WER UTOPIEN HAT ...Menschenhauch - Copyright (C) Franz Miklis, 1982 

... BRAUCHT EINE SPRACHE

Science-Fiction-Schreibwerkstatt 2004
Bildungshaus Schloss Großrußbach

28. - 31. Mai 2004

Leitung: Andreas Findig
Co-Referenten: Leo Lukas
Uschi Zietsch

  • Links


  •  
     

    Science-Fiction-Schreibwerkstatt Nr. 3
    Allgemeines zur SF-Schreibwerkstatt 2004

    Bildungshaus Schloss GroßrussbachBereits zum dritten Mal bietet die Österreichische SF-Schreibwerkstatt vom 28. bis zum 31. Mai 2004 angehenden und fortgeschrittenen SF-Autoren- und Autorinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die Gelegenheit zur Weiterentwicklung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten, zur intensiven Arbeit an ihren Texten - allein und in der Gruppe (den Gruppen) - und zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen. Dass in diesen vier Tagen und drei Nächten trotz aller Schreibarbeit auch der gesellige Aspekt nicht zu kurz kommen wird, versteht sich für Vertreter der schreibenden Zunft fast schon von selbst.
    Nach den gut besuchten und überaus produktiven SF-Schreibwerkstätten 2002 und 2003 im steirischen "Bildungshaus Schloss Retzhof" ist die Veranstaltung übersiedelt: 2004 und in den kommenden Jahren findet die SF-Schreibwerkstatt im niederösterreichischen Bildungshaus Schloss Großrußbach statt - 30 Kilometer nördlich der Bundeshauptstadt Wien in einem der malerischsten Winkel des Weinviertels (siehe Karte).
    Die Leitung der Schreibwerkstatt liegt wie in den letzten Jahren bei Andreas Findig, dem wieder zwei hochkarätige Co-Dozenten zur Seite stehen: Leo Lukas und Uschi Zietsch alias "Susan Schwartz". (Näheres unter Referenten.)

    Nach oben


     
     

    Utopien und Antiutopien    
    Ein Blick unter die Motorhaube funktionierender SF-Geschichten

    Illustration: Copyright (C) Michael Wittmann"Eine Weltkarte, auf der Utopia nicht verzeichnet ist, ist noch nicht einmal eines flüchtigen Blickes wert ..."
    (Oscar Wilde)

    Science-Fiction-Romane- und Erzählungen wurden im deutschsprachigen Raum früher oft als "utopische Literatur" bezeichnet. In den meisten Fällen entsprachen die so bezeichneten Texte nicht dem eng gefassten Begriff der "Utopie", wie er sich nach Thomas Morus' Roman "Utopia" eingebürgert hatte. Sie entwarfen nur selten eine "ideale" zukünftige Gesellschaft - oder im Fall der Antiutopie (auch Dystopie) deren Pervertierung und Gegenteil. Soziale (auch künstlerische, politische, religiöse) Utopien spielten und spielen in der Science Fiction eine geringere Rolle als technische Utopien - aber sie spielen eine Rolle, und sei es nur in wenigen Sätzen. Mögliche zukünftige (in Alternativweltgeschichten oder Uchronien auch denkbare vergangene) Entwicklungen einer oder mehrerer Gesellschaften sind ein unverzichtbarer Bestandteil von SF-Geschichten. Sie sind eine der grundlegenden Prämissen. Sie sind die Bühne, auf der sich die Figuren bewegen und entwickeln können, auf der sie ihre Konflikte austragen und dem Leser ein imaginäres Schaupspiel liefern, das ihn im Idealfall in eine andere Welt entführt.
    Richtig eingesetzt, sind Utopien ein mächtiges Werkzeug zur Entwicklung komplexer, spannender und - nicht zuletzt - unterhaltsamer Science-Fiction-Geschichten.

