Buchstaben E–H    zurück

 

 

Ortschaft/Toponym

Gem.

Slowenisch

Etymologie (kurze Erklärung zur Herkunft des Namens)

Ebenfeld

TB

Ravne

Ü T2 sl. raven ‘ebene Fläche, Eben’

Ebenfeld

VW

Ravnje

Ü T2 sl. raven ‘ebene Fläche, Eben’

Ebenthal (Ebental)

ET

Žrelec

V Ebenthal: D Name vom Schloss (urk. 1645 Ebental) – Žrelec S zu sl. žrelo ‘Schlund, Abgrund, Krater’ (alter Flurname; urk. 984 Szreliz)

Eberndorf OT

ED

Dobrla vas OT

S T3 zu einem mit sl. dobrъ ʻgutʼ gebildeten PN (urk. 1108 Dobrendorf, später umgeformt 1194 Oberndorf, entsprechend schon 1060-79 ad superiorem villam)

Ebersdorf OT

BL

Drveša vas OT (Drbeša ves)

S T3 zu einem mit sl. dobrъ ʻgutʼ gebildeten PN

Eberstein

ES

Svinec

Ü/V: D höfischer Burgenname, zu dt. Eber (urk. 1132 Ebersten u. Eberstein) + -stein (→ Stein) – S Svinec zum alten sl. Wort *svinec ‘Eber’ von svinja ‘Schwein’ (Gutsmann 1789 Svinc)

Ebriach OT

EV

Obirsko OT

S zum Bergnamen → Obir (urk. 1154 Obriach)

Ebriachbach

GN

Obirski potok

Ü sl. potok ‘Bach’ (→ Ebriach)

Eck

 

 

Egg

Eden

GZ, SR

 

D zu ma. Eden ʻdie (Ein-) Ödeʼ (ma. auf der Öden [SR] bzw. in der Öden [GZ])

Edern

SR

 

D T4 zu → Eden (ma. beim Öder)

Ederplan

BN

 

D nach der Ederalm, diese wohl zum HN Eder (urspr. Öder ‘in ödem [unbebauten] Gebiet wohnend’), → Plan

Edling OT

ED

Kazaze OT

Ü T2 sl. *kosez > kazaz usw. ‘Edling’ (→Anhang sub Kroaten)

Edling OT

LD

Kajzaze OT (Kajzeze)

Ü T2 sl. *kosez > kazaz usw. ‘Edling’ (→Anhang sub Kroaten)

Edling

SS

Kazaze

Ü T2 sl. *kosez > kazaz usw. ‘Edling’ (→Anhang sub Kroaten)

Edling (Groß-, Klein-)

WO

 

D zu dt. Edling (→Anhang sub Kroaten; urk. 1164 Edelinge)

Edling

SB, SR

 

D zu dt. Edling (→Anhang sub Kroaten; urk. 1144 Edelingen [SB])

Edling(en) †

FI

 

D → Edling (urk. 1144 Edelingen), heute → Hartmannsdorf

Egarn

AL

 

D zu mittelhochdeutsch egerde ʻBrachland, Gras. oder Kleewieseʼ (urk. 12./13. de Egerdi)

Egel

BN

 

R → Spitzegel

Egg

HE

Brdo

Ü zu dt. → Egg bzw. sl. brdo ‘Berg, Anhöhe; Eck’ (urk. 1024-39 Ecca)

Egg, Eck, -eck, -egg

 

 

D von althochdeutsch egga ‘Bergspitze, -gipfel’ (> bairisch Egg), etymologisch = (die) Ecke, in der Toponymie ‘Spitze; vorspringende Höhe, Berg- oder Hügelkante’, auch ‘Landwinkel zwischen zwei Flüssen’ (häufig v.a. in Berg- u. Burgennamen)

Egg am Faaker See

VI

Brdo ob Baškem jezeru

Ü → Egg und Faaker See (urk. 1075-90 Ekki)

Egger Alm

BN

Brška planina

Ü → Egg (HE, urk. 1852 Eger Alpe)

Eggforst

HE

(Brška) Dobrava

Ü/V sl. dobravaWaldung, Hain’, exakte Übersetzung Brška Dobrava

Ehrenhausen

K

† Vašenšči Grad (ma. Bošniški Grad)

V  D: urk. seit 1681, Name des Schlosses wohl in Zusammen­hang mit dem benachbarten → Ehrental    S: ‘Burg bzw. Schloss von Feschnig’

Ehrensdorf

MR

Vršta vas

D T3 zu einem dt. PN

Ehrental

K

† Erental (ma. Belščiče)

D  Schloss und Siedlung urk. so seit 1689 – S Belščiče T1 urk. 1344 Wyeltschick, 1464 Wiltsig < Belščiče, ma. Biłšče ‘Siedlung an der Bela, am weißen Bach’ (→ Weißenbach)

Ehrnegg

GR

Harnek

D höfischer Burgenname, zu Aar ‘Adler’ u. → Egg (urk. 1158-63 Arnek)

Eibelhof

PD

Ajb(e)lhof (Eibelhof, Ovčjak)

D (sl. Ovčjak junge Neubenennung nach dem Vulgonamen des Besitzers Otschjak)

Eichelburg

WB

Aheljberg

D

Eiersdorf

PD

Virnja vas

D T3 ‘Dorf des Iring’, zu einem dt. PN (urk. 1193-1220 Irinsd(orf), 1256 Eyringes­dorf)

Einersdorf OT

BL

Nonča vas OT

D T3 zu einem dt. PN

Einöde (Innere/Äußere)

TR

 

D

Eis

RU

Led

Ü sl. led ‘Eis’ (urk. um 1192 Lēdniz). Denkbar ist auch eine Umdeutung von Eisen (→ Ruden), im 12. Jhdt. ist Silberabbau bezeugt

Eisdorf

Ajzdorf

D zum PN Isaak (urk. 1124-38 Îsachsd(orf))

Eisenkappel

EV

Železna Kapla

Bad Eisenkappel

Eisenkappel-Vellach

EV

 

Bad Eisenkappel; → Vellach

Eisentratten

KR

 

D dt. Eisen + Tratte ‘Weideland, Viehtrift’, Hinweis auf einstige Eisengewinnung (erster Hochofen 1566)

