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Einige Neunmalkluge sprachen und schrieben -- Kritiker von der Art, wie sie heute Schuttplastiken oder auf Malgründe hingeschleuderte Farben, zerschnittene oder verbrannte Leinwände und ähnlich reizlose Machwerke mitsamt ihren fragwürdigen Schöpfern hochleben lassen -- schrieben also damals irgend etwas von Zufallsergebnissen, was man eher noch von ihnen selbst und von jedem anderen Lebewesen sagen könnte. Wo spielt denn nicht auch sonst und bei den scheinbar seriösesten Dingen und bestgeplanten Vorgängen der Zufall mit? Im Fall meiner Bilder mußten jedenfalls bestimmte Farben gewählt, zubereitet und gemischt, Formen und Formationen überlegt und gestaltet werden, und für die Durchführung war viel mehr gezielte Arbeit nötig, als etwa vor einem großen, aus Voyeuren bestehenden Publikum eine in Farbe getauchte junge weibliche Nacktheit über eine am Boden ausgebreitete weiße Leinwand zu wälzen. Denn bei meinen Bildern sollte ja alles stimmen, vor allem die Hell-Dunkel-Differenzierungen mußten gelingen und gerade das Zufällige weitestgehend ausgeschlossen bleiben. Wie schon gesagt, mußte man sehr rasch und konzentriert vorgehen, um etwa dort, wo helle Stellen vorgesehen waren, die Farbe wieder vom Papier zu entfernen. Aber so genau wollten es die Leute damals ja auch wieder nicht wissen, und von den Kritikern nur eine einzige Dame, ein einziger weißer Rabe unter vielen grauen Existenzen, denen oft nur ein sekundenlanger Blick vom Eingang aus in den Ausstellungsraum genügte. Die am meisten am Arbeitsvorgang Interessierten waren natürlich jene Besucher, die dann eines der Bilder mit nach Hause trugen.
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24 Sphärische Kontraste (1970)
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