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Ortschaft/Toponym

Gem.

Slowenisch

Etymologie (kurze Erklärung zur Herkunft des Namens)

Saag  

TB

Žaga

D zu dt.ma. Sag ‘Säge’

Saager           

ET

Zagorje

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + gora ‘Berg’

Saager           

GS

Zagorje

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + gora ‘Berg’

Saager           

SK

Zagorje

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + gora ‘Berg’

Saak

NG

čače

S T1 < *čadiče zu sl. čad ‘Rauch’; hängt mit der sl. Bezeichnung für Nötsch zusammen (→Anhang sub Nötsch)

Säbelspitz

BN

 

D Schreibung verfelhlt, ma. Seablspitz ‘Bergspitz über dem kleinen See’ (ma. Seabl ‘Seelein’, vgl. ahd. seo, *sew- ‘See’)

Saberda

MR

Zabrda

S ‘Hinterbergen’, sl. za ‘hinter’ + brdo ‘Berg, Anhöhe’

Sabosach

SM

Zavoze

S T2 sl. za ‘hinter’ + voz ‘Band’ (als Flurname)

Sabuatach     

SK

Zablate

S T2 sl. za ‘hinter’ + blato ‘Sumpf, Moor, Moos’

Sachsenburg

SH

 

D entweder ‘Burg des Sachso (als PN)’ oder ‘Burg des Sachsen (als Ethnonym)’, ehemaliger Burgenname (urk. 1193-1220 Sachsenperc)

Sadín

WG

*Svobodinъ

S zu sl. svoboda ʻFreiheitʼ, gemeint wohl ʻfreie Bauernʼ (1192-1200 bzw. 1162 Zobodin)

Sadnig (Großer, Kleiner)

BN

*Sadnik

S zu sl. zadaj ‘hinten’, zadnji ‘der hintere, hinten befindliche’ (+ -nik), also ‘der hintere Berggipfel’, ähnlich wie der Zunig in Osttirol ‘der äußere Berg(gipfel)’ zu sl. zuni, zunaj ‘außen, außerhalb’

Sadonighöhe 

BN

Veliki vrh

V Sadonighöhe: DS nach einem HN – Veliki vrh: S ‘große Anhöhe’

Sagat(en)                  

VI

Sveta Agata (Sveti križ)

S zu sl. zagata ‘Sackgasse, schmale Gasse’, zu → St. Agathen umgedeutet

Sagerberg OT

SD

Zagorje OT

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + gora ‘Berg’, etwa‘Hinterbergen’

Sagrad          

MS

Zagrad

S zu sl. za ‘hinter’ + grad ‘Burg’, etwa ‘Hinterburg’

Sagranberg

BN

*Strgan-

S wohl zu sl. strgati ‘(ab)schaben’ (wie → Straganz) als Rodungsname oder eine Variante vom benachbarten → Starhand (urk. 1785 B. Stragant)

Sagritz

GK

*Zagorica

S zu sl. za ‘hinter’ + gorica ‘kleiner Berg, Bichl’, etwa ‘Hinterbichl’ (urk. 1157 Sagerize)

Saisserach     

VW

Zajzare

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + jezero ‘See’, etwa ‘Hintersee’

Saissersee

GN

Zajzersko jezero

S → Saisserach

Sakoparnig    

VW

Skopar

S zu sl. kopati ‘roden’ (Rodungsname)

Sala   

FR

Sala

S zu sl. selo ‘Dorf, Siedlung’

Salach

LT

 

D ma. Sal(h)ach etwa ʻSalweidengegendʼ, zu altem dt. bzw. ma. Salche ʻSalweideʼ.

Salchendorf  

BR

Zavnja ves

D T3 zu altem dt. bzw. ma. Salche ʻSalweideʼ (urk. 1169 Salchendorf); alt ma. → Katzendorf

Salchendorf  

VK

Žalha (Žalna) vas

D T3 zu altem dt. bzw. ma. Salche ʻSalweideʼ

Sallach

PW

Žalje

DS T2 zu altem dt. bzw. ma. Salche ʻSalweideʼ

Sallach

HI

*Skalje

S T2 zu sl. skala ʻFelsʼ (urk. 1065-66 de Scalah)

Sallas

SR

*Zalaz

S zu sl. laz ʻRautʼ, zalaz ʻHinterrautʼ (urk. 1407 zu Salas)

Salzenberg    

GR

Žavška gora (Na Žalcu, Žalška gora, Žavska gora)

Ü (im Detail unklar; sl.ma. † žałc ‘Salz’ dt. Lehnwort)

Sammelsdorf

SK

 

Ober- bzw. Untersammelsdorf

Sand  

WB

Pešče

Ü T2 zu sl. pesek ‘Sand’

Sand

GS

Prod

Ü sl. prod ‘Geröll, Schotter’

Sankt …

 

šent…, š…, Sveti

Alle Namen unter → St. 

Sanntaler Sattel        

BN

Savinjsko sedlo

Ü (R Savinja/Sann, Nebenfluss der Sava/Save)

Sapoth          

VK

Sopote

S T2 zu sl. sopot ‘Wasserfall’ (nicht-amtlicher Ortsname, Ortsteil von →Korb)

Sapotnica (-itza)       

FL

Sopotnica (Zapotnica)

S zu sl. sopot ‘Wasserfall’

Sassl

SR

 

D Diminutiv zu dt. Sass(e) ʻWohnsitzʼ, etwa ʻkleine Siedlungʼ

Sapotnigofen

BN

Zapotnikova peč

Ü nach dem HN Sapotnig bzw. Zapotnik ‘Hinterweger’ (→ Ofen)

Sattelbogen

FI

 

D Streusiedlung auf einem Bergsattel, benachbart → Zeltschach

Sattendorf

TR

 

D? T3 unklar (urk. 1190 Statendorf), möglicherweise als ʻDorf der Sattenʼ zu  mhd. sat ʻsatt, gesättigtʼ (vgl. urk. 1329 Satendorf)

Sattnitz (Fluss)         