Eitweg

 

S T1 zu einem sl. (?) PN (urk. 1106 Eîtwiggi, 1145 Itewic)

Eixendorf

MB

Nica vas

D T3 zum dt. PN Nizo (urk. 1134 Nizendorf)

Eixendorf

ML

*Lišja vьsь

S T3 zu sl. lisъ ʻFuchsʼ als PN (urk. 1159-64 Lisendorf, 1199 Isendorf)

Elendtäler

BN

 

D zu Elend ‘abgelegenes Gebiet’, eigentlich ‘außer Landes’ bzw. ‘in einem anderen Land’

Elsgraben

SG

 

DS (?) unklar, viell. zusammengesetzt aus dt. Esel u. sl. suchъ ʻtrockenʼ, heute Hofname (urk. 1140-50 Eselszhucka, 1162 Eselszuch)

Emmersdorf

K

Smerče (†Smeravčiče)

S T1 zum sl. PN *Sěmiradъ (urk. 1136 Zemrasdorf)

Emmersdorf

NG

Smerče

S T1 zum sl. PN *Sěmiradъ

Emmersdorf

RO

Tmara vas

S T1 zum sl. PN *Tomimirъ bzw. -měrъ (urk. Thv̊mersdorph)

Engelsdorf

FI

 

D T3 zu einem dt. PN (urk. 1144 Engilboldesdorf, 1161 Engilbaldesdorf)

Enzelsdorf OT

GA

Encelna vas OT (Incelna ves)

D T3 zu einem dt. PN

Enzelsdorf

GR

Encelna vas

D T3 zu einem dt. PN

Erlach

GR

Olšje

Ü/V T2 sl. olša ‘Erle’

Erlach

PD

Olše (Zavolšje)

Ü/V T2 sl. olša ‘Erle’ (urk. 1303 Erlach)

Erlendorf

AS

Olšje

Ü T2

Eselssattel

BN

Oselca

Ü zu sl. osel Esel’

Ettendorf

LM

 

D T3 zum dt. PN Ëppo (urk. um 1150 Eppendorf)

Faak am See

FS

Bače ob jezeru

S T2 < *Batje zu einem sl. PN (Bata)

Faaker See

GN

Baško jezero

Ü → Faak am See

Fahrendorf

VW

Borovniče

Ü T1 zu sl. bor ‘Föhre’ (dt.ma. Forche; Fahrendorf statt Forchendorf)

Falkenberg

K

BN

Vrhove(c)  (Bałhovec)

S oder V dt. Name nach dem Schloss, ma. auch Falkenstein (wohl sekundär nach dem Wappentier) – sl. Bałhovec nach ma. bałh ʻweißlich, grauʼ (entlehnt < dt.ma. bzw. mittelhochdeutsch valch ʻfahlʼ), übertragen auf Rinder und Pflanzen (ʻhartes Gebirgsgrasʼ), wohl alter Flurname; sl. Vrhove(c) junge Neuschöpfung

Falkenstein (Ober-)

OV

 

D Name der Burg nach dem Wappentier

Falkert

BN

 

D < Falk-hart ‘Falkenwald’ (→ Hart)

Faning

MO

Baniče

S T1 zu sl. ban ‘Banus, Fürst’ (→Anhang sub Kroaten, urk. 1053-78 Vaniccha) , im Dt. mit -ing umgeformt, → Anhang

Fansdorf

SD

Banja vas

Pfannsdorf und Faning

Farcha

FE

 

D < Forch-ach zu dt.ma. Forche + Kollektivsuffix -ach (urk. 1139 Uorhach)

Farchern

K

Borovje

Ü T2 T4 zu sl. bor ‘Föhre’ (dt.ma. Forche)

Farchern

MB

Borovje

Ü T2 T4 zu sl. bor ‘Föhre’ (dt.ma. Forche)

Farrendorf

SC

Paprače

Ü T1 sl. praprot ‘Farn’

Fasching

FE

*Bašikʼe

S T1 zum sl. *Bachъ bzw. *Bašь (1136 Vasich) , im Dt. mit -ing umgeformt, → Anhang

Federaun

VI

Vetrov

R aus rom. Veterōna ‘(etwa) Brachfeld; brachliegendes, unkultiviertes Land’ (urk. 1160 Veterona)

Feicht

LE

 

D aus althochdeutsch fiuht ʻFichtenwaldʼ (urk. 1072 Fûhta)

Feilbauer Bach

GN

 

D wohl nach einem HN

Feistritz

GN

Bistrica, *Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (kommt als GN in Kärnten 10 × vor)

Feistritz

MA

*Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’

Feistritz

ME

*Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (urk. 1131 Wstrize)

Feistritz

FE

*Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (urk. 1165-77 Wuistriza)

Feistritz

 LU

*Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (urk. 1165-75 Wstriza)

Feistritz

SJ

Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’

Feistritz an der Drau

FD

Bistrica ob Dravi

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (→ Drau, urk. 1169 Fustriz)

Feistritz an der Gail

FG

Bistrica na Zilji

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (→ Gail, urk. 1090 Fulstriz, 1184 Fustriz)

Feistritz im Glantal †

LF

*Bistrica

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (→ Glan), heute → Liebenfels

Feistritz im Rosental

FR

Bistrica v Rožu

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (→ Rosental)

Feistritz ob Bleiburg OT

FB

Bistrica pri Pliberku OT (Bistrica nad Pliberkom)

S sl. bistrica ‘klarer, schneller, reißender Bach’ (→ Bleiburg, urk. 1193-1220 W̊striz)

Feistritzer Alm

BN

Bistriška planina

Ü Alm von → Feistritz an der Gail

Feistritzer Spitze (Hochpetzen)

BN

Bistriška špica

Ü → Feistritz ob Bleiburg u. Petzen – sl. špica ‘Spitze’ (dt. Lehnwort)

Feld

GA

Polje

Ü

Feld am See

FA

 

D zu Feld urspr. ʻdas weite, offene Feld’, erst später auch ‘Ackerland’

Feldkirchen

FE

Trg

V Feldkirchen aus althochdeutsch kirihha ‘Kirche’ + althochdeutsch fëld ‘Ebene, Flachland; Feld’ (urk. 11./12. Jhdt. Ueldchiricha ) – sl. trg ‘Markt’

