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Dialoge Nr. 11-20

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Version: 2010/ 04
Projektname: Verwirrter Melissos
Erscheinungsdatum: 2010

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 11 : Kann grundsätzlich jede Art von Wissen zum 'Einsturz' gebracht werden?

Verfasst: 20.2.2009/ Status: L/ Lexikon: Wissen, Widerlegung

Der folgende Dialog ist inspiriert von einer realen Diskussion im Philosophie Blog : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

Rita: Jede Art von Wissen ist etwas Konstruiertes, und daher erscheint es mir äußerst plausibel, dass, im Grunde, JEDES 'Wissensgebäude' zum 'Einsturz' gebracht werden kann!

Nikolaus: Die Sichtweise, dass grundsätzlich JEDE Art von Wissen zum 'Einsturz' gebracht werden kann, ist keineswegs plausibel.
DENN: Es bedarf eines nicht gerade geringen Maßes an (Vor-)Wissen, um was auch immer widerlegen zu können.

'Ohne eigenes (Vor-)Wissen, keine Widerlegung, von was auch immer!'

Beispiel:

Ein erst neu-geborenes Menschen-Baby etwa, ist nicht dazu in der Lage, etwas zu widerlegen - denn dazu mangelt es ihm am notwendigen, eigenem Wissen.

Und da JEDE Widerlegung ein entsprechendes Maß an eigenem (Vor-)Wissen zur notwendigen Voraussetzung hat, und man daher bei JEDER Widerlegung, regelmäßig, auf eigenes Wissen zurückgreifen muss, hat dies zur logischen Konsequenz, dass es für niemanden möglich ist, die Gesamtheit des eigenen Wissens (erfolgreich) selbst zu widerlegen.

Im Höchstfall, können also nur Teile des eigenen Wissens (erfolgreich) selbst widerlegt werden.

Und da, im Höchstfall, nur ein Teil des eigenen Wissens, nicht aber das eigene Wissen in seiner Gesamtheit, (erfolgreich) selbst widerlegt werden kann, gibt es ZUMINDEST einen Ausnahmefall von der Regel, dass JEDES Wissen (erfolgreich) widerlegt werden kann - und dies wiederum bedeutet, dass die Sichtweise, dass JEDES Wissen (erfolgreich) widerlegt werden kann, NACHWEISLICH, NICHT allgemeingültig zutreffend ist!

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Als Zusatz-Info kann der folgende Beitrag dienen:

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 12 : Ist Wissen, im Grunde, nichts anderes als eine subjektive Überzeugung bzw ein Glaube?

Verfasst: 21.2.2009/ Status: L/ Lexikon: Wissen/ Glauben

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, im Philosophie Blog : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

Rita: Für mich ist jede Art des Wissens, im Grunde, nichts anderes, als eine subjektive Überzeugung!

Nikolaus: Jeder ist natürlich frei den Begriff 'Wissen' - und mit ihm jeden anderen Begriff - nach eigenem Belieben aufzufassen bzw zu definieren!

Und, wenn ich dich recht verstehe, dann fasst du Wissen als eine Art Glaube auf!?
DENN: Eine, wie auch immer geartete Überzeugung, ist regelmäßig etwas, an das man glaubt. (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberzeugung)

Wenn aber Wissen, im Grunde, nichts weiter sein soll, als eine Überzeugung bzw ein Glaube, stellt sich mir fast zwangsläufig die Frage:
Wie einsteht dann (ein) Glaube bzw eine Überzeugung?
Oder: Anders gefragt: Wie kommt es dann überhaupt dazu, dass ein Lebewesen in die Lage versetzt wird, an was auch immer zu glauben?

Entsteht etwa Glaube, aus Glauben?

Diese Sichtweise, scheint mir widersprüchlich, und, mit ihrer Hilfe scheint es nicht möglich zu sein, ausreichend zu erklären und zu begründen, was Wissen und was Glaube ist, und worin, zwischen beidem, eventuelle Unterschiede bestehen!

