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Beweise Nr. 1-10

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Version: 2010/ 04
Projektname: Verwirrter Melissos
Erscheinungsdatum: 2010
Nächste Version: Oktober 2010

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 1 : Selbst der subjektivste Wahrnehmungsinhalt ist ein objektiver Beweis, für das Vorhandensein von Existenz

Verfasst: -/ Status: L-r5/ Lexikon: Wahrnehmung, Subjektive/ Objektive, Existenz, Nichts, Beweise

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Unabhängig davon, als wie 'gut' oder 'schlecht' die Qualität unserer subjektiven Wahrnehmungen jeweils eingestuft werden mag...

Qualität ist eine Eigenschaft - und eine Eigenschaft ist etwas, das ausschließlich etwas Existentem zukommt [1].

'Etwas absolut und zu 100% nicht Existentes, würde keine Eigenschaft(en) besitzen!'

Und: Da eine Eigenschaft - wie Qualität - ausschließlich etwas ist, das einer Existenz zukommt, hat dies zur logischen Konsequenz, dass selbst der qualitativ subjektivste Wahrnehmungsinhalte nicht 'einfach' nichts sondern sehrwohl, regelmäßig, etwas Exsitentes ist!

Und: Dies bedeutet des Weiteren, dass jeder noch so subjektive Wahrnehmungsinhalt - und damit jede, noch so subjektive Wahrnehmung - ein objektiver bzw ein inter-subjektiv begründeter und nachvollziehbarer Beweis für das Vorhandensein von Existenz ist!

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 10 : Dass alles relativ im Sein ist, kann niemals eine absolute Wahrheit sein

Verfasst: 14.4.2002/ Status: A-K-L-r1/ Lexikon: Absolute/ Relative, Wahrheit

Dass ausnahmslos alles relativ im Sein ist, kann niemals eine absolute Wahrheit sein!
DENN: Wenn tatsächlich ausnahmsloses alles relativ im Sein ist, schließt dies das Sein des Absoluten gänzlich aus.

'In einer gänzlich relativen Welt bzw Wirklichkeit, kann es das Absolute niemals geben - denn anderenfalls, wäre sie nicht mehr GÄNZLICH relativ!'

DOCH: Wenn es in einer Welt bzw Wirklichkeit das Absolute NIEMALS geben kann, hat dies zu logischen Konsequenz, dass es in einer solchen Welt bzw Wirklichkei NIEMALS eine absolute Wahrheit geben kann.
Und: Wenn es in einer Welt bzw Wirklichkeit NIEMALS eine Absolute Wahrheit geben kann, bedeutet dies, des Weiteren, dass es in einer solchen Welt bzw Wirklichkeit, EBENFALLS, NIEMALS der absoluten Wahrheit entsprechen kann, dass in ihr - wie behauptet wird - TATSÄCHLICH, ALLES realtiv ist!

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 2 : Das Spüren von Gefühlen = Das Wahrnehmen von Gefühlen - Auch Gefühle besitzen Beweiskraft

Verfasst: 23.5.2007/ Status: A-K-L-r5/ Lexikon: Wahrnehmung, Gefühle, Existenz

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis und bezieht sich auf den Beitrag : Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 1 : Selbst der subjektivste Wahrnehmungsinhalt ist ein objektiver Beweis, für das Vorhandensein von Existenz:

Relativ häufig wird die Behauptung geäußert, dass Gefühle - wie beispielsweise Liebe, Hass, Trauer, Wut oder Ausgeglichenheit - nichts beweisen.

'Ach, einfach ein Gefühl zu haben, sagt noch gar nicht aus!

Ein Gefühl beweist rein gar nichts!

Vergiss es!'

Doch die Behauptung, dass Gefühle nichts beweisen, ist unzutreffend!

Immer dann nämlich, wenn wir ein Gefühl haben bzw IN uns spüren, nehmen wir dieses Gefühl IN uns wahr.
DENN: Einzig dadurch, dass wir Gefühle, die wir IN uns haben bzw spüren, wahrnehmen, wissen von ihnen - und daher ist das Haben bzw Spüren von Gefühlen stets ident mit der Wahrnehmung von Gefühlen.

das Haben bzw das Spüren von Gefühlen = das Wahrnehmen von Gefühlen

Jedes Gefühl, das wir IN uns haben bzw spüren, ist somit ein Gegenstand unserer Wahrnehmung.
Und da jedes Gefühl, das wir IN uns haben bzw spüren, ein Gegenstand einer, unserer subjektiven Wahrnehmungen ist, ist es einerseits natürlich ein Beweis dafür, dass wir wahrnehmen, und, da jede Wahrnehmung ein Beweis für Existenz ist, ist es zum Anderen, regelmäßig, ein Beweis für das Vorhandensein von Existenz!