Feldsberg

LU

 

D Burgenname, wohl Feld + -berg/-burg (urk. 12. Jhdt. Ueldesperc)

Felfern

SR

 

D zu mittelhochdeutsch velwe ‘Weide(nbaum)’, ma. Felber †, also ʻ(bei den) Weiden(bäumen)ʼ

Fella

GN

*Bela

S wie → Vellach

Fellach

VI

Bela

S → Obere und Untere Fellach (Schreibvariante von → Vellach)

Fellersdorf OT

LD

Bilnjovs OT

S T3 zu einem sl. PN

Ferlach

FL

Borovlje

S T2 zu sl. bor ‘Föhre’

Ferlacher Grießbach

GN

Borovnica

V Grießbach ‘der aus dem Grieß (= Schotter) kommende Bach’ – Borovnica ‘Föhrenbach’ zu sl. bor ‘Föhre’

Ferlacher Horn (Harlóuz, Gerloutz)

BN

Grlovec (ma. Hrlovc)

V sl. Grlovec zu grlo ‘Schlund, Kehle’, in der Toponymie für zerfurchte Abstürze (die sl.ma. Namensform im HN Herlotschnik in Waidisch). – Dt. Name seit ca. 1910

Ferlacher Spitz(e)

BN

Komnica

V Ferlacher Spitz(e) nach der benachbarten Ortschaft OberferlachKomnica zu sl. kom, kum (Bergappellativ, rom. Lehnwort), benachbart der →  Türkenkopf

Ferndorf

FD

 

D T3 zu einem dt. PN, ‘Dorf des Ferdo o.ä.’ (urk. 1391 Vedendorf)

Feschnig

K

Bošniče (ma.)

S T1 zu einem sl. PN

Feuersberg

GL

Hudi grad (Vajšprh)

V Feuersberg: D alter Burgenname (ins Sl. als Vajšprh entlehnt) – S Hudi grad: S ‘böse Burg’

Filfing

KP

 

unklar

Findenigkofel

BN

 

D wohl nach dem HN Findenig, → Kofel

Finkenstein

FS

Bekštanj

D (höfischer Burgenname), vormals → Mallestig

Flaschberg

OD

 

D zum dt. PN *Flahso (urk. 1154 Flassinperc)

Flatschach †

K

*Blače

S T2 zu sl. blato ‘Sumpf’ (urk. 1213 Vlaschach, heute → St. Ruprecht)

Flatschach

HI

*Blače

S T2 zu sl. blato ‘Sumpf’ (urk. 1125-41 Flatsach)

Flatschach

GG

*Blače

S T2 zu sl. blato ‘Sumpf’ (urk. 1285 Vlaetsach)

Flattach

FT

*Blatje

S T2 zu sl. blato ‘Sumpf’

Flattnitz

GZ

*Blatьnica

S zu sl. blato ‘Sumpf’ (urk. (1192-1200 Ulatniz)

Föderlach

WB

Podravlje

S T2 sl. ‘Drauanwohner’; → Anhang sub Drau

Förk

NG

Borče

S T1 zu sl. bor ‘Föhre’ (urk. 1199 Vǒrich)

Förolach

HE

Borlje

S T2 zu sl. bor ‘Föhre’

Forst

WO

 

D zu dt. Forst ʻBannwaldʼ (urk. 982 Forest)

Forstsee (ma. † Wurstsee [-št-])

GN

Borško jezero

D/Ü nach seiner Lage im Forst ʻBannwaldʼ (ins Sl. als boršt entlehnt)

Fragant(bach)

BN, GN

*Bragana

R wohl über sl. *bragana < vorrömisch *bargāna etwa ‘Bergbach’ (urk. 1300 Fragan); dazu → Inner- u. Außerfragant

Framrach

 

D zum dt. PN Framarih als HN (urk. 1183 Uramerich)

Frankenberg

VM

Brankovec (Brankovca)

DS ‘Berg des Franko’ (dt. PN)

Frankenstein

VM

Brankovec

DS ‘Berg bzw. Schloss des Franko’ (dt. PN)

Fransdorf

ST

 

D T3 zum dt. PN Framî (urk. 1193-1220 Vremsdorf)

Frantschach-St. Gertraud

FC

*Braniče

S T1 zu einer Kurzform des sl. PN Branimirъ oder Branislavъ – St. Gertraud nach der gleich­namigen Kirche (urk. 1289)

Franzendorf OT

LD

Branča vas OT

D T3 zu einem dt. PN

Fratres

SP

*Bratrešь

S zu einem sl. PN, etwa *Bratrešь zu bratrъ ʻBruderʼ

Fratresberg

BN

*Bratrešь + dt. -berg

SD zu einem sl. PN, etwa *Bratrešь zu bratrъ ʻBruderʼ (urk. 1177 Fratres)

Frauenkogel

BN

Baba

Ü/V zu sl. baba ‘altes Weib, Großmutter’, entsprechend den dt. Bösen Weibelen (Böses Weibele bezeichnet auch den Wetterwinkel)

Frauenstein

FN

 

D höfischer Burgenname, mittelhochdeutsch frouwe ‘Frau’ + -stein (häufiges Gattungswort in Burgennamen; urk. 1195 Frovnstaine)

Freibach OT

GA

Borovnica OT (Frajbah)

Freibach/Frajbah: SD (umgeformtes sl. Borovnica) –   Borovnica: S ‘Föhrenbach’ zu sl. bor ‘Föhre’

Freibach

GN

Borovnica

SD dt. Freibach umgeformtes sl. Borovnica ‘Föhrenbach’ zu bor ‘Föhre’ (urk. 1100/1164 Foruniz) 

Freiberg

BN

 

D Burgenname ʻBerg bzw. Burg, frei von Abgabenʼ (urk. 1148 Friberch)

Freiberg (Setitsche)

BN

Setiče

V Freiberg: D nach dem → FreibachSetiče: S ‘äußerster (Berg)’ zu sl. setьnъ ‘der äußerste, letzte’

Freiendorf

KK

 

D T3 im Detail unklar, entweder zu einem dt. PN (*Frûmo) oder ʻfrei von Abgabenʼ (urk. 1145-47 Frunndorf, 1188-1200 Vridorf)