GN

Sotnica (Jezernica, Lank(a)rt)

S → Anhang

Sattnitz (Gebirge)    

BN

Gure

V SattnitzAnhangGure: S Plural zu sl. gora (ma. [gura, hora, hura usw.]) ‘Berg’

Sattnitz (Siedlung)    

K

Podhakelj (Satnica, Sotnica)

V SattnitzAnhangPodhakelj: S ‘Unterhakel’ vom dt. Flur- bzw. Bergnamen Hakel bzw. Haggel (unklarer Herkunft)

Saualpe                     

BN

Svinška planina (Svinjska planina, Svinja)

Ü/V eigentlich ‘Ebersteiner Alm’ zu sl. Svinec ‘Eberstein’ (→ Eberstein)

Säuleck

BN

 

D zu Säule, ma. Saul, Sail(e), auch ‘Grenz-oder Zaunsäule, Stützpfosten und dgl.’; → Eck

Sauofen (Großer, Kleiner)

BN

Zapotnikova peč

Ü/V → Saualpe u. Ofen (zum sl. HN Zapotnik)

Saurachberg

HI

 

D ‘Berg der sauren (feuchten) Wiesen’ (urk. 1445 am Sawerach); → Sulz

Sawinzach (Sawinze)

SD

Zavince

S T2 zu sl. za ‘hinter’ + vinec † ‘Winzer’

Schaida         

BN

Šajda

S zu sl.ma. šajda ‘(Wasser-) Scheide’ (dt. Lehnwort)

Schalkendorf

GT

 

D T3 entweder zum dt. PN Skalko oder zu Schalk im Sinne von ʻHörigerʼ (urk. um 1200 Schalchendorf)

Schattenberg

BL

Senčni kraj

Ü/V sl. ‘schattiger Ort’

Schaumburg, Ruine

FN

 

D höfischer Burgenname, zu ahd. skouwōn ʻschauenʼ, also etwa ʻBu rg, von der man Ausschau hältʼ (urk. 1141-46 Schoumburch)

Schelesnitz    

KS

Železnica

S zu sl. železo ‘Eisen’ (Hinweis auf Eisengewinnung)

Schiefling

SC

škofiče

S T1 zu sl. škof ‘Bischof’

Schildberg

ST

 

D umgeformt aus T4 Schildern (urk. 1091 Skiltaren) zu dt. Schild im Sinne von ʻschildförmige Erhebung bzw. Vertiefungʼ, eventuell auch zu Schilder † ʻSchildmacherʼ (wie → Schilterndorf)

Schilterndorf OT

BL

Čirkovče OT (Cirkovče)

V Schilterndorf: D T3 ‘Schildmacherdorf’ (→ Schulterndorf)Čirkovče: S T1 zu sl. cerkev ‘Kirche’, also ‘Kirchdorf’

Schirnitz

GN

*Čьrnica

S zu sl. čьrnica ‘Schwarzenbach’ (urk. 1184 Sirniz)

Schirniz †

BN

*Čьrvenica

S etwa ʻrote Almʼ, benachbart die Rothaide, zu sl. čьrvenъ ʻrotʼ, alter Name des → Zirbitzkogels (urk. 1184  Schirniz)

Schinzengraben        

HE

Senčni Graben (ma. Šencen)

S zu sl. senčen ‘schattig’, graben ‘Graben’ (dt. Lehnwort), etwa ‘schattiger Graben’

Schlanítzen

HE

*Zelenica

S zu sl. zelenica ‘grün bewachsener Platz’, urspr. Flurname (urk. 1347 in monte Zelenicz)

Schlatten

SJ

Svatne

S T2 zu sl. slatina ‘Sauerbrunn’

Schleben

WB

žleben (žlebnje)

S zu sl. žleb ‘Rinne, Kanal’

Schloß Rain  

GS

Krištofov Grad

Ü/V sl. grad ‘Burg, Schloss’; im Dt. nach seiner Lage, im Sl. nach dem PN Christoph

Schloßberg    

GR

Grad

Ü/V sl. grad ‘Burg, Schloss’

Schmarotzwald (Hohenwart)         

VW

Hovart (Črni Grad)

V Schmarotzwald: D wohl verballhorntes Schwarzschloss­wald (nach sl. črni grad ‘schwarzes Schloss); → Hohenwart

Schmelz (Ruttach-Schmelz)

FB

Na Spi

V Schmelz: D nach den einstigen Schmelzöfen (→ Ruttach) – Na Spi: S zu sl. sep ‘Rain, Rand’

Schmelzhütte            

K

Na Spi (Plavž)

Ü/V zu sl. plavž ‘Schmelzofen’, → Schmelz

Schmölzing               

SS

Smolčiče (Šmovčiče)

S T1 zu sl. smola ‘Pech, Harz’

Schnatten

ME

 

D zu mhd. sneite ʻdurch den Wald gehauener Weg, Durchstichʼ (urk. 1196-1200 in Snaite)

Schobergruppe

BN

 

D Namengeber Hochschober (in Osttirol gelegen) enthält das häufige Bergwort Schober ‘Haufen’

Schödendorf 

MI

 

D T3 zu ahd. skërio ʻVorsteher, Verwalterʼ (urk. 1139-35 Scherigendorf)

Schöndorf     

VK

Lepa vas

Ü T3

Schönfeld

K

Šenfelt

D urspr. Flurname ‘schönes (= fruchtbares) Feld’, so auch ins Sl. entlehnt

Schönweg-Pustritz

Žeminj † (ma. Šemiče)

S T1 Schönweg zu einem sl. PN, auszugehen von *Šem(ov)ikʼe (urk.1159 Semich), → Pustritz

Schönweg-St. Andrä

Žeminj † (ma. Šemiče)

S T1 Schönweg zu einem sl. PN, auszugehen von *Šem(ov)ikʼe (urk.1159 Semich), → St. Andrä

Schönwipfel

BN

 

D zu schön im Sinne von ‘üppig, glänzend’ bzw. ‘schön, nutzbringend’ wohl im Gegensatz zum → Schwarzwipfel (urk. 1641 Schönig Wipfl); → Wipfel

