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Gleich bei meiner ersten Ausstellung im Jänner 1969 in Wien wurde ich von etlichen Besuchern gefragt, wie man solche Bilder macht. Auf diese einfache Frage war freilich nur eine komplizierte Antwort möglich oder gar keine. Aber ich war froh, daß so gefragt wurde, weil aus den Bildern selbst die Arbeitsweise ja nur schwer ablesbar war und mich das überraschend rege Interesse dafür erfreute. So bemühte ich mich, jeden der Fragenden durch detaillierte Antworten zufriedenzustellen. Vieles mußte, um zu solchen Bildern zu kommen, zusammenstimmen: eine harte Oberfläche des nicht zu dünnen und nicht zu dicken Papiers, die Mischung der Staubfarben mit Wasser und Plastikbinder, der Auftrag des nicht zu flüssige, nicht tu teigigen Farbgemisches auf die Glas- oder Kunst-stoffplatte, das komplizierte Kontaktieren der so eingefärbten Platten mit dem Papier und der nun beginnende eigentliche Gestaltungsvorgang, der vielen Imponderabilien und Störungsmöglichkeiten ausgesetzt war. Es mußte nun alles in zügiger Bewegung gehalten werden, um die Farbe nach Plan auf as Papier und dann an gewissen Stellen wieder davon ganz oder teilweise wegzubekommen und so etwa tonige Übergänge, wo man sie wollte, nicht zu hart und unvermittelt geschehen zu lassen. Es war einige Gymnastik dabei nötig, auf jeden Fall ein sehr rasches Reagieren auf nicht ganz vorhergesehene Vorgänge. Hatte man einen Fehler gemacht, war eine Korrektur aber meist nicht möglich. Dann mußte ein solches Blatt bedenkenlos geopfert werden, es sei denn, es bot sich als Rettung eine Collagierung an. Das Fixieren der mehr oder weniger leicht abreibbaren, of kräftig stehenden, of auch nur hauchartig dünnen Farbschicht war dann schon Routine. Wenn bei einem Motiv sattere, tiefere Farbtöne angezeigt waren, wurde zuletzt eine transparente Glanzschicht aufgetragen. |
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