
uner- müdlichen Einsatz beim Kartenspielen resultierte. Überdies war ich für einen
etwaigen Kriegseinsatz bestens ausgebildet, hatte ich doch mein Sturmgewehr wiederholt
auseinander nehmen, putzen (?) und wieder zusammensetzen sowie nicht weniger als drei
Schüsse mit scharfer Munition abfeuern dürfen! |
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| 1965 - 1968:
MATURASCHULE DR. ROLAND - 1070 WIEN |
| Warum einfach,
wenn es auch schwierig geht! |
Nachdem meine Mutter in ihrer erfrischend
direkten Art wiederholt angemerkt hatte, dass jeder Trottel die Matura schaffen würde,
ließ ich mich nach endlosen Diskussionen schließlich dazu "überreden" diese
doch nachzuholen. |
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Daher hatte ich das zweifelhafte Vergnügen den Vorschriften
entsprechend zuerst in allen Ne- benfächern mündliche Prüfungen zu bestehen, bevor ich
zum "Finale" in den vier Hauptfächern Deutsch, Englisch, Latein und Mathematik
schriftlich und mündlich antreten durfte.
Matura/Abitur im Februar 1968 mit "geringfügiger" Verspätung geschafft, die
ich übrigens mein ganzes Berufsleben nicht benötigt habe. |
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Mein Abschluss
beglückte zwar meine Mutter, die ich in ihrer oben angeführten Meinung bestätigt hatte
:-))), nicht jedoch aus sportlichen Gründen den Juniorchef der Maturaschule, verlor er
doch dadurch den Mittelstürmer und Goalgetter seiner Schul- mannschaft. |
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Bereits wenige
Tage später saß ich im Zug Richtung England, um ein neuen und in jeder Beziehung
äußerst intensiven Lebensabschnitt zu beginnen! |
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