Schönwipfel

BN

 

D → Achomitzer Berg

Schöpfendorf           

MB

Žilije (Na Žilijah, Ovčja vas)

V Schöpfendorf: D ‘Dorf des Schöffen’ – Žilije: DS T2 nach der benachbarten → Sillebrücke; Ovčja vas: S T3 ‘Schafdorf’, Neubenennung wie das ebenfalls benachbarte Ovčjak (→ Eibelhof)

Schratzbach

FI

 

D urspr. GN, zu ahd. skrato ʽSchratt, Kobold’, entweder als HN bzw. PN oder im alten Volksglauben begründet (urk. 1144 Scratenbach)

Schreckenbach

GN

 

D wohl zu altem Schracken, Schrecken ‘Steilhang, Schrofen’

Schreckendorf

SK

Straša vas

Ü T3 sl. strah ‘Schrecken’, Benennungsmotiv unklar (PN?)

Schulterhöhe

BN

 

D zu ma. Schulter ‘steil abfallender Bergrücken’ (urk. 1784 unter den Schuldern, 1785 Schulter Höch)

Schulterndorf

GS

štarče

Ü T2/T3 < sl. *ščitariče ‘(Dorf der) Schildmacher’ zu sl. ščit ‘(der) Schild’ (ähnlich wie dt. → Schilterndorf)

Schütt

 

 

D erinnert an den verheerenden Dobratsch-Bergsturz des Jahres 1348, heute Naturschutzgebiet (→Ober- u. Unterschütt)

Schwabegg OT

NH

Žvabek OT

D ‘Burgberg des Schwab oder eines Schwaben’ (→ Egg)

Schwaig        

VK

Žvajga

D dt. Schwaige ‘Weidewirtschaft mit Käserei’

Schwall

FI

 

D nach einem GN  bzw. nach einer Stelle, wo das Wasser wie ein Schwall herauskommt

Schwambach

GG

 

D zu ahd. sweinen ʻschwächen, verringern, vermindernʼ, urspr. GN, etwa ʻzeitweise versiegender Bachʼ (urk. 1200 Swainbach)

Schwanberger Alm   

BN

Žvamberica

D (Teil der Koralpe)

Schwanein

KD

Zvonina

S zu sl. zvoniti ‘klingen’, etwa ‘Klingenbach’

Schwarmbrunn(höhe)

GN/BN

 

D eigentlich der ʻGeschworene Brunnenʼ (urk. 12. Jhdt. ad Coniuratum fontem, 1414 Swaͤrenbrunn)

Schwarz OT

ET

Dvorec OT

S sl. dvorec ‘kleiner Hof, Höflein’ (ma. žborc)

Schwarzdiex 

DI

Črne Djekše

Ü → Diex, sl. črn ‘schwarz’

Schwarzenbach

SP

 

D wohl nach einem abgekommenen GN (urk. 1177 Suarcenbahc)

Schwarzendorf         

TB

Črnčiče

Ü T2/T3 zu einem sl. črn ‘schwarz’ enthaltenden PN

Schwarzer Gupf       

BN

Črni vrh

Ü sl. črn ‘schwarz’, vrh ‘Anhöhe, Kogel, Gupf’

Schwarzes Schloß    

VK

Črni Grad

Ü sl. črn ‘schwarz’, grad ‘Burg, Schloss’

Schwarzes Schloß † 

VW

Črni Grad

Ü sl. črn ‘schwarz’, grad ‘Burg, Schloss’, → Hohenwart

Schwarzgraben         

DI

Črni graben

Ü sl. črn ‘schwarz’, graben ‘Graben’ (dt. Lehnwort)

Schwarzwipfel

BN

 

D schwarz kommt in der Toponymie in Verbindung mit dunklem Nadelwald vor, das Gegenstück dazu ist der → Schönwipfel (urk. 1785 Schwarz Wipfel) ; → Wipfel

Sechter          

BN

Žahtar

D nach der Form des Berges (wie ein Sechter ‘Eimer’)

Seealpe         

BN

Na jezercah

Ü/V sl. ‘an den kleinen Seen’

Seebach        

ED

Jezernica

Ü/V zu sl. jezero ‘See’

Seebach        

K

Jezerca (Jezernica)

Ü/V zu sl. jezero ‘See’

Seebach        

VI

Jezernica

Ü/V zu sl. jezero ‘See’

Seebach        

GN

Jezernica

Ü/V zu sl. jezero ‘See’

Seeberg(sattel, -pass)

BN

Jezerski vrh

Ü zu sl. jezero ‘See’ u. vrh ʻAnhöhe, Gipfelʼ

Seeboden

SE

 

D ‘ebenes Stück Land am See’ (zu Boden ‘Ebene, ebenes Land, etwas höher gelegene ebene Fläche’; urk. 1479 Sepoden)

Seeburg

PW

 

D ʻBurg über dem Seeʼ, Ruine, Burgenname (urk. 1142 Seeburch)

Seekopf

BN

 

D italienisch Monte Capolago, nach dem Wolayersee (→ Wolaye) so benannt, gleichbedeutend die italienische Bezeichnung; → Kopf

Seel

SM

Selo (Sala, Na Sali, Na Selu)

S zu sl. selo ‘Dorf, Siedlung’

Seelach

SK

Selo

S sl. selo ‘Dorf, Siedlung’

Seewarte

BN

 

D [Wolayer-] See (→ Wolaye) + → [Hohe] Warte, daher der Name

Seidendorf    

SK

Ždinja vas

S T3 zu sl. žid ‘Jude’, also ‘Judendorf’

Seidolach

FL

ždovlje

S T2 zu sl. žid ‘Jude’, also ‘Judendorf’

Seigbichl       

MO

Žihpolje (Močile)

D T2 reflektiert altes dt. Seichpuchl ‘feuchter Bichl’, sl. Močile Ü (→Matschiedl)  (urk. 1195-1200 Sichpuchl)

