© H.D. Pohl (2007, aktualisiert 2012)
Auffassungsunterschiede bei der Schreibung und den
Namensformen von slowenischen Ortsnamen in Kärnten
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Vorbemerkung 1: Schon vor
dem Ortstafelkonflikt 1972 gab es Auffassungsunterschiede bei slowenischen Ortsnamen
in Kärnten bezüglich ihrer Schreibung. Diese gingen aber damals im „Sturm“
unter und blieben von der Öffentlichkeit meist unbemerkt. Nachdem man jetzt im
Rahmen der Ortstafel-Einigung vom 27.4.2011 eine zwar bescheidene, aber doch
akzeptable Lösung gefunden hat (http://members.chello.at/heinz.pohl/Ortsverzeichnis.htm),
sind solche Auseinandersetzungen um die „richtigen“ Namensformen Geschichte. Es
gereicht dem Kulturgut Ortsname zum Vorteil, dass sich nunmehr
beide Seiten, die zuständigen Kärntner Landesstellen und die Vertreter der
slowenischen Volksgruppe auf gemeinsame Schreibformen geeinigt haben (nach
Zdovc 1993 u. 2010), denn viel Zeit stand ja nicht mehr zur Verfügung. Um 1900
gab es in Kärnten ca. 75000 Slowenen, laut Volkszählung 2001 nur mehr ca. 13000
(das sind um ca. 83 % weniger als 1900!). Die immer wieder befürchtete
„Slowenisierung Südkärntens“ hat nie stattgefunden, wenn sie auch unlängst in
der Aussendung des „Kärntner Abwehrkämpferbundes“ vom 15. März 2006 aufs Neue
beschworen wurde: sollten die von der
„Konsenskonferenz“ vorgeschlagenen „158 Ortschaften in 18 Gemeinden“ mit Ortstafeln versehen werden, „würde Südkärnten zum slowenischen Territorium“ (S. 2). Die
Verwirklichung der Vorgaben der „Konsenskonferenz“ hat also kein slowenisches
Territorium geschaffen, sondern bloß die historisch gewachsene Namenlandschaft
des südlichen Unterkärnten unterstrichen, wo zwei Sprachgemeinschaften in einer
gemeinsamen Heimat / skupna domovina
leben und somit die Weichen für die Ortstafel-Einigung 2011 mit immerhin 164
Ortschaften (also um 6 mehr als ursprünglich vorgeschlagen) gestellt.
Übersicht:
Das Slowenische in Österreich in Zahlen
In absoluten Zahlen, umgerechnet auf das heutige Kärntner Gebiet (also ohne
Mießtal, Tarvis und Seeland) gab es 1880 u. 1890 ca. 85 000, 1900 ca. 75
000, 1910 ca. 66.500 Slowenen; 1923 waren es nur mehr ca. 34.500. Danach
erreichten sie im Jahre 1939 noch einmal einen höheren Wert, indem ca. 43 000
Personen mit slowenischer Muttersprache erhoben wurden; dazu eine Tabelle
(Literatur dazu siehe unter http://members.chello.at/heinz.pohl/Volksabstimmung.htm):
|
Jahr |
Kärnten |
Österreich gesamt |
|
1910 |
66 463 |
74 210 |
|
1939 |
43 179 (inkl. „Windisch“) |
47 639 |
|
1951 |
19 658 (bzw. 42 095 a) |
19 976 |
|
1961 |
24 911 |
f |
|
1971 |
20 972 b |
23 579 |
|
1981 |
16 552 c |
18 640 |
|
1991 |
14 850 (inkl. „Windisch“) |
17 379 |
|
2001 |
12 586 (ohne „Windisch“ d) |
17 953 e (bzw.
24 855 g) |
Anmerkungen zur Tabelle:
a) in allen Kombinationen (z.B.