    Nach der SF-Schreibwerkstatt 2003, die unter dem Motto "Science-Fiction-Mythen und wie man sie erzählt" stand, sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der SF-Schreibwerkstatt 2004 ihr besonderes Augenmerk auf Utopien und Antiutopien lenken.
    Hierzu einige Anregungen:

    • Utopien sind ein Anstoss zur Veränderung, sie sind ein Motor für private und gesellschaftliche Entwicklungen.
    • Utopien können scheitern.
    • Utopien entstehen oft (gerade erst) unter den widrigsten Umständen.
    • Gegensätzliche Utopien können aufeinanderprallen.
    • Utopien beginnen immer im Kopf (oder einem adäquaten außerirdischen Körperteil) von Personen.
    • Utopien brauchen Helden, die für sie einstehen und kämpfen.
    • Utopien und ihre Verfechter haben immer Feinde.
    • Und zuletzt:
      Es gibt keine Utopie, die nicht in sich selbst den Keim zu ihrer Auslöschung und/oder Pervertierung tragen würde. Eine pervertierte Utopie wird zur Antiutopie.
      ("Findigs Erstes Utopisches Gesetz" ;-))

    Wie man auf der Basis dieser wenigen Punkte ein Science-Fiction-Szenario entwickeln kann, das potentielle Leserinnen und Leser fesselt und unterhält, ist das Thema der Science-Fiction-Schreibwerkstatt 2004.

    Nach oben


     
     

    Teilnahmemodalitäten  
    Der Ablauf - von der Anmeldung zum Reader

    Die (angehenden) Autorinnen und Autoren werden ersucht, nach erfolgter Anmeldung einen Text von nicht mehr als 5 Normseiten (30 mal 60 Anschläge) einzureichen, der die Grundlage und "Startplattform" für die gemeinsame Schreibarbeit darstellen wird. Die eingegangenen Texte werden zu einem Reader zusammengefasst, der allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Beginn der Schreibwerkstatt zugeschickt wird. Der einzureichende Text kann eine abgeschlossene Kurzgeschichte oder auch ein Kapitel einer längeren Erzählung oder eines Romans sein (Anfangskapitel bevorzugt). Er sollte sich im weitesten Sinn mit dem Thema des Seminars beschäftigen - mit Utopien und Antiutopien.

    Der Text kann als Datei im WORD- oder RTF-Format per Email an Andreas Findig oder (bitte nur in Ausnahmefällen!) als Ausdruck per Post an das Bildungshaus Schloss Großrußbach geschickt werden. Bitte darauf achten, dass der Text mit mindestens eineinhalbzeiligem Abstand und ausreichendem rechten Rand formatiert ist, um Anmerkungen und Korrekturen im Reader zu erleichtern.

    Einsendeschluss (=Anmeldeschluss!) ist der 13. 4. 2004.

    Im Interesse einer möglichst intensiven Schreibarbeit und persönlichen Betreuung durch die drei Referenten ist die Teilnehmerzahl auf 18 Personen begrenzt. Bei gleicher Qualität der eingereichten Texte entscheidet der Zeitpunkt der Anmeldung über die Teilnahme.

    Nach oben


     

    Die Referenten
    Ein bisschen was über die Vortragenden

    Um eine intensive Arbeit und Betreuung auch in Kleingruppen zu ermöglichen, bleibt die Science-Fiction-Schreibwerkstatt beim bewährten Konzept, drei professionelle Science-Fiction-Autoren als Referenten einzusetzen.
    Eigentlich sind die drei Referenten Andreas Findig, Leo Lukas und Uschi Zietsch (Susan Schwartz) in Science-Fiction-Kreisen sattsam bekannt (um nicht zu sagen berüchtigt ;-)). Hier trotzdem ein paar Grunddaten:

    Andreas Findig Andreas Findig

    Geboren 1961, lebt in Wien.
    Veröffentlicht Hörspiele, Lyrik, Kinderbücher und Phantastik (u.a. den Erzählband "Gödel geht") und schrieb für die weltgrößte Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN. Erhielt 1991 den "Deutschen Science Fiction Preis".
    Gründer und Leiter der Science-Fiction-Schreibwerkstatt.

    Zur Homepage von Andreas Findig



    Leo Lukas Leo Lukas

    Geboren 1959, lebt in Wien.
    Wurde als Kaberettist bekannt, veröffentlicht in den letzten Jahren aber verstärkt Science Fiction, Kindermusicals, Kinderbücher (u.a. "Jörgi, der Drachentöter") und schreibt für die PERRY RHODAN-Serie.
    Leo Lukas war Referent bei den Science-Fiction-Schreibwerkstätten 2002 und 2003

    Mehr über Leo Lukas


     

    Uschi ZietschUschi Zietsch (Susan Schwartz)

    Geboren 1961, lebt in der Nähe von München.
    Die "Grande Dame" der deutschsprachigen Science Fiction. Sie schrieb zehn Jahre lang für PERRY RHODAN, veröffentlichte zahlreiche Kinderbücher und Fantasyromane (u.a. für "Das Schwarze Auge") und hat mit ihrem Mann Gerald Jambor den "Fabylon-Verlag" gegründet.
    Uschi Zietsch konnte erstmals als Referentin für die Science-Fiction-Schreibwerkstatt gewonnen werden - worauf wir besonders stolz sind.