Sekirn

MW

Sekira

S sl. sekira ‘Axt’ (Hinweis auf Rodung)

Sekull

TB

Sekulče (Sekolče)

S T1 zu sl. sekulja ‘Hackbeil’ (ein Rodungswerkzeug)

Selenitza       

BN

Zelenica

S zu sl. zelen ‘grün’, etwa ‘grün bewachsener Platz’

Selentz          

BN

Zelenc

S zu sl. zelen ‘grün’, etwa ‘grün bewachsener Platz’

Selesen

BR

*Želězьna

S zu sl. železo ʻEisenʼ, etwa ʻEisengegendʼ, am Eingang in die „Hüttenberger Eisenwurzen“ (urk. 864 Seletis, 891-93 Selezna)

Selkach OT

LD

Želuče OT

S T2 zu einem sl. PN

Selpritsch      

VW

Žoprače (Želpratiče)

DS T1 zum ahd. PN Sëlprāt (urk. 1370 Selpraetz)

Seltenheim

K

žalem

D Schloss, etwa ‘Heim bzw. Haus des Glücks’ zu mhd. sælde ‘Güte, Heil, Glück’, höfischer Burgname (urk. 1193-1197 Saldenhaim, Seldenhaim), im Sl. umgeformt

Seltschach     

AS

Sovče (Selče)

S T2 zu einem sl. PN

Semering

NG

Semrače (Sem(e)re(ti)če)

S T1 zu einem sl. PN

Semlach

*Želemilje

S T2 Kurzform zum sl. PN Želemilъ o.ä. (urk. 1159 Selmelah)

Serai  

VI

Seraje

S T2 wohl < *sreje ‘Mitterdorf’ zu sl. sreda ‘Mitte’

Sertschach    

SK

Srče

S T2 zu einem sl. PN

Setitsche (Freiberg)

BN

Setiče

Freiberg

Severgraben

SR

 

D unklar, viell. zum PN Severin

Siebenbrünn  

AS

Pri Sedmih studencih

Ü/V sl. ‘bei den sieben Brunnen’

Siebenbrünn             

HE

Zavrh (Sedem Studencev)

V Siebenbrünn: D (sl. Sedem Studencev Übersetzung dazu) – Zavrh: S etwa ‘Hintergupf’

Siebending

 

D zum ahd. PN Sigizo bzw. Sigimund (urk. 991 Sigizingun, 1145 Sigemuntingen), „echter“ -ing-Name, Anhang

Siebenhügel

K

Goričice (Kobeljni)

Ü/V  Goritschitzen; sl. Kobeljni zu ma. kobelj (auch kobla) ‘Hügel, Gupf’ (entlehnt < dt. Kofel). Urspr. neun Hügel in einem einst sum­pfigen Gebiet („Waidmannsdorfer Moos“), aber zur Zeit des Humanismus in Anlehnung an die sieben Hügel Roms in Sieben Hügel umbenannt

Siebenhütten 

FB

Stani

V Siebenhütten: D – Stani: S Plural zu sl. stan ‘Gebäude, Bleibe’

Siegelsdorf

WO

*Žitogoja vьsь (?)

SD zum sl. PN Žitogojь o.ä. (urk. 1184 Sidegoisdorph) oder D zum PN Sigo (urk. 1111-22 u. 1147 Signsdorf )

Sielach

SD

Sele (Selo)

S T2 zu selo ‘Dorf, Siedlung’

Sigmontitsch OT

FS

Zmotiče OT

D T1 zu einem dt. PN

Silbermann

FI

 

D wohl zu einem alten HN (Hinweis auf den ehemaligen Silberbergbau), ma. auf dem Sattelbogen

Sillebrücke    

MB

Žilije ob Krki

D T2 zu einem dt. PN (sl. ob Krki ‘an der Gurk’)

Simislau

MO

Zimislav (ma. Simislava)

S zum sl. PN Sěmislavъ

Simonhöhe

BN

 

D wohl nach einem Besitzer namens Simon

Sinach           

FR

Sine (Sene)

S T2 zu sl. seno ‘Heu’, etwa ‘Heugegend’

Sinacher Gupf          

BN

Psinjski (Sinjski) vrh

Ü dt. † Pseniberg oder Hunds(dorfer) Gupf, später an Sinach/Sine angeglichen

Singerberg

FL

žingarica

D zum HN Singer

Sirnikou †

RU

*Čьrnikovo

S zum sl. PN *Čьrnьkъ zu sl. črn ʻschwarzʼ (urk. 1125-30 curiam Sirnecǒ … Sirnecǒ); heute → St. Nikolai

Sirnitz

AL

Žirovnica oder *Čьrnica

S wohl zu sl. žirovnica ‘fruchtbares Gebiet, Waldweide bzw. -mast’, also etwa ‘Weidegebiet’ oder nach dem Namen des Baches sl. *čьrnica ‘Schwarzen­bach’ (urk. 985-93 Sirnvuiza, 1065-75 Sirnoniz)

Sirnitz

GN

*Čьrnica

S sl. *čьrnica ‘Schwarzen­bach’

Sirsinada †

GB

 

R zu rom. circinata ʻkreisförmige Rodung, Schwendeʼ, Rodungsname (urk. 1165-75 in loco CherspŏmSirsinada), → Kerschbaum

Sittenberg

KP

 

D ‘Berg des Siggo (Kurzform zu Sigmund) oder Sikko’ (urk. 1300 Sikenberge)

Sittersdorf OT

SD

Žitara vas OT

S T3 zu einem sl. mit žit- ‘Leben’ beginnenden PN

Sittich

FE

*Žitikʼe

S T1 zu einem sl. mit žit- ‘Leben’ beginnenden PN

Sittmoos

KM

 

SD oder D im Detail unklar, wohl wie andere mit Sitt(en)- anlautende Ortsnamen zu einem dt. PN Sikko oder zu einem sl. mit žit- ‘Leben’ beginnenden PN + → Moos  (urk. 1374 Sitmos, Sytenmos)