Freikofel

BN

 

D ‘Gebiet, für das keine Abgaben zu entrichten waren’, ‘in freiem Besitz bzw. freier Nutzung unterstehend’; italienisch Cuelat < furlanisch cuél ‘Hügel’ (von lateinisch collis + altus ‘hoch’) oder < furlanisch cuelàt, Pejorativ zu cuél ‘(etwa) wertloser, unfreundlicher Berg’

Fresach

FH

*Breže

S T2 zu sl. breza ‘Birke’ oder breg ‘Ufer, Abhang, Rain’

Fresnach

SJ

Brežnje

S T2 zu sl. breza ‘Birke’ oder breg ‘Ufer, Abhang, Rain’ (urk. 1142 Ureznach)

Freßnitz

LE

*Brezьnica

S zu sl. breza ‘Birke’ (urk. 1050-65 Vrezich, 1060-70 Vreznich)

Friedlach

FE

Fridlah

D urk. 991-1023 Frideloseihe ‘Eiche der Friedlosen’ (Asylbaum)

Friesach

FI

Breže (ma. Freže †)

S T2 zu sl. breza ‘Birke’ oder breg ‘Ufer, Abhang, Rain’ (urk. 860 Friesah)

Frießnitz

FS

Breznica

S zu sl. breza ‘Birke’

Frießnitz OT(Wrießnitz)

SJ

Breznica OT

S zu sl. breza ‘Birke’

Frischenkofel (Cellon)

BN

 

D ‘Ort (→ Kofel), wo es frisch (kühl) ist’; → Cellon

Fritzendorf

HE

Limače (Limarče)

V T1 im Dt. u. Sl. zu verschiedenen PN (urk. 1488 Fritzendorf)

Frög OT

RO

Breg OT

S sl. breg ‘Ufer, Abhang, Rain’

Frohntal

LG

 

R ma. [frūne] < furlanisch Veranes < lateinisch voragines, Plural zu vorago ‘Schlund, Abgrund; Strudel’ (→ Öfnerjoch); unwahrscheinlich zu Fron (wie in Frondiest) im Sinne von ʻherrschaftliches Talʼ (urk. 12. Jhdt. Frontal)

Frojach

RO

Broje

S T2 zu sl. brod ‘Furt’

Frondell

BN

 

R zu furlanisch frontal ʻkleine Stirnwandʼ (urk. 1785 Frondel Kofl)

Froschendorf

GS

Žabiče

Ü T1 zu sl. žaba ʻFroschʼ

Fuchsgruben

SR

 

D

Führholz

VK

Borov(e)c

Ü zu sl. bor ‘Föhre’ bzw. dt. † Fürchholz ‘Föhrenwald’

Fürnitz

FS

Brnca

S zu sl. brn ‘Sumpf, Schlamm’ (urk. 1136 Furniz)

Fürstenstein

MS

Knežji kamen

Ü → Anhang

Gabel

FL

Kobel (Kobov)

wohl Ü, zu sl.ma. kobał ‘Grätsche’, im Dt. ‘Weg- oder Bachgabelung’

Gablern OT

ED

Lovanke OT

Ü T4  zu sl. vile ‘Gabel’ bzw. *vilovanki ‘Gabelmacher’ (1106 Gablarn)

Gail

GN

Zilja (†Zila)

R → Anhang

Gailitz

AS

Ziljica

RS → Gail + sl. -ica, Verkleinerung ‘die kleine Gail’ (als Nebenfluss)

Gailitz

GN

Ziljica

RS → Gail + sl. -ica, Verkleinerung ‘die kleine Gail’ (als Nebenfluss)

Gailtal

LG

Ziljska Dolina

R Ü urk. 1024-39 Gilitala;Gail

Gailtaler Alpen

BN, LG

Ziljske Alpe

Ü → Gaital u. Alpen

Gaisach

KD

čežava

D zu einem dt. PN

Gaisberg

FI

 

D ʽBerg der Geißen (Ziegenberg)’ (urk. 1363 Gaysperg)

Gallin (Hoher)

BN

Golinje

R zu rom. col ‘Hügel, Pass, Übergang’ (da bewaldet wohl nicht zu sl. gol ‘kahl’)

Gallizien

GA

Galicija

R nach dem Hl. Jakob bzw. Santiago de Compostela in Galicien, Spanien

Gammersdorf

MB

Mižlja vas

S T3 zu einem sl. PN

Gamskofel

BN

 

D zu Gämse, → Kofel (urk. 1826 Genskofel)

Gamschitz

GN

*Kamenišnica oder *Kamniščica

S zu sl. kamen ‘Stein’, also ein ‘Steinbach’

Gansdorf †

FR

*Gostinja ves

S/Ü T2 zum sl. PN *Gostěnъ o.ä., heute Name einer Katastralgemeinde (urk. 1169 Gostinsdorf)

Gänsdorf

VK

Gosinje

Ü T2 zu sl. gos ‘Gans’ (urk. 1168 Gensd(orf))

Gappen

RK

*Kopa

 S wohl zu sl. kopa ʻSchober, Bergkegelʼ (auch auf der Gappen)

Gariusch

MB

Gorjuše

S T2 zu einem sl. PN

Garnitzenalm, -berg

BN

*Krnica

S → Garnitzenbach (urk. 1785 Kornitzen Kofel)

Garnitzenbach

GN

*Krnica

S zu sl. krnica ‘(Tal-) Kessel, Mulde’, auch ‘Tüm­pel, Quelle, tiefe Stelle im Wasser’ (→ Gartnerkofel)

Gartnerkofel

BN

Krniške skale

V Gartnerkofel zu dt.ma. Gartl (urk. 1785 B. Gartel, 1862 Gartnerkofl) ‘eingezäunte Bergwiese; zwischen Felsen einge­schlossener Weideplatz’ – Krniške skale nach der Ortschaft Krnica (→ Karnitzen) und skala ‘Fels’

Garzern

KK

*Goričane

S/Ü T2/4 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’ (urk. 1075 Gorzah)

Garzern

SG

*Goričane

S/Ü T2/4 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’ (urk. 1075 Gorzare)