'Vielleicht mag manchen der Umfang dessen, was ein wahrgenommenes Gefühl in der Lage ist zu beweisen, als nicht sonderlich beeindruckend erscheinen...
ABER: Es ist eine inter-subjektiv begründete Tatsache, dass kein wahrgenommenes Gefühl jemals dermaßen subjektiv und unbedeutend sein könnte, sodass es absolut nichts beweisen würde!'

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Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 3 : Nur etwas das es gibt, vermag etwas hervorzubringen - Ohne Sein, kein Schein!

Verfasst: -/ Status: L-r4/ Lexikon: Existenz, Wahrnehmung, Schein, Nichts, Entstehen

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Wir nehmen wahr.

In unserer Wahrnehmung er-scheint uns so vieles - und nicht selten, erliegen wir dem (wahrgenommenen) Schein.
DOCH: JEDER, von uns wahrgenommene Schein, verweist, regelmäßig, auf das Vorhanden-Sein von Existenz!
DENN: Aus dem absoluten Nichts [1], und damit aus etwas, das es absolut nicht gibt, kann absolut nichts - auch keinerlei Schein - entstehen.

Nur etwas das es gibt, vermag etwas hervorzubringen!

Und da nur etwas das es gibt, und damit Existenz, alleiniglich dazu in der Lage ist, aus sich (selbst) heraus etwas hervorzubringen, ist demzufolge JEDER, auch noch so nebulöse Schein die/ eine seinsmäßig-existenzielle Folge, von etwas Existentem, und ist somit, aufgrund seines Seins, ein logischer Beweis, für das Vorhandensein von Existenz.

'Ohne Sein, kein Schein!'

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 4 : Es gibt nichts, das nur 'halb' oder 'dreiviertel' existent wäre - Jeder von uns wahrgenommene Schein bzw jede Illusion, ist eine vollwertige Existenz bzw Wirklichkeit

Verfasst: -/ Status: L-r3/ Lexikon: Wirklichkeit, Existenz, Wahrnehmung, Schein/ Illusion

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Oft neigen wir dazu einen Schein bzw eine Illusion als etwas Unwirkliches einzustufen.
Ganz nach dem Motto:
'Ach, lass es bleiben, kümmere dich nicht weiter darum!
Es ist nichts Wirkliches!
Es ist nur eine Illusion, ein Schein!'

Diese unsere Einschätzung allerdings, dass eine Illusion bzw ein Schein nichts Wirkliches ist, ist unzutreffend!
DENN: Jeder Schein bzw jede Illusion der wir 'erliegen', ist etwas Entstandes, und, schon alleine die Tatsache, dass nur aus Existenz sich etwas 'erheben', etwas entstehen kann [1], und dass sich aus Existenz NIEMALS ein Absolutes-Nichts sondern wieder nur (eine) andere Existenz entwickeln kann, macht bereits deutlich, dass jeder Schein bzw jede Illusion etwas Existentes ist.

ABER: Ein von uns wahrgenommener Schein bzw eine wahrgenommene Illusion, ist nicht einfach eine 'halbe' oder 'dreiviertel' Existenz!
Aufgrund der Tatsache nämlich, dass es das/ ein Absolutes-Nichts - jenseits seiner Existenz seiner begrifflichkeit - absolut, zu 100% nicht gibt - und niemals geben wird - kann es auch niemals etwas geben, das nur zur 'Hälfte' oder zu 'Dreiviertel' existent wäre.

Existenz, ist immer etwas 100%iges!
Und daher ist stets jede Existenz - auch jeder Schein bzw jede Illusion -, regelmäßig, eine 100%ige, vollwertige Existenz.

Und da jede Existenz immer auch eine Wirklichkeit ist [2], bedeutet dies des Weiteren, dass jeder Schein bzw jede Illusion nicht nur eine vollwertige Existenz sondern immer auch eine vollwertige Wirklichkeit ergibt!