Skalach †

MR

*Skalje

S T2 zu sl. skala ʻFelsʼ (abgekommener Ortsteil bzw. alter Name von → Maria Rain)

Skarbin (Siedlung)

GS

Škrbinja (Škrbina, Škrbinj)

S → Hornwald

Skarbin (Hornwald)

BN

Škrbinj

S → Hornwald

Skoflitzen     

VK

Škofljica

S zu sl. škof ‘Bischof’ (urspr. Kirchenbesitz)

Skorianzhof  

ED

Škrjanec

S zu einem sl. HN (etwa ‘Lerchenhof’)

Slovenjach OT

GL

Slovenje OT

S T2 zu sl. slovenji † ‘slowenisch’ bzw. (in Ortsnamen) ‘windisch’

Söbriach

OV

*Čebrje oder *Zobrje

S T2 zu sl. čeber, čəbər ‘Bottich, Zuber’, in der Toponymie ‘Vertiefung’; eventuell auch zu sl. zober ‘Wisent’ (urk. 1065-75 Sebriach)

Sommeregg

SE

 

D ʻSommereckʼ, Ruine, Burgenname (urk. 1184-89 Sumereke)

Sonnblick (Hoher)

BN

 

D zum mhd. Wort sun(nen)blic ‘Sonnenschein, -glanz’ bzw. ‘sonnenbeschienen, sonnendurchglänzt’ (urk. 1565 bzw. 1624 Sunn(en)plickh)

Sonnblickgruppe

BN

 

D nach dem Hauptberg → Sonnblick so genannt

Sonnegg OT

SD

Ženek OT

D ‘sonniger Burgberg’ (→ Egg)

Sonnenalpe Naßfeld

HE

 

D junge im Zuge der touristischen Erschließung des Schigebietes entstandene Bezeichnung

Sonnegger See          

GN

Tihojsko jezero

V Sonnegger See: D nach → SonneggTihojsko jezero: STichoje/Tihoje

Sonnenberg †

MA

 

D ʻBurg bzw. Berg an der Sonneʼ (Burgenname), auch Feistritzschlössl (urk. 1142 Sunnenbergk)

Sonnstein

BN

 

D die Sonne kommt in der Bergnamengebung häufig vor, Nebenbedeutung ‘Sonn- bzw. Südseite’

Sörg

LF

*Zorikʼe

S T1 zum sl. PN Zorъ bzw. Zorja (urk. 954 Zuric, 1060-88 Sorich)

Sorgendorf               

BL

Sorgendorf (Pri Štihu, Štih)

D urk. 1632 Hans Stich zu Sorgendorf (sl. Bezeichnung Pri štihu setzt den alten dt. HN fort, Sorgendorf den einstigen Schlossnamen)

Spanheim †

ST

 

D Nazi-Umbenennung von → St. Paul im Lavanttal (1941-1946 nach dem Adelsgeschlecht)

Speikkogel, -kofel

BN

 

D nach dem Speik, einer charakteristisch riechenden Gebirgs­pflanze (→ Kofel u. Kogel)

Spintikteiche

GN

 

DS zum HN Spintek (sl. špintək < alt dt.ma. spindig ‘zäh, spröde, langsam‘, Übername)

Spitalberg

BN

Goričica

Ü/V → Goritschitzen; Name Spitalberg (so urk. erstmals 1818), weil dessen Waldungen zum Stiftungsfonds des Klagenfurter Bürgerspitals gehörten, das sich damals im Stadtzentrum von Klagenfurt befand

Spitalmühle †

K

 

D nach der ehemaligen Mühle an der → Glan am Fuße des → Spitalberges

Spittal an der Drau

SP

Špital ob Dravi

D zum Lehnwort Hospital (urk. 1191 capellam cum hospitali, 1314 Spittelein, 1377 Spital)

Spitzach        

ET

Špice (Na Špicah)

DS T2 urspr. Flurname ‘spitz zulaufendes Grundstück’

Spitzegel       

BN

Negal (ma. auch Vrh)

R urk. 1586 der Egl, 1778 der Eggl; (der) Egel ‘spitzer Berg’ wohl rom. Ursprungs, zu lateinisch aculeus ‘Stachel’ bzw. rom. *acuileu (wovon französisch Aiguille du Midi im Mont-Blanc-Massiv). – Sl. Negal setzt ein altes dt. ma. Negel (< (auf) 'n Egel) voraus

Spitzwiesen

AL, DG

 

D ʻWiesen auf einem spitz zulaufenden Grundstück’, urspr. *Spitzing (urk. 1169 Spicinghe, 1184 Spicinge)

Srajach OT

SJ

Sreje OT

S T2 zu sl. sreda ‘Mitte’

Srallach †

KW

Žale (ma. Posralo)

S T2 setzt ein sl. *Sralje voraus, etwa ʻkotiger Ortʼ zu sl. srati ʻscheißenʼ (urk. 1303 auf dem Pozral)

Srejach

SK

Sreje

S T2 zu sl. sreda ‘Mitte’

St.

 

Št. oder Š-

R sl. šent- wird entweder abgekürzt und analog wie im Dt. geschrieben; die volle Form wird mit dem nachfolgenden Eigennamen in einem Wort geschrieben (z.B. Št. Jurij neben Šentjurij). š- wird hingegen immer mit dem nachfolgenden Eigennamen in einem Wort geschrieben

St. Agathen (Sagat(en))

VI

Sveta Agata (Sveti križ)

Ü → Sagat(en); sl. Sveti križ ‘Heiligenkreuz’ nach der nahe gelegenen Kirche

St. Agnes

VK

Šentaneža (Sveta Neža)

Ü nach dem Patrozinium

St. Andrä

K

Št. Andrež

Ü nach dem Patrozinium

St. Andrä

SD

Št. Andrež

Ü nach dem Patrozinium

St. Andrä

VI

Št. Andrež

Ü nach dem Patrozinium

St. Andrä

Št. Andrež

Ü nach dem Patrozinium (urk. 982 ad Labantam ecclesiam sancti Andreæ, vor 991 …a sancto Andrea)

St. Anna

MW

Št. Ana

Ü nach dem Patrozinium

St. Bartlmä

TB

Št. Jernej na Gori (Gora)

Ü nach dem Patrozinium (sl. Jernej ‘Hieronymus’, der mit dem Hl. Bartholomäus gleichgestzt wurde)

St. Daniel

SK

Št. Danijel (ma. Šentanjel)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1050-65 sancti Danielis)

St. Donát

SV

Št. Donat (ma. Šonat)

Ü dt. ma. Tonát, nach dem Patrozinium (urk. 1142 sancti Donati)

St. Egyden

VW

Št. Ilj

Ü nach dem Patrozinium (Namensgrundform Ägydius, Nebenform Ä- bzw. Egilius > dt. Gilgen wie in  St. Gilgen, sl. Ilj usw.)