„deutsch-slowenisch“, „deutsch-windisch“ usw.)
b) davon 3961 „Windisch“
c) davon 2348 „Windisch“
d) deren Zahl wird mit 567 Personen angegeben
(davon in Österreich geboren: 547)
e) österreichische Staatsbürger (davon in
Österreich geboren: 13 225)
f) in den von mir benützten Unterlagen keine gesamtösterreichischen
Angaben
g) davon 6891
Ausländer (zuzüglich eine Person „Windisch“)
Dialekte (Mundarten) / Narečja:
Gailtaler Dialekt / Ziljsko narečje
Rosentaler Dialekt / Rožansko narečje (einschließlich Köstenberg / Kostanje,
Sattnitz / Gure, Pischeldorf / Škofji Dvor, Poggersdorf / Pokrče, Zell /
Sele)
Jauntaler Dialekt / Podjunsko narečje
Obir- (Remschenig-) Dialekt / Obirsko (Remšeniško) narečje
Vorbemerkung 2: Das Namengut einer Sprache unterliegt nicht zwingend den Regeln der
jeweiligen Rechtschreibung, sondern es widerspiegelt meist eine bunte Mischung
der gegenwärtigen Rechtschreibregeln und von traditionellen Schreibungen, die
z. T. auf früher üblichen Schreibgewohnheiten beruhen. Ein Beispiel möge dies
verdeutlichen: Das standarddeutsche Wort Straße wird in Ortsnamen sowohl
mit ß (z.B. Straßburg in Kärnten) als auch mit ss (z.B. Strassen
in Osttirol) geschrieben; oder man denke an Schreibungen wie Berg im
Drautal oder Perg (im Mühlviertel) bzw. Paßthurn (als Ortschaft)
oder Pass Thurn (als Bergname). Bis vor kurzem wurde die Kärntner
Gemeinde Ebenthal ‹Ebental› geschrieben, der Namen gebende Ortsteil aber
Ebenthal, heute beides Ebenthal; die dorthin führende Straße in
Klagenfurt heißt jedoch nach wie vor Ebentaler Straße. Weiters
sind Namen i. A. von Rechtschreibreformen ausgenommen (insbesondere trifft dies
auf Personen- und Familiennamen zu), so „überlebte“ die Schreibung Brixen im
Thale (Tirol) die Reform von 1901 (nach der Tal zu schreiben ist)
oder Nußdorf (mehrmals in Österreich) die von 1996 (statt Nuss-).
Auch alte Fehlschreibungen hatten Bestand, wie z. B. Velden (am Wörther
See), 1297 Velwen (zu einem alten Wort für ‘Weide(nbaum)’ oder Rüstorf
(Oberösterreich, 12. Jhdt. Russidorf,
Rusdorf). Dazu kommen noch mundartliche
(z.B. Brunn am Gebirge, Bruck
an der Mur usw.) oder heute nicht mehr dem gängigen Wortschatz zugehörige
Appellativa (z.B. Hart ‘Sumpfwald’). Dies ist auch im Slowenischen so, viele Ortsnamen unterliegen nicht den
Regeln der Rechtschreibung oder normativen Grammatik, ähnlich wie
deutsch-mundartlich Bruck neben Brück(e) finden wir auch
slowenisch-mundartlich ves neben vas ‘Dorf’, Schreibungen wie Dole statt zu erwartendem Dolje oder älteres Zila neben jüngerem Zilja
‘Gail’. Auch einige Fehlschreibungen
à la Velden kann man beobachten, z.B.
Ločilo statt Vočilo und Krnski Grad (dazu siehe unten) sowie „geschönte“ Schreibungen, z.B.
Maribor ‘Marburg’ (erstmals 1836 in
Anlehnung an slawisch Branibor für Brandenburg, so Snoj 2009, 252) — im Deutschen vergleichbar Bautzen (bis 1868 Budissin, das sorbisch Budyšin
näher steht).
* * *
Während bei den deutschen Ortsnamen im
allgemeinen ein stillschweigender Kompromiss zwischen deren volkstümlicher (auf
der lokalen Mundart beruhenden) und „hochdeutschen“ (schriftsprachlichen)
Lautung vorliegt, was in der langen Tradition der Verwendung des Deutschen als
Amtssprache begründet ist, gibt es im Slowenischen sehr oft voneinander
erheblich abweichende hochsprachliche und volkstümliche Namensformen. Erst im
Zuge der Begründung eines slowenischen Schrifttums sind viele Toponyme
verschriftsprachlicht worden, wobei es oft Irrtümer gegeben hat, wie z.B. beim
Ortsnamen Krnski grad ‘Karnburg’: die volkstümliche slowenische Form
lautet Karempurg (Kranzmayer 1958,
116), die ein älteres deutsches Chaerenpurch (1201)
reflektiert, daher wäre ein slowenisches Koroški Grad (so bei Jarnik) zu
erwarten, das wäre ‘Kärntenburg’ wie auch das der alten Bezeichnung Chaerenburg
zugrundeliegende *Charantapurch, lateinisch civitas Charantana (9./10.