Ich persönlich, orientiere mich, in der Art und Weise, wie ich den Begriff 'Wissen' verwende und verstehe am Allgemeinen-Sprachgebrauch - und damit an der Art und Weise, wie der Begriff von der Mehrzahl der Menschen, innerhalb des deutschsprachigen Raums, verwendet und verstanden wird.
DENN: Der Allgemeine-Sprachgebrauch, ist nicht nur die Sprache, welche die Mehrheit spricht und versteht:
Der Allgemeine-Sprachgebrauch, IST AUCH - angereichert ,'lediglich', mit einigen Fachausdrücken - die offizielle Sprache der Wissenschaft.

Gemäß dem Allgemeinen-Sprachgebrauch ist Wissen, zum Einen, ein Gegensatzbegriff des Begriffs ' Glaube', und, zum Anderen, ist Wissen das Haben einer ZUTREFFENDEN Information, die jeweils im Gedächtnis vorhanden/ gespeichert ist [1].

Und, meiner Meinung nach, muss ein Lebewesen über eine nicht gerade geringe Zahl an ZUTREFFENDEN Informationen verfügen, um sich in seinem jeweiligen Lebensumfeld (erfolgreich) orientieren und überleben zu können, um aus dem, das es er-lebt, die entsprechenden Schlüsse ziehen und lernen zu können, UND, um im weiteren Verlauf, einen bestimmten Glauben bzw eine bestimmte Überzeugung entwickeln zu können!

Um es auf den Punkt zu bringen:
Das Haben ZUTREFFENDER Informationen, ist eine notwendige Voraussetzung, für das Glauben an etwas - und, nicht umgekehrt!

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Quelle:

  1. Begriffsdefinition : Wissen

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 13 : Wenn es nicht auch angeborene Theorien gäbe, wären viele Tiere nicht dazu befähigt einfache Urteile zu fällen

Verfasst: 19.7.2009/ Status: L-Blt/ Lexikon: Theorien, Urteil, Tiere, Kultur

Der folgende Beitrag ist ein fiktiver Monolog und orientiert sich an dem Beitrag: Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 20 : Sind alle Theorien - wie zB Erkenntnistheorien - etwas Erfundenes?

Du bist fest davon überzeugt, dass Theorien ausschließlich etwas kulturell-künstlich Geschaffenes und nichts angeborenes sein können!

Jedes Urteil, bedarf jedoch eines bestimmten Urteilsmaßstabes - und damit einer bestimmten theoretischen Basis.
Und: Wie erklärst du daher - ausgehend davon, dass es keine angeborenen Theorien geben kann -, dass viele Tiere, relativ kurz nach ihrer Geburt, dazu befähigt sind einfache Urteile zu fällen, wie zB nach dem Muster: 'Hier Nahrung; dort Feind'!?

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 14 : Ein Beweis ist eine erkenntnistheoretische Interpretation, die im Tierreich unbekannt ist - Für keinen Beweis wird es jemals uneingeschränkte Sicherheit und Zustimmung geben (können)

Verfasst: 5.3.2009/ Status: L-r1/ Lexikon: Beweis, Erkenntnistheorie, Biologie, Mensch/ Tier

Der folgende Dialog ist inspiriert von einer realen Diskussion, im Der Philosophie Blog:

Rita: Wenn ich deine Definition des Begriffs 'Beweis' lese (siehe: Begriffsdefinition : Beweis), verunsichert mich, dass du Beweise allgemein als etwas einstufst, an das man, letztendlich, lediglich glauben kann!

Glauben aber bedeutet Zweifel!

Doch sollte man sich nicht einer 'Sache', die es verdient als bewiesen eingestuft zu werden, uneingeschränkt SICHER sein (können)!?