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 5 : Entstehen schafft regelmäßig sowohl ein neues, einzelnes Sein als auch eine neue Welt bzw Wirklichkeit - Entstehen ist ein 'dualer' Prozess

Verfasst: -/ Status: L-r2/ Lexikon: Wirklichkeit, Sein, Prozess, Dualität

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

'Entsteht etwas, entsteht stets etwas Neues.

Es entsteht etwas, das es zuvor, so, noch nicht gegeben hat.

Ein neues Sein tritt in die Welt bzw Wirklichkeit!'

DOCH: Durch das Entstehen von Neuem, entsteht nicht nur ein einzelnes, neues Sein:
Es entsteht immer auch eine neue Welt bzw Wirklichkeit!
DENN: Das/ Ein einzelnes, neu entstandenes Sein, verändert immer auch die Welt bzw Wirklichkeit, in die es kommt, und schafft somit, regelmäßig, immer auch ein neues 'Bild' von dieser - und daher ist Entstehen, stets, ein 'dualer' Prozess.

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 6 : Jedes Entstehen schafft regelmäßig eine neue Wahrheit - Wahrheit, muss keineswegs unveränderlich sein

Verfasst: -/ Status: L-r2/ Lexikon: Wirklichkeit, Wahrheit, Sein

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis und bezieht sich auf den Beitrag: Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 5 : Entstehen schafft regelmäßig sowohl ein neues, einzelnes Sein als auch eine neue Welt bzw Wirklichkeit - Entstehen ist ein 'dualer' Prozess:

Häufig glauben wir, dass die/ eine perfekte Wahrheit, für alle Zeiten, statisch bzw unveränderlich sein müsse...

DOCH: In vielen Bereichen entsteht Wahrheit, und wird geschaffen!
DENN: Wirklichkeit = Wahrheit, und Wahrheit = Wirklichkeit [1].

Und wenn daher ein neues, einzelnes Sein entsteht, führt dies nicht nur, regelmäßig, zu Schaffung einer neuen Welt bzw Wirklichkeit, sondern immer auch zur Schaffung einer neuen Wahrheit.

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Quelle:

  1. Begriffsdefinition : Wirklichkeit

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Beweis-Erkenntnistheorie Nr. 9 : Absolute Wahrheit - Das Absolute zu negieren, ist ein Widerspruch in sich

Verfasst: -/ Status: L-r1/ Lexikon: Absolute/ Relative, Wahrheit, Glaube

Nicht selten wird die Sichtweise vertreten, dass alles zueinander in Beziehung steht bzw relativ im Sein ist - und, dass es deshalb etwas Absolutes niemals geben könne.

Oft und gerne wird dann, in einem solchen Zusammenhang, auf die Relativitätstheorie verwiesen, welche die wissenschaftliche Begründung, für diese Sichtweise, liefern soll.

Überraschend an dieser Sichtweise ist weniger, dass sie vertreten wird, als vielmehr die Art und Weise wie sie, mitunter, von ihren Anhängern argumentativ begründet und verteidigt wird.

Würden die Anhänger dieser Sichtweise lediglich an sie glauben, und würden sie somit lediglich glauben, dass alles relativ im Sein ist, und dass es das Absolute nicht geben kann, würde daraus noch kein Widerspruch entstehen!

Im Glauben oder Meinen liegt nämlich (noch) kein Widerspruch!

Glauben oder meinen kann man vieles!

Eine Meinung oder ein Glaube, ist niemals mehr als ein möglicher Fingerzeig, in eine bestimmte Richtung!

Das Problematische ist somit nicht der Glaube!

Das Problematische ist vielmehr, dass viele die Sichtweise, dass alles relativ ist, und dass es das Absolute nicht geben kann, zu einer unverrückbaren, nicht zu bezweifelnden Tatsache erklären!

Indem jedoch die Sichtweise, dass alles relativ im Sein ist, und dass es das Absolute nicht geben kann, zur unumstößlichen Tatsache erklärt wird, geraten die Vertreter dieser Sichtweise in einen logisch nicht zu überwindenden Widerspruch!
DENN: Sie verabsolutieren ihre Sichtweise, und erklären sie zu einer feststehenden, absoluten Wahrheit - und, widersprechen damit ihrer eigenen Sichtweise, dass es nichts Absolutes geben könne.

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