St. Filippen

BR

Št. Lipš

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1096-1105 apud sanctum Philippum)

St. Franzisci

VK

Želinje

V St. Franzisci: nach dem Patrozinium – Želinje: S T2 nach einen sl. PN

St. Gandolf

GG

 

D ma. Gandorf † (urk. 1136-37 sancti Gangolfi ad Fuhte [ʻbei → Maria Feichtʼ])

St. Gandolf

KD

Št. Kandolf

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1142 sancti Gangolfi)

St. Georg

SK

Št. Jur

Ü amtlich dt. Georgiberg, nach dem Patrozinium (urk. 1154 sancti Georgii)

St. Georgen OT

BL

Šentjur OT (Šentjurij)

Ü nach dem Patrozinium (urk. um 1160-70 ad sanctum Georgium)

St. Georgen (am Sternberg) †

WB

Šentjurij (Št. Jurij na Strmcu, Šentjur na Strmcu)

Ü nach dem Patrozinium (→ Sternberg)

St. Georgen

SB

 

D (urk. um 1168 ad sanctum Georium)

St. Georgen am Längsee

SG

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1002-18 basilicam beati Georii); → Längsee

St. Georgen am Sandhof

K

Št. Jurij (Šentjur) pri Celovcu

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Georgen am Weinberg

VK

Št. Jurij (Šentjur) na Vinogradih

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1172-76 …sancti Georgii); → Weinberg

St. Georgen im Gailtal

NG

Šentjurij na Zilji

Ü nach dem Patrozinium

St. Georgen im Lavanttal

SL

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1184 apud sanctum Georgium)

St. Gerburg †

SC

Podjerberk (Jerberk, -g)

Ü/V sl. auch Pod Jerberkom ʻUnter St. Gerburgʼ, → St. Kathrein

St. Gertraud

FC

 

D nach dem Patrozinium

St. Gregorn

BR

Št. Jurij

D nach dem Patrozinium, dt. ma. Jörgen u. früher → †Baiern

St. Helena

LD

Šentalena (Sveta Helena)

Ü nach dem Patrozinium

St. Helene

SD

Šentalena (Sveta Helena)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1154 capellam sancte Helene)

St. Jakob

VK, RU

Št. Jakob

Ü nach dem Patrozinium

St, Jakob

SB

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1169 capellam sancti Iacobi)

St. Jakob an der Straße

K

Št. Jakob

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Jakob im Rosental OT

SJ

Šentjakob v Rožu OT (Št. Jakob) 

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1171 sub monte sancti Iacobi)

St. Job

FS

Št. Job (Sveti Job)

Ü nach dem Patrozinium

St. Johann

FI, SB, WO

D nach dem Patrozinium  bzw. der ehem. Filialkirche (urk. 1169 ecclesiam sancti Iohannis [SB]; 1106 de sancto Iohanne [SB])

St. Johann

GL

Šentjanž

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1154 capellam sancti Johannis)

St. Johann

PD

Čajnža vas

Ü nach dem Patrozinium (sl. Form < *Šentjan(i)ža ves)

St. Johann

RO

Št. Janž (ščedem)

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage – sl. ščedem ‘Wald, Schonung’

St. Johann am Brückl

BR

 

Brückl

St. Johann am Pressen

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1177 ecclesiam sancti Iohannis in valle Rosarum)

St. Johann im Rosental OT

FR

Šentjanž v Rožu OT

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. um 1150 apud sanctum Iohannem in Zozzen)

St. Kanzian am Klopeiner See

SK

Škocjan v Podjuni (Škocijan)

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1106 ad sanctum Cantianum)

St. Katharina

FB

Sveta Katarina

Ü nach dem Patrozinium

St. Kathrein

SC

Podjerberk (Jerberk, -g)

V St. Kathrein nach dem Patrozinium – Podjerberk bzw.Jerberg reflektieren altes → St. Gerburg

St. Klementen

KK

 

D nach dem Patrozinium (urk. um 1200 de sancto Clemente)

St. Kollmann

GR

Št. Kolman

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1196 ecclesiam sancti Cholomanni)

St. Lamprecht

DI

Št. Lambert (Št. Lampret)

Ü nach dem Patrozinium

St. Lamprecht

VK

Št. Lambert (Št. Lampret)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1043 bzw. 1172-76 ecclesiarum sancti Lamberti … in Truhsen)

St. Lamprecht (†Zemslau)

RO

Semislavče (Št. Lambert)

V (bzw. †S) dt. nach dem Patrozinium – Semislavče (u. †Zemslau): S T1 nach einen sl. PN

St. Leonhard

EV

Št. Lenart

Ü nach dem Patrozinium

St. Leonhard

FL

Št. Lenart

Ü nach dem Patrozinium

St. Leonhard

VK

Št. Lenart

Ü nach dem Patrozinium

St. Leonhard bei Siebenbrünn

AS

Št. Lenart pri Sedmih studencih

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Lorenzen

BR

 

D nach dem Patrozinium (urk. 927 ad sanctum Laurentium ad Kurkizam)