Nikolaus: Auch wenn du es nicht gerne hörst:
Für keinen Beweis wird es jemals uneingeschränkte Sicherheit noch uneingeschränkte Zustimmung geben (können)!
DENN: Ein jeder Beweis ist stets eine INTERPRETATION, eines Ergebnisses, einer bestimmten, erkenntnistheoretischen METHODE.

Eine neugeborenes Gnu-Kalb beispielsweise, braucht keinerlei Beweis dafür, dass der Löwe in seiner unmittelbaren Umgebung Gefahr bedeutet!
DENN: Es wird bereits mit einem rudimentären Wissen, wer oder was ihm eventuell gefährlich werden könnte, geboren.

Und die Mutter des Gnu-Kalbs bedarf ebenfalls keinerlei Beweises, in ihrer Lebensführung.!
DENN: Ihr gesamtes Leben gestaltet und verbringt sie ausschließlich innerhalb des Rahmens ihres angeborenen Wissens, und der Erfahrungen, welche sie in der Savanne sammelt.

ABER: Das zweifelsohne gegebene Wissen einer Gnu-Mutter, würde auch bei weitem nicht ausreichen, um sie dazu in die Lage zu versetzen sich selbst und die Qualität der, ihr zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen grundlegend zu hinterfragen und sich, in der Folge, eine Meinung dahingehend bilden zu können, ob eher ihr Sehsinn, ihr Gehörsinn oder doch eher ihre Intuition zutreffendere und damit verlässlichere Ergebnisse liefert.

Soweit bekannt sind wir Menschen die einzigen Lebewesen, die dazu (intellektuell) befähigt sind, (ihre eigenen) Erkenntnisquellen auf ihre Qualität und Zuverlässigkeit hin zu hinterfragen - und sich, was die Qualität und Zuverlässigkeit von Erkenntnisquellen anlangt, eine (eigene) Meinung zu bilden.

Ein Beweis ist also eine bestimmte Meinung, die man, bezüglich der Qualität und Zuverlässigkeit einer bestimmten Erkenntnisquelle bzw einer bestimmten Erkenntnismethode, HABEN KANN!

Und: Dass nicht alle Meinungen von allen - die bezüglich eines bestimmten Themas, eine (eigene) Meinung haben - geteilt werden, ist, so glaube ich, durchaus nachvollziehbar!

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 15 : Wahrnehmungsorgane alleine sind keine Wahrnehmung

Verfasst: 29.3.2009/ Status: L/ Lexikon: Wahrnehmung, Prozesse

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

Michael (fiktiver Gesprächspartner): In deinem Beitrag : Beweis-Ontologie Nr. 3 : Es kann niemals alles Werden, Wahrnehmung oder Bewusstsein sein - Ein einzelner Prozess, kann niemals alles sein versuchst du zwar - unter anderem - den Nachweis dafür zu erbringen, dass, irgendwie, doch nicht alles Wahrnehmung sein kann...

Leider aber misslingt dir dieser Beweis!

In deinem Bemühen übersiehst du nämlich, dass letztendlich alles, von dem wir wissen - und damit unser gesamtes Bild der Wirklichkeit - auf subjektiven Wahrnehmungserfahrungen basiert!
Und: Da für uns, im Grunde, alles auf subjektiven Wahrnehmungserfahrungen basiert, sind für uns selbst die Augen, mit denen wir sehen, und die Nase, mit der wir riechen, im Grunde, nichts anderes als subjektive Wahrnehmunsgprodukte!

Für uns, ist alles Wahrnehmung!

Nikolaus: Es ist schon richtig, dass wir zB von der Existenz unseren Augen oder Nasen, UNTER ANDEREM, aus Wahrnehmungserfahrungen wissen!

DOCH: Wenn man davon ausgeht, dass eine, wie auch immer geartete Wahrnehmung AUSSCHLIEßLICH mit Hilfe von Wahrnehmungsorganen möglich ist, welche die jeweilige Wahrnehmung 'vermitteln', dann führt dies in der Folge zu einem nicht aufzulösenden, logischen Widerspruch, GLEICHZEITIG zu meinen, dass eben jene Organe, mit deren Hilfe es (Lebewesen) erst ermöglicht wird zu Wahrnehmungsbildern zu gelangen, im Grunde, selbst nichts anderes als Wahrnehmungsbilder ihrer selbst sind!