Gassarest

GU, SB

*Kozariškʼe

S zu sl. kozarь ʻZiegenhirtʼ, etwa ʻOrt der Ziegenhirtenʼ (urk. 1169 Choherist, 1170 Cozarist)

Gattersdorf

VK

Štriholče

V T1 zu einem dt. bzw. sl. PN

Gauerstall

BN

*Kurji stav oder *Kurja stava

S als ‘Hahnen- oder Hühnerstand’ zu sl. kurъ ‘Hahn’ oder kura ‘Henne’ (urk. 961 Curoztou, 11. Jhdt. Curoztal), dann in Anlehnung an Burgstall ‘Standort einer (ehemaligen) Burg’ umgeformt

Gegendtal

LG

 

D ma. die Gegend

Geiersdorf

MB

Virnja vas

D T3 zu einem dt. PN

Geißberg (Kosiak)

BN

Kozjak

Ü zu sl. koza ‘Ziege, Geiß’

Geißrücken (Warant)

BN

Kozji hrbet (Barant)

Ü sl. koza ‘Ziege, Geiß’, hrbet ‘(Berg-) Rücken’; → Warant

Gemmersdorf

 

D T3 zum dt. PN Germunt (urk. 1145 Germondesdorff)

Georgiberg

SK

 

St. Georg

Gerlamoos

SF

 

D zum dt. PN Gerlinde + → Moos (urk. 1065-75 ad paludem Gerlindę ‘beim Moor der Gerlinde’)

Gerlitzen (auch Görlitze(n))

BN

Osojščica  (*Gorelica)

S < sl. *gorelica zu goreti ‘brennen’ als Ort von Oster-, Sonnwendfeuern usw. (urk. 1520 Ossiacher Albe, daher sl. Osojščica nach den alten Weiderechten von Stift → Ossiach)

Gerloutz

BN

Grlovec

S → Ferlacher Horn

Gersdorf

SV

*Goŕanja vьsь

S T3 zum sl. PN *Goŕanъ o.ä. (urk. 1200-03 Goriansdorf)

Gertrusk

BN

 

S (?) unklar

Gidl- (auch Gild-) wald

BN

 

D unklar (so auf manchen Karten u. in älteren Verzeichnissen, → Pyramidenkogel)

Giramondopass

BN

 

R Umdeutung eines rom. ire ad montanea, furlanisch un zîr in montagne, etwa ʻWeg in die Bergeʼ (romantisch an italienisch giramondo ʻWeltenbummlerʼ angeglichen)

Gitschtal

GI, LG

Gičtol

R D zu keltorom. cuc-, kukka ‘Gipfel’, über Gütsch- (urk. 1267-68 Gutschtal) < rom. *küč- (wie Gitzen in Salzburg, 1169 Guts(e)). – Seit 1973 auch als Gemeindename

Glabatschach

NG

Globače

S T2 zu sl. globok ‘tief’

Glabegg

SR

 

D Umformung von ma. Lobégg ʻEgg mit Burg, die man lobtʼ (→ Egg), höfischer Burgenname

Glainach

FL

Glinje

S T2 zu sl. glina ‘Ton, Lehm’

Glan

GN

Glina (ma. Głana)

R urk. 983 Glana < keltisch *glāna ‘der klare, lautere Fluss’

Glandorf

SV

 

R D zu → Glan + dt. -dorf (urk. (979 Glanadorf)

Glanegg

GG

 

R D zu → Glan + dt. -egg (→ Egg, höfischer Burgenname, urk. 1134-64 Glanekch)

Glanfurt (Sattnitz)

GN

Jezernica (Sotnica, Lank(a)rt)

Anhang sub Sattnitz (urk. 1171 Lanquart)

Glanhofen

FE

 

R D → Glan + dt. -hofen (zu Hof, urk. 1070-80 Glanahôuvn)

Glantal

LG

Glinska dolina

R D → Glan

Glantschach

GA

Klanče

S T2 zu sl. klanecsteiler Weg, Steile, Steigung usw.’ (urk. 1159-73 Glatsach)

Glantschach

LF

*Glǫboče

S T2 zu sl. *glǫbokъ ʻtiefʻ (urk. 985-91 Globzach, 1169 Clomcach u. Globsagh)

Glanz

GU, IR,

FD, HI

*Klanec

S < sl. klanec ‘steiler Weg, Steile, Steigung usw.’

Glein

WO

 

R wohl wie → Glan, unwahrscheinlich zu sl. klinъ ʻKeilʼ (bezogen auf ein Landstück; urk. 1193-1220 Glan)

Gletschach

GR

Kleče

S T1/T2 zu sl. klet ‘Keller; (ma.) ‘Haufen, Sandbank’

Gletschach

VK

Kleče

S T1/T2 zu sl. klet ‘Keller; (ma.) ‘Haufen, Sandbank’

Globasnitz OT

GL

Globasnica OT

S zu sl. klobasa ‘Wurst’, etwa ‘sich wie eine Wurst windender Bach’ (ma. Qłobasnica; urk. 1143-64 Globasinuilla)

Globasnitz(bach)

GN

Globaška reka bzw. voda

Ü → Globasnitz (sl. voda ‘Wasser; (ma.) Bach’; urk. 1167 Globazniz)

Glockner(gruppe)

BN

 

Großglockner

Glödnitz

GZ, GN

*Glodьnica

S zu sl. glodati ‘nagen’, etwa ʻNagebachʼ, also ‘Bach, der das Uferland abschwemmt’ (urk. 1106 Glodiniz u. Glodniz)

Glödnitztal

LG

 

SD → Glödnitz (urk. 1196-1200 Glodnitztal)

Gmünd

GM

Gmint (Savodje, Sovodnje)

D (sl. Savodje und Sovodnje ‘Zusammenfluss’ junge Übersetzungen)

Gnesau

GN

*Gněšovo

S zu einem sl. PN, etwa *Gněšь oder *Gněvošь (urk. 1160 Gnessov)

Gnoppitzbach

GN

*Konopica + dt. -bach

S zu sl. konopljica ‘(Busch-) Windblume, anemone nemorosa bzw. ranuncolides’ (urk. 1267-68 Conopitz)

Gödersdorf

FS

Vodiča (Diča) vas

S T3 zu einem sl. PN (urk. 1174 Godewicedorf)