Jhdt., vgl. Snoj 2009, 217).
Konflikte um Namensformen sind meines
Erachtens (nicht nur, s.u.) Scheingefechte — ob „Kärntner amtliche“
oder „slowenische schriftsprachliche“ Namensformen: beide sind gleich gut „slowenisch“,
die einen eben mundartlich (wie deutsch Bruck oder Brunn,
Brünn, Born sowie Bronn), die anderen
schriftsprachlich (wie deutsch Brücke in Möllbrücke oder
Brunnen in Siebenbrunnen, Tirol). In jedem Fall ist ein
Kompromiss zwischen schriftlicher Tradition, mundartlicher Aussprache und
standardsprachlicher Orthographie zu finden. „Überstandardisierungen“ nach dem
Muster „Brücke an der Mur“ sind auf jeden Fall zu vermeiden.
Seinerzeit, 1972, gab
es u.a. Streitigkeiten um die Namensformen der Ortschaften Št. Vid (v
Podjuni) / St. Veit (im Jauntal) und Vočilo / Hart
(Arnoldstein). Das Kärntner Landesarchiv hat zunächst die Schreibungen Št.
Fid v Podjuni bzw. Vočilo vorgeschlagen (vgl. Zdovc 1974, 294
f.), die grundsätzliche Probleme aufwerfen. Št. Fid ist zwar die beste
Wiedergabe eines mundartlichen [šumfət], ist aber hinsichtlich der Schreibung isoliert wie
z.B. auch deutsch mundartlich Fostion für St. Sebastian (bei
Hochosterwitz). Daher ist es angebracht, nach den zahlreichen Št. Vid geschriebenen
Ortsnamen auch den im Jauntal so zu schreiben, wie auch der bei den
Einheimischen Fostión genannte Ort besser als St. Sebastian wiederzugeben
ist.
Anders verhält es sich
bei Hart / Ločilo,
Kärntner Landesarchiv Vočilo, Zdovc Ločilo. Etymologisch
beruht der Name auf slow. *močilo „feuchter Ort, Sumpfwald“ (was
auch deutsch Hart bedeutet, vgl. Kranzmayer 1958, 99). Die slowenische
Schreibung Ločilo (genauer
Łočilo [w-]) ist willkürlich und kann sich auf
keine Vorbilder im alten Österreich berufen, die Ortsverzeichnisse von 1900 und
1910 schreiben Vacil (Kranzmayer
a.a.O. mundartlich Voči(d)lo), als Nebenform Hrast
(d. i. ‘Eiche’). Daher hat sich das Kärntner Landesarchiv in der Wahl der
Schreibung nach der mundartlichen Aussprache orientiert und Vočilo vorgeschlagen,
was namenkundlich nachvollziehbar ist. Eine Schreibung Ločilo evoziert darüber hinaus eine Lesung [lo-];
diese soll wohl an loka ‘(feuchte) Wiese’ erinnern, aber davon wäre eine
Ableitung ločilo äußerst ungewöhnlich (dieses Wort wird bei
Pleteršnik als ‘Trennungsmittel, Interpunktionszeichen’ erklärt und scheidet
somit als Ortsbezeichnung aus).