Von einem Fernsehgerät würdest du wohl eher nicht behaupten, dass es AUSSCHLIEßLICH ein Bild seiner selbst ist!?

Oder?!

Warum aber behauptest du Derartiges, von Wahrnehmungsorganen?

Um ein, wie auch immer geartetes Fernsehbild zu erhalten, bedarf es, ZUALLERST, eines Fernsehgerätes oder eines anderen Mediums, das Fersehbilder in der Lage ist zu produzieren.

Und werden, von einem Fernseher oder einem anderen Medium, erfolgreich Fernsehbilder übermittelt, so wird offensichtlich, dass das Gerät bzw Medium das Eine und dass die, vom Gerät bzw Medium, erzeugten Bilder etwas Anderes sind!

Und ähnlich, wie mit Fernsehbild und Fernseher, verhält es sich mit unseren Wahrnehmungsorgangen, und den Bildern, die sie uns liefern!

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 16 : Ist es nicht möglich zu beweisen, dass Logik ein geeignetes, sicheres Erkenntnismittel ist?

Verfasst: 14.4.2009/ Status: L-r1/ Lexikon: Logik, Beweise, Erkenntnis, Erkenntnismittel, Erkenntnistheorie

Der folgende Dialog bezieht sich auf den Beitrag : Aphorismus-Erkenntnistheorie Nr. 10 und ist von einer realen Diskussion, im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit, inspiriert:

Michael (fiktiver Gesprächspartner): Mag sein, dass objektiv nicht bewiesen werden kann, dass Logik kein geeignetes Erkenntnismittel ist - umgekehrt ist es allerdings ebenfalls nicht möglich, einen objektiven Beweis dafür zu erbringen, DASS sie ein geeignetes, sicheres Erkenntnismittel ist!

Nikolaus: Ich bin anderer Ansicht als du!
DENN: Jede, wie auch immer geartete Erkenntnis ist, regelmäßig, das/ ein Endprodukt eines bestimmten Erkenntnisgewinnungsprozesses, und jeder, wie auch immer geartete Erkenntnisgewinnungsprozess ist stets in eine bestimmte Erkenntnistheorie eingebunden.

Oder: Anders ausgedrückt:
Ohne (das Vorhandensein einer) Erkenntnistheorie, welche zumindest in groben Umrissen vorgibt und festlegt was als wahr bzw was als wirklich zu gelten hat, und wie und mit welchen Mitteln Wahrheit erreicht werden kann, kann es keinerlei Erkenntnisgewinnungsprozess geben - und in der Folge, auch keinerlei Erkenntnis.

Und: Bedingt dadurch, dass eine jede, wie auch immer geartete Erkenntnistheorie ein logisches System bildet [1], und somit, regelmäßig, eine bestimmte Logik IN sich trägt, kann es NIEMALS einen Erkenntnisgewinnungsprozess oder eine Erkenntnis geben, die völlig frei von Logik wäre, und sich nicht logischer Mittel bedienen würde!

Jede einzelne Erkenntnis, ist daher selbst ein objektiver Beweis dafür, dass Logik als Erkenntnismittel 'funktioniert'!

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 17 : Je mehr Wahrnehmungsinformationen desto besser die Überlebenschancen - Der evolutionäre Vorteil farblichen Wahrnehmens

Verfasst: 13.2.2009/ Status: L-r2/ Lexikon: Wahrnehmung, Wirklichkeit, Biologie, Evolution, Gehirn

Der folgende Dialog ist von einer realen Diskussion, im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit, inspiriert:

Rita: Im Grunde, ist Wirklichkeit für uns mit Wahrnehmung ident!
DENN: Im Grunde existiert für uns einzig das, das wir mit unseren Sinnen wahrnehmen.
Und: Da wir das von uns Wahrgenommene subjektiv interpretieren, werden wir deshalb niemals endgültig erfahren wie sich die Welt, jenseits unserer Wahrnehmung, tatsächlich darstellt.