    Mehr über Uschi Zietsch


    Die Referenten freuen sich auf eine angeregte und anregende Zusammenarbeit mit bekannten und unbekannten, angehenden und fortgeschrittenen Science-Fiction-Autorinnen- und Autoren.

    Nach oben


     

    Unterbringung, Verpflegung, Kosten   
    Was geboten wird - und wieviel es kostet

    Bildungshaus Schloss Großrussbach Das Schloss Großrußbach verfügt als Bildungshaus der ARGE Bildungshäuser über eine erprobte Infrastruktur zur Abhaltung von Kursen und Seminaren. Neben modern ausgestatteten Seminarräumen stehen ein Tischtennisraum, eine Bücherei, drei Speisesäle und für den Abend das "Kellerstüberl" zur Verfügung. Für die beliebten "Freiluft-Sitzungen" (die SF-Schreibwerkstatt findet Ende Mai statt!) gibt es eine ausgedehnte Parkanlage, die in den Kreuttalwald übergeht.
    Die Unterbringung erfolgt standardmäßig in Komfort-Doppelzimmern mit WC und Dusche, wer ein Einzelzimmer wünscht, zahlt für drei Übernachtungen einen Aufpreis von 11,- (gesamt).
    Die tägliche Verpflegung besteht aus einem Frühstücksbuffet und einem Mittag- und Abendessen mit jeweils zwei Menüs zur Auswahl. Getränke sind gesondert zu bezahlen.

    Kursgebühr pro Person:

    • 220,-
      Beinhaltet Vollpension im Doppelzimmer und den Reader.
    • Einzelzimmerzuschlag: 11,-
      Bitte schon bei der Anmeldung angeben, ob ein Einzelzimmer gewünscht wird.
    • Abholung vom Bahnhof Niederkreuzstetten, Hin/Retour (siehe unter Anreise): 4,-. Für Gruppen entsprechend billiger. Falls eine Abholung gewünscht wird, bitte anmelden.

    Aufgrund der knappen Kalkulation sind Sondertarife für Studenten, Arbeitslose etc. leider nicht möglich. Wir bitten um Verständnis.

    Nach oben


     

    Anmeldung und Organisatorisches 
    Termine, Mail- und Postadressen, Bankverbindung

    Die Anmeldung zur Science-Fiction-Schreibwerkstatt Schloss Großrußbach ist bis zum 13. 4. 2004 unter folgender Postadresse, per Fax oder per Mail möglich:

    • Bildungshaus Schloss Großrußbach
      SF-SCHREIBWERKSTATT 2004
      Schloßbergstraße 8
      A-2114 Großrußbach

      Fax: (0043) / (0)2263 / 6627-43

      Mail:
      bildungshaus@bildungshaus.cc
      (Betreff: SF-Schreibwerkstatt 2004)

    Der Einreichungstext (siehe unter Teilnahmemodalitäten) kann bis 13. 4. 2004 per Mail an den Schreibwerkstättenleiter Andreas Findig geschickt werden (bitte nur in Ausnahmefällen postalisch an das Bildungshaus):

    Die Kursgebühr von 220,- (eventuell plus 11,- Einzelzimmerzuschlag - siehe unter Unterbringung, Verpflegung, Kosten) ist auf folgendes Konto zu entrichten:

    • Bildungshaus Schloss Großrußbach
      Raiffeisenbank Korneuburg
      Bankleitzahl: 32395
      Kontonummer: 500173
      IBAN: AT923239500000500173
      BIC: RLNWATWWKOR

    Telefonische Rückfragen im Bildungshaus Schloss Großrußbach:

    • (0043) / (0)2263 / 6627

    Nach oben


     

    Anreise
    Wann, wie, womit und wohin?