St. Lorenzen

MB

Št. Lovrenc

Ü nach dem Patrozinium

St. Lorenzen

SK

Št. Lovrenc

Ü nach dem Patrozinium

St. Lorenzen

VK

Št. Lovrenc

Ü nach dem Patrozinium

St. Lorenzen im Gitschtal

GI

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Lorenzen im Lesachtal

LT

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1374 Lezzach, → Lesachtal)

St. Luzia

BL

Sveta Lucija

Ü nach dem Patrozinium

St. Magdalen

VI

Šmadlen

Ü nach dem Patrozinium (sl. ma. auch Tehanja, unklar)

St. Marein

WO

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1178 de sancta Maria)

St. Margareten im Rosental

SM

Šmarjeta v Rožu

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Margarethen OT

BL

Šmarjeta OT

Ü nach dem Patrozinium

St. Margarethen

KS

Šmarjeta

Ü nach dem Patrozinium

St. Margarethen

KD

Šmarjeta (Sveta Marjeta)

Ü nach dem Patrozinium

St. Margarethen

SL

 

D  nach dem Patrozinium (urk. 1193-1220 iuxta ecclesiam s(ancte) Margar(ethe))

St. Margarethen ob Töllerberg

VK

Šmarjeta pri Velikovcu († …pri Telenbergu)

Ü/V nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1043 bzw. 1172-76 ecclesiarum … sancte Margarete in Truhsen); → Töllerberg

St. Martin

FE, KK

 

D nach dem Patrozinium (urk.1136/37 ecclesia sancti Martini [FE]; 991-1023 aecclesiam…sancti Martini [KK])

St. Martin

K

šmartin (Št. Martin)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1193-1220 apud sanctum Martinum, 1393 St. Merten zu Zitilich), vormals → Zetoulich

St. Martin

RU

šmartin

Ü nach dem Patrozinium (früher auch Windisch-St. Martin bzw. → Unterbriesen)

St. Martin

SL

 

D nach dem Patrozinium (urk.1124 ecclesię beati Martini)

St. Martin am Techelsberg

TB

šmartin na Teholici

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (→ Techelsberg)

St. Marxen

ED

Šmarkeš, Šmarkež

Ü nach dem Patrozinium (Hl. Marcus; urk. 1197 → Monte)

St. Michael

BR

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1168 aput sanctum Michahelem)

St. Michael

DI

Šmihel

Ü nach dem Patrozinium

St. Michael

RU

Šmihel

Ü nach dem Patrozinium (früher auch Windisch-St. Michael)

St. Michael

VI

Šmihel

Ü nach dem Patrozinium

St. Michael ob Bleiburg OT

FB

Šmihel pri Pliberku OT (Šmihel nad Pliberkom)

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Michael am Zollfeld († Deutsch St. Michael)

MS

Šmihel na Gosposvetskem polju

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1162 ad sanctum Michahelem); ma. † Teutsch-Michel (urk. 1252 Holzgraez, → Grazerkogel u. Holzgraz)

St. Michael am Zosen

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk.1171 ecclesiam sancti Michaelis…Zezen); → Zosen

St. Michael ob der Gurk (†Windisch St. Michael)

PD

(Slovenji) Šmihel

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (die sl. Namensform nach der alten dt. Bezeichnung)

St. Niklas an der Drau

VI

Na Dravi (šmiklavž ob Dravi)

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (sl. Na Dravi ‘an der Drau’, → Drau)

St. Nikolai

RU

šmiklavž (št. Miklavž)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1196 ecclesiam sancte Nicholai in Sirincoy); früher → Gorentschach/Gorenče bzw. → Sirnikou

St. Nikolai

KS

šmiklavž (Sveti Miklavž)

Ü nach dem Patrozinium

St. Nikolaus

SB

 

D nach dem Patrozinium (urk.1169 capellam sancti Nicholay)

St. Oswald

SJ

Št. Ožbolt

Ü nach dem Patrozinium

St. Oswald

ES

Št. Ožbolt

Ü nach dem Patrozinium

St. Paul an der Gail

SS

Št. Pavel na Zilji

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Paul im Lavanttal

ST

Št. Pavel v Labotski dolini

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (1060-65 Lavenses, 1060-88 ad s. Paulum); von 1941-1946 → Spanheim (nach dem Adelsgeschlecht)

St. Paul, Klein

KP

 

Klein St. Paul

St. Peter

K

Šentpeter (Št. Peter)

Ü nach dem Patrozinium

St. Peter

GS

Šentpeter (Št. Peter)

Ü nach dem Patrozinium (1158 capellis sancti Petri)

St. Peter OT

SJ

Šentpeter OT (Št. Peter)

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1171 oratorium Sancti Petri sub monte Jacobi…sub castro Rase)

St. Peter

RW, SB, SG

D nach dem Patrozinium (urk. 1181 aput sanctum Petrum [SB]; 927 ad altare sancti Petri ad Ostaruizam [SG])

St. Peter am Bichl

K

št. Peter na Gori

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Peter am Wallersberg

VK

Šentpeter na Vašinjah (Št. Peter) 

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Peter in Holz

LE

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. um 1060-70 ad sanctum Petrum); in Holz ‘im Wald’ (Holz bedeutet in alter Mundart u. im Mhd. sowohl ‘Wald’ als auch ‘Holz’)

St. Philippen bei Sonnegg

 

Št. Lipš v Podjuni (pri Ženeku)

Ü/V nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Primus OT

SK

Šentprimož OT (Št. Primož)

Ü nach dem Patrozinium

St. Radegund

RU

št. Radegund (št. Radegunda)

Ü nach dem Patrozinium

St. Radegund

SB

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1131 contra ecclesiam sanctę Radegundis)

St. Ruprecht

K

št. Rupert

Ü nach dem Patrozinium (vormals → Flatschach)

St. Ruprecht

VI

št. Rupert

Ü nach dem Patrozinium (urk. 1195-96 parrocchia(m) sancti Rvberti)

St. Salvator

FI

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1123-30 apud dominum Saluatorem)

St. Stefan

FS

Šteben

Ü nach dem Patrozinium

St. Stefan

FI

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1148 de sancto Stephano)

St. Stefan OT (ma. St. Steben)