Für uns ist das Gras in der Regel grün.
ABER: Grün ist keine Eigenschaft, die dem Gras objektiv, unabhängig von unserer subjektiv-menschlichen Wahrnehmung, zukommt!

Unsere subjektiv-menschliche Wahrnehmung interpretiert erst, das Gras als grün!

Nikolaus: Was die Farbe Grün anlangt, hast du vermutlich recht!
Das heißt: Es könnte vermutlich tatsächlich so sein, dass Farben als solche 'Erfindungen' von Wahrnehmungsinformationen verarbeitenden und interpretierenden Gehirnen sind!?

Wenn aber Farben tatsächlich 'Erfindungen' von Wahrnehmungsinformationen verarbeitenden und interpretierenden Neuronalen-Netzen sind, stellt sich in diesem Zusammenhang natürlich die berechtigte Frage, welchen Vorteil es für ein Lebewesen mit sich bringt, in Farbe(en) wahrzunehmen!?

Plattwürmer [1] zB, vermögen nur schemenhaft zwischen hell und dunkel zu unterscheiden.
Und dennoch bedeutet selbst ihre sehr einfach 'gestrickte' Hell-Dunkel-Wahrnehmung - zumindest, in dem Umfeld in dem sie leben - einen klaren Wettbewerbsvorteil, gegenüber all jenen Lebewesen, die weniger gut sehen, als sie.

Doch: Einen noch größeren Wettbewerbsvorteil bedeutet es, Umrisse und Strukturen zu erkennen.
Und: Ganz allgemein kann wohl festgehalten werden, dass, je mehr Informationen einem Lebewesen, aus seinen Wahrnehmungen, zur Verfügung stehen, desto mehr weiß es, um sein Lebensumfeld, und, desto größer werden demnach auch seine Chancen sein, erfolgreich zu überleben!

Mehr Wahrnehmungsinformationen = Mehr Wissen, über die Lebensumwelt = bessere Überlebens-Chancen

Erst vor Kurzem habe ich von einer interessanten Theorie gelesen, in der mit dem Gedanken gespielt wird, dass Fledermäuse, möglicherweise, Farbe(n) hören, und, dass Hunde Farbe(n) riechen [2] können.

Für uns Menschen, die wir 'lediglich' dazu befähigt sind in Farbe(n) zu sehen, mag es vielleicht anfangs seltsam tönen, dass andere Lebewesen, möglicherweise, befähigt sein könnten, in Farbe(n) zu riechen und/ oder zu hören...
ABER: Wenn man diese Hypothese vorurteilsfrei betrachtet, scheint sie durchaus Sinn zu machen!

Aus unserer eigenen Multimediaerfahrung - zB mit Fotos oder Videos - wissen wir, dass scharfe Bilder besser informieren, und mehr Informationen in sich tragen, als unscharfe Bilder, und, dass uns Farb-Bilder, verhältnismäßig, mehr und bessere Informationen bieten, als schwarz-weiße.
Und: Da mehr und bessere Wahrnehmungsinformationen ein Mehr an Wissen, und, in der Folge, einen größeren Wettbewerbserfolg ermöglichen, ist einsichtig, dass scharfe und farbliche Wahrnehmungsbilder, jenen Lebewesen, die über sie verfügen, im Vergleich zu unscharfen Schwarz-Weiß-Bildern, ein deutliches Mehr an Information und Wissen, über die Umwelt, liefert, und versetzt sich solcherart nicht nur in die Lage mögliche Feinde und Beute früher und besser zu erkennen, sondern auch dazu sich exakter bzw zielsicherer und komplexer in der jeweiligen Lebensumwelt zu bewegen.