Goding

*Godinja

S zum sl. PN Goda, „unechter“ -ing-Name, → Anhang (urk. 1164-90 Godtingen)

Goggau

SR

*Skukovo

S zu sl. skuka ‘Unke’, etwa ‘Unkengegend’ (urk. 1465 in der Kchakaw, ma. in der Goggau oder Guggau)

Goggausee

GN

 

S → Goggau

Goggerwenig

SG

*Podkrъvenik’e

S T1 < sl. pod ‘unter’ + krъvenъ ‘rot’ + -ik’e ‘Unter­rottenstein’ (nördlich das Schloss Rottenstein; urk. 1402 als Pökerwenig, 1426 als Pogkerwenig)

Goldberggruppe, -spitze

BN

 

D erinnert an den ehemaligen Goldabbau

Goldeck

BN

 

D erinnert an den ehemaligen Goldabbau (→ Egg)

Golpe

BN

 

R wohl ein ʻFuchsbergʼ, vgl. rom. golp ʻFuchsʼ

Goliberg, -höhe

BN

Goli vrh

Ü/V sl. gol ‘kahl’, vrh ‘Anhöhe, Kogel, Gupf’

Göltschach

MR

Golšovo (*Golьče)

S sl. *Golьcь ʻkahle Stelleʼ zu golъ ʻkahlʼ, dt. Namensform beruht auf sl. T2 *Golьče (urk. 1190 Culz)

Golz

BN

Golec

S sl. golec ‘Kahlkopf’

Gomarn

BS

 

R urk. 1278 capella sancti Leonardi in Gaminare, heute Ruine Gomarn, wohl zu rom. communaria ‘Gemeinbesitz, Allmende o.ä.)’

Gonowetz OT

FB

Konovece OT (Gonovece, Konjevece)

S T2 zu sl. konj ‘Pferd’

Gorentschach †

RU

Gorenče

S T1 zu sl. gorěnъ ʻoben gelegenʼ (zu gora ‘Berg’), Ausgangsform *Gorenščiče < *Gorěnьšćikʼe (*gorěnъ ʻoben gelegenʼ + Adj. -ьsk- + -ikʼe) vereinigen, also ʻbei den oben (auf der Anhöhe) wohnendenʼ (urk. 1091 u. 1093 Gorinsig, 1106 Gorintsiggi, 1130 Gorinszic, 1182-87 u. 1193-1220 Gornsch, 1184 Gornsich). Name nicht amtlich, aber der der Pfarre. Heute → St. Nikolai

Göriach

HT, KD, MB

Gorje

S T2 zu sl. gora ‘Berg’ (urk. 1150 Goriach [MB])

Göriach

LU

*Gorje

S T2 zu sl. gora ‘Berg’ (urk. 1122-33 Goriah)

Göriacher Alm

BN

Gorjanska planina

Ü → Göriach [HT]

Gorintschach

K

Gorinče

S T1 zu sl. gorenjec ‘Bergler’

Gorintschach

SJ

Gorinčiče

S T1 zu sl. gorenjec ‘Bergler’

Gorintschach

VW

Gorinčiče

S T1 zu sl. gorenjec ‘Bergler’

Goritschach OT

FS

Zagoriče OT (Goriče)

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach

ET

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach

GA

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach

PD

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach

SC, PW

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach OT

SD

Goriče OT

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschach

VI, WB

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Goritschitzen

K

Goričica

S sl. goričica ‘kleiner Hügel, kleiner Bichl’ (urk. 1143-47 Gorz, 1191-97 Gorciz)

Goritschitzen †

K

Goričica

S abgekommener Siedlungsname in Lendorf, Ehrenthal (Ober-, Unter-) u. Marola (Unter-); → Spitalberg u. vorigen Eintrag

Göritz

GK

*Gorica

S zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Gornja

BN

Gornja

S zu sl. gornji ‘oberhalb befindlich, gelegen’

Görtschach

FL, HE, KW, TR

Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Görtschach

MT

*Goriče

S T2 zu sl. gorica ‘Berglein, Bichl’

Görtschacher Alm, Berg

BN

Goriška planina

Ü → Görtschach (HE)

Görtschitz

GN

Krčica

RS → Gurk + sl. -ica, Verkleinerung ‘die kleine Gurk’ (als Nebenfluss; urk. 831 Curciza)

Görtschitztal

LG

 

RS → Görtschitz + dt. Tal

Göschl

SU

*Košelj

S unklar, entweder zu einem sl. PN oder eher zu sl. koš ʻKorbʼ im Sinne von ʻMuldeʼ (wie → Korb; urk. 1060-80 Choisil)

Gößeberg (Veitsberg [BN])

SU, BN

*Kozja (gora)

S zu sl. koza ‘Ziege’, also ‘Ziegenberg’ (wie → Kosiak / Kozjak), der dritte der vier Berge des Vierbergelaufes (BN urk. 961 Coziae, Ortschaft urk. 1060-88 Cosiach)

Gösseling

SG

*Gostelikʼe

S T1 zum sl. PN *Gostelъ o.ä. (urk. 1106 Goztelich) , im Dt. mit -ing umgeformt, → Anhang

Gösseling †

K

Kosliče

S T1 wohl zm sl. PN *Kozьlъ, im Dt. mit -ing umgeformt, → Anhang

Gösselsdorf OT

ED

Goselna vas OT

D oder S T3 entweder zum dt. PN Gozzilî o.ä. oder zum sl. PN *Gos-l- (urk. 995-1005 Gozlindorf, Gottindorf u. Goslauuis [= *Gosьlja vьsь])

Gösselsdorfer See

GN

Goslinjsko jezero

Ü → Gösselsdorf

Gossen (Ober-, Unter-)

*Koza

S zu sl. koza ʻZiegeʼ (urk. 1159 Cose); unwahrscheinlich zu sl. koža „Haut, Rinde, Leder usw.“

Gössering (ma. Göstring)

GN

Gosrinja (ma. Gestringa)

SD < frühsl. GN *kozarьnika  zu koza ‘Ziege’, im Dt. mit -ing umgeformt, → Anhang

Gößnitz

SA

*Kozьnica

S ‘Ziegenbach’, zu sl. koza ʻZiegeʼ

Gößnitz(bach) (-ss-)