    Anreisetag ist Freitag, der 28. Mai. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihre Zimmer ab 13 Uhr beziehen. Um 16 Uhr beginnt das Schreibwerkstätten-Programm.
    Abreisetag ist Montag, der 31. Mai (Pfingstmontag). Das Programm endet um 16 Uhr.

    • Anreise mit dem Auto:
      Westautobahn A1: Abfahrt: St.Christophen - Tulln- Stockerau - Korneuburg  (Abfahrt West) - Bundesstraße 6  Richtung Ernstbrunn bis  Ortsmitte Wetzleinsdorf  - Großrußbach.
      Südautobahn A2: Südosttangente A23 Richtung Prag - Abfahrt Korneuburg West - Bundesstraße 6 Richtung Ernstbrunn bis  Ortsmitte Wetzleinsdorf  - Großrußbach.
    • Anreise mit der Bahn:
      Von Wien West - U 6 bis Handelskai - Schnellbahn S2 Richtung Mistelbach (Abfahrt stündlich um 55) bis Niederkreuzstetten (Ankunft stündlich um 38), von dort Abholung möglich (bitte anmelden).
      Von Wien Süd: Schnellbahn S2 Richtung Mistelbach (stündlich um 41) bis Niederkreuzstetten (Ankunft stündlich um 38), von dort Abholung möglich (bitte anmelden).
    • Anreise mit dem Bus:
      VOR Line 533 ab Floridsdorf bzw. Korneuburg bis Großrußbach Haltestelle GH Schwarz.

    Lage von Schloss Großrußbach

    Für Teilnehmer/innen aus Wien und der näheren Umgebung ist es vielleicht ratsam, sich beim PERRY RHODAN-Stammtisch Wien (lauter nette Leute!) nach Mitfahrgelegenheiten zu erkundigen.

    Nach oben


     

    Brabbel 17
    Das Forum zur Science-Fiction-Schreibwerkstatt

    Marc-Ivo Schubert hat ein Forum zur Science-Fiction-Schreibwerkstatt 2004 eingerichtet.
    Wir haben es Brabbel 17 genannt - in Anlehnung an "Babel-17", den bemerkenswerten SF-Roman von Samuel R. Delany, in dem Sprache als Waffe eingesetzt wird.

    Wer Fragen zum Ablauf und Inhalt der SF-Schreibwerkstatt stellen möchte, wer Mitfahrgelegenheiten sucht, wer sich über Bücher, Programme, Publikationsmöglichkeiten für Autoren erkundigen oder seine diesbezüglichen Erfahrungen mitteilen will ... etc. etc., ist herzlich eingeladen, dies auf Brabbel 17 zu tun.

    Mehr noch: Im geschlossenen Unterforum B17-Schreiblabor können neu angemeldete und die Teilnehmer/innen früherer SF-Schreibwerkstätten ihre Texte online und zur Diskussion stellen. Besonders für Texte, die in Gruppenarbeit entstanden sind und entstehen werden, soll das B17-Schreiblabor eine zentrale Arbeitsplattform bieten.

    Übrigens ist Marc-Ivo Schubert schon zum dritten Mal Teilnehmer der Science-Fiction-Schreibwerkstatt. Seine Geschichte "Der Fremde", die er für die SF-Schreibwerkstatt 2002 eingereicht hatte, ist inzwischen bei NOVA erschienen - aber sie ist nicht die einzige SF-Story, die Marc-Ivo mittlerweile veröffentlicht hat.
    Die NOVA-Nummer 2 enthält auch die Geschichte "Sieben Ampullen" von Andreas Gruber, die während derselben SF-Schreibwerkstatt begonnen worden ist. Zur Entstehung dieser Geschichte gibt es einen Werkstattbericht online.
    Und Michael Marcus Thurners kleine (und gemeine) Geschichte "Neulich, bei Otto", veröffentlicht in phantastisch! Nr. 12, ist ebenfalls während der SF-Schreibwerkstatt entstanden.

    Ihr seht also: Wer die Science-Fiction-Schreibwerkstatt besucht, ist auf dem besten Weg ...

    ZU DEN STERNEN!
    ;-)

    Nach oben


     

    Links   
    Riskieren Sie einen Klick:
    Findigs Linkodrom

    Nach oben 


    Webmaster und für den Inhalt verantwortlich: Andreas Findig
    Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2004