Sowohl die Geruchswahrnehmungen von Hunden als auch die Hörwahrnehmung von Fledermäusen, sind dermaßen diffizil und exakt, dass durchaus davon ausgegangen werden kann, dass sie eine ähnlich hohe Komplexität aufweisen, wie unsere menschliche Sehwahrnehmung.

'Ein farbliches Bild ist komplexer, und enthält, verhältnismäßig, mehr Informationen, als ein Schwarz-Weiß-Bild - und es ermöglicht daher über ein komplexeres und damit informativeres Wahrnehmungsbild zu verfügen!'

ABER: Und das sollte bei dieser Diskussion ebenfalls nicht vergessen werden:

Wenn die Farben eines Wahrnehmungsbildes, tatsächlich, ausschließlich Erfindungen eines subjektiven Gehirns wären, und somit rein gar nichts mit jener Wirklichkeit zu tun hätten, in der sich ein Farben wahrnehmendes Lebewesen bewegt, wäre das Wahrnehmen von Farben kein evolutionärer Vor- sondern ein Nachteil!

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 18 : Was ist für mich eine absolut, 100%ig zutreffende Wahrheit?

Verfasst: 1.6.2009/ Status: L/ Lexikon: Wahrheit, Absolute

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

Rita: Du sprichst immer wieder von absolut, 100%ig zutreffend Wahrheiten...

Was meinst du damit?

Was ist für dich eine absolut, 100%ig zutreffende Wahrheit?

Nikolaus: Eine absolut, 100%ig zutreffende Wahrheit, ist eine Wahrheit, an der man (selbst), im Grunde, nicht den geringsten Zweifel hegt.

Ich zB hege, im Grunde, nicht den geringsten Zweifel daran, dass ich existiere, und, ich hege, im Grunde, nicht den geringsten Zweifel daran, dass meine Lebensgefährtin und all die Menschen die ich liebe existieren - und daher ist meine eigene Existenz, und, die Existenz all der Menschen die ich liebe und die mir wichtig sind, im Grunde, eine, FÜR MICH, absolute, 100%ig zutreffende Wahrheit.

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 19 : Es ist nicht möglich etwas zu beurteilen, ohne (dabei) von einer bestimmten Wahrheit auszugehen

Verfasst: 9.6.2009/ Status: L/ Lexikon: Wahrheit, Erkenntnistheorie, Wissen, Urteil

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion mit dem User sw, im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

sw: Ein 'für wahr halten' ist bestenfalls ja nur eine Gewissheit.
Aber nicht wirklich 'Wissen'.

Nikolaus:Ob das, das man für wahr hält, (bereits) eine Wahrheit ist, oder, ob es doch 'nur' den Status einer Gewissheit einnimmt, hängt, letztendlich, von der jeweiligen Erkenntnistheorie ab, derer man sich bedient, um in dieser Frage ein Urteil zu fällen!

DOCH: Um ein Urteil fällen zu können - wie zB, ob etwas bereits eine Wahrheit ist, oder, ob es doch eher bloß als Gewissheit einzustufen ist - bedarf es nicht nur einer entsprechenden Erkenntnistheorie, welche (die) Regeln festlegt, was als wahr und was als nicht wahr zu gelten hat, und, an der man sich, in seinem jeweiligen Urteil(en), orientieren kann, sondern, es bedarf immer auch eines entsprechenden Maßes an Wissen [1]! DENN: Nur dann, wenn man zumindest über ein Mindestmaß an Wissen, bezüglich dem, das man beurteilt bzw beurteilen möchte, verfügt, ist man in der Lage, zumindest einigermaßen, erfolgreich einzuschätzen, inwieweit das zu Beurteilende den Festlegungen der jeweiligen Erkenntnistheorie entspricht, oder nicht.

Etwas zu wissen aber bedeutet stets, im Besitz von zutreffenden Informationen zu sein [2]!