GN

*Kozьnica

S ‘Ziegenbach’, zu sl. koza ʻZiegeʼ

Gotschuchen

SM

Kočuha

S wohl zu einem sl. PN (im Detail unklar)

Gottesbichl

K

Ovše (Govš(j)e, Na Guzah)

D/S T1/T2 dt.ma. †Gotsch­bichl, zu einem dt. PN (mit Gott-), auszugehen ist von sl. *Gočiče

Gottestal

WB

Skočidol

S zu sl. skoči dol ‘springe hinunter’ (nach seiner Lage), im Dt. volksetymologisch umgeformt

Götzendorf

ST

 

D T3 zum dt. PN Gazo oder Gëzo (urk. 1091 Gezendorf)

Götzing

HE

Gocina

D zum dt. PN Gotz-, „echter“ -ing-Name, → Anhang

Grabelsdorf OT

SK

Grabalja vas OT (ma. Grabelja ves)

Ü T3 zum PN Gabriel (urk. 1050-65 in villa Gabrielis)

Graben

ED

Graben (Grabne)

D bzw. Ü sl. graben ‘Graben, Bach’ (dt. Lehnwort)

Graben

SR

 

D zu Graben ʻVertiefung im Gelände (auch mit Bach)ʼ

Grablach

BL

Grablje (Grable)

S T2 zu sl. grablje ‘Rechen’

Gracarca (recte Gračarca)

SK

*Grad(iš)čar(i)ca)

S zu sl. gradišče ‘Burgstall, befestigte Anlage usw.’ oder gradec ‘kleine Burg’ + -ar (Anwohnernahme) + -ica (Flurname) ʻGegend bei der Burgʼ

Gradenegg

LF

*Gradьnik’e

S T1 zu sl. grad ʻBurgʼ, etwa etwa ‘Dorf bei der Burg’ (1192 Gradnich)

Gradenegg

MO

Gradniče

S T1 zu sl. grad ʻBurgʼ, etwa etwa ‘Dorf bei der Burg’

Grades

ME

*Gradišče

S ‘Burgstall’

Gradisch

MO

Gradišče

S ‘Burgstall’

Graditschach OT

NH

Gradiče OT

S T1 zu sl. grad ‘Burg’

Gradnitz

ET

Gradnice

S T2 zu sl. grad ‘Burg’ (bzw. gradnica ‘Burgbach’)

Grafenau

HE

Kozloz

Ü/V Kozloz < *kosezji log ‘Edlinger Au’(Anhang sub Kroaten), ins Dt. als ‘gräfliche Au’ übersetzt

Grafenbach

DI

Kneža

Ü sl. knez ‘Graf, Fürst’

Grafendorf

FI

 

D T3 ʻDorf des Grafenʼ, urk. 1139 Gnesindorf (zu sl. knez ʻGrafʼ) neben urk. 1127 Grauendorf (Doppelname)

Grafenstein

GS

Grabštanj

D höfischer Burgname (heute Schloss; urk. 982 Grauindorf, 1158 Grauenstaine)

Gramilach

GG

*Gomilje

S T2 zu sl. gomila ʻHügelʼ, -r-Einschub sekundär  (urk. 958-91 Gomilach)

Granitztal (genauer: Gra­nitztal-St. Paul u. Gra­nitztal-Weißenegg)

ST

Gra(d)nica

S Granitztal zu sl. grad ʻBurgʼ, etwa ʻBurgentalʼ (urk. 1287 Grädenz); → St. Paul

 

Weißenegg: D etwa ʻweiß (glänzender) Bergʼ (→ Egg)

Graschitz

VI

Krošiče (ma. Grošiče)

S T1 < *Grašiče zu sl. grah ‘Erbse’ (→ Kraschach)

Graslitzen

BN

*Glazica

S zu sl. *glazъ ‘(Roll-) Stein, Fels’, im Dt. umgeformt (urk. 1524 Glasitzen, 1713-17 Clasitzen, Gläsitzen)

Gratschach

VI

*Gradьče

S T2 zu sl. *gradьcь ʻkleine Burgʼ (urk. 1150 Grasach)

Gratsch(en)itzen

BN

Grač(e)nica

S etwa ‘Burgberg’ zu sl. grad ‘Burg’ bzw. gradec ʻkleine Burgʼ

Gratzer Alm

BN

 

D nach dem Gratzhof (Kurzform zum PN Pankraz) bei → Weidenburg (auch → Dellacher Alm)

Grazerkogel

BN

 

SD nach einer alten Burg (sl. gradec); das benachbarte → St. Michael am Zollfeld ist urk. 1252 als Holzgraez (→ Holzgraz) bezeugt

Grebenzen

BN

*Kravenica (*Grebenьcь)

S zu sl. krava ‘Kuh’, also ‘Kuhalm’ wie die benachbarte Kuhalpe; weniger wahrscheinlich zu sl. grebenь ‘Höhen­rücken, Bergkamm’

Greier Bach

GN

*Kraj + dt. Bach

S wohl zu sl. kraj ‘(ursprünglich) Ende, Rand’, also der ‘vom Rand kommende Bach’

Greifenburg

GB

 

D althochdeutsch grîfo ‘Greif(vogel)’ (als Wappentier) + burg ‘Stadt, Burg’, höfischer Burgenname (urk. 1166 Greifenberg)

Greifenfels

ET

Pri Špeku

V Greifenfels: D höfischer Burgenname – Pri Špeku: S zu sl. špik ‘Bergspitze’

Greilitz

TB

Skrilje

S T2 zu sl. skril ‘Schiefer(platte)’

Greuth OT

SJ

Rute OT

Ü T2 zu sl. rut ‘Raut, Gereute’ (dt. Lehnwort)

Greuth

AS

Rute

Ü T2 zu sl. rut ‘Raut, Gereute’ (dt. Lehnwort)

Greuth

VI

Rut

Ü T2 zu sl. rut ‘Raut, Gereute’ (dt. Lehnwort)

Greuth

VK

Rut (Drča)

Ü/V T2 zu sl. rut ‘Raut, Gereute’ (dt. Lehnwort); Drča zu sl. drča ʻHolzriese, -rutscheʼ (semantisch zu Gereute passend)

