Verfasst: 16.2.2009/ Status: L-r1/ Lexikon: Erkenntnistheorie, Sprache, Soziologie, Mensch/ Tier, Biologie
Das soziale Zusammenleben mehrerer Lebewesen, in einer Gruppe, kann ausnahmslos nur dann über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgreich funktionieren und bestehen, wenn die in der Gruppe lebenden Lebewesen, zumindest in Grundzügen, über ähnlich geartete Erkenntnistheorien, und damit über ein ähnliches Konzept, was als wahr und als wirklich einzustufen ist, verfügen!
DENN:
Nur dann, wenn man zumindest in Grundzügen ähnliche Auffassungen dahingehend teilt, was wahr und was wirklich ist, besteht zumindest die theoretische Chance sich dem Anderen erfolgreich mitzuteilen, und, nachvollziehen und verstehen zu können, was der Andere beabsichtigt und/ oder möchte.
Oder: Anders ausgedrückt:
Eine, zumindest in Grundzügen, ähnliche Erkenntnistheorie, ist eine unumstößliche Voraussetzung für eine jede erfolgreiche Kommunikation, zwischen Lebewesen!
UND: Erfolgreiche Kommunikation, zwischen den angehörigen einer sozialen Gruppe, ist eine unumstößliche Voraussetzung für das, über einen längeren Zeitraum hinweg, erfolgreiche Funktionieren und Bestehen einer sozialen Gruppe!
Ohne eine gemeinsame, nicht nur für ein singuläres Individuum gültige Erkenntnistheorie, wäre zB einem Löwenrudel nahezu kein gemeinsamer Jagderfolg beschieden, und das Rudel könnte nur schwer eine, den jeweiligen Umweltbedingungen angepasste Jagdstrategie entwickeln.
UND: Ohne eine, nicht nur für ein singuläres Individuum gültige Erkenntnistheorie, wäre es beispielsweise für Fledermäuse nahezu unmöglich, im Schwarm zu jagen oder im Schwarm durch enge Höhlentunnel zu navigieren, ohne miteinander zu kollidieren.
Verfasst: 11.4.2009/ Status: L-r1/ Lexikon: Gefühle, Liebe, Hass, Intellekt, Erkenntnistheorie, Biologie, Religion
Fragen, ob unser Intellekt und ob Gefühle - wie zB Liebe oder Hass - rein biologische Phänomene sind, oder ob sie mehr als dies sind, und, ob ihnen eine gewisse Eigenständigkeit von unserer Biologie zukommt, sind, letztendlich, erkenntnistheoretische Glaubensfragen [
1]!
DENN: Für keine der beiden Erklärungsvarianten lässt sich ein inter-subjektiver Beweis finden, der, von der Mehrzahl der Anhänger beider Seiten, akzeptiert werden könnte, OHNE dass diese ihre eigene, erkenntnistheoretische Grundposition aufgeben müssten.
Ein christlicher Priester zB, müsste anerkennen, dass Liebe nicht nur göttlichen Ursprungs ist, und dass auch die Existenz und das Wirken Gottes - wie alles Lebendige - evolutionären Regeln und damit auch, bis zu einem gewissen Grad, dem Zufall unterliegt...
Und: Ein Darwinist etwa müsste anerkennen, dass metaphysische Eingriffe und Schöpfungen ein Teil der Biologie und damit des Lebens sind...
Verfasst: 23.8.2003/ Status: L-r2/ Lexikon: Subjektive, Bewusstsein, Wahrnehmung
Ein subjektives Seiendes, ist allgemein ein Sein, das, zumindest in Grundzügen, dazu in der Lage ist (etwas) wahrzunehmen und zu erkennen.
Ein Berg zB, wird wohl in den wenigsten Fällen als subjektives Sein eingeschätzt.
Ein Berg besitzt keinerlei Wahrnehmungsorgane, erkennt nichts, und reagiert in keinster Weise, auf Umwelteinflüsse, denen er ausgesetzt ist.
Doch bereits einzellige Lebewesen verfügen über einfache Methoden der Sinneswahrnehmung, erkennen Beute, und reagieren unterschiedlich auf Reize. [
1]
Und da die Fähigkeit (etwas) wahrzunehmen und zu erkennen, stets auch, Ausdruck eines, zumindest rudimentär vorhandenen Bewusstseins ist, kann allgemein festgehalten werden, dass JEDES, mit einem, wie auch immer gearteten Bewusstsein ausgestattete Seinende, als ein subjektives Sein angesehen werden kann!
ABER: Als ein subjektives Sein gilt auch ein schlagendes Herz oder ein Wort - und dies, obwohl weder das Eine noch das Andere, unmittelbar, Bewusstsein besitzt!
Warum ist dem so?
Antwort: Ein Wort gilt deshalb, allgemein, als etwas Subjektives, da es das Produkt eines subjektiven Geistes ist; und, ein schlagendes Herz gilt, allgemein, deshalb als ein subjektives Sein, da es ein seinmäßig-origineller Teil (des Körpers) eines Subjektes ist.
Ein subjektives Sein, ist somit ebenfalls all das, das von einem Subjekt geschaffen wurde/ wird, und, ebenso all das, das, seinsmäßig-originell, dem Körper eines Subjekts zugehörig ist (wie beispielsweise Herz, Nieren, Hände, Gehirn uvw).
Verfasst: 12.4.2009/ Status: L-Blas-r1/ Lexikon: Wirklichkeit, Existenz, Tiere
Wenn man eine Umfrage starten würde, was es am ehesten 'verdient' als wirklich eingestuft zu werden, würde wohl die überwiegende Mehrheit darauf antworten, dass für sie dasjenige am wirklichsten ist, das vorhanden bzw existent ist!
DENN: Schließlich ist die Sichtweise, dass (vor allem) dasjenige die Wirklichkeit ausmacht, das vorhanden bzw existent ist, eine der 'einfachsten' und rudimentärsten Sichtweisen, die Wirklichkeit betreffend.
'Auch für die Mehrzahl der Tiere ist das in erster Linie relevant, das existiert bzw vorhanden ist!'
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