Eine gewisse Berühmtheit erlangte Tutzach
/ Tuce neben (vormals) amtlich Tulce (Gem. Ebenthal); letztere
Form wird zwar durch urkundlich 1317 Tultz
gestützt, doch der Ort selbst hieß früher (1900, 1910) slowenisch Tuče
(vgl. auch 1788 Tutschacher Gemeinberg), was seiner Herkunft aus
*Tъlčiče (zum
Personennamen *Tъlčanъ) entspricht (vgl. Pohl 2002, 49 u. 111 mit Lit.). Die
Form Tulce erinnert darüber hinaus zu
sehr an mundartlich tulec ‘Tölpel’
(wohl entlehnt aus deutsch-mundartlich Tulle)
und stieß deshalb seitens der slowenischen Volksgruppe verständlicherweise auf
Ablehnung.
Bei Globasnica / Globasnitz war schon zu Zeiten der Monarchie die Schreibung
zugunsten G- entschieden worden; die
Etymologie des Namens ist zwar ‘Wurstbach’, also ein ‘Bach, der sich wie eine
Wurst windet’ (er heißt auch mundartlich Globaška
voda oder reka, zu slowenisch klobasa
‘Wurst’), das deutsche G- substituiert
also ein slowenisches K-, denn
etymologisch richtig müsste der Name ja tatsächlich Klobasnica geschrieben werden, was auch die mundartlichen Formen qło-/ qłabósnica zeigen. Das Kärntner Landesarchiv hat daher 1972
die Schreibung Klobasnica (wie auch
in einem Ortsverzeichnis aus dem Jahre 1860) für die zweisprachigen Ortstafeln
vorgeschlagen, dann ist man aber (auf Grund von Protesten) dennoch bei Globasnica geblieben. Für diese
Schreibung sprechen auch urkundliche Belege wie 1143-64 Globasinuilla und 1167 Globazniz,
doch nach Šašel (1957/58, 121) ist auch die Form mit anlautendem K- 1296 als Chlobasniz superior
‘Zgornja Klobasnica’ urkundlich bezeugt. Da die Einwohner von Globasnitz in ihrem Ortsnamen die
Assoziation mit klobasa ‘Wurst’ vermeiden
wollten, entschied man sich für die ans Deutsche angelehnte Schreibung Globasnica (um nicht zu ‘Wurstlern’ zu
werden, vgl. Zdovc 1974, 295 Anm. 10). Der Name ist ziemlich einmalig, mir ist
in Österreich kein weiterer ‘Wurstbach’ bekannt, in Slowenien gibt es als
Parallele den Gewässernamen Klobaša (Snoj
2009, 140).
Viele Diskussionen gab es auch um Hundsdorf / Podsinja vas (früher Psinja vas). Der Ortsname ist
zu
slowenisch pes ‘Hund’ (als
Personenname) zu stellen, urkundlich 1220 als Hundesdorf
belegt ‘Dorf eines Mannes namens Hund’, wie auch Hundsdorf / Pesje (bei
Völkermarkt) sowie Pisweg und Psein (bei Gurk). Bei den frühmittelalterlichen Slawen im alpinen
Raum kamen Tiernamen als Personennamen sehr häufig vor wie z.B. auch jelenъ ‘Hirsch’ und medvědь ‘Bär’, daher ist es
sehr wahrscheinlich, dass auch slowenisch pes
(< pьsь) ‘Hund’ als
Personenname vorkam, zumal Hund (als
alter deutscher Personenname Hunt)
sehr wohl bezeugt ist. Insgesamt kommt der Siedlungsname Hundsdorf in Österreich 17× vor. — Die heute amtlich gewordene Schreibung Podsinja vas (‘Dorf unter Sinach/Sine
bzw. dem Sinacher Gupf’, so erstmals im
Spezial-Ortsrepertorium nach der Volkszählung 1910 [erschienen 1918])
ist eine sekundäre Umdeutung von Psinja vas~ves (1860 schrieb man Psinjaves, im Atlas Slovenije 1985 Psinja vas). Der Sinacher
Gupf heißt auf Slowenisch Sinjski vrh oder (mundartlich) Psinjski
vrh, dies sind entweder Varianten ein
und desselben Namens oder sie sind nach zwei verschiedenen Ortschaften so
benannt, eben einmal nach Sine / Sinach, das andere Mal nach slowenisch Psinja vas (‘Hundsdorf’, heute amtlich Podsinja
vas, so auch Zdovc 1993, 76 und 2010,
87, der aber die mundartliche Form Psinja
vas ausdrücklich erwähnt). Der
Ortsname Sine ‘Sinach’ kann aus *Psinje (zu slowenisch pes [pəs] ‘Hund’) hervorgegangen sein, dies ist
aber nicht zwingend (wegen der mundartlichen Form Sene [síəne], die eher zu seno ‘Heu’ zu stellen ist). Eine Form *Psinje liegt dem ON Psein bei Pisweg, beide zu
slowenisch pes ‘Hund’ zugrunde; auch
eine Ortschaft in der dortigen Nachbarschaft heißt Hundsdorf. Unser Hundsdorf
liegt nördlich des Sinacher Gupfes
und heißt slowenisch-mundartlich Psinja
ves~vas. Dieses hat zunächst den
Bergnamen Pseniberg oder Hundsgupf bzw. Hundsdorfer Gupf bewirkt
(wie dies Ogris 2011, 508f. ausführt) und erst später wurde die näher liegende
Ortschaft Sinach, slowenisch Sine zum „Taufpaten“.