Und: Sind zutreffende Informationen nicht immer auch Wahrheiten... ?

Fest steht jedenfalls:

Wenn du das Für-wahr-halten-von-etwas als keine Wahrheit sondern 'lediglich' als Gewissheit einstufst, kannst auch du ein solches Urteil nur unter der Voraussetzung fällen, dass du dich einer bestimmten Auffassung bzw Theorie von Wahrheit, UND, einem Mindestmaß an zutreffendem Wissen bedienst!

Ohne Erkenntnistheorie, UND, ohne zutreffendes Wissen, kein, wie auch immer geartetes Urteil!

Und daher abschließend die Frage:

Ist es möglich, was auch immer zu beurteilen, OHNE (dabei) von einer bestimmten Wahrheit auszugehen?

Eingedenk dessen, das ich eben über die allgemeine Natur von Urteilen ausgeführt habe, ist die Antwort auf diese Frage, eindeutig: Nein!

Dialog-Erkenntnistheorie Nr. 20 : Sind alle Theorien - wie zB Erkenntnistheorien - etwas Erfundenes?

Verfasst: 9.6.2009/ Status: L-Blastn/ Lexikon: Theorie, Erkenntnistheorie, Wahrnehmung, Urteil

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion mit dem User sw, im Philosophie Forum : Sein Wahrheit und Wirklichkeit:

sw: Eine Theorie - auch eine Erkenntnistheorie - ist ein 'Konstrukt'.
Also etwas, dass man sich selbst geschaffen hat.
Etwas 'Erfundenes'.
Etwas, das man sich selbst zusammengereimt hat.

Nikolaus: Dass Theorien - wie zB Erkenntnistheorien - immer etwas Erfundenes sind, das man sich selbst gleichsam zusammenreimt, ist unzutreffend!
DENN: Wahrnehmung ist in erster Linie eine Fähigkeit bzw ein Instrument, das Lebewesen dazu dient sich in der/ einer Lebenswirklichkeit zu orientieren - um beispielsweise sich in ihr erfolgreich fortzubewegen, um Beute zu finden, oder um potentiellen Feinden aus dem Weg zu gehen.
Sich allerdings in einer Lebenswirklichkeit erfolgreich orientieren zu können, setzt ihrerseits die Fähigkeit des Erkennens voraus.
Und wer, was auch immer erkennt, beurteilt das von ihm Erkannte.
Doch: Um etwas erfolgreich beurteilen zu können, bedarf es regelmäßig eines bestimmten Urteil-Maßstabes - und damit, einer bestimmten Erkenntnistheorie -, um sich in seinem Urteil(en) orientieren zu können.

Jede Art des Wahrnehmens, setzt somit die Fähigkeit des Erkennens, des Urteilens UND das Vorhandensein einer bestimmten Erkenntnistheorie voraus!
Und daher verfügt JEDES wahrnehmende Lebewesen, von Geburt an, über die Fähigkeit des Erkennens, des Urteilens UND über eine entsprechende Erkenntnistheorie.

Nur deshalb, da zB ein Gnu-Kalb, von Geburt an, über eine entsprechende Erkenntnistheorie verfügt, ist es bereits wenige Minuten nach seiner Geburt dazu in der Lage zu erkennen, zwischen potentiellen Feinden und Freunden zu unterscheiden, und flieht ganz selbstverständlich beispielsweise vor Hyänen, und folgt, ebenso selbstverständlich, seiner Mutter und der Herde.

Es ist daher, grundsätzlich, zwischen 2 Arten von Erkenntnistheorien zu unterscheiden:
Und zwar: Zwischen angeborenen Erkenntnistheorien, mit welchen ALLE wahrnehmenden Lebewesen geboren werden, UND, zwischen erlernten Erkenntnistheorien, die eine kulturelle Errungenschaft darstellen, und die - wie du richtig festgestellt hast - eine Erfindung intelligenter Wesen sind.

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