GL

Šteben OT

Ü nach dem Patrozinium (die dt.ma. Form St. Steben widerspiegelt die sl. Namensform)

St. Stefan am Krappfeld

ML

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk.1143-63 ad sanctum Stephanum Krapueld)

St. Stefan an der Gail

SS

Štefan na Zilji

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage († auch … im Gailtal)

St. Stefan im Lavanttal

WO

 

D nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1106-39 in Lavende capellam sancti Stephani)

St. Thomas

WO

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1105-26 de sancto Thomas)

St. Thomas am Zeiselberg

MB

Št. Tomaž pri Celovcu

Ü/V nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage

St. Ulrich

FE

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1144 de sancto Ǒdelrico)

St. Ulrich

BR

Št. Urh

Ü nach dem Patrozinium

St. Ulrich

MR

Št. Urh

Ü nach dem Patrozinium

St. Urban

SU

 

D nach dem Patrozinium (urk. 1169 sancti Vrbani)

St. Veit an der Glan

SV

Št. Vid ob Glini

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1131 per medium villę sancti Viti)

St. Veit im Jauntal OT

SK

Šentvid v Podjuni OT (Št. Vid (Fid) v Podjuni)

Ü nach dem Patrozinium bzw. seiner Lage (urk. 1154 cappellam sancti Viti)

St. Veit, Klein

FE, VK

 

Klein St. Veit

St. Walpurgen

ES

Sveta Valpurga

Ü nach dem Patrozinium

St. Willibald

KK

 

D nach dem Patrozinium (urk. um 1200 de sancto Williboldo)

Stadler

 

D Hofname, zu dt. Stadel + -er (urk. 1152 Stadele)

Stadling

ST

 

D ma. Stadlern T4 zu dt. Stadel (urk. 1096-1102 Stadilaren, 1184 Stadelarn), später umgeformt mit -ing, → Anhang

Stador

BN

*Stodor

S zu sl. stodorъ ‘Felsgrund, (dürftiger u. seichter) Ackerboden auf felsigem Grund; steil aufragender, felsiger Berg’

Stagor

BN

*Stara gora

S wegen des benachbarten Neuberg auf ein altes sl. *Stara gora ‘alter Berg’ hinweisend

Stall

SP

 

D zu Stall urspr. ‘Stelle, Stätte, Wohnort’, erst später ‘Ort zum Einstellen des Viehs, Stall’ (urk. 977-81 Stalla)

Stallhofen     

MO

Štavf

D (sl. Form gekürzt aus ma. štałof)

Stallhofen     

WB

Štavf

D (sl. Form gekürzt aus ma. štałof)

Stallonkofel

BN

 

R nach dem Flurnamen Stallone < romanisch stall(e) (deutsches Lehnwort) + Augmentativsuffix -one, also ‘großer Stall’ (urk. 1826 Stallan-, Stallonhöhe)

Starhand

BN

 

D nach einem Besitzernamen (urk 1641 Starchandt, 1504 Starchant)

Staudachhof

FI

 

D alter HN, zu ma. Staudach ʽStaudicht, wo viele Stauden, viel Gestrüpp stehen’

Stegendorf

MS

Štegna vas (ma. Štebnja/Štegnja ves)

D T3 zum PN Stefan (urk. 1181-92 Steuensdorf)

Stegsdorf

FI

*Stojigojь + dt. -dorf

S T3 zum sl. PN *Stojigojь (urk. 1121/1143 Ztoygoysdorf u. 1124 Stoigoisdorf)

Stein  

K

Zakamen (Kamen)

Ü/V sl. za ‘hinter’ + kamen ‘Stein, Fels’

Stein

DD, SÄ

 

D zu dt. Stein ma. auch für ‘Fels(en)’ (urk. 1190 de Lapide [DD]; 1193-1220 de Stein, ad Lapidem [SÄ])

Stein

ML

 

D zu dt. Stein ma. auch für ‘Fels(en)’

Stein

WI

 

D zu dt. Stein ma. auch für ‘Fels(en)’

Stein im Jauntal        

SK

Kamen v Podjuni

Ü sl. kamen ‘Stein, Fels’ (urk. um 975 Stein), → Jauntal

Steinberg-Hart

SL

 

D → Stein (bei Steinberg römerzeitlicher Steinbruch Spitzelofen, wo der „Spitzelofen-Marmor“ abgebaut wurde), → Hart

Steinberg-Ober-/Unterhaus

SL

 

D → Stein (bei Steinberg römerzeitlicher Steinbruch Spitzelofen, wo der „Spitzelofen-Marmor“ abgebaut wurde), → Haus

Steindorf

LU

 

D T3 Kompositum aus → Stein + Dorf (urk. 1050-65 Steindorf)

Steindorf am Ossiacher See

SO

 

D T3 Kompositum aus → Stein + Dorf (urk. 1263 Steyndorf)

Steiner Alpen

BN

Kamniške Alpe

Ü so benannt nach der Stadt Kamnik, dt. Stein, in Oberkrain (Slowenien)

Steinerberg   

SK

Kamenska Gora

Ü Ortsname Stein (im Jauntal), sl. gora ‘Berg’

Steinfeld

SF

 

D Kompositum aus → Stein + Feld (urk. 1267-68 Staynueld)

Steinkarspitz(e)

BN

 

D nach dem Flurnamen Steinkar ʻein mit Steinen bedecktes → Karʼ

Steinkogel     

VK

Pod Pečmi

Ü/V zu sl. peč ‘Fels’, etwa ‘unter den Felsen’

Steinwand

BN

 

D zu dt. Stein ma. auch für ‘Fels(en)’ + Wand

Stemeritsch   

MR

Smeriče

S T1 zu einem sl. PN

Sternberg      

AS

Strmec

S zu sl. strm ‘steil’ (im Dt. umgeformt)

Sternberg

VW, WB

Strmec (Št. Jurij na Strmcu, Šentjur na Strmcu)

S zu sl. strm ‘steil’ (im Dt. umgeformt; urk. 1170-80