In letzter Zeit sind v.a. die beiden Namen Ebersdorf
/ Drbeša ves (gegenüber Drveša vas) und Windisch
Bleiberg / Slovenji Plajberg (gegenüber Plajberk) in slowenischsprachigen
Printmedien diskutiert worden (Novice, štev./Nr. 2 vom
20.1.2006). Bei Drbeša ves spielt der
alte Streit um die „richtige“ Schreibung für „Dorf“ mit; Zdovc (1993, 43f.) hat
als Haupteintrag Drveša vas, vermerkt aber ausdrücklich „tudi
[auch] Drbeša vas“, was der Etymologie (vom Personennamen Dobreh(a))
eher entgegen kommt. Was Slovenji Plajberg betrifft: es hat mit der
Stadt Bleiburg / Pliberk nichts zu tun, außer dass es etymologisch
gleichen Ursprungs ist, aber die Einwohner von Pliberk heißen Pliberčani,
die von Slovenji Plajberg (umgangssprachlich und mundartlich) Plajberžani;
im Slowenischen wechselt bekanntlich k mit č bzw. g
mit ž — die historisch zu begründende und sprachwissenschaftlich
korrekte Form wäre daher schriftlich Slovenji Plajberg, phonetisch
mag Slovenji Plajberk sicher „richtig“ sein (s. zu diesem Problem Pohl 2002, 111ff.).
Auch Zdovc 1993, 87), der Plajberk vorschlägt, gibt als Einwohnernamen zwar Plajberčani an, räumt
aber als lokale Nebenform Plajberžani ein. Übrigens werden auch viele
deutsche Ortsnamen nicht hochsprachlich „korrekt“ geschrieben (wie z.B. Brunn/-brunn/-born
und Bruck) oder ausgesprochen (wie die Bundeshauptstadt Wien, die
eigentlich Wi-ën heißen müsste, auf Grund von mundartlich Wean
usw., weiters Dienten, mundartlich Deanten in Salzburg, aber
immer Li-ënz). Oder man denke an Vellach
(bei Eisenkappel) neben Fellach (bei
Villach, beide slowenisch Bela) und
das Osttiroler Virgental mit seinem Firschnitzbach — beide
gehen trotz verschiedener Schreibung des Anlautes auf alpenslawisch bzw.
karantanisch *bergъ ‘Abhang’ zurück.
Literatur
(weitere namenkundlich-linguistische
Details in Pohl 2000 u. 2005a-b)
KATTNIG-KULNIK-ZERZER
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Perspektiven, hg. von H. Valentin – S. Haiden – B. Maier. Klagenfurt, 181ff.
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einer Neubewertung. In: Linguistica XLV – Ioanni
Orešnik septuagenario in honorem oblata I, Ljubljana, 129-150.
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Etimološki slovar slovenskih zemljepisnih imen. Ljubljana.
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in Kärnten. Wien-Klagenfurt.
ZDOVC 2010: P.Z.,
Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem. Razširjena izdaja / Die
slowenischen Ortsnamen in Kärnten. Erweiterte Auflage. Ljubljana.
BGBl = Bundesgesetzblatt
VfGH =
Verfassungsgerichtshof