Greutschach

DI

Krčanje

S T2 zu sl. krč ‘Rodung’

Griebitsch

IR

*Grobišće

S zu sl. grobъ ʻGrabenʼ (urk. 1190 Grẘhis)

Griffen

GR

Grebinj

S zu sl. griva ‘Mähne’, als Geländename ‘Erhebung’ (urk. 822 Criuina, 1091 Griuina)

Griffenbach

GN

*Grivinja -

SD → Griffen, benannt nach → Deutsch Griffen (urk. 1195-1203 Griuina)

Griffner Alpe

BN

*Grivinja -

SD → Griffen u. → Alm, benannt nach → Deutsch Griffen (urk. 1192-1200 Griuinaralbę)

Griffnergemeinde

GR

Grebinjska Gmajna

Ü → Griffen (sl. gmajna ʻGemeindeʼ, dt. Lehnwort)

Grintou(t)z

BN

Grintovec (Grintavec)

S ‘der Grindige, Schrundige’ zu sl. grinta ‘Grind, Schorf’ (dt. Lehnwort)

Gröblach

MS

Groblje (ma. auch Zagroblje)

S T2 zu sl. grobъ ʻGrabenʼ, urspr. *Zagroblje ʻAnwohner hinter dem Grabenʼ (urk. 1200-03 Zagrublach), → Anhang sub Z-

Großbuch

K

Zabukov(l)je

Ü/V T2 D ‘großer Buchenwald’, slow. ‘Hinterbuchenwald’ (urk. 1136 Buoch)

Großdombra

MT

 

Dombra

Großedling

WO

 

Edling

Großenegg

DI

Tolsti Vrh

Ü/V sl. ‘dicke Anhöhe’, dt. ‘große Anhöhe’ (→ Egg)

Großenegg

GR

Tolsti Vrh

Ü/V sl. ‘dicke Anhöhe’, dt. ‘große Anhöhe’ (→ Egg)

Großer Felsen

BN

Velče čer

Ü sl. veliki ker (ma. [velčə čer]) ‘große felsige Erhebung’

Großer Pal

BN

 

R → Pal

Großer Sadnig

BN

 

S → Sadnig

Großer Sauofen

BN

 

Saualpe u. Ofen

Großglockner

BN

 

wohl D, aber im Detail unklar, → Anhang

Großgörtschach

MB

Velike (Zgornje) Goriče

S T2Görtschach (sl. velik ‘groß’, zgornji ‘Ober-’)

Großkirchheim

GK

 

D vom gleichnamigen Schloss, urspr. Raumname Kirchheim (urk. 1135 Chirihheim, 1140-45 Chyrichaim)

Großkleinberg OT

LD

Mala Gora OT

Ü/V sl. ‘kleiner Berg’

Großponfeld †

K

 

Ponfeld

Großsattel

VI

Sedlo (Veliko Sedlo)

Ü/V sl. ‘Sattel’

Grünburg

HE

Grinburg (ma. Grimburg)

D ma. Grüenwurg (Ruine), geht auf grüne Burg zurück (urk.1255 Gruenberch)

Grünburg

KP

 

D geht auf eine alte grüne Burg (heute Ruine) zurück (urk. 1260 Grünberch)

Grünburger Bach

GN

 

D nach der Ruine und ehemaligen Burg → Grünburg

Grutschen

GR

Gruča (Gruče, Krčanje)

S sl. gruča ‘Scholle, Erdklumpen’ – Krčanje: T2 zu sl. krč ‘Rodung’; die sl. Bezeichnung Krčanje nur in der Broschüre „10 Jahre Ortstafelerkenntnis“.

Grutschen

RU

Gruča (Gruče, ma. Baruča)

S sl. gruča ‘Scholle, Erdklumpen’; sl.ma. Baruča (wohl zu sl. bor ʻFöhreʼ) weist auf eine ältere Namensform hin (urk. 1434 in der Worütschen)

Gschieß †

BD

 

D zu mittelhochdeutsch geschiez ‘Giebelseite eines Gebäudes’ (urk 1166 Gesiesce, um 1200 Gesîes); 1956 in → Rosenheim umbenannt

Gugel

BN

*Kukelj

S wohl zu sl.ma. kukelj ʻWinkel, Kante, Rand, Saumʼ; oder zu dt. → Kogel

Guggenberg

HE

Kukemberg (ma.)

D oder R, dt.ma. Kukenberg mit [k], entweder ‘Berg, wo sich viele Kuckucke aufhalten’ oder zu keltoromanisch kukka ‘Bergkopf, Gipfel’

Guldendorf

FI

 

D oder S T3 entweder zum dt. PN Goldo oder zum sl. PN Gola, Golenъ  o.ä.;  der Name könnte aber auch auf dem historisch bezeugten Goldbergbau beruhen (urk. 12. Jhdt. Guldindorf, 1311 Gůlendorff)

Gumisch

GS

Humel(i)še (Gumlišče, Humeše)

S T2 umgeformt < *Gumьnišče zu sl. gumno ‘Tenne, Dreschboden’

Gumitsch

WO

*Gumьnišče

Hinter- u. Vordergumitsch, SD < *Gumьnišče zu sl. gumno ‘Tenne, Dreschboden’ (urk. 1193-1220 Gummisch)

Gummern

WE

*Gumьnišče

SD T4 wohl zu sl. gumno ‘Tenne’ + dt. -ern (→ Gumisch)

Gundersdorf

FI

 

 D T3 zum dt. PN Gunther

Gundersdorf

MB

Gundrska vas

D T3 zum dt. PN Gunther

Gundersheim

KB

D zum dt. PN Gunther

Guntschach (Ober-, Unter-)

MR

Humče (Zgornje, Spodnje)

S T2 zu sl. humec (holmec) ‘Hügel’, früher Gumtschach (urk. 1277 Cumschach, 1308 Chumptsach)

Gunzenberg

FI

 

D zum dt. PN Gunzo (Kutzform zu Gunther)

Gupf

SM

Vrh

Ü sl. vrh ‘Anhöhe, Berg, Gupf’

Gupf

BN

 

D ‘Bergkopf, -kuppe; rundlicher Gipfel’ (entlehnt < romanisch cuppa ‘rundlicher Gipfel’, eig. ‘Becher, Schale’)